Shinobi III: Return of the Ninja Master – im Klassik-Test (MD)

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Meinung & Wertung

Winnie Forster meint: Joe Musashi, der Meister der edlen Bewegungen ist zurück. Gegen neumodische Sega-Helden wie Sonic oder die Gunstar-Zwillinge wirkt der Shinobi wie ein Gentleman alter Schule. Hektik ist im fremd – hier ein schneller Handkantenschlag, dort ein zielgenau verschleuderter Shuriken. Da der Ninja schon bei seinem Debüt im Jahre ’89 die coolsten Animationen besaß, sind die neugelernten Bewegungen eine zwiespältige Angelegenheit. Der Sprint ist überflüssig, die Klettereigenschaft gibt Shinobi aber eine Menge neuer Möglichkeiten. Davon abgesehen ist Shinobi 3 eine stilgerechte Fortsetzung zum Klassiker, besser als der indizierte zweite Teil und ausgeklügelter als die meisten anderen Action-Jump’ n Runs. Statt Comic-Grafik gibt’s seriöses Fernost-Ambiente in gedämpften Farben – auch das tut als Abwechlung mal ganz gut.

Der elegante Meister des schnellen Todes ist zurück: Stilvolles Action-Jump ‘n Run, grafisch eng am klassischen ersten Teil.

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Wer hat’s erfunden? – Sprachausgabe

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M! macht sich auf die Suche nach den Wurzeln bedeutender Innovationen in Sachen Spielspaß – heute: die Sprachausgabe.

Mal so, mal so: Anno 2009 sorgten Batman: Arkham Asylum und die ­Multiplattform-Versoftung zum neuen “Harry Potter”-Kinofilm für ­Gesprächsstoff. Während der ­Dunkle Ritter einen beträchtlichen Teil seiner Atmosphäre aus den irren Kommentaren der ­Superschurken und deren Schlägertrupps zieht, muss sich das britische Zaubermärchen mit ­anderen Sprechern als im Film begnügen – eine herbe Enttäuschung für puristische Fans.

Sprache: Heute in nahezu jedem Genre Standard und selbst auf modernen Handhelds machbar, blickt das gesprochene Wort im Videospiel auf eine lange Geschichte zurück. Welches Game jedoch die ersten Sprachfetzen bot, ist schwer auszumachen. Einfacher ist der erste massenhafte Einsatz von Dialogen bestimmt, ist dieser doch maßgeblich von der verfügbaren Speicherkapazität abhängig. Sollen die Worte sauber und idealerweise noch in Stereo erklingen, fallen jede Menge Daten an. Laserdisk heißt 1983 das Zauberwort und Dragon’s Lair der erste Automat mit diesem Massenspeicher, der erstmals in Zeichentricksequenzen munter drauflos plappert. Die Einführung der CD-ROM als ­Datenträger erfolgt erst in den Neunzigern: Auf Mega-CD, 3DO und nicht ­zuletzt Sonys PlayStation protzen Spiele wie Wing Commander 3 oder Metal Gear Solid im heimischen Wohnzimmer mit ausschweifenden Dialogen.

In ­Prügelspielen und Shoot’em-Ups erfolgen akustische Rückmeldungen schon lange davor durch blechern klingende Phrasen, glasklar verständliche Sätze wie ”The last ­Metroid is in captivity, the galaxy is at peace” im Super Metroid-Intro sind 1994 eine Besonderheit, aber die Suche nach dem Ursprung führt bis in die ­frühen Achtziger zurück.

Als erstes Modul mit Sprachsamples gilt ausgerechnet die berüchtigte Atari-Gurke E.T.: The ­Extra-Terrestrial von 1983. Im selben Jahr erscheint mit ’The Voice’ eine Hardware-Erweiterung zur Sprachsynthese für Magnavox’ Odyssey 2. Andere Systeme sind noch früher dran: Bereits 1981 spielt Thief in den Arcades Polizeifunk von Audiokassette ein, Castle Wolfenstein für Apple II ist gleichzeitig das erste Heimcomputer-Spiel mit Sprachsamples, natürlich in Deutsch.

Japanisch debütiert 1980 in Crazy Climber, der  Berzerk-Automat spricht satte 30 englische Worte, ­darunter ”Coins detected in ­pocket”. Ein weiterer ­Vorreiter ist im Juni  desselben Jahres – und damit der Debütant – der Namco-­Shooter King & Balloon (siehe Bild), der seine Hoheit ”Help”, ”Thank you” und ”bye-bye” piepsen ließ.

