Ullus
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UllusTeilnehmer@ Kong: Alles klar Kong, jetzt verstehe ich deine Aussage, übrigens welche Tiny Toons Teile hast du denn so gespielt ?
Ach ja, ich wünsch dir und allen anderen Anwesenden beim Forentreffen viel Spass, fahrt vorsichtig !
UllusTeilnehmerPassend zu Sansibals vorherigem Eintrag, hier mal ein Super Nintendo Game von mir in der Retrostunde !
Von dem Ding hatte ich die japanische Version, vor kurzem hab ich die Europäische günstig erstanden.
Zu Super Nes Zeiten besaß ich ein Faible ( also kein Fable ) für die Tiny Toons, die kindlichere Ausgabe der Looney Toons, (fand ich ebenso gut) welche beide zu Warner Brothers Zeichentrickkllassikern gehören.
Also war die Anschaffung dieses Games für mich ein Muss. Das hasige Abenteuer hört auf den Namen Buster Busts Loose, also sozusagen in deutsch, Buster schlägt über die Strenge oder Buster wütet wild !
Es wurde 1993 von Konami veröffentlicht.
In der Rolle von dem Vorzeigeobjekt – Langohrs Buster Bunny durchqueren in dem Sidescroller Jump and Run wir sechs Levels bis der Abspann wartet. Im Prinzip stellen diese Levels Filmsets dar wo das Häschen ganz im Sinne der Untertitel des Covers wüten darf.
Und Buster macht das vorrangig mit einem Salto, der gleichzeitig auch einen kräftigen doppelfüssigen Tritt darstellt. Es ist aber auch möglich ganz klassisch ( nur in vollem Sprint )auf den Gegner zu hopsen und so zu besiegen.
Als Gameplayelement wohnt dem Spiel eine Dash Funktion inne, wo Buster in Wirbelwindoptik seiner Füße einen gehörigen jedoch nur zeitweise begrenzen Sprint hinlegt.
Damit ist man nicht nur flott unterwegs, sondern kann auch vertikal manche Wand hinaufsausen.
Zu Beginn jedes Levels bekommt man von Babs Bunny eine Art Briefing, was einem demnächst wohl so ungefähr erwartet.
Das erste Level ist die Acme Looniversity, welche auch teilweise einer klassischen Highschool gleicht.
Dieser Einstieg dient dazu uns mit der Steuerung vertraut zu machen und ist noch gut zu bewältigen.Zwischen jedem Level warten übrigens spezielle Minigames auf den Tiny Toons Fanatiker.
Ab dem zweiten Level jedoch, einer Westernkulisse zieht der Schwierigkeitsgrad doch ziemlich an.
Dies äußerst sich besonders in einer Zugfahrt, welche von selbst scrollt und uns deswegen Zeitdruck beschert. Am Ende des Levels braucht man besonders zügige Reaktionen, damit Buster nicht beim Eisenbahntrip von einem Berg eingeklemmt wird.Eine wirklich schwierige Stelle im Spiel da man auch zusätzlich noch die Dashfunktion dringend braucht.
Das kann den ungeduldigen Zocker schon mal zur Weißglut bringen, denn continues sind ebenso begrenzt wie die Lebensanzahl. Sind die Leben aufgebraucht muss zudem das komplette Level nochmals nervigerweise von vorn gespielt werden.
Vor kurzer Zeit habe ich das Game nochmal gezockt und genau dieselben Schwierigkeiten im Westernlevel wie damals gehabt. Allerdings war ich früher dennoch im dritten Level angekommen, aber darüber hinaus war wohl zu schwer für mich.
Eine interessante Taktik vonseitens der Entwickler die an sich recht geringe Spieldauer künstlich in die Länge zu ziehen, wie so oft !
Busters Ausflug mag mittlerweile recht pixelig aussehen, ist im Prinzip aber dennoch recht ordentlich gealtert und macht auch immer noch vom Stil her einen netten und charmanten Eindruck. Die Musik bedient sich der Tiny Toons Thematik und ist stellenweise echt klasse gelungen. Konami war ja auch dafür bekannt neben guter Spielequalität auch echt tolle Musik aus dem SNES Soundchip zu kitzeln.
Die Spielbarkeit an sich ist angenehm, die Tasten sind sinnvoll belegt und auch der Spielfluss ist ok, soweit man selbst in der Lage ist dem unausgewogenen Schwierigkeitsgrad mit Kunst und Können zu begegnen.
