The Flower Collectors – im Test (Switch)

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Seite 1

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Mit The Flower ­Collectors legen Mi’pu’mi Games den Hitchcock-Klassiker ”Das Fenster zum Hof” neu auf. James ­Stewarts Rolle des an den Rollstuhl gefesselten Fotografen wird hier mit einem grimmigen Bären neu besetzt. Jorge war einst Polizist, bis ein Unfall seine Karriere ­beendete. Seit er nicht mehr gehen kann, verbringt er die Tage gelangweilt in seiner Wohnung und betrachtet durch ein Fernglas die Leute draußen auf dem ­Plaza. Diese öde Idylle wird jedoch jäh unterbrochen, als ihn eines Nachts ein Schuss aus dem Schlaf reißt. Ein Mann ist tot, die Polizei ermittelt. Plötzlich Schritte. Eine Frau hämmert an Jorges Tür, bittet ihn, sie reinzulassen. Katze Melinda ist Journalistin und einer großen politischen Verschwörung auf der Spur, der Tote war ihr Informant. Die Handlung spielt im Spanien der 1970er. Das Land ist gezeichnet von der unterdrücke­rischen Herrschaft des Diktators ­Francisco Francos und geht ­gerade seine ersten zaghaften ­Schritte in Richtung Demokratie. Jorge war als Polizist einst Teil dieses Regimes. Gemeinsam mit Melinda forscht er nun der Spur des ermordeten Informanten nach und sieht sich dabei auch mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Spielerisch ist Flower Collectors überaus ­linear. Als Jorge beobachtet Ihr aus Ego-Sicht von Eurem Balkon aus das Geschehen und knipst ­Fotos, während Melinda unten Zeugen befragt. Ihr sortiert die Fotos an einer Pinnwand und ordnet so Eure Gedanken. Hier kommt dieselbe voyeuristische Paranoia wie bei Hitchcock auf, wenn sich die Wahrheit Stück für Stück zusammenfügt. So entspinnt sich ein spannendes Mysterium, mit vielen charmanten Figuren, dessen Wendungen jedoch nicht immer überraschen können.

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