Cookie Cutter – im Test (PS5)

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An Metroidvanias mangelt es bekanntlich so gut wie nie, aber Cookie ­Cutter von Entwickler Subcult Joint geht mit dem selbstbewussten Anspruch an den Start, dem beliebten Genre einen rebellischen Anstrich zu verpassen.

Cherry ist ein Android, erschaffen von ihrer großen Liebe – Dr. Shinji Fallon. Die traute Zweisamkeit währt nicht lang: Der sadis­tische Chef eines Megakonzerns entführt die widerständige Wissenschaftlerin und lässt ­Cherry mehr tot als lebendig zurück. Kaum erholt, schwört ­Cherry Rache. Spieler schlüpfen also in die Rolle des aufständischen Androiden, um im Folgenden eine genretypisch verzweigte 2D-Welt zu erkunden, unterteilt in diverse Unterbereiche. Dabei begeistert Cookie Cutter mit einem eigenständigen, handgezeichneten Look, der ”Cyberpunk”-Ambiente auf Anime-Stil treffen lässt. Das Spiel selbst lässt diese Individualität allerdings etwas vermissen – trotz anfänglicher Annahme, bemüht sich der Titel nicht sonderlich, das Genre groß aufzurütteln. So konventionell die Erfahrung ausfällt – Cookie Cutter baut einen schönen Spielfluss auf, der nur durch gelegentlich frustrierende Plattformer-Sequenzen ausgebremst wird. Die Kämpfe machen eine gute Figur: Ihr greift neben Euren Fäusten und Füßen nicht etwa zu Schwert und Schild, sondern zur E-Gitarre, Kettensäge und mehr. Trotz vereinzeltem Chaos und uninspirierten Bosskämpfen bereiten gerade die regelmäßigen Prügelorgien Spaß. Nur die Parier-Mechanik wollte bis zum Ende nicht Klick machen – schade.

Technisch begeistert Cookie Cutter mit einer tollen Optik, aufwendigen Animationen und einer stabilen Performance. ­Einige Bugs schmälern den Eindruck jedoch – unter anderem ließ sich eine Nebenaufgabe nicht beenden. Die Entwickler haben hier aber bereits Nachbesserung angekündigt.

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Bort1978
8. März 2024 15:22

Ja, war ganz nett, aber im direkten Vergleich z. B. mit dem kurz vorher erschienen Metroidvania vom persischen Prinzen kann es nicht mal ansatzweise mithalten. Einfach nur ein Standard-Durchschnitts-Metroidvania, das man schnell wieder vergisst. Deswegen finde ich die 6% Wertungsunterschied zum Prinzen viel zu gering. 20% sind da realistischer, also Cookie Cutter eher 70% und der Prinz eher 90%.