Ein recht spaßiges Spielchen, jedoch ist die Sega Mega Drive Version welche zudem auch als vollkommen anders aufgebautes Jump and Run Game daherkommt, besser, größer und zugänglicher ausgefallen.
Das Mega Drive Modul, welches ich auch recht lang gezockt habe, hatte meines Wissens auch eine Art Oberweltkarte mit Levelauswahl welche Super Mario World diesbezüglich einen ähnlichen Ansatz verfolgte.
Bei der Super Nintendo Variante vergebe ich gerade noch 7 von 10 Mümmelmannohren.
It’s Tiny Toons Adventures: Buster Busts loose !
UllusTeilnehmer@ sansibal: Find ich richtig gut, deine Vorstellung von diesem Collection Guide fürs Super Nintendo !
Ich finde zudem solche Guides extrem nützlich, da ich schon sehr oft sammlungstechnisch am Wert spezieller Games interessiert bin.
Es gibt im gesamten Netz keine wirklich vernünftige Angaben des Sammlerwerts diesbezüglich, höchstens mal kleinere Abschnitte oder ein paar Tips. Selbst Ebay gibt da nicht viel her.
Ich suche aber eher einen Guide für Dreamcast und Playstation 1 oder 2 Spiele, ist dir da was bekannt ?
@ Kong: Verbieten ? Warum denn,versteh ich jetzt echt nicht, manchmal hab ich das Gefühl du siehst bei allen Dingen erst das Negative, genau solche Guides kann der Fachmann doch gut gebrauchen, da gibt’s viel zu wenig davon !
UllusTeilnehmer@ Nightrain: Bitteschön, sehr schade dass es auf Konsolen nicht erscheint, laut der Entwickler scheint sich eine psn oder Xbla eine konsolenumsetzung nicht zu rentieren, man könnte fast behaupten, dass wir die Games bekommen vorenthalten bekommen und die schlechten Games bekommen wir vorgesetzt.
UllusTeilnehmerEin Lächeln ist oft das Wesentliche.
Zitat von Antoine de Saint-Exupéry
UllusTeilnehmerHabs zwar in einem anderen Thread schon mal niedergeschrieben aber Für mich hat Microsoft das bessere Line up, das sagt mir mehr zu, das Sony Line Up finde ich eher halbgar und nicht gerade als das Gelbe vom Ei. Wenn mehr Spiele erscheinen, die mir selbst besser gefallen werde ich mir dann eine PS4 holen !
Neues Kingdom Hearts, neues Uncharted und vor allen Dingen neues Witcher, das sind schon mal sehr vielversprechende Ankündigungen !
UllusTeilnehmerHier noch der Trailer zum komischen La Antena Streifen !
UllusTeilnehmerTja, früher stand das Kino eigentlich auch dafür speziell Träume ein Gesicht zu verleihen. Diese Aufgabe erfüllt es zwar immer noch, einen identischen Ansatz verfolgen aber auch unsere hochgeschätzen Videogames, welche mittlerweile wie hinreichend bekannt ist Hollywood in Sachen Beliebtheitsgrad und Umsatz das Fürchten lehren.
Doch auch abseits von der Traumfabrik gibt es talentierte Regisseure, welche sich durch ihre Filme ausdrücken und den Zuschauern ihre eigene Träume in visueller Form präsentieren wollen, wie gesagt sie wollen…..
Und Kunst hat bekanntlich viele Gesichter.
Der folgende eher unbekannte Film verdient zwar den Begriff Kunst, muss sich aber dennoch wie jeder Streifen den Gewohnheiten des Publikums stellen. Und niemand ist kritischer als das eigene Publikum !
Dieser Film stammt aus Argentinien und nennt sich La Antena, also die Antenne.
Der wenig mainstreamtaugliche Schwarz Weiss Film könnte man am ehesten als Mischung aus klassischem Film Noir mit Steampunk Elementen, Fantasyversatzstücken ein paar stilistischen Comicbrocken und modern angehauchtes skurriles Märchen bezeichnen.
Zu gleichen Zeit präsentiert sich La Antena als Stummfilm !
Stummfilm ?, ja richtig !
Die ganze Zeit über wird sozusagen der Beginn der Filmindustrie gehuldigt sowie geehrt.
