ChrisKong
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ChrisKongTeilnehmerNein, du verstehst es wirklich nicht, oder? Kaufkraft kann nur entgehen, wenn ich potentiell angesprochen werde, ist bei digital aber eben nicht der Fall. Meine Ressourcen sind, man stelle sich das mal vor, nicht unendlich. Also begrenze ich in Frage kommende Titel. Da ist digital schon mal ein erstes Raster, welches aussiebt. Es bleiben auch dann noch viel mehr Titel übrig, als ich mir leisten kann oder will.
In deinem Fall ist das Gejammer ja widersinnig, wenn du beispw. Spiele sogar zweimal digital kaufst und dich dann etwas nervst, dass es später doch noch als Retail erscheint. Das ist irgendwie paradox.
Das klingt so ein bisschen nach der Mentalität, ich geh zweimal in den Film rein, damit ich meinen Beitrag zum Erfolg leisten kann, in der Annahme, dass es unter Ausbleiben dieser Handlung nicht dazu kommt.Da man hier aber eben nicht von einem Retail-Release im eigentlichen Sinn sprechen kann, weil nicht für die breite Masse, ist die Optik von einem Verkaufs-Indikator eher zu vernachlässigen. Tatsächlich kommt es oft mehr auf die Qualität an. Bislang wäre mir nicht bekannt, dass man da gross Shovelware als Retail released hätte. Wie gesagt, man spricht damit nur einen kleinen Kreis an Liebhabern an, für die eben nicht die anderen Retail-Spiele als Konkurrenz dienen müssen. Ich wäge da nicht ab, kauf ich mir jetzt CoD oder Hollow Knight. Genauso wie Collectors Editionen oder der Entscheid für eine nicht durch den Kaufentscheid für “gewöhnliche” Spiele beeinflusst wird. Jaja, ich weiss, man hat nicht für alles Geld, insofern gibts ja schon einen indirekten Einfluss. Aber man kann sich in der Regel auch nicht alle gewöhnlichen Spiele leisten.
Für ein kleines Label ist also weit wichtiger, im Kernzielmarkt zu punkten, da ist es dann nicht wirklich erheblich, wie erfolgreich ein Spiel davor digital gelaufen ist. Deine Annahme ist aber, dass wenns genug Digitalkäufer gibt, sich jemand erbarmt, eine Retail-Fassung zu bringen, richtig?
Ich glaube schlicht, dass das nur ein bescheidener Faktor ist. Warum? Nun, einiges erschien eben sehr spät als eine solche Fassung. Das folgt eben nicht nach den Gesetzen normaler Releases, bei denen in den ersten Wochen nach Release das meiste Geld gemacht wird. Folglich ist da mehr der Wunsch einiger Fans nach einer Retailfassung aufgrund der Beliebtheit und der Affinität des Sammelns, die Grundlage für einen solchen Release. Da man die Spiele nur über einen kurzen Zeitraum und mit limitierten Auflagen anbietet, ändert sich am Preis auch nichts. Das Konzept hat natürlich seine Tücken, darum wird es jetzt auch in Teilen angepasst. Seit einiger Zeit laufen mMn die Verkäufe eher so schleppend. Und nur weil es “ausverkauft” angezeigt wird, muss es das nicht mal sein. Gerade LRG hat diese Sondersales, wo dann die angeblich ausverkaufte Ware zum Teil wieder erhältlich ist.
Was hat man also getan? Bei den Switchspielen geht man weniger Risiko, was nicht zuletzt am teureren Trägermedium liegen dürfte und nicht klar war, wie die Switchspieler auf solche Sachen generell ansprechen, also Retail vor digital. Nun ist einfach ein Zeitfenster offen für Bestellungen und wenn es zu ist, wird diese Gesamtzahl genommen und aufgerundet auf den nächsten Tausender. Stand so mal auf der Seite.
Das wiederum bringt natürlich etwas den Nachteil, dass man den Push von wegen limitiert und so, man soll gleich zuschlagen, verliert. Andererseits bleibt man nicht auf unzähligen Exemplaren sitzen.
