Der Film und Fernseh Thread

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  • #959929
    ChrisKongChrisKong
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    @Ghostdog

    Hoffen wirs mal. Ich weiss zwar, dass Miller dabei ist, aber das muss nullkommazero heissen. An Indy 4 waren auch lauter Leute der alten Filme beteiligt, mit Lucas, Spielberg, Ford und Williams sogar mit die wichtigsten.

    Insbesondere leben die Originalfilme von ihrer ganz speziellen Stimmung. Was die Härte angeht, der dritte ist ja ab 16, aber wenn ich mir den so ansehe, dann hätte man den auch ab 12 freigeben können.

    Ist für mich schon mal kein Kriterium für einen gelungenen Film. Wenn etwas gänzlich humorloses wieder bei rumkommt, dann nerve ich mich schon eher.

    Es wird sehr schwer, mich zu überzeugen, ob man diesen Film wirlich hätte machen sollen. Aber ich bin fair. Ich werde ihn sicher an den alten messen ihn aber auch für sich allein beurteilen. Vielleicht taugt er als Endzeitfilm, ist für mich dann aber zu wenig Mad Max.

    Was ich an den Filmen auch sehr schätze, das ist deren Soundtrack, eine wirklich geniale Arbeit. Ich hoffe mal, dass es zumindest zu einem Cameo von Gibon kommen wird, ansonsten wäre ich schon enttäuscht. Aber das liegt eigentlich nur an Miller, Gibson hat ja gesagt, dass er alles für ihn tun würde. Hoffen wir auch da das beste.

    Sicher einer der Filme, auf die ich am meisten gespannt bin. ^^

    #959930
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    @ChrisKong:

    Ich wollte mit meiner Aussage nicht zum Ausdruck bringen, dass seine Person ein Garant für die Qualität des Filmes ist, aber sein Mitwirken kann als Tendenz verstanden werden, die ursprünglichen Geist der Reihe vorführen zu wollen und letztlich ist er immer noch besser den ursprünglichen Schöpfer der Reihe an Bord zu haben als vielleicht jemand anderes, der dies nur als Auftragsarbeit ansieht bzw. noch schlimmer, jemand, der diese Arbeit als Einstieg in das Filmbusiness sieht (Werbespot Filmemacher z.b.).

    Was Indiana Jones angeht, die Vorzeichen standen da schlecht, Harrison Ford war für diese Rolle einfach zu alt, weshalb auch Shia LaBeouf als Ausgleich verpflichtet wurde. Das war bereits ein Vorzeichen dafür, dass man das Projekt, egal wie sinnvoll es auch erscheinen mag, auf Biegen und Brechen durchringen wollte.

    Bei Mad Max ist man so konsequent einen Neuanfang zu starten, Lucas und Co hätten wahrscheinlich Gibson als Aushängeschild wiederverpflichtet. Allein da punktet der Film schon jetzt gegenüber dem mäßigen Jones Film.

    #959931
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Das Problem ist doch der Zeitfaktor. Das ist nicht mehr derselbe Miller wie damals. Lucas hat mit Star Wars auch Meilensteine geschaffen, die er danach nicht annähernd reproduzieren konnte. Und ich sage dies, obwohl ich die PT gar nicht so schlecht fand.

    Aber ähnlich wie bei Mad Max, steckt auch in der OT eben sehr viel zwischen den Zeilen. Die Filme funktionieren auch ohne die Metaphorik, nur bieten sie eben so viel mehr, wenn man sich darauf einlässt.

    Dabei interessiert es mich herzlich wenig, dass Miller mit an Bord ist. Bislang konnte ich noch bei keiner Filmreihe dafür einen Garanten ausmachen, bei dessen Beteiligung der Originalspirit erhalten blieb. Ausnahmen die die Regel bestätigen dürften rar gesät sein.

    Bei Mad Max könnte man sogar wunderbar den aktuellen zeitlichen Kontext miteinbauen. Das ist z.B. etwas, das bei den Originalfilmen mitschwingt, die Ölkrise von anno damals. Sowas macht glaube ich auch der aktuelle Godzilla, was ich sehr gut finde, vom Prinzip her.