Dies äußerst sich in klassisch eingeblendetem Text, wenn die Charaktere eine Konversation beginnen. Es gibt bis auf eine Ausnahme nicht einen einzigen Soundeffekt, man hört keine Autotür knallen, kein Vogel zwitschern und keine Kaffemaschine surren !Zumindest gibt es aber Musik, welche das ganze monochrome Treiben relativ passend zum Stil und Setting des Streifens untermalt.
Manchmal werden die Unterhaltungen in besonderen Situationen von bestimmten comichaften Schrifteinblendungen unterstützt, wie z.b. das Rattern einer Maschinenpistole.
Der Film verlässt sich also mehr auf seine visuelle Wirkung, insbesondere auf Gestik und Mimik der Schauspieler, die natürlich dadurch besonders gefordert sind.
Dies klappt auch ziemlich gut, nur sorgt das für einen sehr ungewohnten und auch teilweise anstrengenden Eindruck, da diese antike Vorgehensweise nicht nur nicht mehr zeitgemäß daherkommt, nein das wird auch noch irgendwie langweilig, da der ganze künstlerische Ansatz mit den allgemeinen filmischen Gewohnheiten des Zuschauers kollidiert.
Oh, ich habe mich ja noch gar nicht zur Story geäußert: Also, La Antena könnte in den 30er oder 40er Jahren angesiedelt sein und spielt in einer Stadt, die ihre Stimme verloren hat. Dies ist der Grund für die eigentliche Stummfilmpräsenz und rechtfertigt in gewisser Art und Weise auch das Geschehen. Die Menschen in der Stadt essen keine Nahrung mehr, nein sie konsumieren stattdessen regelmäßig TV.
Überall herrscht eine spezielle Symbolik in Form der langgezogenen Zahl 6 welche Stritzgebäck aus der Konditorei zusätzlich im Look ähnelt. Anscheinend werden auch Frühstücksflocken ans Fernseher angeschlossen. Sachen gibt’s !
Die Zahl steht für Kanal 6, einen Fernsehsender der von einem bösen Medienmorgul geleitet wird. Der sieht nur Profit und möchte seinen Machtkreis noch erweitern indem er eine spezielle Maschine mit einer besonders großen Antenne bauen lässt, welche der Bevölkerung ihre Wörter, also die Texte des Films stehlen kann.
Zuvor muss man sagen, dass durch den übermäßigen TV Genuss den Menschen in der Stadt ihre eigene Stimme ( auch deshalb ein Stummfilm ) durch die Schuld oder Absicht des Medienmonsters bereits abhanden gekommen ist.
Das klingt nach starker Gesellschaftskritik vonseiten des Regisseurs, könnte sich hier eine parallele zu unserem Konsumverhalten herauskristallisieren ?
Durch den übermäßigen Medienkonsum werden wir selbst nur noch berieselt und unserer eigenen Meinung und selbst unserer kritisch ausfallenden Worte beraubt ?
Nun ja, jetzt mal weiter im Text: Trotz des Stummfilmansatzes gibt es dennoch storybedingt zwei Personen im Film, die endlich mal den Mund aufmachen und ein paar verbale Dialogzeilen von sich geben, eine davon ist die Schlüsselfigur des Streifens.
Da hätten wir eine namenlose Nachtclubsängerin, welche ihr Gesicht immer verbirgt und ihren kleinen Sohn ohne Augen, was für ein ungewöhnliches Duo.
Manchmal wird auch tricktechnisch auf die altbekannte Stop Motion Technik zurückgegriffen,auf moderne Computeranimation wird wohl auch zugunsten des geringen Budgets verzichtet.
Überhaupt ist das Szenenbild teilweise billig und merkwürdig ausgefallen. Ach ja, auch der Medienmorgul ist ein komischer Kauz und hat aufgemalte Haare, sein verrückter Wissenschaftler hat am Kiefer gleich einen ganzen kleinen Fernseher hängen, wo sein Mundwerk übergroß in bester Zoomansicht sichtbar ist.
Desweiteren kommt noch ein Mitarbeiter von Kanal 6, seine Exfrau und dessen kleine Tochter vor, welche mit Hilfe des Jungen ohne Augen die Stadt vor den finsteren Machenschaften des Studiobosses retten wollen.
So das wars mit der Vorstellung im Großen und Ganzen !