Die Kehrseite hat aber auch diese Medaille. Mittlerweile gibts mehrere Anbieter und die wirklich interessanten Titel sind begrenzt. D.h. es kommen immer häufiger JRPGs mit durchschnittlichem Metascore in den Genuss eines Releases oder anderweitige Spiele, die aufgrund der allgemein kritisierten Qualität eher Ladenhüter-Potential haben.Im Umkehrschluss scheint es also eher einen Verteilkampf zu geben unter den Labels. Von daher wird es noch so manch minder-erfolgreiches Spiel als eine solche Edition geben. Da wird dann schon von Hause aus weniger auf die digitalen Verkaufszahlen, sofern überhaupt vorhanden, denn auf den Metascore oder dgl. geschielt. Bei den meisten dieser Labels arbeiten auch Leute, die sich mit der Materie auseinandersetzen. Da wundert es wenig, dass mittlerweile schon vorab potentielle Lieblinge angekündigt werden, ganz unabhängig von einem Langzeithorizont an verfügbaren Verkaufszahlen, z.B. the Messenger. Das Game ist noch relativ frisch, aber schon lange bei einem dieser Labels gebucht.
Vielleicht sollte ich die Ausweitung der Diskussion entschuldigen, aber
aber du wirst mich nicht überzeugen.
eine solche Einstellung ist eigentlich in einem Forum unwürdig, sprich von vornherein jedes Argument oder zukünftige als nicht valide erachten. Man könnte es auch einfach borniert nennen. Warum ich trotzdem drauf antworte? Gibt ja auch stille Mitleser. Aber gut, ich seh schon, ein probates Mittel, um jede Diskussion abzuwürgen ist, sie für eine Diskussion zum Selbstzweck zu erklären. Spricht nicht grad für das Forum, wenn sich einer der beiden Moderatoren so äussert, nix für ungut.
ChrisKongTeilnehmerDas ist jetzt wieder Äpfel Birnen Vergleich. Hier gehts um Spiele, die primär keine Retail-Auswertung erlauben oder so einfach nicht die Masse an Spielern erreichen, die sie aber benötigen.
ChrisKongTeilnehmerAnbieter wie Strictly Limited Games, Limited Games Run, Special Reserve Games, u.a. bieten diese Spiele in dieser Auflagengrösse an. Geh auf die Homepages, steht dort oft. Die Nachfrage wird nicht weit über das hinausgehen, weil es immer auch sehr viele Angebote auf Ebay gibt, die Nachfrage also zum Teil nicht so stark ist, je nach Spiel.
ChrisKongTeilnehmerFeuilleton-Langweiler? Ich werd ihn mir auch mal irgendwann ansehen. Aber oft wird auch einfach mal abgefeiert, weil Schwarzweiss nach Anspruch schreit.
ChrisKongTeilnehmerKeine Antwort geben ist oftmals besser als eine dumme geben. 🙂
ChrisKongTeilnehmerIch glaube du kapierst da nicht ganz, dass da absolut unterschiedliche Segmente angesprochen werden. Das eine ist eben auf deutlich mehr als ein paar tausend Käufer angewiesen. Das andere sind eher so die Premium-Liebhaber von solchen Spielen. Die meisten wollen für Indies nicht 25 oder 65 USD ausgeben, wenn sie schon einiges auf dem Tacho haben. Das heisst die, welche auf diese limitierten Retails warten, graben nicht dem Digitalmarkt das Wasser ab.
Und deine Aussage ist so nicht ganz richtig. Dayone ist unerheblich, wenn es einigermassen preisstabile Spiele sind, z.B. von Nintendo. Vollpreis muss nicht Dayone sein. Bei uns in der Schweiz gibt es sowieso nicht annähernd so viele Aktionen und Rabatte wie bei euch. Bei uns kosten viele Spiele auch Monate später noch den vollen Preis.
Davon ab, muss ich nicht mehr alles haben und wenn, dann trag ich mein Geld eben halt in erster Linie dorthin, wo es mMn im Sinne der Diversität hingehört.Da ich digital sowieso für mich nur als Notlösung ansehe, verliert man mit mir z.B. auch keinen potentiellen Kunden, wenn man später eine Retail nachschiebt,eher gewinnt man einen.