    Würde mal sagen, es steht 1:10, dass sies hinkriegen, es mehr als einen Actionfilm werden zu lassen. Das hat die Vergangenheit gezeigt. Irgendwie sind Filme heuer weniger dazu da, um Befindlichkeiten zum Ausdruck zu bringen. Das war in der Prä-Internet-Ära natürlich anders, da transportierte das Medium Film auch sehr viel mehr Botschaften und Zeitkolorit war viel eindeutiger auszumachen.

    Du lachst jetzt vielleicht, aber die Actionfilme von heute sind da fast zeitloser, da von jeglichem zeitlichen Kontext losgelöst. Dies spiegelt sich eben in der allgemeinen Stimmung des Films wieder. Das muss gar nicht mal die Geschichte sein.

    Die Vietnam Generation hat beispw. einen ganz besonderen Zynismus in die Filme eingebracht, aber der hatte einen Hintergrund und das spürt man eben deutlich mehr, als wenns einfach etwas konstruiertes ist, um einen flachen Stereotypen mal eben aufzuwerten, bevor man ihn aufs Publikum loslässt.

    Ich kann nur jedem empfehlen sich mal nacheinander folgende Filme anzusehen, der erste Dirty Harry, Taxi Driver, die Klapperschlange und eben Mad Max. Vielleicht versteht man dann besser, worauf ich hinauswill. Ist eigentlich ziemlich abstrakt und halt nicht wirklich greifbar, wärs das nämlich nicht, dann würden wir in Filmen nur so schwimmen, die ihre Vorläufer gekonnt, in die heutige Zeit portiert haben. Das Gegenteil ist der Fall. ^^

    #959932
    Vega ZappoVega Zappo
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    Hi,

    hier meine Kritik zu Drachenzähmen Leicht Gemacht 2:

    #959933
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer
    ChrisKong wrote:

    Das Problem ist doch der Zeitfaktor. Das ist nicht mehr derselbe Miller wie damals. Lucas hat mit Star Wars auch Meilensteine geschaffen, die er danach nicht annähernd reproduzieren konnte. Und ich sage dies, obwohl ich die PT gar nicht so schlecht fand.

    Es kann ein Problem sein, muss es aber, es kommt auf den Menschen an, andere werden im Laufe ihres Lebens besser, andere schlechter, wiederum andere verbleiben auf demselben Niveau. Auch spielt das Umfeld eine Rolle, da Miller nicht allein das Drehbuch geschrieben hat und auch nur Co-Produzent ist, andere könnten da genauso gut noch reinreden und dadurch das Projekt zum Scheitern bringen.
    Die beiden Happy Feed Filme haben ich nicht gesichtet, kann daher nicht urteilen, wie sein Leistungsvermögen aus heutiger Sicht ist, zumal das Genre schwer vergleichbar ist mit Filmen wie Mad Max. Der zeitliche Abstand bei Lucas in seiner Tätigkeit als Regisseur für einen Kinofilm betragen mehr als 20 Jahre, zumindest in dem Punkt sollte Miller weniger Probleme haben als Lucas.

    ChrisKong wrote:

    Dabei interessiert es mich herzlich wenig, dass Miller mit an Bord ist. Bislang konnte ich noch bei keiner Filmreihe dafür einen Garanten ausmachen, bei dessen Beteiligung der Originalspirit erhalten blieb. Ausnahmen die die Regel bestätigen dürften rar gesät sein.

    Du wirst mir vor, ich würde nicht genau lesen, aber in dem Fall tust du es, da ich nichts anderes geschrieben habe, als dass es kein Garant ist. Das mit der Tendenz entspricht meiner eigenen Wahrnehmung, über solche Befindlichkeiten wollen wir uns doch nicht streiten.

    ChrisKong wrote:

    Bei Mad Max könnte man sogar wunderbar den aktuellen zeitlichen Kontext miteinbauen. Das ist z.B. etwas, das bei den Originalfilmen mitschwingt, die Ölkrise von anno damals. Sowas macht glaube ich auch der aktuelle Godzilla, was ich sehr gut finde, vom Prinzip her.