Ich muss zugeben, dass mir dieser befremdliche Film überhaupt nicht gefallen hat, manches wirkte auch undurchsichtig, jedoch schätze ich die Kreativität und Hingabe des Regisseurs.
Diesesmal enthalte ich mich mit einer Bewertung.
La Antena, wirklich kein Film für jedermann !
UllusTeilnehmerEher nein, Dafür kenne ich zu wenig Art House Produktionen ! Momentan haben wir genug threads mit filmischem Bezug, ich halte mich weiterhin an den Film und fernseh und DVD und Blue Ray Thread was Filme angeht oder des reinstellens denn diese jetzigen filmthreads gehören hier zu den Dauerbrennern !
Auch hier können wir doch weiterphilosophieren und uns unterhalten !
UllusTeilnehmerDa mir gerade bei Schwarz Weiss Filmen angelangt sind fällt mir noch einer ein und zwar Tetsuo Iron Man, der ist wirklich Kranker Scheiß, der Film geht einem nach, in Japan war das Ding ein Kultfilm. Ein Horror Cyperpunk slasher Streifen, den Zuschauer nicht nur arg beunruhigt sondern auch zärtere Gemüter und selbst normalen verbrauchern Angst machen könnte.
Story: Ein Büroangestellter verwandelt sich mit der zeit in ein Mensch Maschinen Hybrid und wütet.
Die japanischen Darsteller sorgen mit weit aufgerissenen Augen und irrem Blick in Kombination mit dem hämmernden industrial Techno und Heavy metal Soundtrack für dieses sehr negative empfinden auf zuschauerseite. Wenn ein Kind diesen Film per Zufall sich anschauenwürde, käme es wohl monatelang nicht mehr zum Schlafen.
Es gibt Szenen die sind so skurril und brutal gleichzeitig, da fragt man sich echt wie die Japaner filmtechnisch so drauf sind.
Na ja, andere Länder andere Sitten !
UllusTeilnehmer@ Kong: Vielleicht kennst du diesen hier noch, das ist Pi, ein schwarz weiss Film der nur 60000 Dollar gekostet hat, und ohne drehgenehmigung zustande kam der Regisseure war aber in der Lage das Maximum herauszuholen und seine eigenwillige Vision plausibel zu vermitteln, der Film handelt von einem eh schon unter medikamenten stehenden mathegenie, der mit der zeit verrückt wird, weil er versucht das Universum bis auf die kleinste kommastelle zu berechnen und somit eine Antwort auf Alles sucht.
Ein schräger bildgewaltiger hypnotischmässiger und fesselnder Film der besonderen Art inklusive futuristisch wirkendem Soundtrack.
8, 5 von 10 monochromen Punkten.
UllusTeilnehmer@ Kong: Mann beißt Hund habe ich auf meiner Lovefilmliste stehen, bin mal gespannt wie der auf mich wirkt.
Rubber kenne ich schon länger, jedoch weiß ich nicht mehr von woher?
Es gibt eine Website mit dem Namen Mann beißt Film, dort schreiben Freiwillige Redakteure öfters gute Filmberichte aus allen Bereichen. Dank dieser Website bin ich schon auf manch vergessenem und auch ungewöhnlichen Film aufmerksam geworden.
Vor kurzem habe ich einen sehr künstlerisch angehauchten Film gesehen, der dort besprochen wurde. jedoch hat mir dieser überhaupt nicht gefallen. Dennoch werde ich diesen Film eventuell hier doch mal vorstellen, denn der war schon sehr anders.
Ein argentinischer Streifen mit Film Noir, Steampunk, und märchenhaften sowie sehr skurrillem Touch, soviel sei schon mal gesagt !
UllusTeilnehmer@ retrofreak: Du sagest es, gut formuliert, übrigens Rubber ist recht günstig zu erwerben, bei Amazon kostet die DVD knapp 7 Euro und die Blue Ray knapp 9 Euro !
UllusTeilnehmercaptain carot wrote:Der Trailer sieht eigentlich recht witzig aus. Mal sehen, ob die Videothek den hat.
captain: Rubber vergisst man nicht, viel Spass damit !
UllusTeilnehmerDie meisten Leute beurteilen die Menschen nur nach dem Aufsehen, das sie erregen, oder nach ihrem Vermögen.
Zitat von Francois Duc de La Rochefoucauld
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