ChrisKong
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ChrisKongTeilnehmerRebel Ridge
Netflix hat immer mal wieder die beiden Jack Reacher Filme im Programm. Die gleichnamige Serie läuft allerdings bei Amazon. Nun hat man sich angeschickt, sich quasi einen eigenen Jack Reacher zu sichern. Geschrieben, geschnitten und inszeniert hat den Film Jeremy Saulnier, der schon für Green Room verantwortlich zeichnete. Heisst, Spannung ist damit schon fast garantiert gewesen.
Der Held der Geschichte ist Terry Richmond, gespielt von Aaron Pierre. Der Darsteller war mir vorher absolut unbekannt. Ursprünglich war mal John Boyega in der Rolle angedacht gewesen. An der Seite von Pierre agiert Anna Sophia Robb, die eine Mitarbeiterin am Gericht spielt und Terry unterstützt.
Der Film greift dabei eine rechtliche Absurdität auf, die es in den USA gibt und reine Staatswillkür ist. Terry transportiert Geld, welches von der hiesigen Polizei beschlagnahmt wird auf Verdacht. Angeklagt wird nicht Terry, sondern das Geld. Insofern wählt man da den Ansatz einer durchaus realistischen Situation. Der Unterschied ist, dass Terry durchaus wehrhaft ist und zurückschlägt gegen das korrupte System.
Es gibt in der überlegten Art und Weise natürlich viele Parallelen zu Jack Reacher. Allerdings auch ein paar eigenständige Ideen. So setzt der Held vermehrt darauf, die Situation nicht weiter eskalieren zu lassen und Gewalt ist eher das letzte Mittel der Wahl.
Der Film bietet die nötige Kurzweil, hat sympathische Darsteller und ist spannend. Die Actionszenen dominieren nicht das Geschehen und sind auch nicht total übertrieben. Thematisch verarbeitet man gleich mehrere aktuelle Probleme, die in den USA vorherrschen. Einzig vom Thema Rassismus lässt man die Finger, warum auch immer. Dabei wäre es ein Leichtes, den Antagonisten rassistische Motive zu unterstellen. Aber man entschärft das Szenario, indem man PoC auch auf der Gegenseite einbaut. Vermutlich eine bewusst getroffene Entscheidung, um den Film nicht in diese Schublade stecken zu müssen. Kann auch sein, dass es dann zuviel gewesen wäre? Trotzdem wirkt es ein wenig befremdlich.
Bei all dem Schrott, den Netflix sonst so produziert, ist es erfreulich, wieder mal eine kleine Perle im Sortiment zu finden. Aktuell scheint der Film auch recht erfolgreich zu laufen im Stream. Ich hoffe mal auf eine Disc-Fassung.22. Oktober 2024 um 21:07 als Antwort auf: Vor kurzem angespielt / Welche Spiele spielt Ihr zur Zeit? #1791861
ChrisKongTeilnehmerBin immer noch dabei, mich in Outlaw reinzufinden. Das Spiel ist zu Beginn doch recht überfrachtet und erinnert stark an Fallout, im Guten wie im Schlechten. Während die Welt und die Charaktere bei der Stange halten, muss ich sagen, finde ich das Gameplay leider nicht so prickelnd. Da hab ich beispw. einen Spielplatz mit Gegnern, aber Hilfsmittel sind zum Teil so ungünstig platziert, dass deren Einsatz eher eine Qual ist, z.B. Sachen, die von der Decke hängen. Es spielt sich da wie ein Far Cry in Schlecht. Auch Trefferfeedback ist mau, bei dem ganzen Blingbling fühlt es sich nicht an, als leiste man da tatsächlich was. Und oft fehlt es an gscheiten Erklärungen, so klickt man auch dauernd irgendwie ratlos im Menu rum. Keine Ahnung, warum Ubi da immer komplizierter wird. Andere kriegen das definitiv besser und intuitiver hin. Das Erkunden macht leider nicht so viel Spass wie bei den Vorbildern, es wirkt mir etwas zu generisch. Auch wenn es nicht das gleiche Genre wie die Jedi-Spiele ist, so kann man doch konstatieren, dass dieses Spiel wirklich in jedem einzelnen Punkt eine Klasse schlechter ist. Damit ist es immer noch gut, aber man spürt, dass hier nicht das A-Team von Ubi dran gesessen ist. Vielleicht hätte man alles ein wenig kleiner machen sollen und kompakter, dafür mehr Fokus auf die Qualität im Detail legen sollen.