Fragments of Him – im Test (XOne)

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Unter drei Stunden dauert das als ”narratives Videospiel” bezeichnete Fragments of Him, das aus seinen Limitierungen kein Geheimnis macht: Genau genommen habt Ihr nicht viel mehr zu tun, als subtil markierte Objekte anzuklicken, um die Geschichte voranzutreiben – was selbst für Walking-Simulatoren recht wenig Interaktion bedeutet. Dafür punktet der Titel mit einem stimmigen Look und einer gefühlvoll erzählten Geschichte (allerdings nur auf Englisch), die sich vor allem um die Erinnerungen mehrerer Personen um einen plötzlich aus dem Leben gerissenen jungen Mann dreht. Wer sich darauf einlässt, den dürfte das Erlebnis nicht kaltlassen.

Interaktive Erzählung, die mit einer emotional berührenden Geschichte die spielerische Schlichtheit überdeckt.

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Wild Guns Reloaded – neuer Trailer stellt Bullet und Doris vor

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Wild Guns Reloaded für PS4 ist bekanntlich eine Neuauflage des SNES-Spiels, der wiederum am schnellsten als “Cabal im Wilden Westen” beschrieben werden kann – diesmal sind zwei neue Charaktere mit dabei, die Euch dieser Trailer vorstellt: Bullet und Doris.

Wild Guns Reloaded soll noch dieses Jahr in den USA erscheinen, einer Veröffentlichung auch in Europa sollte eigentlich nichts im Wege stehen.

The King of Fighters XIV – Team Psycho Soldier stellt sich vor

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Über zu wenige Kämpfer wird man sich bei The King of Fighters XIV sicher nicht beklagen können – oben stellt sich das Trio von Team Psycho Soldier mit Athena Asamiya, Sie Kensou und Chon Gentsai vor.

Lange warten müssen SNK-Fans nicht mehr, am 26. August wird auf PS4 losgeprügelt.

Odin Sphere: Leifthrasir – im Test (PS4)

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Als Odin Sphere vor neun Jahren für die PS2 erschien, war das Action-RPG des bis dato ziemlich unbekannten japanischen Studios Vanillaware eine geradezu unerhörte Angelegenheit: Entgegen der allgemein akzeptierten Branchenmeinung, dass 2D-Grafik veraltet sei, sah das Abenteuer mit riesigen, detailliert gezeichneten und flüssig animierten Figuren dramatisch besser aus als der Großteil der 3D-Konkurrenz. Gut, das Spiel neigte in späteren Kapiteln zur Wiederholung und die Bildrate war nicht immer ganz sauber, trotzdem gilt Odin Sphere in grafischer Hinsicht als Meilenstein und Wegbereiter für spätere Vanillaware-Titel wie Muramasa oder Dragon’s Crown.

Leifthrasir ist keine Fortsetzung, sondern ein teilweise stark überarbeitetes Remake – die Prämisse ist dieselbe: In einer stark an die nordische Mythologie angelehnten Welt schlüpft Ihr nacheinander in die Rollen von fünf Helden und erlebt die komplexe Geschichte aus deren Blickwinkeln. Ihr bewegt Euch auf einer 2D-Ebene durch kreisförmig angelegte Szenarien und verhaut jede Menge Gegner, Rollenspiel-Elemente kommen nicht zu kurz. Die Grafik wurde für die 1080p-Darstellung der PS4 optimiert und die Bildrate auf 60 fps gelockt: Die starken Einbrüche, die vor allem bei den Bosskämpfen des PS2-Originals vorkamen, bleiben Euch hier erspart. Auch spielerisch hat sich viel getan: Die Steuerung ist stark überarbeitet und fühlt sich weniger steif an. Die Aktionen der fünf Charaktere fließen eleganter als zuvor ineinander, schon nach kurzer Zeit zaubert Ihr schier endlose Combos aus dem Hut. Auch das seinerzeit recht klobige Inventarsystem wurde überarbeitet und lässt sich nun besser bedienen. Wie auf der PS2 sät Ihr Pflanzen, deren Früchte Ihr später verspeist und so dicke Erfahrungsboni einstreicht – gerade dieser Aspekt macht Odin Sphere zu mehr als nur einem normalen Actionspiel.

