Forza Horizon 3 – im Test (XOne)

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Turnusgemäß ist in Sachen Forza dieses Jahr wieder das arcadelastigere Horizon an der Reihe. Nachdem zuvor die USA (Colorado in Teil 1) und Südeuropa (Italien und Frankreich, Teil 2) als Schauplatz für das namensgebende Musik- und Rennsportfestival dienten, geht es nun nach Down Under: Australien ist die bisher größte, attraktivste und vor allem abwechslungsreichste Umgebung.

Damit wird einer der wenigen Kritikpunkte am Vorgänger ausgemerzt: So sehenswert dessen mediterrane Landschaften in Szene gesetzt waren, sie wirkten doch etwas gleichförmig. Bei Forza Horizon 3 wird das niemand sagen können: Das virtuelle Ebenbild des fünften Kontinents umfasst etwa doppelt so viel Fläche und bringt darin jede Menge differierende Umgebungen unter. Ihr braust an sandigen Stränden entlang, rast durch die Wolkenkratzerschluchten von Surfers Paradise, bewundert die Wildnis eines ausgewachsenen Regenwalds und donnert über die staubigen Dünen des Outbacks. Das hat auch spielerische Einflüsse: Auf den Asphaltpisten der Großstadt etwa sind PS-starke Sportwagen ideal, während auf ruppigem Untergrund flexiblere Fahrzeugtypen gefragt sind – erstmals im Sortiment finden sich daher auch Strandbuggys und stabile Offroad-Trucks. Mit über 350 Automodellen hat Forza Horizon 3 auch die Garage kräftig aufgestockt, sind das doch gut 150 mehr als beim Vorgänger.

Die neu gefundene visuelle Vielfalt wird glänzend in Szene gesetzt: Wie die Vorgänger bleibt die Bildrate selbst im Getümmel stabil bei 30 Bildern pro Sekunde, allerdings werden Adleraugen vereinzelt Anzeichen erkennen, dass die Technik an ihre Grenzen stößt. So sieht das Wasser am Meeresstrand nicht ganz so schick aus wie der Rest, und speziell im Regenwald fällt verstärkt auf, dass in der Entfernung feinere Texturen plötzlich aufpoppen. Während der Rennen habt Ihr aber ohnehin kaum Zeit, auf solche Details zu achten – und im Großteil der Spielwelt treten diese kleinen Macken kaum auf. Auch die Regenschauer wurden nochmals optisch verfeinert sowie stehende Wasserpfützen auf dem Asphalt hinzugefügt, die allerdings nicht wie in Forza Motorsport 6 zu Aquaplaning führen.

In Sachen Struktur setzt Forza Horizon 3 auf einen frischen Kniff, der sich je nach Wunsch deutlich auswirkt oder getrost ignoriert werden kann: Statt nämlich einfach ein Teilnehmer am Festival zu sein, schlüpft Ihr diesmal in die Rolle des Chefs – entsprechend groß sind (theoretisch) Eure Befugnisse, was die Veranstaltungen angeht. In der Praxis bedeutet dies, dass Ihr an Rennorten nicht die vorgegebenen Karriere-Wettkämpfe fahren müsst, sondern nach eigenen Bedingungen rast: So steht es Euch frei, u.a. Tageszeit, Wetter, Fahrzeugtypen (bis hin zu spezifischen Modellen) oder die Rundenzahl festzulegen – wer also immer im Ferrari sitzen will, kann das mit wenigen Ausnahmen auch tun. Nur an eins lässt Euch Horizon 3 nicht ran: Der Entwurf eigener Kursrouten ist tabu – eine große Einschränkung. Zur Wahl stehen an jedem Startort zudem Wettkämpfe, die von Freunden oder anderen Spielern erstellt wurden, entsprechend lassen sich Eure Kreationen mit der Welt teilen.

Auch auf den Straßen trefft Ihr ständig bekannte Namen, wie die Vorgänger greift sich Horizon 3 die Drivatare anderer Spieler und Eurer Freunde für die CPU-gesteuerten Piloten. Diese Individualisierung wird noch durch einen weiteren Kniff intensiviert: Immer wieder könnt Ihr nämlich Fahrer für Euren Festival-Kader durch Duell-Siege anwerben, die Euch dann mehr Einnahmen bescheren – wie viel, das hängt davon ab, welchen Rang der entsprechende Kumpel in seinem Spiel schon erreicht hat.

