Submerged – im Test (PS4)

0
644
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Ein Erkundungsspiel ohne Kampf – das hat doch schon bei Wander nicht funktioniert. Doch Uppercut Games machen einen weit besseren Job als ihre Landsmänner von Wander MMO. Bis zum (leider unbefriedigenden) Ende verbringt Ihr rund vier vergnügliche Stunden in der mysteriösen, halb versunkenen Stadt, in der Ihr als Mädchen nach Medikamenten für Euren verletzten Bruder sucht. Dazu steuert Ihr mit Eurem Boot verschiedene verfallene, mit Flaggen markierte Gebäude an, auf deren Dächern sich Versorgungskisten befinden. Treppen und Aufzüge gibt es natürlich nicht, daher verlässt sich die Dame auf ihre Muskelkraft. Ihr hangelt an markierten wilden Pflanzen, Vorsprüngen, Rohren und Leitern entlang und sucht Euch einen Weg nach oben. Abseits warten 60 Sammelbildchen, die nach und nach die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner enthüllen. Außerdem dümpeln 26 halb versunkene Boote herum, deren Antriebe Ihr abschraubt. Dafür bekommt Ihr einen temporären Boost für Euer Gefährt – nett, aber irrelevant. Mit einem Fernrohr markiert Ihr solche Funde schon von Weitem, dann werden sie auf der Karte verzeichnet und Ihr könnt sie später (auch nach Storyende) gemütlich einsammeln. Auch friedliche Meeresbewohner lassen sich entdecken, mit einer anderen Partei kommunizieren dürft Ihr aber nicht. Abschließend gibt es einen Fotomodus mit frei drehbarer Kamera, der sich in dem schönen Setting mit wechselndem Wetter und Tag-Nacht-Rhythmus durchaus für den ein oder anderen Schnappschuss lohnt.

Dank schönem Sonnenlicht, einer halbwegs spannenden Geschichte und einem stimmungsvollen Piano-Soundtrack, der an Braid erinnert, macht der Trip durch die seltsame Kulisse durchaus Spaß und lässt vergessen, dass die eigentliche Spielmechanik sehr simpel ausfällt und kaum Abwechslung geboten wird. Unschön: Ab und zu friert das Bild ein. Nach ein, zwei Sekunden geht es aber weiter.

Tobias Kujawa meint: Endzeitstimmung, Einsamkeit und eine Welt, die ihre Geschichte nicht offen darlegt – genau meine Kragenweite! Submerged hat mir wirklich gut gefallen und ich habe es erst beiseite gelegt, nachdem ich alle Sammelgegenstände entdeckt hatte. Leider zerschlug sich meine Hoffnung, dass ich dadurch ein anderes Ende bekomme – das Gebotene ist leider sehr inkonsequent. Nichtsdestoweniger macht die Kletterei Spaß, auch wenn es an Abwechslung mangelt.

Nette Endzeit-Kletterei mit inkonsequentem Schluss.

Singleplayer6
Multiplayer
Grafik
Sound
retro
I, MANIAC
retro

Das Spiel kommt gleich auf meine Platte, das sieht interessant aus und möchte ich spielen.