In dem Fall spielt nicht das eine Vertriebssystem das andere aus, weswegen deine Logik hier nicht wirklich greift, sry. Da kannst du weiter bei deiner hypothetischen Annahme, wenn alle das machen würden, bleiben. Fakt bleibt, es kaufen dann trotzdem nicht alle dann Retail, wenn beides zum Start gleich verfügbar wäre. Besonders nicht, wenn Retail dann logischerweise teurer wäre.
ChrisKongTeilnehmerHier beisst niemand in irgendwelche Schwänze. Deine Logik wäre nur dann nachvollziehbar, wenn sich für die Retailfassungen deutlich mehr Leute überhaupt interessieren würden, das ist aber nicht der Fall. Sonst wären die Auflagen oft nicht bei ca. 2-3 tausend Stück weltweit angesiedelt. Wären die Digitalverkäufe auch in dem Bereich, dann könnten die gleich dicht machen würd ich meinen.
Von daher kann ich guten Gewissens warten, da ich so eigentlich nie zu einer grossen Mehrheit gehöre, respk. gehören kann. Aber ist mMn auch ein gutes Statement, das Retail immer einen Platz haben sollte.
ChrisKongTeilnehmerDas kommt davon, wenn man immer alles gleich haben will. Digital läuft ja sowieso nicht davon. Heute sind die Chancen, dass es einen Anbieter gibt, der ein beliebtes Spiel bringt, sehr hoch. Für Retail zahlt man dann aber oft das Doppelte, kommen ja noch Versandkosten dazu. Aber dafür brauch ich echt nicht mehr jeden AAA-Kram, wird halt dort gespart.
Was ich gerne noch als Retail hätte, wären die beiden Hotline Miami Teile. Zu schade sind die schon relativ in Vergessenheit geraten, da ist die Chance auf einen solchen Release relativ gering.
ChrisKongTeilnehmer@Bort
Besten Dank, habs grad bestellt. Gibt mittlerweile recht viele Retail-Anbieter von solchen Spielen. Perfekt, mir ist es das immer wert. Schade bleibt bei praktisch allen Anbietern die XBox aussen vor. In der Regel wirds bei mir die Switch-Version und sonst PS4.
ChrisKongTeilnehmerDie Jagd
Thomas Vinterberg liefert ein sehr bewegendes Drama ab, in dem Mads Mikkelsen durch eine Kette von Anschuldigungen und Verdächtigungen dem kollektiven Hass einer ganzen Gemeinde ausgesetzt ist. Dabei werden sehr schön die gefährlichen Mechanismen entlarvt, die zu einer solchen Situation führen. Vielleicht kann man den Film als ein Hohelied auf den Rechtsstaat verstehen. Hier ist es nur ein kleiner Schritt bis zum Lynchmob Das wird, auch wenn der Film einigermassen versöhnlich endet, in der allerletzten Szene klar.
Neben Mikkelsen gefallen auch die ganzen anderen Darsteller. Die Dramaturgie entwickelt sich organisch und wirkt nicht in die Länge gezogen oder überhastet.
Den Breakout-Film von Vinterberg hatten wir hier schon mal im Filmzirkel besprochen gehabt, Festen. Den hier fand ich als Film eindeutig besser. Der andere wirkt in der Nachbetrachtung eher wie ein Theaterstück. Bezeichnend, dass daraus dann auch eins gemacht wurde, wenn man Wikipedia Glauben schenkt.Wer Dramen mit heiklen Themen mag, der ist hier gut aufgehoben. Wer in einer kleinen Gemeinde lebt, der findet hier sogar noch schneller Zugang. Für Mikkelsen Fans ist der Film anyway Pflicht.
ChrisKongTeilnehmerViel Spass beim Fangen, hab die Dinger gehasst wie die Pest.