    Dazu lässt sich derzeit nichts Aussagen, da die Handlung noch völlig offen ist, wünschenswert wäre es, dass sie den Zeitgeist bedienen, die Ressource Öl ist aufgrund ihrer Endlichkeit ein allgegenwärtiges Thema unserer Zeit, dessen Bedeutung beständig weiter zunimmt, bis womöglich die erste physische Krise daraus entsteht, wie sie z.b. im Spiel Frontlines auf interessante Weise vorgegaukelt wird.

    ChrisKong wrote:

    Würde mal sagen, es steht 1:10, dass sies hinkriegen, es mehr als einen Actionfilm werden zu lassen.

    Ich würde dazu keine Prognose abgeben. Da das Team von Mad Max verstärkt auf physische Effekte setzt, statt auf saubere CG ist für mich auch ein gutes Zeichen, da physische Effekte schwieriger zu handhaben sind als die Effekte aus dem Computer, was für mich ein Ausdruck des ernsten Bemühens ist.

    ChrisKong wrote:

    Du lachst jetzt vielleicht, aber die Actionfilme von heute sind da fast zeitloser, da von jeglichem zeitlichen Kontext losgelöst. Dies spiegelt sich eben in der allgemeinen Stimmung des Films wieder. Das muss gar nicht mal die Geschichte sein.

    Das Judge Dredd Reboot( nennen wir es mal so) hatte durchaus gesellschaftskritische Ansätze zu bieten oder der Film von Neil Marshall Doomsday, der zugegeben auch schon etwas her ist. Ansonsten kann ich aus dem Stegreif keine weiteren Filme auf Anhieb benennen, du kannst es als bezeichnend werten, für diese Epoche des Films. Ich werde das aber später noch ergänzen, mal schauen.

    edit: Ich werde morgen vielleicht noch ein paar Gedanken ergänzen, ich bin etwas müde, werde auch bald Schluss machen.

    #959934
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Geht nicht darum, dass du alle Ausnahmen aufzählst, die Mehrheit der Actioner lässt sowas schmerzlich vermissen. Und Doomsday, der Film ist einfach nur schwach.

    Das würde ich jetzt aber auch von Children of the Men und Babylon A.D. sagen. Bei Book of Eli konnte wenigstens die Action ein wenig überzeugen und Denzel geht eigentlich immer.

    Ghost Dog wrote:
    Du wirst mir vor, ich würde nicht genau lesen, aber in dem Fall tust du es, da ich nichts anderes geschrieben habe, als dass es kein Garant ist. Das mit der Tendenz entspricht meiner eigenen Wahrnehmung, über solche Befindlichkeiten wollen wir uns doch nicht streiten.

    Meine Aussage bezog sich jetzt nicht konkret auf deine Aussage oder sollte sie widerlegen, kommt aber genauso rüber. Also bitte nicht jetzt die Newskommentare mit dem hier vermischen. Ich sag lediglich, dass es mir egal ist, ob Miller am Drücker ist. Ganz unabhängig davon, ob du auch so denkst oder nicht. Ich hoffe das ist jetzt geklärt. ^^

    Bei Actionfilmen geht der Trend ja eher wieder hin zu Oldschool Effekten, daraus schliesse ich noch kein Bemühen. Auch ist mir CGi egal, solange sie gut gemacht ist. Aber ob es nötig war, das Budget dermassen aufzublähen, das glaube ich ehrlich weniger. Weltweit wird der Film schon Gewinn abwerfen, aber normalerweise macht man ja einen Reboot einer Reihe, weil man selber eine neue starten will. Da könnte dann auch bei minimalem Erfolg dennoch schluss sein.

