Der Film und Fernseh Thread

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  • #959839
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer
    ChrisKong wrote:

    Ich nehm da gern einen meiner absoluten Lieblingsfilme, Jackie Brown. Action gibts fast keine in dem Film. Ja der Film ist eigentlich verdammt langsam. Aber er atmet irgendwie den Groove der 70ies, was sich schon in den Mimen wiederspiegelt. Wenn sich der bis über beide Ohren verliebte Robert Foster sich eine Delfonics Kassette einschiebt, weil Jackie diese Musik mag, dann ist das irgendwie ganz grosses Kino./p>

    Wir hatten uns an andere Stelle bereits über den Film kurz unterhalten, auch für mich ein fantastischer Tarantino. Damals schrieb ich noch, der letzte großartige Film von ihm, nun bin ich zwischenzeitlich dazu gekommen, genauer gesagt vor ein paar Wochen, mir Django Unchained anzusehen, den ich für überraschend gut empfunden habe.

    Bis zum Showdown zwischen Dr. King Schultz (Christoph Waltz) und Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) ist der Film großartig, danach fällt der Film leider ab, da weder Jamie Foxx noch sein Charakter Django Freeman mit den beiden Anderen mithalten kann. Zudem war die lange Actionsequenz etwas ermüdend, redundant.

    #959840
    HarrikulesHarrikules
    Teilnehmer
    ghostdog83 wrote:

    Aber ja, man hätte die Dialoge verkürzen können, ohne dass die Botschaft verloren ginge, aber es ist nun mal auch eine künstlerische, ästhetische Frage, die dem Autor und Regisseur erlaubt sei. Auch kann man die ausschweifenden Dialoge mitunter als Bestandteil der Charakterisierung betrachten, was im Falle von Reiner, der sein Leben im Luxus frönt, durchaus passend erscheint.

    .

    Gerade bei Reiner hat mich das Geschwafel irgendwann nur noch genervt auch das er(aber nicht nur er auch B.Pitt hatte solche Szenen) sehr oft nur in Metaphern geantwortet hat.

    ghostdog83 wrote:
    oder eine ebensolche das Leben des Counselors, der jede Warnung an sich abprallen lässt, egal wie schlimm die von Westray ausführlich geschilderten Konsequenzen auch sein mögen, ein Ausdruck seiner Gier nach mehr sind oder Malkina, deren beiläufigen Äußerungen am Ende mehr Gewicht erhalten als es zu Beginn erscheint.

    Im Endeffekt war ja eh von Anfang an klar das der Deal in die Hose gehen wird, nur hatte ich immer das Gefühl das Reiner und Westray das auch so wollten, und irgendwie wirkte es auf mich so als würden sie gerne ihr Leben wegwerfen nur um ihm(dem Counselor) eine Lektion zu erteilen. Unlogisch halt nach meiner warte halt. Aber ich gebe dir auch recht das es einige gute Szenen gibt die zeigen wie Gier einem das Leben versauen kann.
    Aber ich meine mich zu erinnern das du auch Killing them Softly sehr mochtest auch das war so ein Film wo sich mMn alle um Kopf und Kragen gelabert haben, so hat wohl jeder seine Vorlieben mir sagen eher Filme zu in denen weniger geredet wird und sich mehr im Kopf abspielt.

    ghostdog83 wrote:

    Zu Inside Llewyn Davis:

    Auf Deutsch ist mir Davis viel unsympathischer, seine Stimme hat einen leicht negativen touch, was in Verbindung mit dem Verhalten was er zeigt, eher nachteilig ist. .

    Das stimmt Davis ist ein Unsympath was aber nicht nur an seiner Stimme liegt sondern das er eigentlich jede Chance etwas gutes oder nettes zu tun liegen lässt (Die Katze am Ende, Die Abtreibungen, das beschimpfen der Gorfeins auch wenn ich seinen Punkt da sogar ein bisschen verstehen kann, ect. ect.), aber wie gesagt ich werde ihn nocheinmal in Englisch schauen.

    ghostdog83 wrote:

    Das Problem ist kein spezifisches nur diesen Film zuordnetest. Bei einer Synchro geht nun mal leider immer etwas verloren.