ChrisKongTeilnehmerKong kann man nicht überleben, das Spiel ist reiner Fake.
ChrisKongTeilnehmerWas interessiert es, wenn gewisse Glück haben? Das hilft ja anderen dann gar nichts. Die spielen dann halt weiter den Betatester.
ChrisKongTeilnehmerAlso wenn das Ding solche Bugs hat, wie auf der Newsseite beschrieben, warum genau soll man Konami da den Erfolg gönnen? Eher sollten die auf dem Kram sitzen bleiben, bis er richtig funktioniert.
ChrisKongTeilnehmerPlatform Spilt? Also wenn man nicht mal einen Tweet fehlerfrei hinkriegt, dann wäre eine andere Quelle wohl vertrauenswürdiger. 🙂
ChrisKongTeilnehmerDont Worry Darling
Olivia Wilde legte mit diesem Film ihren zweiten Langspielfilm vor. Ich muss ehrlich zugeben, vor dem Hintergrund ist das Resultat wirklich beachtlich. Sie hat definitiv ein Gefühl für Inszenierung und der Film geizt nicht mit schönen Aufnahmen. Das liegt sicherlich nicht zuletzt an der Verpflichtung von Matthew Libatique, der bei div. Aronofsky Filmen für die Kameraarbeit (u.a. Blackswan) verantwortlich war. Der Sound wiederum erinnert stark an Nope von Jordan Peele, wodurch eine ähnliche Atmosphäre entsteht. Der Score ist von John Powell, der sich vor allem im Bereich der Animationsfilme verdient gemacht hat.
Wilde spielt selbst mit, aber die Hauptrolle hat Florence Pugh inne, die einmal mehr einen grossartigen Job macht. Neben ihr agieren Harry Styles und Chris Pine. Beide wirken auf mich eher austauschbar. Chris Pine hat für den Part die nötige Ausstrahlung, Styles bringt nichts Besonderes mit.
Der Film ist mir persönlich etwas zu lang gewesen, für das, was er erzählen will. Er belässt den Fokus auf der Hauptfigur, aber neue Erkenntnisse ergeben sich erst spät im Film, sodass es davor auch einiges an Redundanz gibt.
Natürlich begleitete den Film eine recht grosse Kontroverse, was nicht nur mit der Interpretation der Handlung zu tun hat, sondern auch mit dem Verhalten diverser Akteure vor und hinter den Kulissen. Im Zentrum steht die Reduzierung der Menschen auf Rollenmodelle. Warum da aber nur zwei Figuren wirklich aufbegehren, erschliesst sich nicht wirklich. Vielleicht muss da aber die Perspektive gewechselt werden. Jüngst las ich von einer Bewegung, den sogenannten Tradwifes, die sich eine Rollenverteilung wie zu den 50ern in den USA zurückwünschen, in der sie das Heimchen am Herd spielen, während der Mann die Familie versorgt. Dabei ist die Abhängigkeit vom Mann das entscheidende in diesem Konzept und die Frau begibt sich in eine sehr devote Position. Und genau mit einem solch vermeintlichen Idyll hat man es hier in dem Film zu tun. Alles wirkt wie aus einer Werbung für die 50er. Und es ist letztlich der Wunsch der Männer in diesem Film, der sich ein solches Szenario zurückwünscht. Dadurch wird natürlich ein sehr einseitiges Bild gezeichnet, aber im Kern passt das zu anderen ähnlichen Sci-Fi Filmen. Wobei man hier natürlich die Genres fleissig mixt.
Neben Nope von Jordan Peele, findet man hier auch Elemente der Stepford Wifes u.a. thematisch ähnlich gelagerten Filmen. Eine andere Parallele würde ich zu im Auftrag des Teufels ziehen. Dort lag der Fokus zwar eher auf dem männlichen Part, aber im Grunde teilt Charlize Therons Figur dort das Schicksal mit der von Alice, gespielt von Florence Pugh. Während der Mann die Karriereleiter hinaufsteigt, entwickelt sich das Leben der Frau zur Hölle auf Erden.