    Das wegen gesellschaftskritischen Ansätzen, das lass ich mal so stehen, die hats in so ziemlich jedem Sci-Fi angehauchten Film, sonst müsstest du mir mal einen nennen, wo das nicht der Fall ist. Der müsste erst noch erfunden werden. :-)

    #959935
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    Wir reden hier ja von Ausnahmen in der heutigen Zeit, was war den die Regel in den 90er oder 80er oder davor?
    Damals erschien bestimmt nicht in jedem Jahr eine hohe Anzahl solcher Filme um hier von einer Minderheit der geistlosen Actionfilme zu sprechen.
    Die Anzahl mag pro Jahrgang vielleicht höher gewesen sein, das Gefühl der Dominanz solcher Werke im Vergleich zu heute ist aber ein Effekt der Kummulative, ähnlich wie der bei der grundsätzlichen Qualität der Filme, was wir bereits zuvor besprochen hatten, über die Jahre sammeln sich Filme jedweder Art an, erscheinen in ihrer Anzahl erdrückend im Vergleich zu heute, insbesondere dann, wenn die Zahl an Neuveröffentlichungen im jeweiligen Bereich beständig abnimmt, aber ohne völlig von der Bildfläche zu verschwinden.

    Da Mad Max(Endzeit) Gegenstand und Auslöser dieser Diskussion ist, würde ich die Kategorisierung auch auf Science Fiction Action Filme wie District 9, Elysium, Looper, Avatar, Gamer oder auch dem zahmen Robocop Remake erweitern. Wir brauchen uns an der Stelle nicht über die Redundanz wie im Falle von Avatar auslassen, der ein immer wiederkehrendes Thema nur in anderer Verpackung durchkaut (Der mit den Wolf tanzt), oder über die Schwächen des Remakes von Robocop, dessen Neuausrichtung auch als Verwässerung der ursprünglichen gesellschaftskritischen Idee verstanden werden kann. Die Beispiele dienen nur als Beleg, dass Hollywood auch bei teuren Filmen nicht zur Gänze dem gesellschaftskritischen Geist entsagt hat.

    Ein für mich wichtiger Punkt bei der Beurteilung ist auch das eigene Konsumverhalten, ich kenne nicht alle Filme, die diese Eigenschaft besitzen, geschweige denn habe ich die mir bekannten auch alle bereits gesichtet. Daher würde ich die von mir getätigten Aussagen vorerst unter vorbehalt stehen lassen.
    Du hast mich aber damit auf einen Punkt gebracht, den ich aus Eigeninteresse wohl mal genauer verfolgen werde, womöglich an anderer Stelle später mal mein Fazit präsentiere, wenn mein Erfahrungswert aus meiner Sicht groß genug ist, um eine präzise Einschätzung vorzunehmen.

    Und so nebenbei, ob Doomsday als Film schwach ist oder nicht, spielt keine Rolle, der gesellschaftskritisch Unterton war durchaus da.
    Mir hat der Film im Übrigen sehr gut gefallen, ein typischer Marschall Film, für mich sogar einer der besten Trash/B-Movies.
    Hatte mir damals das teure Mediabook aus Österreich importiert, wirklich schickes Teil mit nettem Bonusmaterial. Mich muss nicht jeder Film intellektuell fordern oder eine hochtragende Botschaft enthalten, um mich zu unterhalten. BTW, die deutsche Fassung von Doomsday ist ja ein Witz, was da alles geschnitten wurde, selbst vollständige Handlungssequenzen wurden entfernt. Diese Fassung ist völlig unbrauchbar, siehe Schnittberichte.com:
    http://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=3021169
    Bild727_4.jpg

    Um noch mal kurz auf Doomsday einzugehen – hier war das Studio am Ende sauer auf Marshall, weil sie ihm völlig Freie Hand gelassen haben, er mit dem Budget das gedreht hat, was er wollte, ein wilder Mix aus Mad Max, die Klapperschlange, Mittelaltersetting, Horror etc., sodass der Film am Ende für ein breites Publikum völlig inkompatibel war, und an der Kinokasse gefloppt ist – Marshall war am Ende sehr glücklich, siehe Audiokommentar, das Studio ziemlich sauer, 30 Mio. Dollar in den Sand gesetzt zu haben, so kann es auch gehen, dass was du an der Filmlandschaft kritisierst, wurde hier zur Abwechslung mal außer Kraft gesetzt (die Kannibalenszenen im Film sind derart over the top, wie konnte man annehmen, damit ein Kinopublikum anzusprechen) hehe.