    Das mag sein aber ich finde das nicht immer so schlimm als das es einem den Film versauen könnte. Auch wenn ich Serien alleine zumeist auf Englisch schaue, den ich finde gerade Comedy verliert meist sehr viel durch die Synchro.

    #959841
    HarrikulesHarrikules
    Teilnehmer

    Doppelpost
    und daher frag ich einfach mal Chris bist du wieder zuhause? Oder liegst du noch mi Krankenhaus?

    #959842
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Nein, ich bin seit über einer Woche zu Hause. Sonst wär ich kaum am Dark Souls spielen :-)

    Aber du wirst lachen, ich bin nicht mal im Spital dazugekommen allzuviele Serien abzuarbeiten. Das hole ich jetzt ein wenig nach, da bis etwa Ende Aug. Arbeiten nicht drinliegt.

    Um nochmals das Thema anzureissen, wenn die Dialoge eine Symbiose mit Musik, Schauspiel und Optik eingehen, dann spielts mMn nicht so sehr eine Rolle, wieviel oder wenig gequatscht wird.

    #959843
    HarrikulesHarrikules
    Teilnehmer
    ChrisKong wrote:

    Um nochmals das Thema anzureissen, wenn die Dialoge eine Symbiose mit Musik, Schauspiel und Optik eingehen, dann spielts mMn nicht so sehr eine Rolle, wieviel oder wenig gequatscht wird.

    Sehr wahr, ich sagte ja schon das ich nichts gegen Dialoglastige Filme haben nur sollten die Leute auch was zu sagen haben bzw. es wenigstens spannend ist.
    Und sehr schön das du wieder zuhause bist dann denke ich das ich am Do. mal auf die Post watschle.

    #959844
    HarrikulesHarrikules
    Teilnehmer

    aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarghhhh

    #959845
    bitt0rbitt0r
    Teilnehmer
    Harrikules wrote:

    aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarghhhh

    ich glaub, du musst ins spital.

    #959846
    HarrikulesHarrikules
    Teilnehmer
    bitt0r wrote:

    Harrikules schrieb:

    aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarghhhh

    ich glaub, du musst ins spital.

    Meinscht?

    #959847
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Ich frage mich, was für versaute Weiber ihr habt, wenn ihr die ganze Zeit DP habt. ^^

    #959848
    SpacemoonkeySpacemoonkey
    Teilnehmer

    hab gestern nacht dr. jekyll und mr. hyde von 1931 geguckt. voll die kranke scheiße

    #959849
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    @Spacemoonkey:

    Ich hatte mir im letzten Jahr die Monsters Collection auf Blu Ray zugelegt. Von Frankenstein (1931) & Frankensteins Braut (1935) war ich sehr angetan.

    Die Mumie, Der Schrecken vom Amazonas und The Wolfman fallen da leider schon spürbar ab.
    Den Rest muss ich mir noch anschauen. Die Bildqualität ist ganz zufriedenstellend gemessen am Alter. Der Schrecken vom Amazonas hat zum Teil ein hervorragendes Bild, war aber aus meiner Sicht der schwächste Film bisher.

    #959850
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Brauch ich für meinen Eindruck Belege? Ich denke nicht. Das ist meine Sicht. Ich würds auch nicht daran festmachen, dass mir Filme verleidet sind, absolut nicht. Ich gebe einem Film gerne die Chance mich vom Gegenteil zu überzeugen. Nur ist das unterdessen so, dass viele Filme einen guten Einstieg haben, der Mittelteil flacht ab und das Ende verliert sich meist und ist vielfach einfach nicht durchdacht. Selten hab ich das Gefühl, einen Film aus einem Guss zu sehen. Dabei ist es für mich unerheblich, ob der Film mit Erwartungshaltungen spielt oder man das Ende schon am Anfang erahnen konnte.
    Wenn ich mit einem Film fertig bin, dann will ich, dass etwas zurückbleibt, etwas, dass ich nicht 10 min danach wieder vergessen habe.

