Wir hatten das Thema schon einige Male auf dem Schirm. Jetzt äußert sich noch ein “Big-Player” der Spieleindustrie offen über die Möglichkeiten des Cloud-Gamings. Beim Cloud-Gaming werden ganze Spiele über die Internet-Leitung gestreamt, weswegen man grundsätzlich keinen riesige Hardware-Performance benötigt. id-Software-Gründer John Carmack (Doom-Reihe, Rage,….) äußert sich über die Zukunftsfähigkeit und die Möglichkeiten für Spieler, die sich aus dem Cloud-Prinzip ergibt.
Carmack denkt, dass cloudbasiertes Spielen letztendlich einen bedeutenden Teil der Videospielelandschaft ausmachen werde. Die Erfahrungen nimmt Carmack unter anderem von Rage, welches auch für das iPhone entwickelt wurde und nun auf XBL und PSN portiert wird. In diesem Zuge ist Carmack der Meinung, dass Cloud-Gaming mehr Komfort in die heimische Couch bringe und es bald keinen Qualitätsunterschied zwischen Cloud-Games, optischen Medien oder digitalen Downloads gebe.
John Carmack erläutert dabei auch, warum die Veränderungen aus seiner Sicht unausweichlich seien: “Die Herausforderungen in der Spielentwicklung haben sich mindestens so schnell wie mein Wissen erweitert und somit habe ich bisher noch nicht den Punkt erreicht, an dem ich das Gefühl hatte, dass es da nicht noch interessante und aufregende Dinge zu lernen und zu tun gibt.”
Was denkt Ihr? Zukunft oder Humbug?









@super-sash:Das Problem deiner Beispielrechnung ist, dass ich die Konsole nicht nur fünf Jahre Besitze sondern für ewig. Ich kann also den Rest meines Lebens immer mal wieder die alten Games einlegen und loszocken, wenn ich mal wieder in “”Retrolaune”” bin.
Cloud Gaming wird die Gamesindustrie in den Abgrund stürzen weil die ganzen “”truen”” Gamer dann abhauen. Oder auch nicht. Die Industrie verändert sich und wenn euch das nicht gefällt dann müsst ihr halt anfangen zu häkeln. Das dauert eh noch mindestens zwei Generationen bis die Sache spruchreif ist und bis dahin könnte man sich z. B. mal politisch betätigen um unseren Jugendschutz zu ändern anstatt immer nur im Netz rumzujammern. Die Zukunft lässt sich halt nicht aufhalten also muss man sie in seinem Sinne mitgestalten.Mich würde auch mal interessieren wer von den SmartPhone Nutzern früher gemault hat das man so ein neumodisches “”Handy”” gar nicht braucht. Gibt ja Festnetz.
@tetsuo01Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen!
ich hoffe Carmack hat sich bei Doom 4 nicht an Call of Duty orientiert..
Naja, die PSP GO hat ja bewiesen, dass die zockende Menschheit für das ausschließlich online vertriebene Spiel noch nicht bereit ist. Zum Glück…@out: gelungener Beitrag.
Man sollte auch nicht vergessen wer aller bei einer solchen Technologie durch die Finger schaut. Die Umsätze für Groß und Einzelhandel brechen praktisch ein. Der ganze Markt wird mit sowas zerstört damit nur noch einer die Kohle alleine einstreifen kann. Cloud ist auch der Untergang für die hardwareindustrie die damit praktisch nutzlos wird.
Das ist die Zukunft? Wohl eher die Zukunft, wie sie sich die wünschen. Der Endkunde ist doch der Depp. Fast nur Nachteile. Der einzige ist wahrscheinlich, der “”zuerst”” günstigere Einstieg (wie Handy mit Vertrag, das am Ende aber doch teurer ist) und letztlich doch eher Vorteil der Gegenseite.Was hab ich dann? Keine echte Hardware die ich einmal bezahle aber dann mein Eigentum ist. Das Ganze sicher als Abo mit Kündigungsfristen, so das man noch zahlt, wenn man gar nicht mehr zockt.Games die man nur auf Zeit besitzt und nicht verkaufen, verleihen kann. Im Fall von Deutschland, nur noch Zugriff auf den geschnittenen, eingeschränkten deutschen Markt. Spiele zu Preisen, die durch Ausschluss des Handels konstant hoch bleiben. Sieht man ja jetzt schon sehr schön, wie der Preisvorteil bei Downloads weitergegeben wird. 70€ Halo Reach etc., nämlich null.DLCs werden außer für Aktionen auch nie billiger, egal wie alt sie sind.Und es ist doch nicht zu viel verlangt einen Datenträger in die Konsole zu legen. Wenn man sich schon nicht mehr dafür aufraffen kann, weis ich auch nicht mehr.Man muss schon nicht mehr aus dem Haus gehen und kann 24 Std. am Tag bestellen. [quote=captain carot]…Bei Musik, Filmen oder Büchern kommt mir DL-Only gar nicht in die Tüte…[/quote]Sehe ich absolut genauso. Selbst bei Spielen die es nicht als Disc gibt, bleibe ich immer Hart. Einzige Ausnahme “”Fatal Fury Special”” und das auch nur, weil ich es damals auf dem Neo Geo hatte und nur 400 Punkte (gegen 249 DM damals) gekostet hat.Und ja, Module sind das geilste, gerade die vom Neo Geo.