    Neil Marshall ist auch ein Regisseur, der mit wenig Geld sehr viel Erreichen kann, er wurde nicht ohne Grund für die beiden Schlachtenfolgen in Game of Thrones als Regisseur verpflichtet, um dieses Talent dort einzusetzen – die beiden Folge sehen teurer aus als sie sind, schaut man sich die Making of Videos dazu an, merkt man auch mal wie was für ein Nerd der Mann ist bzw. mit wie viel Herzblut er bei der Sache ist, genau das Gegenteil zu Jackson und Co, die lieber auf Hochglanz CG Optik setzen, egal ob es auch mit echten Effekten möglich wäre oder nicht.

    #959936
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Ich besitze fragliche Edition des Films. Der Film ist dennoch schwach inszeniert und auch nicht sonderlich gut gespielt. Vielleicht sollten manche Regisseure eben doch nicht freie Hand haben. Vermutlich will er zuviel auf einmal und verzettelt sich dann. Mir hat das Ergebnis eher weniger zugesagt. Müsste den nochmals ansehen, um da auf Details einzugehen, aber dazu reizt mich der Film nicht, da müsste ich mich schon zwingen, wie beim Jesse James Film.

    Und nochmals, es gibt eigentlich keine Sci-Fi Filme, die nicht irgendwo Gesellschaftskritik in sich tragen, das gehört im Kern ja dazu. Wie subtil diese ist, ist von Film zu Film verschieden, stellt aber kein qualitatives Kriterium dar. Genauso könnte man ja von einem Actionfilm Action voraussetzen, würde auch wenig Sinn machen, dies als eine besondere Qualität hervorzuheben.

    Hab nochmals nachgesehen, der hat ja auch Centurion inszeniert. Den hab ich mittlerweile schon 3 mal gesehen, der ist einfach verdammt spannend gemacht, auch wenn er nur Klischees abarbeitet. Aber Survival Filme sehe ich mir generell gerne an, wenn gut gemacht. Mit römischem Background kriegt man ja eigentlich kaum welche.
    Aber das beweist mMn nur, dass ich von dem Film eines Regisseurs begeistert sein kann, aber ein anderer mir so gar nicht gefällt. Darum sind mir die Namen auch nicht so wichtig. Ich bin da eher ergebnisorientiert.

    Bemüht heisst in dem Zusammenhang eigentlich nur, dass das Ziel eben nicht erreicht wurde. Schräge Filme können da durchaus funktionieren, nur sind sie mMn schwieriger zu inszenieren, um nicht fahrig zu wirken.

    Gefallen haben mir da z.B. Tank Girl, der ein paar wunderbare Szenen hatte und mit die lustigste Version von Lets do it enthält. Weiter Space Truckers, der richtig feinen Trash bietet und auch teilweise absurd ist, aber dennoch gut unterhält. Krieg der Eispiraten schlägt in dieselbe Kerbe, auch hier ein Thumbs up von mir. Bill und Ted könnte man da auch noch reinnehmen, besonders der zweite Teil, der noch mehr abgedrehte Ideen bietet.

    In dem Zusammenhang möchte ich dir John dies at the End ans Herz legen, der letzte Film dieser Art, der mich begeistert hat, falls du den nicht schon kennst.

    Dagegen konnte ich mit Buckaroo Banzai nix anfangen, ebensowenig mit Repo Man (der Film mit Stanton und Estevez). Beide wohl schräg, aber halt einfach nicht wirklich spannend gemacht. Fand leider auch den Humor bei beiden nicht gerade prickelnd.

    #959937
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    Dir hat Doomsday nicht gefallen, dafür aber Tank Girl hm…das geht unser Geschmack sehr weit auseinander, der Film war für mich ein unterdurschnittliches Werk, irgendwo zwischen 3-4 von 10 anzusiedeln. Für unterhaltsamen Trash war der Film zu stumpfsinnig, die Dialoge zum Teil richtig schlecht, ich hatte ihn vor einem Jahr im Tv ein weiteres Mal versucht anzusehen, nach der Hälfte habe ich abgeschaltet, der Film ist auch nicht gut gealtert, die Effekte wirken wie mittelmäßiges Tv.