    Und genau daran krankt mMn Hollywood. Da hat man eine gute Idee, sieht sich aber ausser Stande sie bis zum Ende in einen guten Film zu verpacken. Diese Planlosigkeit merkt man leider deutlich.

    Da würde ich, ganz subjektiv, von einer massiven Qualitätsminderung sprechen. Natürlich ist immer noch sehr vieles auf hohem Niveau, aber das ist nicht der Stoff, aus dem die Kinomagie gemacht ist.

    Das Problem beim TV ist einfach auch der, dass neben den Autoren, eben auch die Darsteller, die nachkommen, eben auch dorthin abgewandert sind.

    Ehemalige Grössen wie Pacino, De Niro, Pitt und Co verlieren sich in belanglosen Filmen, die dann auf DVD verramscht werden und eigentlich kaum Qualität besitzen.

    Viele Regisseure haben ebenso ihren Zenit schon überschritten und hinken teilweise extrem ihrer Form hinterher, auch wenns Ausnahmen gibt.

    Und so ist einfach ein gewisses Loch entstanden. Was Talent hat und jung ist, sucht sein Heil in einer Serie. Was im besten Alter ist, findet man zusehends in Blockbustern, wo schauspielerische Qualitäten halt nicht oberste Priorität geniessen. Robert Downey Jr., Michael Fassbender u.a. sind Darsteller von Format, aber während DeNiro und Pacino in ihren Filmen zu ihrer besten Zeit glänzen konnten, bereichern die anderen in erster Linie das Blockbusterkino. Das könnte man auch über Cumberbatch sagen.
    Abgesehen von 12 Years a Slave, wo Fassbender mitspielt, kommt mir aktuell kein Film in den Sinn, wo einer dieser 3 Darsteller in einem Film mitgespielt hätte, der keine Comicverfilmung ist oder als ein grosses Drama durchgeht, dass man gesehen haben müsste.

    Leider hat man auch kein wirklich gutes Umfeld geschaffen, um Kreativität zu fördern. Kino, das heisst in erster Linie einen Film abliefern mit dem kleinstmöglichen Risiko und dem kleinsten gemeinsamen Nenner, damit ihn möglichst viele ansehen werden.

    Um ein wenig unser Hobby miteinzubringen, gerade Videogame-Verfilmungen haben heute Hochkonjunktur, Assassins Creed, Uncharted, Heavenly Sword, Need for Speed, uvm.

    Dabei kommt allerdings nichts weiter bei rum, als lieblose Auftragsarbeiten, die sich leicht konsumieren lassen, aber bei denen auch nix wirklich hängenbleibt.

    Und das schlimme dabei, das asiatische Kino geht immer mehr auch in die Richtung. Nicht, dass da früher keine Formelhaftigkeit herrschte, so ist es nun wirklich nicht, aber der Trend ist auch da recht klar Richtung leichtverdaulich und Schauwerte. Leider hat da Hollywood auch gewisse Regisseure verdorben wies scheint. John Woo konnte nie wieder an seine alte Form anknüpfen. Die Filme von Jet Lee und Chan kann man mittlerweile vergessen, aufgeblähtes Hollywoodkino mit Asia-Ingredienzien, thats it.

    Einziger Lichtblick, Korea und manchmal ein Film aus Japan, wobei sich hier Miike und Kitano die Filme, über die man spricht wohl teilen. ^^

    Ich merke, ich schweife definitiv ab. Mein favorisiertes Jahrzehnt bleiben die 90er. In der Dichte wirds in absehbarer Zeit wohl kaum mehr eine Zeitspanne geben, die soviele unverzichtbare und tolle Filme hervorgebracht hat. Wie bei einer Sonnenfinsternis haben hier halt mehrere Faktoren gepasst, um dies zu ermöglichen. Schauspieler und Regisseure auf dem Höhepunkt ihres Schaffens, Autoren, die das TV erst für sich entdeckten und andere Faktoren.