Die Karrierestruktur ist nicht besonders originell, lässt Euch aber deutlich mehr Freiheiten als bei Teil 2: So geht es darum, vier Festivalstandorte rund um Australien auf- und auszubauen, indem Ihr durch Eure Leistungen Fans gewinnt. Je nachdem, wo Ihr als Nächstes Eure Zelte aufschlagt, wird z.B. erst verstärkt in der Großstadt oder im Outback gefahren. Wie gehabt seid Ihr primär in Platzierungsrennen und -meisterschaften auf Rund- oder Etappenkursen unterwegs, aber auch drumherum wurden Aktivitäten sinnvoll integriert und ausgebaut: Die beliebten Radarfallen-Tempotests oder Schlitterfahrten in den neuen Driftzonen sind nicht mehr nur launige Nebenaktivitäten, ihre Ergebnisse fließen nun direkt in Euren Karrierestatus ein.

Gleiches gilt für Stuntsprünge und die ”Löffel-Liste” – 30 Sonderaufgaben, bei denen Ihr etwa innerhalb eines Zeitlimits zum Zielpunkt kommen müsst oder bestimmte Skills vorführen sollt. Logisch, dass Ihr auch hier eigene ”Blaupausen”-Aufgaben für Euch oder Eure Freunde erstellen dürft. Nicht fehlen dürfen natürlich die Showrennen, bei denen Ihr im ungleichen Duell gegen zum Beispiel einen Kampfjet oder ein Speedboat-Team antretet – allerdings fallen diese mitunter unspektakulär aus. Semi-legal sind nächtliche Rennen, bei denen der Zivilverkehr noch auf der Straße unterwegs ist – siegt Ihr hier oft genug, fordern Euch auch mal Gegner heraus und stellen ihr Fahrzeug als Prämie in Aussicht.

Auch wenn Ihr alleine spielt, könnt Ihr per Hupsignal andere Festivalfahrer auffordern, sich Euch anzuschließen und im Konvoi über die Straßen zu brettern oder spontan ein Rennen gegen sie starten. Mehr Spaß macht das freilich mit echten Freunden, deshalb könnt Ihr erstmals die Karriere auch online im Koop-Modus absolvieren: Bis zu vier Spieler fahren als Team. Der vom Vorgänger bekannte ”normale” Abenteuer-Modus ist ebenfalls mit dabei und lässt ein Dutzend Teilnehmer zu. Ein Comeback wird vor allem Sammler- und Händlernaturen freuen: Im Auktionshaus lassen sich Vehikel und Karosseriedesigns ver- und ersteigern, auch seltene Fahrzeuge werden gelegentlich angeboten. Sonderanfertigungen gibt es übrigens auch im ”Glücksrad”, das Ihr nach jedem Levelanstieg anwerft und bei Gewinn zum Beispiel Erfahrungs- oder Preisgeldboni liefert. Wieder mit dabei sind auch die Scheunenfunde, die jetzt noch tückischer versteckt wurden. Im Gegenzug spendiert Euch Forza Horizon 3 aber ein praktisches Hilfsmittel: Neben dem normalen Foto-Modus könnt Ihr bald auch eine Drohne nutzen und mit dieser frei durch die Landschaft fliegen. Findet Ihr etwas Brauchbares (wie eben die Scheunen, in denen besondere Autos warten), wird der Ort auf der Karte markiert.

Ihr seht also: In Forza Horizon 3 steckt eine gewaltige Menge Inhalt, der zusammen mit der tollen Inszenierung, der gewohnt angenehmen Fahrphysik (die Ihr ebenso wie die Schwierigkeit sehr flexibel an Eure Bedürfnisse anpassen könnt), der schicken Optik, dem stimmungsvollen Soundtrack und vor allem mit der großen Abwechslung die Messlatte ein Stück höher legt – Gas geben ist hier einfach ein Genuss.

Thomas Stuchlik meint: Optik, Aufmachung, Autos, Szenario: Alles in Forza Horizon 3 ist auf puren Fahrspaß getrimmt. Wie in den Vorgängern tretet Ihr zu variantenreichen Wettbewerben in allen möglichen Wagenklassen an – da ist wirklich für jeden Autofreund etwas dabei. Vor allem motiviert wieder der ständige Online-Vergleich mit Freunden. Dass man nun selbst Veranstalter des Horizon-Festivals anstatt nur ein Teilnehmer ist, macht spielerisch jedoch keinen Unterschied. Das Fahrverhalten ist mir persönlich einen Tick zu simpel, die Rennen bieten wenig echte Herausforderungen – auch dank gnädiger KI, die gerne zurücksteckt. Gleichzeitig fällt das australische Spielgebiet noch prächtiger, weitläufiger und abwechslungsreicher denn je aus. Vor allem haut mich die Beleuchtung bei wechselnder Uhrzeit und das Wettersystem (samt Wolkenschatten) um. Ein Traum für Vollgas-Raser!