Der Film kann sehr geschickt die Spannung aufrecht erhalten, auch wenn er am Ende etwas davon einbüsst, weil nicht Alles irgendwo hinführt. Aber doch besitzt er genug Qualitäten, um auf diversen Ebenen zu überzeugen. Von einem Meisterwerk würde ich nicht sprechen, aber es ist ein interessanter Film, der auch nach Ansicht noch nach nachhallt. Und das erwarte ich von einem guten Genre-Film.
Der Gossip behind the scenes ist sicherlich auch interessant und kann im Netz nachgelesen werden. Dem Film sollte man trotzdem eine Chance geben und sich ein eigenes Bild machen. Er bezieht in bestimmten Punkten zwar Stellung, aber ich fand jetzt nicht, dass er das Denken für den Zuschauer übernommen hat.
Stilistisch spielt der Film in einer höheren Liga, aber klar unter Filmen wie the Menu.
Wilde bleibt somit auch für künftige Projekte eine spannende Wahl und Pugh baut ihren guten Ruf weiter aus.
ChrisKongTeilnehmerNur braucht es halt die Spiele dafür. Und da bewegt sich mMn in dieser Gen im Verhältnis halt recht wenig. Mir persönlich egal, weil eh nur begrenzte Zeit dafür zur Verfügung. Aber den Abverkauf der Konsolen kurbelt das ja auch nicht gerade an. Sony braucht da schon einen Reisser fürs Weihnachtsgeschäft.
ChrisKongTeilnehmerDigital oder Retail?
Natürlich hab ich zu diesem auch eine dezidierte Meinung, die jüngst auch wieder durch “Erfahrungen” bestärkt wurde. Das fängt mMn schon damit an, dass man als Kunde absolut keine Transparenz darüber besitzt, was man sich da eigentlich kauft. Gestern Star Wars Outlaws von Ubisoft installiert. Wozu die zweite Disc war, weiss ich nicht, denn es wurde ja sowieso nochmals 15 Komma sonstwas ausm Netz geladen. Also gut, zwei Starter-Discs. Da ich noch die Ansicht einer Folge Lovecraft Country eingeplant hatte, durfte das Game auch seine dreiviertel Stunde laden, installieren, was auch immer. Mit Plugnplay hat das natürlich längst nichts mehr zu tun. Aber an diesen fehlenden Komfort hab ich mich mittlerweile gewöhnt. Auf jeden Fall war dann Alles mal ready, aber nein, wenn sie das Spiel starten wollen, benötigen sie einen Ubisoft Account. Ein Account, der dann fleissig Daten zu Ubisoft rüberbeamt. Als würden dadurch die Spielerlebnisse besser. Die einzige Info, die ich für Ubi habe, hört mit diesem Scheiss auf. Mich hatte das damals schon bei Fenyx Rising genervt, sodass ich das Spiel dann ausm Player warf. Wäre das kein SW-Spiel, ich würde es wohl wieder zurückschicken an den Absender. Klar, sicher kann man die Konsole offline stellen. Ich glaube nicht, dass das Game dann einem das Spiel verweigert. Aber ehrlich, was soll das??? Mir geht ja schon die Aufforderung aufn Sack, so, wie mich auch automatische Trailer auf Filmdiscs nerven. Wenn ich diesen Müll will, kann ich ihn immer noch im Menü suchen und werde ihn sicher finden, versprochen.
Es bleibt, wie es die ganzen Jahre schon war, der zahlende Kunde, ist der mit dem schlechtesten Erlebnis, mit den eingeschränktesten Rechten usw.
Und die Branche fragt sich, wie sie in diese Krise, in der sie steckt, hineingeraten konnte? Spiele, die immer teurer werden, aber nicht besser. Die immer länger andauern, aber nicht mehr Abwechslung bieten. Und vor allem, immer mehr solcher Spiele. Als wäre das nicht genug, muss man dann OW-Spiele dann auch noch mit Basenbau und Wirtschaftssim zumüllen. Geschenkt, man muss es ja nicht nutzen in den meisten Fällen. Aber die Implementierung von dem Mist kostet ja auch Entwicklungszeit und ich frage mich, wer nutzt denn das überhaupt, wenn eh schon ein Grossteil der Spiele nicht mal durchgespielt wird? Warum also immer noch mehr noch grösser?