12. März 2019 um 21:20 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1638023
ChrisKongTeilnehmerGerade mal ein wenig in Spider-Man reingespielt. Beim Boss wäre es noch nett gewesen, mehr Anhaltspunkte zu haben, wie viel er einstecken kann. Wobei in der Hektik weiss ich gar nicht, ob ich draufgeguckt hätte. Da alle möglichen Kampfmanöver im Griff zu haben, scheint mir nicht ohne. Nett sind auch die Rätseleinlagen im Labor. Das Fortbewegen geht zügig vonstatten, kommt manchmal aber auch recht hektisch. Denke da werde ich noch ein bisschen Eingewöhnungszeit brauchen, bis das alles so funzt, wie ich will.
ChrisKongTeilnehmerLife is strange: Before the Storm
Mit dem Hauptspiel bin ich durch, fehlt eigentlich nur noch die Bonus-Episode. Aber das ist ja dann eh Life is strange: before before the Storm.
Ich widerspreche da vermutlich den meisten Spielern, aber ich fand tatsächlich dieses Spiel besser. Zum einen mag das sicher auch daran liegen, dass ich mich mehr mit Chloe, denn mit der grauen Maus Max identifizieren kann. Das andere ist dann der wesentlich bessere Spielfluss, weil ich gar nicht erst die Möglichkeit habe, die Zeit zurückzudrehen. Das Feature wurde dort manchmal nicht zum Vorteil des Gesamterlebnisses eingesetzt mMn. Hier ist man von dem Ballast nun eigentlich befreit und kann sich ganz auf die Geschichte und die Entscheidungen konzentrieren.
Hier wirkt für mich fast alles aus einem Guss und nachvollziehbar. Der Soundtrack ist gewohnt klasse und die Dialoge wirken sehr authentisch.
Dass man die Bonus-Episode erst wieder runterladen darf und dass es insgesamt nur 3 Hauptepisoden sind, ist natürlich etwas ärgerlich. Die Bonusoutfits sind übrigens auch nicht der Rede wert.
Nach Beendigung des Hauptspiels kann man den verpassten Sammelkram nochmals nachholen, mehr aber nicht. Will man das geheime Ende freischalten, müssen dafür schon in Episode 2 die Weichen gestellt werden. Ich denke die meisten haben es sich da schon verbaut. Also wenn das das Ziel eines zweiten Durchspielens ist, würde ich mir den relevanten Ablauf sicher vorher anschauen. Ich glaube das ist bei den Telltale-Spielen besser gelöst, um ins Spiel nach dem ersten Durchzocken wieder einzusteigen.
Das Finale hatte dann noch die härteste Entscheidung des gesamten Spiels im Gepäck. Die Statistik, welche nach jeder Episode zu sehen ist, zeugte praktisch von einem Patt, 51 zu 49. Ich gehörte hier zur knappen Mehrheit und traf die weniger egoistische Entscheidung. Aber leicht fiel mir das absolut nicht. Wirklich grossartig gemacht von dem Spiel.
Nach dem Abspann kommt noch was, auf das ich die ganze Zeit gewartet habe. Das war dann nochmals ein richtiger KO Schlag. Leichte Hinweise gibts schon während dem Spiel. Die hält man allerdings doch stark zurück. Aber auch so ist klar, wer den Vorgänger kennt, für den schwebt über dem Ganzen eine düstere Wolke. Vielleicht macht es dieses Spiel auch gerade deswegen so aussergewöhnlich. Ohne dieses Wissen, ist es einfach ein anderes Erlebnis.Wer auf Filme wie Brick steht, Veronica Mars mochte, der sollte das mal unbedingt spielen. Ich würde aber auch mit dem Hauptteil starten und dann diesen.
Irgendwie hätte ich sogar Lust, jetzt nochmals den ersten Teil zu spielen, aber ich muss ehrlich sagen, der Ballast in Form der Spielmechanik hält mich etwas davon ab. Darum wirds mit Sicherheit erst Mal die Bonusepisode geben und dann das Prequel zu Teil 2, das schon auf der Platte schlummert.
ChrisKongTeilnehmerThe Hard Way Netflix
Etwas enttäuschend, so hatte ich von Michael Jay-White und Luke Goss zumindest ein paar fette Kampfchoreografien erwartet. Aber dieses müde Gekloppe im Ostblock hätte auch Steven Seagal hingekriegt. Generell scheinen Rumänien und Bulgarien das Altersdomizil div. Action-Recken zu sein.