Ulrich Steppberger meint: Rückblickend ist für mich das zweite Horizon schneller und stärker gealtert als der erste Teil, weil darin die Karriere etwas zu gleichförmig war und die Umgebung zwar toll, aber auch fast überall gleich aussah. Forza Horizon 3 schafft es meisterhaft, diese Kritikpunkte auszumerzen und eins draufzusetzen: Die Spielwelt ist nicht nur so groß wie nie, auch in Sachen Abwechslung werden neue Maßstäbe gesetzt – zumal sich die Unterschiede nicht nur in Sachen Optik auswirken, sondern auch für mehr Varianz in den Rennveranstaltungen sorgen. Dass ansonsten in Sachen Innovation keine großen Fortschritte gemacht werden, stört nicht, denn Horizon 3 bietet Masse und Klasse gleichermaßen und lässt kaum Schwächen erkennen. Im Regenwald etwa fällt das späte Aufpoppen feinerer Texturen stärker auf als im restlichen Australien, und die angepriesene große Freiheit beim Entwerfen eigener Wettbewerbe ist großteils kosmetisch. Aber mehr als Meckern auf extrem hohem Niveau ist das nicht: Forza Horizon 3 spielt sich großartig, sieht toll aus, bietet jede Menge Umfang und ist ein Rennspieltraum für jeden, der sich nicht nur mit trockener Simulationskost auseinandersetzen will.

  • Australien als Kulisse: doppelt so groß und abwechslungsreicher als Teil 2
  • über 350 Fahrzeuge, darunter erstmals Offroad-Buggys
  • u.a. Auktionshaus wieder mit dabei

Begeisterndes Rennspiel in einer tollen offenen Welt, das gelungen die Stärken der beiden Vorgänger ­vereint und noch eins oben drauf setzt.

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Multiplayer
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Sound

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Bis wir die modernisierte Neuauflage von Wonder Boy: The Dragon’s Trap spielen können, werden noch einige Monate ins Land gehen, aber um die Wartezeit zu überbrücken, gibt es nun das Video-Tagebuch zur Entwicklung – in Teil eins sind die Macher auf dem Weg nach Japan und treffen dort unter anderem Ryuichi Nishizawa, den Schöpfer der originalen Wonder Boy-Serie.

Xbox Game Store – neu am 29. September 2016

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Xbox One:

  • FIFA 17 – 69,99 Euro

Xbox 360:

  • FIFA 17 – 69,99 Euro

PlayStation Store – neu am 29. September 2016

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PlayStation 4:

  • FIFA 17 – 69,99 Euro
  • Lichtspeer – 9,99 Euro

PlayStation 3:

  • FIFA 17 – 69,99 Euro

Prison Architect – im Test (PS4)

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Wertung

  • durchdachte Pad-Steuerung
  • komplex verschachtelter Spielaufbau
  • gelungene Einführung in die Thematik

Beim Bau des Gefängnisses Eurer Träume habt Ihr viele Freiheiten und steht immer wieder vor moralisch spannenden Entscheidungen.

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Here They Lie – Launchtrailer zum Psycho-Horror für PlayStation VR

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Wii U:

  • SDK Spriter – 12,50 Euro
  • Soul Axiom – 14,99 Euro
  • Quest of Dungeons – 8,99 Euro

3DS:

  • Quest of Dungeons – 8,99 Euro
  • Azure Striker Gunvolt 2 – 12,99 Euro
  • River City: Tokyo Rumble – 29,99 Euro
  • Ninja Usagimaru: The Mysterious Karakuri Castle – 5,99 Euro
  • Noah’s Cradle – 4,99 Euro

PlayStation Plus – die Spiele im Oktober 2016

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Ab 4. Oktober neu bei PlayStation Plus:

  • Resident Evil (PS4)
  • Transformers: Devastation (PS4)
  • Mad Riders (PS3)
  • From Dust (PS3)
  • Code: Realize ~Guardian of Rebirth~ (PSV)
  • Actual Sunlight (PSV)

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