Wir haben also einen Markt, der meint, die Bedürfnisse zu kennen, aber irgendwie daran vorbeiproduziert. Ansonsten wäre ja Alles im Lot.
Zurück zur Auswertung. Auf dem Papier liest sich das für die Hersteller natürlich verlockend. Kein Zwischenhandel, keine Produktion von physischen Medien, geringere Risiken und bei Problemen kann man das Spielerlebnis nach Gutdünken anpassen oder dem Nutzer den Zugriff gleich verweigern. Also besteht ein vitales Interesse der Branche daran, voll auf die digitale Auswertung zu setzen. Für uns Konsumenten ist das allerdings praktisch nur mit Nachteilen behaftet. Man stelle sich mal vor, die Ära NES und folgende hätte es nur digital gegeben. Die meisten Games wären heute gar nicht mehr vorhanden aufgrund von Lizenzen, die ausgelaufen sind. Heisst, was nicht irgendwo physisch vorhanden ist, kann einfach entfernt werden oder stirbt mit der Hardware.
Vielleicht war es früher einfach so, dass viele Entwickler selber in diese Branche kamen, weil sie Videospiele und dgl. mochten. Da war ein ganz anderer Bezug zur Sache und eine andere Sensibilität was die Nachhaltigkeit anging. Der durchschnittliche Manager interessiert sich dafür einen Scheiss. Schnell auf den Trend aufspringen, abkassieren und ob das Spiel nach einem Monat oder Jahr noch läuft, egal. Es werden in erster Linie auch nur noch Produkte so nah wie möglich am Kalkül produziert. Alles andere ist Risiko.
Und das bringt uns wieder zur Form der Auswertung und ihren Möglichkeiten. War es früher die Angst, dass das Produkt beim Kunden reift, so ist es heute eher, dass das Produkt beim Kunden verdirbt. Über unfertige Spiele brauchen wir nicht mehr diskutieren, das ist mittlerweile der Goldstandard und die Ausnahmen sind erwähnenswert.
Was aber, wenn die Hersteller aus Furcht vor Cancel Culture und dgl. anfangen Geschichts-Klitterung zu betreiben auf digitalem Weg? Abwegig? Also wenn ich als Kunde davon abhängig bin, einen Account oder dgl. zu haben, heisst das nichts anderes, dass ich online sein muss. Just in diesem Moment hat der Hersteller ja ungehindert Zugriff auf das Produkt und kann es entsprechend anpassen und ändern und ich als Kunde hab da keine Handhabe.
Es ist ja keine News, dass Videospiele immer mal wieder angepasst werden, damit sie bei einer Gruppe nicht anecken. Aus Zelda wurden religiös anmutende Symbole entfernt, in deutschen Versionen das Hakenkreuz aus Indy-Spielen getilgt etc.
Jetzt stelle man sich nur mal kurz vor, dieses Gebaren würde man auf andere Dinge übertragen, die wir konsumieren. Jemand kommt nach Hause und entfernt alle zuckerhaltigen Lebensmittel und ersetzt sie durch gesündere, irgendjemand entscheidet, dass diese Musik nicht mehr gehört werden darf und tauscht sie gegen andere aus. Und wenn du als Kunde dich wehren willst, tja, du hast nur das Nutzungsrecht und Inhalt und Form davon können jederzeit einseitig angepasst werden. Das und nix anderes ist digital.
Solange es Retail gibt, müssen auch die digital only Nutzer dafür dankbar sein. Denn fällt diese Schranke weg und die Entwickler respektive Publisher können frei drehen, dann fürchte ich, wird das mit Sicherheit für den Konsumenten nicht zu einer besseren Situation führen. Ich seh da keinerlei Vorteile, nur Entmündigung.
Alles nur Schwarzmalerei? Zu absurd? Hätte ich früher vermutlich auch gedacht. Aber wenn ein Hersteller eine Collectors Edition, also eine Edition für Sammler, ohne einen physischen Datenträger verkaufen kann, obwohl er diesen sogar anbietet, dann sind wir längst in Absurdistan angekommen.