Habt Ihr das Abenteuer nach etwa 40 Stunden beendet, dürft Ihr Euch am neuen New Game + versuchen. Seid Ihr eher puristisch veranlagt, könnt Ihr die ganzen spielerischen Überarbeitungen der Neuauflage auch deaktivieren und die grafischen und technischen Verbesserungen mit den klassischen Spielsystemen genießen.

Thomas Nickel meint: So muss eine gute Neuauflage aussehen: Vanillaware hat nicht nur ordentlich an Grafik und Technik geschraubt, auch die kleinen spielerischen Macken des Originals wurden ausgemerzt – Leifthrasir spielt sich dadurch noch sauberer, durchdachter und flüssiger. Es ist eine Freude, mit detailreich und elegant animierten Figuren die üppigen Szenarien zu durchwandern und teilweise bildschirmgroße Monster mit wuchtigen Angriffen zu erlegen. Das Spielsystem mit der Mischung aus Combo-Kämpfen und dem Aussetzen von Pflanzensamen ist heute noch hochgradig originell und angenehm komplex. Vor allem das Spielgefühl ist dank der stabilen 60 fps der PS4-Fassung eine wahre Freude – schon alleine deswegen lohnt sich ein erneuter Kauf.

  • tolle grafische Überarbeitung
  • komplex verschachtelte Spielsysteme
  • verbesserte Steuerung

Das Action-Rollenspiel überzeugte bereits vor neun Jahren – die Neuauflage setzt in jeder Beziehung noch mal einen oben drauf.

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Yooka-Laylee – Toybox-Trailer macht Lust auf mehr

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Bis Konsolenspieler mit Yooka-Laylee auf Entdeckungsreise gehen können, dauert es noch eine Weile – im ersten Quartal 2017 soll es für Ps4, Xbox Ond und Wii U soweit sein.

Besser haben es da Besitzer eines PCs oder Macs, die bei der Kickstarter-Kampagne genug investiert haben, um sich für die versprochene Toybox-Demo zu qualifizieren – die wurde nämlich gestern ausgeliefert und erlaubt einen ersten eigenen Eindruck davon, wie sich das Duo so schlagen wird. Für alle anderen gibt’s immerhin einen kurzen Trailer, den Ihr oben betrachten könnt.

Young Merlin – im Klassik-Test (SNES)

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Meinung & Wertung

Winnie Forster meint: Von der Regenbogen-Zauberei zu Spielbeginn bis zu den wiederbelebenden Küssen der Meerjungfrauen ist Young Merlin liebenswerte Unterhaltung der Disney-Art. Obwohl das Modul-Märchen auf eine junge Zielgruppe zugeschnitten ist, gefällt’s mir als altem Action- und Ballerspieler. Ständig bringt Euch der vielseitig animierte Merlin zum Schmunzeln: Er turnt an Dachbalken, gerät in wilde Prügeleien und kratzt sich am Kopf,, wenn seine grauen Zellen auf Hochtouren arbeiten. Auch andere Spielfiguren bieten teilweise Hollywood-reife Vorstellungen. Die Geschichte beginnt einfach und bleibt frei von ausweglosen Situationen und Frusterlebnissen. Da Merlins Abenteuer überraschende Wendungen, Zwischensequenzen, mittelalterliche Musik und Sprachausgabe bieten, ist es für Adventure-Fans trotz kitschiger Momente der optimale Zeitvertreib.

Disney läßt grüßen: Nur Zelda ist besser als dieses grafisch und musikalisch bezau­bernde Action-Adventure.

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Psycho-Pass: Mandatory Happiness – neuer Trailer bringt die düstere Welt näher

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Visual Novels sind nicht immer romatisch, dafür ist Psycho-Pass: Mandatory Happiness ein Paradebeispiel – der neue Trailer bringt Euch die düstere Welt, in der das paranormale Abenteuer spielt, noch näher.

Erscheinen wird Psycho-Pass: Mandatory Happiness am 16. September für PS4 und Vita.

Mafia III – die “Vooodoo Queen” Cassandra vorgestellt

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2K und Hangar 13 stellen uns ein weiteres Mitglied des Mafia III-Ensembles vor: Cassandra hat sich zum Ziel gesetzt, den Mob zu stoppen, egal was es sie kosten mag.

Mafia III erscheint am 7. Oktober für PS4 und Xbox One.

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