    Aber was war, kann wieder sein. Muss jetzt auch nicht jedes Jahr nur so vor Knallerfilmen wimmeln.

    #959851
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer
    ChrisKong wrote:

    Leider sind auch da grosse Teile der guten Dialogschreiber einfach ins TV abgewandert. Was im Kino meist zurückbleibt ist redundantes Geschwätz, das einen auf anspruchsvoll machen will, aber nicht tut.

    Hast du dafür Belege, außer deiner subjektive Wahrnehmung?
    Es ist womöglich so, das Autoren zweigleisig fahren, da es im Filmgeschäft mehr zu verdienen gibt als im Fernsehen (Bsp. Aaron Sorkin), zumal das Fernsehen auch als Sprungbrett für aufstrebende Autoren dient, die später ihr Geld in Hollywood verdienen wollen.

    Das die Qualität der Drehbücher auch für mich subjektiv betrachtet besser ist, liegt zum einen an der Quantität aufgrund der Anzahl an Episoden als auch am Medium selbst.

    Wir hatten ja auch schon die Diskussion, welches das bessere Erzählmedium sei, wo ich nach wie der Ansicht bin, dass das Fernsehen aufgrund seiner Struktur die niedrigere Hürde bietet, um erzählerisch zu glänzen. Auf die Nachteile müssen wir an der Stelle nicht noch einmal eingehen, diese sind in irgendeiner Form bei jedem Medium vorhanden (in dem Fall z.b. Filler), im Fernsehen sind die Möglichkeiten, wenn sie optimal ausgeschöpft werden, für mich aber größer.

    Um Revolver in meinen Wertungsmaßstab noch einzuordnen – ich hatte dem Film damals (2006) eine knappe 7 gegeben, was ich für eine solide Wertung halte (sehenswert bis gut; wie gesagt ich hatte mit dem Film keine Probleme was den Zugang zu den Dialogen anbelangt).

    Ob diese Einschätzung auch heute noch Bestand hat, weiß ich nicht, in den letzten Jahren haben sich mein Anspruch und meine Interessen durchaus gewandelt, Filme, die ich früher sehr gemocht habe, sogar mehrmals im Kino gesehen habe, sind für mich nun nur schwer schaubar. Extrembeispiel Das fünfte Element zweimal im Kino gesehen (1997), vor Jahren dann auf Blu Ray gekauft. Jeder Versuch, den Film ein weiteres Mal zu sichten ist bislang gescheitert. Ich finde die Dialoge sehr mäßig, den Stil zu überfrachtet. Léon – Der Profi sehe ich mir dagegen nach wie vor sehr gerne an.

    Filme wie Cop Out oder den letzten Stirb Langsam sehe ich mir eher weniger an. Da reicht schon der Trailer, um zu wissen, dass man lieber die Finger davon lassen sollte.

    ChrisKong wrote:

    Wie belanglos ein Text ist oder nicht, spielt nicht mal so eine Rolle, sondern mehr was er transportiert, welches Feeling und welche Atmo damit einhergehen.

    ChrisKong wrote:

    Was ich veranschaulichen will, dass auch Filme, die ihre Spannung über Dialoge vermitteln prima funktionieren können. Aber dafür müssen die Dialoge eben passen, sonst bleibts nur als geschwätzig in Erinnerung.

    ChrisKong wrote:

    Um nochmals das Thema anzureissen, wenn die Dialoge eine Symbiose mit Musik, Schauspiel und Optik eingehen, dann spielts mMn nicht so sehr eine Rolle, wieviel oder wenig gequatscht wird.