Logan Lucky
Dass der Film von Soderbergh ist, ist mir erst im Abspann klar geworden. Und schon wieder ein Heist-Movie. Nur verfügen die Akteure hier über kein Budget und Edelgauner sind sie auch nicht. Im Gegenteil, sie entstammen alle dem Whitetrash Milieu. Entsprechend behäbig kommt auch der Raubzug in Gang und wird noch mit allerlei Familien-Problemen belastet. Die Nummer selber läuft dann eine Ecke zu aalglatt ab, die ganzen Charaktere sind eigentlich viel zu brav.
So bleiben in erster Linie die sympathischen Loser-Figuren, ein wenig Nascar-Feeling und ein paar Twists, die allerdings auch auf unrealistischen Annahmen fussen. Mal im Ernst, wäre ja noch lustiger, wenn Registrierkassen, nix registrieren, aber das nur so nebenbei.
Soderbergh hätte hier durchaus mehr Leichtigkeit und Witz reinbringen können. Gut unterhalten fühlte ich mich trotzdem, nur das gewisse Etwas hat halt doch gefehlt.Message from the King Netflix
Ein weiteres Netflix Original. Dieses Mal darf der Black Panther gegen allerlei Verbrecher ran, die etwas mit dem Verschwinden seiner Schwester zu tun haben. Das Ganze läuft recht schnörkellos ab und mündet in dem zu erwartenden Finale. Das glänzt dann wieder mit komischer Vorgehensweise, beispw. Geld als Sprengfallenköder. Der Film hat schon seine Momente, aber so ganz rund fand ich ihn dann nicht. Auch hier fragt man sich, warum man noch div. Nebenplots braucht. Irgendwie verzettelt der Film sich zu stark darin, was dem Spannungsbogen auch abträglich ist.
Wer Filme wie den Equalizer mag, kann mal einen Blick riskieren.Detroit
Ein wirklich starker Film. MMn sollte dieser zwingend an amerikanischen Schulen gezeigt werden. Mir scheint, die Amis sollten ihre Vergangenheit durchaus mal ein wenig stärker aufarbeiten, vielleicht wäre dann die gesellschaftliche Akzeptanz für Rassismus in Teilen der USA nicht ganz so hoch. Hier wird einem regelrecht schlecht, wie verkommen die Hüter des Gesetzes sind. Die Todesangst der Verdächtigen überträgt sich sehr gut auf den Zuschauer.
Will Poulter gibt den überforderten Rassistencop, der sich scheinbar nur mit Gewalt zu wehren weiss. Tragischerweise verfügt er über Befehlsgewalt, was weitere Mittäter in den Strudel aus Gewalt mithineinzieht. Die Gleichgültigkeit der Staatspolizei – zuständig ist in Detroit die Stadtpolizei – ist ebenso schockierend.
Am Ende gibt es eigentlich nur Verlierer auf allen Seiten und wenig Hoffnung, das sich was ändert.
Aus allen sehr guten Darstellern ragt mMn Algee Smith als Cleveland heraus. Seine Figur ist es denn auch, die nachhaltig unter den Vorfällen leiden wird.
Während des ganzen Mittelteils ist der Film zudem hochgradig spannend.
Ich fand ihn einiges besser als the Hurt Locker, den ich etwas überbewertet fand. Aber Bigelow bleibt eine fantastische Filmemacherin. Auf ihre Werke bin ich immer genauso gespannt wie auf die von Nolan oder Scorsese.
Das Bonusmaterial glänzt….nicht. Für einen Film mit dieser Thematik sind die Featurettes, zumindest die, welche ich kurz angeklickt habe, ein Witz.
Der Abspann offenbart dann, wie viele Songs zum Einsatz kamen, brutal viele.
Immer wieder werden auch originale Nachrichtenschnipsel aus der Zeit gezeigt, was die Authentizität erhöht, ähnlich wie das auch Oliver Stone bei JFK gemacht hat.
Fazit: Meine Filmempfehlung der Woche, auf jeden Fall von den hier vier erwähnten der stärkste.
ChrisKongTeilnehmerIch seh schon Leute, deren Popularität schlagartig sinken wird:
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