In zukunft wird es wohl so sein das man nicht mehr das Spiel selber im Laden kauft sondern nur noch den voucher Code für die Abonomentverlängerung. Ein Spiel unbegrenzt lange Spielen so wie es heute üblich ist wird der Vergangenheit angehören. Der Hersteller degradiert mich vom Besitzer zum Mieter.
Also ich fand ja Discs schon nicht mehr besonders spannend. Module waren noch einzigartig und uverwechselbar, Discs hingegen sehen nach nix aus und sind auch noch recht empfindlich. Die Herrsteller könnten die Discs mit Leichtigkeit durch eine schicke Chipkarte ersetzen die ebensfalls in einer Spielepackung mit allem drum und dran daher kommen könnte. Die Chipkarte in die Cloud-Konsole eingelegt und schon darf gezockt werden. Hm ich glaub die Idee sollte ich mir patentieren lassen….
“”Hey du,kannst du mir mal deine Gamesammlung zeigen?””-Deutet mit dem Finger auf eine Wolke “”Da sind alle meine Games””CloudGaming ist der Todesstoss für jeden Sammler;wenn die Gamesindustrie ihre treuesten Anhänger und Kunden loswerden möchte,tja,dann nur weiter so…
In der Hinsicht bin ich altmodisch. Ich kauf schon extrem ungern Downloads, und da auch höchstens Sachen, die es auf Disc nicht gibt.Bei Musik, Filmen oder Büchern kommt mir DL-Only gar nicht in die Tüte. Auch nicht, wenn ich irgendwann wieder ne schnelle Leitung hab.
Bin ein absoluter Gegner von digitalen Vertrieb! Ich will doch mein Spiel in meine Sammlung stellen können und es wieder verkaufen wenn es mir nicht zusagt! Was soll der Scheiss?Wäre auch bereit mehr dafür zu bezahlen!
Da ich nur DSL 2000 habe, müsst ich beim Cloudgaming passen.Ich schätze sowas eignet sich besser für F2P und SocialGames, als für Konsolenspiele.Nintendo würde sowas sicher niemals mitmachen, von daher bin ich da recht unbesorgt.
Ich bin offen gesagt sehr dagegen, aber von meiner Meinung (die ich sicher niemandem erläutern muss) abgesehen, sehe ich dasselbe Problem der mangelnden Infrastruktur. Ich habe nun schon eine 16.000er Leitung daheim und bekomme bei TV over IP nicht mal 720p, das 480p ist voll von Artefakten, zum Teil habe ich auch Aussetzer. Klar, wenn ich über PSN einen Film schaue, sieht es besser aus, aber auch da starte ich mit einem guten Stück Versatz, außerdem stört es da nicht, wenn mal einen Augenblick nichts gestreamt wird, weil ein Film gebuffert wird.Wie über dieselbe Strippe detailreiches FullHD in quasi Echtzeit gestreamt werden soll, ist mir ein Rätsel. Und wie schon einige gesagt haben: Viele Haushalte in Deutschland haben nicht mal so eine Bandbreite. Ein Kumpel von mir hat DSL light mit 448bkit/s Wenn dem wer die PS3 wegnehmen will und stattdessen ne OnLive Box hinstellen, gibt’s garantiert Haue.Klar, Musik kann man laden oder streamen, Filme gehen auch, wenn man sie buffern lässt, aber Spiele sind eine Anwendung, die garantierte Bandbreite und Antwortzeiten verlangt. Solange die Provider nichts von dem Kuchen abgebekommen und nur dafür zahlen sollen, die Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, glaube ich noch nicht an Cloud Gaming.