    Das hört sich in der Theorie alles wirklich super an, dürfte womöglich sogar Erwähnung in einem Filmlehrbuch finden, ist aber dennoch kein garant, dass der Film dann einem auch gefällt geschweige denn auch wirklich gut ist (manche Filme sind dahingehend konsequent schlecht, da sie diese Elemente zu einem Haufen Mist perfekt in sich vereinen -> Sucker Punch), ansonsten würden Filme wie Jackie Brown oder Death Proof mehr Gegenliebe erhalten als es der Fall ist.

    Wenn ich mich recht entsinne, hat dir der Film Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (aus meiner Sicht ein 10 von 10 Film) nicht besonders zugesagt, aber hier hätten wir doch ein sehr passendes Beispiel von einem eher wortkargen Film, bei dem aus meiner Sicht eine perfekte Symbiose aus Bildsprache,Dia- & Monologen, Kameraarbeit und Musik vorliegt, welche die melancholische Stimmung des Films treffend einfangen. Manch einer könnte spöttisch meinen, eine perfekte Symbiose der Langweile vorzufinden, was natürlich nur im Auge des Betrachters liegt.

    Deine schablonenhafte Vorstellung (nicht abwertend gemeint!) muss bei Filmen auch gar nicht so genau zutreffen, wenn die positiven Elemente für einen überwiegen. Ich habe schon Filme gesehen (wer nicht), bei denen die Bildsprache und Musik allein schon dafür sorgt, dass der Film an Unterhaltungswert gewinnt (“300“) oder andere, bei denen allein schon die Dialoge zum Weiterschauen animieren (“Dame, König, As, Spion“). Ich für meinen Teil achte schon darauf, was gesagt wird, um daraus dann ein Urteil bilden zu können.

    Trailer zu “Dame, König,As,Spion” https://www.youtube.com/watch?v=YE5-1ndg6uA

    Um auf The Counselor zurückzukommen, hier ist die Lage etwas diffus, da die Dialoge zu einem zu den Charakteren passen (Reiner: geschwätzig, ausschweifend; Counselor: zurückhaltend distanziert; Laura: zwielichtig, undurchschaubar), aber wiederum auch nicht (Randfiguren), was aber damit zusammenhängt, dass diese Charaktere mehr eine Erzählfunktion einnehmen, welche erst im übergeordneten Kontext einen Sinn ergibt, die Protagonisten wie Schachfiguren wirken lässt In einer Szene gegen Ende, in der der Counselor mit einer Kontaktperson sich unterhält, am Telefon, um die nötige Distanz des Spielers ausdruck zu verleihen, wird diese Konstellation überdeutlich, als dieser ihm das Spiel, sein Schicksal, erklärt, in dem Fall das schachmatt, mit dem Hinweis, er hätte das Spiel nicht anfangen sollen, es nun zu spät sei für das Retende Ufer. An der Stelle möchte ich nicht weiter ausführen, da der Inhalt sonst in dem Spoilerbereich übergeht. Bei Revolver ist im Übrigen eine ähnliche Struktur zu erkennen, nur da ist es deutlich abstrakter verpackt gewesen, leider fehlt mir heutzutage der Bezug, um darauf näher einzugehen, dazu ist der Film schon viel zu lange her.

    Das im Film weder von Schach noch von Spieler die Rede ist klar, ich nutze diese Terminologie nur der verständnishalber, bevor dahin gehend Fragen aufkommen.

    Interessant, der Autor hat das Buch zu Die Straße und das Drehbuch zu The Road verfasst, der konträrer zu den genannten Filmen gar nicht sein könnte, auch ein Film, den ich sehr schätze.

    Harrikules wrote:

    Im Endeffekt war ja eh von Anfang an klar das der Deal in die Hose gehen wird, nur hatte ich immer das Gefühl das Reiner und Westray das auch so wollten, und irgendwie wirkte es auf mich so als würden sie gerne ihr Leben wegwerfen nur um ihm(dem Counselor) eine Lektion zu erteilen. Unlogisch halt nach meiner warte halt. Aber ich gebe dir auch recht das es einige gute Szenen gibt die zeigen wie Gier einem das Leben versauen kann.

