Im Gespräch: “Dark Souls”-Macher Hidetaka Miyazaki

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M! Games: Sie hatten also Narrenfreiheit bei dem Projekt?

?Hidetaka Miyazaki: Ja, das kann man so sagen. Demon’s Souls war in diesem Sinne für meine Vorstellungen und Wünsche einfach perfekt. Ich durfte machen und ändern, was immer ich wollte. Es gab nur eine Einschränkung: ­Solange Sony als Auftraggeber kein Veto einlegen würde, hatte ich ­sämtliche Freiheiten.

M! Games: Nicht nur die hohe Schwierigkeit, auch viele andere eher unkonven­tionelle Design-Merkmale kennzeichnen die Souls-Serie seitdem. War es schwierig, das Team etwa vom fragmentarischen Story-Telling, raren Rücksetzpunkten oder kruden Elementen wie ”World Tendency” zu überzeugen?

?Hidetaka Miyazaki: Um ehrlich zu sein, empfand ich Demon’s Souls bis in die Beta-Phase hinein als ziemlich langweiliges Spiel. Da mussten einfach Änderungen her. Tatsächlich herrschte bezüglich einiger Design-Entscheidungen bei vielen Kollegen eine gewisse Skepsis. Der damalige Produzent und auch der Level-Programmierer hatten durchaus Probleme mit einigen Ideen (lacht). Selbst nach der Veröffentlichung von Demon’s Souls machte sich der Produzent noch große Sorgen darüber, dass die Spieler manche Features einfach nicht annehmen würden. Glücklicherweise konnte ich das Team von meinen Vorstellungen überzeugen und in dieser Team-Leistung liegt wahrscheinlich auch der überraschende Erfolg. Letztlich bin ich es aber, der die klare Vision für ein Souls-Spiel hat und diese bis zum Ende der Produktion im Auge behält.

M! Games: Worin liegt für Sie die Hauptherausforderung, wenn die Arbeit an einem neuen Souls-Spiel beginnt??

Hidetaka Miyazaki: (Überlegt lange) Ich denke, am schwierigsten ist es, den Kollegen ­meine Vorstellungen für das Spiel klar und verständlich zu vermitteln. Diese Vision muss zu Beginn des Projekts gar nicht vollständig existieren. Aber meine Gedanken und Ideen so weiterzugeben, dass die Team-Mitglieder eine konkrete Vorstellung davon bekommen, ist wirklich gar nicht so leicht. Ich denke da beispielsweise an das Regain-Feature von ­Bloodborne. Gegenüber den Souls-Titeln, die ja ­bekanntermaßen eher defensiv ausgerichtet sind, schwebte mir hier ein proaktives Kampfsystem vor. Das Ergebnis, so wie es im finalen Spiel eingebaut wurde, lässt vielleicht nicht auf einen komplizierten Entstehungsprozess schließen. Aber die Grundidee dem Team so zu vermitteln, dass sich alle nicht nur den Reiz dieser Änderung vorstellen, sondern auch konkret an der Umsetzung arbeiten konnten, war eine durchaus schwere Aufgabe.

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HajimenoIppo-09
I, MANIAC
HajimenoIppo-09

ein kleiner aber feiner einblick. wie aus einer idee eine der besten spielereihe enstanden ist.

Ullus
I, MANIAC
Ullus

Ja da gehe ich mit, sich selber nur über den Schwierigkeitsgrad zu definieren, ist ja nicht ganz so toll.Also, das das erste Command and Conquer auf dem Saturn, wo Zwischenspeichern wie auf dem PC nicht möglich war in den letzten Missionen deutlich schwerer war als jedes Souls, außer Ornstein und Smough, ich hatte damals fast den Saturn gefressen vor Wut ! Übrigens, Miyazaki gehört eine Statue gebaut, ohne ihn gäbe es kein Souls !Bloodbourne find ich jetzt deutlich schwächer als Dark Souls 3, aufgrund von Fehlen der Schilde und auch weil es viel zu wenig Waffen und Rüstungen gibt !Und besser spielbar, na ich weiß nicht, so viel schenken sich die da von der Steuerung ja jetzt auch nicht, Bloodbourne steuert sich zwar flotter als jedes Souls, allerdings auch wesentlich hakeliger und zitternder, ich mag auch viel mehr dieses schwerfällige Gefühl des Waffengewichts und der Wucht, das gibt es jetzt nicht so in Bloodbourne. Ehrlich gesagt find ich Teil 3 den besten Souls überhaupt, weil der die Vorgängerformel perfektioniert und am zugänglichsten ist, der Spielfluss ist da auch besser geraten,,subjektiv vom Empfinden her.

Gast

eine gute frage wäre noch gewesen : warum wird nicht endlich ein schwierigkeitsgrad in das spiel eingebaut , der frei wählbar ist ?es kann doch heute nicht mehr sein , das man in einem spiel zum frust gezwungen wird. ” leb damit oder spiel was anderes ! ” was ist das für eine geschäftspolitik ? es sollte frei einstellbar sein so das ein normaler gamer auch die chance hat es zu spielen und sie würden noch mehr verkaufen.aber nein man will sich anscheinend der sadomasochistisch angehauchten gamer nicht die blöße geben , die dann die souls spiele nicht mehr akzeptieren würden.es gibt einfach zu viele spieler die diese spiele zum virtuellen schwanzvergleich ( sorry für den schmutzigen ausdruck ) benutzen.das ist das problem dabei.ich hab das spiel jedenfalls aufgegeben , weil ich nicht die zeit und lust habe mich so einem spiel hinzugeben das mir penetrant einen hohen schwierigkeitsgrad aufzwingt für nichts.bloodborne ist eindeutig besser spielbar und trotzdem schwer genug ohne dabei in nervtötenden frust auszuarten.

Maverick
I, MANIAC
Maverick

Der Typ ist schwer in ordnung. Ds3 ist der Knaller.

Black Kaindar
I, MANIAC
Black Kaindar

Ha, durch die Blume gesteht er auch ein, dass ihm Bloodborne am besten gefällt ^^!

link82
I, MANIAC
link82

Zelda/Link to the Past als Lieblingsspiel… sehr sypathisch, der Mann hat Ahnung :)seine eigenen Games sind aber auch sehr gut

ghostdog83
I, MANIAC
ghostdog83

Warum From es wieder nicht hinbekommt, Frame-Pacing Probleme auszuschließen, wäre als eine Frage angebracht gewesen. Die Technikabteilung bekleckert sich da nicht mit Ruhm.

Lagann
I, MANIAC
Lagann

Sehr schönes Interview, danke Colin.#makecolingreatagain