    Centurion hat mir nicht so gut gefallen wie Doomsday, die deutsche Synchronisation ist zum Teil sehr mäßig, kenne den daher auch nur auf Englisch. The Descent finde ich sehr gut, war ein richtiger Überraschungshit zu der damaligen Zeit, Marshall kannte man damals nur von der sehr kleinen Produktion Dog Soldiers, den ich für mittelmäßig halte (aus heutiger Sicht dürfte der noch viel schlechter abschneiden). Mich würde brennend interessieren, worin exakt du Doomsday bei der Inszenierung schlecht fandest, die Inszenierung war aus meiner Sicht schnörkellos, die Schnitte in den Kampfszenen übersichtlich (Ausnahme: Das Duel gegen Ende), die Cinematografie zum Teil richtig klasse – die völlig abgedrehten Charaktere, vor allem der Anführer Sol Kane der unfassbar irre war, wussten ebenso zu gefallen.

    Der wilde Mix bezüglich der Szenerie war mitunter nicht immer logisch, aber für mich interessant anzuschauen, bin wohl der Einzige in dem Forum der den Film mag, der Film scheint im Allgemeinen nur auf sehr wenig Gegenliebe zu stoßen, womit ich kein Problem habe, jede Meinung steht für sich selbst, ist kein Maßstab, woran man sich zu orientieren hat.

    Eines haben Tank Girl und Doomsday doch gemeinsam – Malcolm McDowell.

    Worin bestand denn die Gesellschaftskritik, so klein sie auch sein möge, beim letzten Star Trek oder Riddick Film?

    edit:

    Warum eigentlich nochmals, ich habe das (Gesellschaftskritik in Science-Fiction) doch zum ersten Mal in dem Zusammenhang angesprochen. Auch interessant, dass du schreibst, dass Gesellschaftskritik bei Science-Fiction Filmen ein wesentlicher Bestandteil ist, egal ob subtil oder zentral.
    Es erscheinen in den letzten Jahren wieder vermehrt Filme in dem Genre mit erhöhtem Actionanteil um gleich mal deren Bezug zum Actiongenre zu Knüpfen, die eine solche Kritik in irgendeiner Form beinhalten, was man im Übrigen auch den Endzeitfilmen aufgrund der Dystopie zusprechen muss.

    edit#2:

    John dies at the End klingt interessant, werde ich mal auf die Watch List setzen.

    #959938
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Doomsday war einfach stinklangweilig. Vielleicht hatte ich da auch eine andere Erwartung. Auf jeden Fall ist auch da so gut wie nix hängen geblieben, was auch da nicht für den Film spricht. Muss sagen, so öde ich auch Children of the Men und Babylon A.D. fand, so kann ich mich daran besser erinnern. Aber nu, er muss mir auch nicht gefallen, gibt ja keinen Anspruch, dass das jeder Film tun muss. Wird sicher genug geben, die ihn gut fanden, ich zähl nicht dazu. Aber das brauchen wir jetzt auch nicht zu diskutieren. Ich müsste ihn mir nochmals im ansehen, um auf einzelne Details einzugehen, hab das ja geschrieben. Aber das werde ich nicht machen, dazu hab ich keine Lust im Moment.

    Also den letzten Star Trek Film und Riddick hab ich nicht gesehen, darum dazu keine Antwort. Die Frage ist ja, wie gross jeweils der Anteil Sci-Fi wirklich ist.

    Schliesslich gehts im Kern um fiktive Wissenschaften und was die Gesellschaft damit macht oder wie sie sich dadurch verändert. Alles was in Richtung Dystopie geht, da kann man die Gesellschaftskritik klar als integralen Bestandteil ausmachen.