    Ich teile deine Auffassung nicht. Ich frage mich, wie du zu diesem Schluss kommst, wo beide doch klare Anzeichen zeigen, am Leben bleiben zu wollen, ansonsten hätte sie sich zum Schluss auch anders, ihren Häschern entgegenkommender gezeigt, statt die Flucht zu ergreifen.

    Das der Deal nicht so gelaufen ist wie gewünscht, war in der Form von beiden und dem Counselor nicht vorherzusehen, da eine Person in dem ganzen Spiel völlig unterschätzt wurde, die aus dem Verborgenen gehandelt hat – die, wie ich bereits an anderer Stelle geschrieben habe, die eine Schwäche Reiners war, die ihm eines Tages zugrunde richten würde, was auch so geschah, nur viel eher.

    Ohne die Verbindung zwischen dem Counselor und der Mutter des Kuriers wäre das Ganze womöglich anders verlaufen, die vermeintliche Schuldfrage wäre zunächst offengeblieben, die Todesschwadron nicht in dem Tempo losgeschickt worden. Wie Reiner im Film sagt, die Bosse sind sehr pragmatisch, glauben nicht an Zufälle. Genau dieser Zufall, dass er Anwalt der Mutter des Kuriers war, diesen auf Kaution freiließ, bringt das Ganze erst ins Rollen.

    Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, es ist nicht meine Aufgabe, den gesamten Film zu erklären, wenn der Film das in dem Fall nicht selbst schafft, dann ist er daran gescheitert, zumal ich bereits in den Kommentaren davor meine Sicht dargelegt habe bzw. es auch hier in der Antwort an ChrisKong ergänzend tue. Außerdem ist eine Diskussion, wo es nur lapidar heißt, zu redselig, zu viel Geschwafel, ohne konkret auf die Dialoge einzugehen schwierig zu diskutieren, ich habe Argumente geliefert, die meine Sicht darlegen.

    Harrikules wrote:

    Aber ich meine mich zu erinnern das du auch Killing them Softly sehr mochtest auch das war so ein Film wo sich mMn alle um Kopf und Kragen gelabert haben, so hat wohl jeder seine Vorlieben mir sagen eher Filme zu in denen weniger geredet wird und sich mehr im Kopf abspielt.

    Wenn ich die Zeit und die Lust hätte, dann könnte man ja mal die Struktur und den Inhalt einiger Dialoge analysieren, um diese These mal auf den Prüfstand zu stellen, aber belassen wir es dabei, dass dir beide Filme eher weniger zusagen als mir.

    Die sonstigen Punkte sind zu subjektiv, um darüber ernsthaft zu diskutieren (“Gerade bei Reiner hat mich das Geschwafel irgendwann nur noch genervt …”).

    Meine Kommentare bitte nicht als Anmaßung oder Arroganz missverstehen, sollte meine Ausdrucksweise danach klingen (die innere Stimme kann die Schärfe der Sätze durchaus erhöhen).

    #959852
    HarrikulesHarrikules
    Teilnehmer

    DP :/ bitte löschen

    #959853
    HarrikulesHarrikules
    Teilnehmer

    @ghostdog
    keine Angst ich verstehe das schon richtig und du schreibst ja auch wenn es ein Film nicht von selbst schaft zu überzeugen dann kann man auch nichts machen.
    Aber Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford ist wirklich ein tolles beispiel für einen tollen eher wortkargen Film der mir persöhnlich sehr gut gefallen hat.


    @Chris
    Kong
    Grosses Drama und keine Comicverfilmung mit Michael Fassbender, Shame auch von Steve McQueen. Das Drama um einen Sexsüchtigen der durch seine Krankheit niemanden an sich heranlassen kann und besonders seine labile Schwester(grossartig Carey Mulligan) regelrecht von sich wegstösst hat mich zutiefst beeindruckt und bedrückt. Definitiv ein Film der mich länger beschäftigt hat.
    Also klarer Tipp von mir.

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