Outcast: Second Contact – im Test (PS4 / Xbox One)

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Lasst Euch vom Untertitel Second Contact nicht verwirren: Es handelt sich hier nicht um einen Nachfolger, sondern um eine technisch aufwendige Neuauflage des PC-Klassikers von 1999, der mit damals bahnbrechender Voxel-Grafik und einer offenen, frei erforschbaren Spielwelt für Staunen sorgte – zwei Jahre vor GTA III. Die Entwickler des Originals ­haben Outcast nun trotz gescheiterter Kickstarter-Kampagne ­wiederbelebt und modernisiert – mit gemischtem Ergebnis.

Ihr steuert den Elite-Soldaten Cutter Slade (auf Deutsch vertont vom Bruce-Willis-Synchron­sprecher Manfred Lehmann), der nach einer gescheiterten Bergungsmission auf dem Planeten Adelpha in der Obhut von Außer­irdischen erwacht. Einerseits müsst Ihr Euer Team und eine verschollene Sonde finden, andererseits den humanoiden ­Talanern helfen, die unter einer Militärdiktatur leiden. Dazu erforscht Ihr in beliebiger Reihenfolge klimatisch unterschiedliche Open-World-Areale, führt lange Unterhaltungen mit den Einwohnern, kämpft gegen Soldaten und erledigt allerhand Sammelquests und Botengänge. Es ist erstaunlich für ein Spiel von 1999, wie detailliert die Gesellschaft, die Dialoge und die fremdartigen Begriffe der talanischen Sprache ausgestaltet wurden.

Leider wird die Lust am Erforschen durch zahlreiche altersbedingte Mängel und technische Schlampereien getrübt. Die Kämpfe sind eine Frechheit: Feinde laufen wild durcheinander, während Cutter ihrem Feuer simpel seitlich ausweicht und sie sogar mit seiner ­Standardpistole reihenweise über den Jordan schickt. Gott sei Dank mit optionaler Zielhilfe, denn der Ex-Navy-SEAL steuert sich so träge wie ein Mann mit schwerem Rücken- und Hüftschaden. Auf der jederzeit einblendbaren Umgebungskarte werden von Beginn an alle Feinde eingeblendet – die Namen von Questgebern aber erst, wenn Ihr sie gefunden und angesprochen habt. Die daraus resultierenden ständigen Suchaktionen kürzt Ihr immerhin dadurch ab, dass Ihr Talaner nach dem Weg fragen könnt. In den per Kreismenü geführten langwierigen Dialogen nervt die fehlende Lippensynchronität, in der Spielwelt sorgen die verrückt spielende Physik, die träge Sprungsteuerung und steife Animationen immer wieder für unfreiwillige Lacher. Grafisch überzeugen der Held sowie Wald- und Wiesengebiete, beim ­großen Rest müsst Ihr beide Augen ­zudrücken. Oder eine rosarote Nostalgiebrille aufsetzen.

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ghostdog83
I, MANIAC
Epic MAN!AC

Ich finde es zwar toll, wie viel Mühe man sich bei der Ausgestaltung der Welt gegeben hat

Wäre somit eine 6. Hat sich bemüht, aber…