    Die Frage ist für mich dabei eher, ist es im Kern wirklich noch Sci-Fi oder ist es lediglich die Kulisse. So ist für mich Star Wars klar Sci-Fi Fantasy, wobei mans eigentlich auch als reine Fantasy bezeichnen könnte. Aber sogar da könnte man Gesellschaftskritik ausmachen. Ist doch dann mehr eine Frage der Interpretation.

    Der zweite Riddick bläst da beispw. ins gleiche Horn, ist mMn auch mehr Fantasy denn Sci-Fi.

    Ich würde also generell nicht allem gleich den Label Sci-Fi verpassen, weil da ein paar Raumschiffe vorkommen. Ich hoffe das war verständlicher ausgeführt. Ich glaube wir schreiben manchmal aneinander vorbei. ^^

    Btw. Falls du Interesse am Filmzirkel haben solltest, so melde dich mal im entsprechenden Thread, vielleicht interessiert dich das. Vielleicht mal alles im Startpost dazu lesen und dann nachfragen. Das interessante dort ist, dass alle den gleichen Film zeitnah sehen und dann ungefiltert und unbeeinflusst ihre Meinung abgeben und danach erst schauen, was die anderen so geschrieben haben.

    #959939
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    Ok, danke für den Hinweis.

    #959940
    schnitzelschnitzel
    Teilnehmer

    Das überteuerte Mediabook von Doomsday habe ich auch. Fand den Film jetzt aber nicht so toll und ist wahrscheinlich mit einer der Gründe, warum ich bei Mediabooks ein bisschen vorsichtiger geworden bin – zumindest wenn es sich um österreicher Labels handelt, die meistens immer um die 30 Euro kosten.^^

    #959941
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    @Schnitzel Was hat denn die Qualität eines Filmes mit der Verpackung zu tun??????????????????????

    Es gibt einen Haufen Mist, der in Steelbooks verkauft wird, Arschloch Erde z.B. und von Fucker Punch gabs auch eins. Das kann also kein Kriterium sein. Wichtig ist, dass der Film in der bestmöglichen Fassung erhältlich ist. Und die meisten Mediabooks sind recht liebevoll gemacht, haben manchmal ein Booklet dabei, und machen sich im Regal ganz gut. Aber, das wertet den Film an sich weder auf noch ab.

    Ich habe ja jüngst auf meinen Shop verwiesen und dass viele Klassiker als Mediabook erscheinen werden demnächst. Da sind Filme dabei, von denen Erstpressungen auf DVD noch auf Amazon für denselben Preis oder deutlich mehr vertickt werden, als diese MBs. Da braucht man sich die Frage, als Fan dieser Filme, gar nicht stellen, was man sich holt.

    Meine Favoriten demnächst: Dark Angel mit Lundgren, Stone Cold mit Bosworth, Leon mit VanDamme und Boy Soldiers mit Astin.

    Hoffe, dass da noch mehr Material kommt und diesem österreichischen Label sehr dankbar, dass es sich dieser vergessenen Perlen annimmt. Ich wünschte die Major Studios würden das mal bei ihren Back Katalog Titeln machen. Noch immer warte ich auf Falling Down, von dem es schon 2 Blurayfassungen geben soll, nur hierzulande nicht. Dafür legt Scheiss-Warner Blade Runner in bald 10 verschiedenen Versionen auf. Und da schlummern noch viel mehr Schätze, die eine neuerliche und vor allem anständige Auswertung auf Bluray verdient hätten.

    #959942
    Tomatenmann MofDTomatenmann MofD
    Teilnehmer

    Da hab ich keine Sorgen..in den neuesten Trickverfilmungen wird sie modern dargestellt aber mit hang zum alten ( eher aus ironische Art und Weise)…ein bischen zu vergleichen wie man momentan mit Cap Amerika in den Filmen umgeht.

    #959943
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer
    Tomatenmann MofD wrote:

    Da hab ich keine Sorgen..in den neuesten Trickverfilmungen wird sie modern dargestellt aber mit hang zum alten ( eher aus ironische Art und Weise)…ein bischen zu vergleichen wie man momentan mit Cap Amerika in den Filmen umgeht.

    Wovon zum Teufel sprichst du??

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