Umso wichtiger schätze ich es ein, dass die Presse da ein wenig Aufklärungsarbeit betreibt. Ich möchte als Kunde einfach im Bild sein, was genau ich kaufe und welchen Mist ich mitmachen muss, um ein Spiel zu konsumieren. Dann kann ich ja immer noch sagen, das ist es mir wert oder es bleiben lassen. Dass die Branche keinerlei Interesse an Transparenz hat, beweist sie mMn schon mit diesen getimedten Verschwiegenheitsklauseln. So hält man die Presse in Schach und diese macht das Spiel natürlich mit. Wer will schon die Hand beissen, die einen füttert?
Früher war mitnichten Alles besser. Ich hab das Gefühl, es war nur etwas klarer woran man ist
ChrisKongTeilnehmerKeine Angst, ich habe Hinds schon erkannt. In GoT und Rome hatte er gute Parts. Hier wirkt er wie ein Faschingszauberer. Ich finde das Design, was du bei Gil-Galad kritisierst, hier ebenfalls irgendwie billig. Wird sich noch zeigen, ob das jetzt Saruman sein soll oder nicht.
Ich hatte wie gesagt öfter den Eindruck, dass die Macher selber nicht genau auf dem Stand waren, wie das mit Arondir. Aber auch in Numenor ging das hüsch und hott und von Khazad-Dum ganz zu schweigen.
Die Entscheidung, die Show mit diesem Riesenbudget in relativ unerfahrene Hände zu legen, kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt nicht wenige gute Showrunner, die gezeigt haben, dass sie sowas handeln können.
Das mit dem Alter der Elben kann nicht wirklich fassbar gemacht werden für den Zuschauer, ebensowenig eine Handlung, die sich dann über Jahrhunderte erstreckt. Wenn das in unserer Welt passiert, wie z.B. in Highlander, dann sind die Epochen klar voneinander abgegrenzt. Man erkennt immer, dass man nun in einer anderen Zeit ist und kriegt ein Gefühl für die Erfahrung eines Unsterblichen. Wenn in Mittelerde 1000 Jahre durch sind, erkenn ich das woran? Und darum funktioniert das Storytelling auf visueller Ebene eben nicht nicht diesen Zeitsprüngen, die nicht veranschaulicht werden.
In der Fantasie ist vieles von dem, was zwischen zwei Buchdeckeln passiert letztlich besser aufgehoben. Von daher sind die Anpassungen durchaus nötig, um die dramaturgische Fallhöhe beizubehalten. Aktuell fällt mir grad Dune ein. Im zweiten Teil vergehen im Grunde Jahre, aber es wirkt wie wenige Wochen, maximal Monate, die von Beginn bis Ende andauern.
Ich muss mal in Foundation reinschauen und wie das dort gelöst ist. Aktuell scheint es um die Apple TV Serie sehr schlecht bestellt zu sein, die Rede ist von massivem Sparkurs. Obs da dann acht Staffeln werden, glaube ich eher nicht.
ChrisKongTeilnehmerDas Finale von Rings of Power Season 2
Wenn ich aus einem grossen Pool an Wörtern nur eines herauspicken dürfte, um das Finale der zweiten Staffel zu beschreiben, dann wäre das vermutlich unbefriedigend. Auf den ersten Blick mag das nicht viel aussagen, jedoch steckt in diesem Wort sogar schon ziemlich viel drin. Würde mir die Staffel grundsätzlich missfallen, wäre die Anspruchshaltung ja eher gering und somit wäre der Terminus erwartbar sogar passender. Aber so war es ja eben nicht. Die zweite Staffel fand ich gesamthaft besser als Staffel eins und zwar in vielen Punkten. Figuren agieren nicht nur toxisch (Galadriel), sondern kriegen deutlich mehr Facetten (Adar). Gefühlt geht es auch um mehr, ohne dass dabei der Grad an Intimität heruntergesetzt würde. Das ist gut am Beispiel Celebrimbor und Annatar/Sauron zu sehen. Hier treffen sehr gutes Schauspiel auf gutes Writing und noch tollere Ausstattung. Weiter haben wir an der Elbenfront Elrond, der der eigentliche Hauptcharakter der Show sein sollte. Da hat man beim Cast auch alles richtig gemacht. Bei Galadriel mäandert man leider immer etwas ziellos umher. Morrfyd Clarke hat die richtige Physis für die Kampfszenen, aber diese dauernde Verbissenheit in ihrem Gesichtsausdruck ist irgendwie ermüdend. Ihr Charakter entwickelt sich weiter, aber mir ist das immer noch etwas zu wenig.