An sich ist das Konzept in Ordnung. Wenn es von den Herstellern gut umgesetzt wird, sehe ich da kein Problem. Aber wenn es beim spielen eventuell zu Engpässen kommt, und das Spiel ruckelt, oder es zu ewigen Ladezeiten kommt, hätte ich da kein Bock drauf.Und was die Sammelleidenschaft betrifft: Früher wollte ich auch immer jeden Film schön als DVD im Regal haben. Mittlerweile nervt mich das. Ich lade nur noch bei iTunes. Und meine gesamte DVD-Sammlung habe ich schon längst auf die Platte kopiert. Kein Bock mehr, die Silberscheiben anzufassen.
Trotzdem scheitert das ganze heute noch an der lahmen Technik. Da wird noch eine neue Konsolengeneration vergehen bevor das Massenmarktreif wird.
@GrimMonolith:Ich glaube du verstehst das Prinzip nicht: Nicht das Spiel sondern nur das Bild, das auf dem Server des Herstellers berechnet wird, wird gestreamt.
bah ne ..lass mal !!aber wer weis schon was die zukunft bringt ..
@ Grim:Noch nicht. Mit Zukunft meinte ich nicht in den nächste Wochen. EDIT: Mal davon abgesehen das die gesamte Datenmenge nicht wirklich eine Rolle spielt.
@WadeHade:Die enorme Datenmenge, die pro Spiel benötigt wird. Ein Uncharted 2 ist schlappe 48 GB groß und kann nicht mal so eben gestream werden.
Man brauch doch nur einen Blick auf denn Musikmarkt werfen um zu sehen was uns auch in Zukunft blühen wird. Echte Musikfans die noch CDs kaufen gibt es immer weniger. Die immer größer werdende Masse lädt (legal oder ilegal) runter oder besucht auch einfach nur Youtube.Beim Film entwickelt sich das auch ganz klar in Richtung Download und Stream. Was macht “”uns”” da bitte so besonders?Cloud ist ganz klar die Zukunft. Nicht unmittelbare Zukunft, aber auch keine allzu ferne.
Finde ich IM MOMENT noch unfug… ganz einfach weil selbst die stärksten leitungen oft genug schluckauf haben und man dann einfach ne schlechte verbindung hat. Das würde im klartext heisen ich kann nicht zocken jedesmal wenn meine verbindung rumspinnt…. ich passe. Ich stimme John Carmack soweit zu das Cloud Gaming irgendwann eine wichtige rolle spielen wird… aber es wird niemals fette gaming PCs oder “”normale”” Konsolen vom markt verdrängen können.Kann ich mir gerade richtig vorstellen… immer wenn ein neues Game rauskommt sind die Machinen auf denen die games laufen sollen gnadenlos überlastet weils jeder spielen will. Nö lasst ma jungs… auf so n stress hab ich echt keinen bock :p
Ich kann mir auch nicht vorstellen das das Zukunft hat.Solange es den traditionellen Zocker gibt der für sein Geld gerne was in der Hand hält, ist die Zielgruppe nicht groß genug um daraus ein profitables Geschäft zu machen.
Kann man jetzt noch nicht sagen, wer hätte denn zu zeiten des SNES und Mega Drive, allen Ernstes daran geglaubt, das man im Jahr 2006 Spiel durch das blose bewegen des Controlers Spielen kann? oder das 2011 ein handheld erscheint, der 3D ohne Brille bietet?Die Spielewelt entwickelt sich (zu) schnell, schon morgen kann eine Engine veraltet sein, eine Serie tot oder ein Studio geschlossen.Ich gebe mal die Prognose ab, es wird von der Spieleindustrie gewollt sein, weil es günstiger in der produktion ist, als derzeitige Technologien, das Cloud Gaming. Aber die Preise werden natürlich nicht sinken.
wenn’s soweit ist, höre ich auf zu zocken. irgendwann wird wohl alles nur noch aus digitaler luft bestehen und als leidenschaftlicher sammler finde ich diese vorstellung sowas von zum kotzen. zudem was passiert denn, wenn das netz ausfällt? richtig, nichts mehr!
Solange es selbst in Deutschland noch genug Orte gibt, die in Sachen DSL nicht ausreichend erschlossen sind, wird dieses Konzept ne Totgeburt und Wunschdenken der Hersteller bleiben. Zumal ich das ohnehin rigoros ablehne.