Schwierig wird es, wenn wir in andere Regionen abtauchen. Der ganze Gandalf-Storystrang gibt mir genau gar nichts. Und dabei hat man einen wirklich tollen Darsteller gefunden. Aber allein wer diese infantilen Dialoge da wieder geschrieben hat in der Auseinandersetzung mit dem dunklen Zauberer – also wer ausser Saruman soll das jetzt noch sein? – es schmerzt. Die Haarfüsser verkommen zu Moralisten, die dem Zuschauer ihre Ideologie einreiben möchten. Aber das auf eine so plumpe Art, ich fands peinlich. Mit den Charakteren hatte ich da sonst nie ein Problem, ich fand die Gruppe auf Wanderschaft sogar interessant, da man einen guten Querschnitt durch Mittelerde erhielt. Aber diese Rhun-Storyline mit diesen depperten Maskensöldnern, die nur unfähig waren, B-Movie-Saruman, nein, man hätte das eine komplette Staffel ruhen lassen können und die Screentime für anderes gewinnbringender einsetzen können.
Und das ist genau das Kernproblem, das die letzte Episode nochmals zusammenfasst. Von Allem ein Bisschen und nichts so richtig. Und genau darum kann man mit der letzten Folge einfach nicht zufrieden sein. Das hatte sich leider in der vorletzten schon abgezeichnet. Ich meine das Intermezzo in Khaza-Dum. Also da hätte mehr kommen müssen. Das wäre die Handlung für eine ganze Episode gewesen. Die Ereignisse in Eregion überschlagen sich ebenfalls. Der Verrat an Adar und schon ist es vorbei und eine der besten Figuren der Show verlässt sie. Dafür muss ich Szenen mit Isildur ertragen, die im Grunde absolut belanglos sind und nirgendwo hinführen. Hauptsache man beschäftigt den Schauspieler. Der hat leider das Charisma von Kai Pflaume, der 300 Jahre im Weichspüler gelegen hat, um als Zombie wiederzukehren. Die Anlagen sind da, um eine interessante Geschichte zu erzählen, aber das passiert nicht. Somit hätte man auch den Handlungsstrang skippen können und man hätte absolut gar nichts vermisst. Ja, die Menschen sind wirklich kein Highlight in Mittelerde. Das gilt leider auch für die in Numenor. Anstatt aus dem Thema der Hybris etwas zu basteln, hat man auch da wieder das Gefühl, ein Zwölfjähriger hätte sich GoT angeschaut und danach seine Mittelerde-Version davon gemacht. Die Darsteller sind überfordert und bei Elendil, der Sympathien und Assoziationen mit Bron aus GoT weckt, verharrt man irgendwie im dramaturgischen Nirvana. Ich glaube mit mehr Fokus auf Numenor, hätte das vermieden werden können. Aber die Ereignisse wirken wie schlecht gescripted und mies gepaced. Das liegt aber eher an dieser fragmentarischen Erzählung. Ich habe oft das Gefühl, dass da immer was fehlt, was uns an diesen und jenen Punkt hat bringen sollen. Ohne die Rhun- und Isil-Waschlappen Geschichte, hätte man dafür genug Platz gehabt. Aber fragt mich nicht nach der Verteilung, denn ginge es nach mir, hätten mir Eregion und Khazad-Dum gereicht als Schauplätze.
Aus Arondir macht man den klassischen Joker, der zu Hilfe eilt, wenn die Not am grössten ist. Leider muss man auch da sagen, er wird einfach darauf reduziert. Was irgendwie an mir vorbeigegangen ist, ich meinte echt, es hätte ihn in der Folge davor erwischt und er hätte die grosse Schlacht nicht überlebt. Aber so quickfidel, wie er da wieder rumgeturnt ist, hatte ich da jemanden anderen als ihn abgespeichert oder es anders wahrgenommen. Vielleicht nochmals in die betreffende Szene in der Folge davor zappen.
Die letzte Folge hat auch keinen knapp bemessenen Anteil an pathetischen Szenen, die wirklich im Grunde nur von der Musik leben. Wenn am Ende zum Kampf gerufen wird, wirkt es aber irgendwie leider eher Fanfilm-artig inszeniert. Die Zwerge waren leider auch verschwendet und als Zuschauer ist mir absolut unklar, worin der Effekt der Zwerge nun genau bestand. Es werden ein paar Speere oder Pfeile abgeschossen, ein Ork meldet Verluste, thats it. Ich fand das ehrlich gesagt eher billig und war im Vergleich zur Folge davor absolut enttäuscht. Das hatte nichts von einem Eingreifen in letzter Sekunde und war dramaturgisch verschenkt.
Das mit dem Dunkelzauberer hat am Ende auch zu mehr Konfusion geführt. Was genau soll man jetzt da mitnehmen? Und Tom Bombadil, wirkt leider auch nur wie ein Stichwortgeber und Filler. Für die Gandalf-Story müssen andere Autoren her, denn wie gesagt, der Darsteller macht das mMn richtig gut.
Warum die Folge gleich ein guter Recap ist? Nun, was in der Folge funktioniert, ist das, was es auch im Rest der Show tat und umgekehrt, was nicht funktionierte, wurde in der letzten Episode ebenfalls rekapituliert. Dass man das Finale auf zu viele Handlungsstränge verteilte, war ein kapitaler Fehler unter dem die Zwerge am meisten zu leiden hatten. Schade.
In Numenor passiert irgendwie nichts, das hätte man wirklich in der nächsten Staffel besser abgehandelt. Oder aber man macht es wie das grosse Vorbild und baut ein paar mehr Folgen ein, nur so als Gedanke. Einige Sachen waren einfach zu gehetzt und es war eine zu Stakkato-artige Entwicklung hin zu den Entscheidungen der Protagonisten. Und da unterscheidet sich die Serie halt am meisten von seinen Vorbildern. Während mir andere Serien eben zeigen, welche diabolischen Strategien die Antagonisten anwenden und sowas wie eine Motivation präsentieren, bleibt das irgendwie allein Sauron vorbehalten, also abzüglich Motivation. So ganz erschliesst sich mir die immer noch nicht. Aber Charlie Vickers kann das auch gut überspielen, weil er eben Ausstrahlung besitzt. Und immerhin zeigt man uns seine Strategie. Pharazon hingegen bürstet seine Augenbrauen auf böse und das wars dann auch schon.
Pluspunkte gibt es definitiv noch für den Unterhaltungsfaktor, die Serie war zu keinem Zeitpunkt langweilig. Die Musik immer mindestens gut, wenn nicht gar grandios. Die Ausstattung ebenfalls. Die meisten Darsteller passen sehr gut, einige sind einfach blass. Isildur, Miriel, Pharazon, der dunkle Zauberer, sie sind die Augsburger Puppenkiste der Show, ohne die Hände darin. Rumhampeln alleine genügt nicht.
Ich stehe einer weiteren Staffel sehr optimistisch gegenüber, denn die Macher haben gezeigt, dass sie sich verbessern können. Diese wird sicher auch produziert werden. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass aufgrund des Finales, viele auch ernüchtert sein könnten und die Zuschauerzahlen weiter sinken werden. Und ob Amazon sich dann noch zwei weitere Male den Spass soviel kosten lassen wird, wird sich zeigen. Denn eines ist klar, die Serie muss vor allem bei Zuschauern punkten, denen die sklavische Anbindung an Tolkiens Werk egal ist. Alle, denen das wichtig ist, die werden vermutlich schon bald Schreikrämpfe kriegen.Gesamtfazit: Deutliche Steigerung, Schauwerte satt, gut aufgelegte Darsteller, man kann sich über Vieles freuen. Nur ein Feinschmecker Gericht, das in die Tiefe geht, sollte man wirklich nicht erwarten.
ChrisKongTeilnehmer@Carot
Bin auch mit allen drei Folgen durch, nie mehr als eine geschaut. Die letzte fand ich ehrlich gesagt am schwächsten. Ich fand die Folge davor baut recht gut Momentum auf und das Verhältnis Sauron Celebrimbor macht neugierig.
Der Rhun-Part wirkt gestreckt, als wüsste man nichts mit den Charakteren anzufangen. Ein Kollege hat übrigens eine Theorie, dass es sich nicht um einen Istari handelt, sondern evt. einen Hexenkönig. Würde im Kontext auch mehr Sinn machen. Da würde ich einfach mal abwarten. Für Kenner der Materie wird es zwangsläufig Widersprüche geben.
Die Musik ist sehr gelungen, Ausstattung und Sets auf Kinoniveau. Manchmal hab ich den Eindruck, Sauron wäre mehr CGI als Schauspieler, speziell in einer Szene wirkt er wie Uncanny Mordor.
Von den Zwergen sieht man etwas zu wenig, respektive hätte ich da gerne mehr Charaktere. Die Handlung kommt irgendwie eher schleppend voran, besonders gemessen an der Laufzeit.
Ist dir eigentlich bekannt, woher die Darstellung von Zwergen kommt, wie Tolkien sie beschreibt? Ist das seine Erfindung mit den bärtigen Zwergenfrauen oder ist das einer kulturellen Erzählung entnommen?
Insgesamt bleibt es solide Fantasy, die teuer aussieht, inhaltlich mehr bieten könnte. Cast schwankt auch so ein bisschen. Der neue Darsteller von Adar gefällt mir aber besser als sein Vorgänger.
ChrisKongTeilnehmerAlso Nintendo wird absolut nicht die Konsole subventionieren, zumal sie ja auch gar nicht gegen eine Konkurrenz antreten müssen, zumindest noch nicht. Schätze schon, dass der Preis um die 400-450 liegen dürfte, je nach Peripherie.
Die Mobilität ist natürlich schon einer der grössten Selling Points auf der einen Seite, auf der anderen sind es die Nintendo-Marken. Gerade Eltern vertrauen da einfach darauf, dort die kindgerechten Inhalte zu finden. So, wie man auch bedenkenlos in Pixar-Filme geht usw.
Preise für Konsolen sind eigentlich recht moderat, gerade wenn man die Lebensspanne mal mit dem eines durchschnittlichen Handys vergleicht, das oft nach einem oder zwei Jahren gewechselt wird.
Was vielleicht noch stärker in den Fokus rücken könnte, ist Cloudgaming und damit auch effizienterer Support durch die Thirds, um die Hardware-Limitierungen zu umgehen. Denn eins wird auch nicht passieren, dass man bei Nintendo die Konkurrenz technisch überholen wird. Das braucht man nämlich absolut nicht.
Ich hoffe, dass wir aber mal wirklich ein paar neue starke IPs kriegen und weniger Aufgewärmtes. Das sollte eigentlich auch so passieren, denn dass man vielen WiiU-Spielen einen zweiten Frühling beschert hat, war für mich verständlich. Aber von der Switch muss man wegen Erfolgslosigkeit der Konsole ja sicher nichts recyceln.
ChrisKongTeilnehmer@Tabby
Das scheint recht realistisch zu sein. Die grosse Hardwarebasis wird sowieso weiter bedient werden. Nintendo hat allerdings einen Vorteil, es braucht keinen Systemseller zu verheizen, da die Nintendospiele über die gesamte Lebensdauer erfolgreich sind. Heisst, wer sich eine Nintendokonsole holt, sich auch noch später die Starttitel. Von daher kann man da voll auf die neue Hardware setzen.
Interessanter dürfte sein, was genau wir kriegen werden. Ein neues Konzept?
ChrisKongTeilnehmerMit einer voreiligen Vorstellung rechne ich nicht. Warum sollte Nintendo das machen und so gleich alle Titel, die noch für die Switch erscheinen, evt. obsolet machen? Dann dürfte wohl einige die eher auslassen und auf Ports für den Nachfolger warten.
Die Frage ist, wie lange Nintendo sich eine Vorlaufzeit gönnt. Wenn man nicht mit dem Weihnachtsgeschäft starten will, dann braucht man jetzt im Herbst auch nichts anzukündigen und kann getrost bis zum Januarloch warten. -
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