Hardware-Preissteigerungen dank AI Bubble?
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captain carot vor vor 13 Stunden, 32 Minuten aktualisiert.
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2. Januar 2026 um 15:56 #1812384
FuffelpupsTeilnehmer*snip* wrong thread…
2. Januar 2026 um 19:10 #1812386
ghostdog83TeilnehmerDie Gerüchteküche dreht sich weiter, allerdings durch relativ glaubwürdige Quellen befeuert. MS und Sony denken angeblich darüber nach, die Next Gen Geräte um Jahre zu verschieben.
Der Zeitpunkt wäre natürlich sehr unpassend, wo man doch den Eindruck gewinnen könnte, MS hätte die aktuelle Hardwaregeneration bereits abgeschrieben (Entscheidungen, welche die bereits schleppenden Absätze nur noch weiter verringern (Wegfall bzw. Verringerung der Subvention pro Gerät)).
Corsair ändert angeblich die PC-Preise erheblich und storniert Bestellungen von Nutzern ohne Angabe von Gründen.
Es scheint also, dass PC-Anbieter nicht mehr zögern, die Preise ihrer Produkte zu erhöhen, und Corsair ist ein aktuelles Beispiel dafür. Während Preiserhöhungen für PCs heutzutage gang und gäbe sind, ist es nicht akzeptabel, eine bereits aufgegebene Bestellung ohne triftigen Grund zu stornieren. Ein Redditor berichtete gerade, dass er Opfer eines solchen Vorfalls geworden ist, nachdem er vor zwei Tagen eine Bestellung für ein vorgefertigtes System von Corsair aufgegeben hatte.
[…]
Der Reddit-Nutzer u/Senior_Ball_9068 berichtete, dass er am 31. Dezember den Gaming-PC Corsair Vengeance A5100 bestellt habe, der mit einem Ryzen 9 9900X3D, einer RTX 5080, 32 GB DDR5-RAM und 2 TB Speicher ausgestattet ist. Auf dem Screenshot ist zu sehen, dass er für die Bestellung 3.499 US-Dollar bezahlt hat, und der Nutzer gab an, die Rechnung vom Unternehmen erhalten zu haben. Als er jedoch seine E-Mails überprüfte, stellte er fest, dass Corsair seine Bestellung ohne Angabe von Gründen storniert hatte.
[…]
Als der Nutzer versuchte, die Bestellung erneut aufzugeben, zeigte ihm die Website einen neuen Preis von 4.299 US-Dollar an, was einer erstaunlichen Preiserhöhung von 800 US-Dollar entspricht. Diese Preiserhöhung von über 20 % ist unglaublich lächerlich, selbst wenn man die gestiegenen Preise für RAM und Speicher berücksichtigt. Corsair hätte den Nutzer zumindest vor der Stornierung der Bestellung informieren müssen, aber es wirft dennoch ethische Fragen auf, warum Corsair keine Mitteilung veröffentlicht hat, in der es seine Kunden darüber informiert, dass es die PC-Preise erhöhen würde, wie es Framework und andere Anbieter getan haben.

https://wccftech.com/corsair-reportedly-cancels-users-pc-order-hikes-the-price-by-800/
https://old.reddit.com/r/Corsair/comments/1q1rwpk/my_order_has_been_cancelled_and_they_raised_the/2. Januar 2026 um 20:36 #1812389
captain carotTeilnehmerDas Thema ist aktuell vielschichtig. Es geht ja nicht nur um den Preis, sondern zum Beispiel auch um die Verfügbarkeit von RAM und ob zum Beispiel Next Gen Fassungen für Entwickler überhaupt attraktiv sind.
Letzteres, gerade für kleinere bis mittlere Studios, lohnt sich zum Beispiel nur, wenn die Hardware auch eine gewisse Verbreitung hat.
Zum zweiten Punkt, angeblich bekommt nicht mal Samsungs Mobile Sparte genug LPDDR-Speicher von Samsung Memory. Alleine die Verfügbarkeit von Speicher könnte also schon ein echter Flaschenhals werden. Erst recht bei Geräten mit 30GB und mehr. Auf der anderen Seite kann man quasi zwei PS5 oder dreieinhalb Series S mit der Menge an Speicher produzieren, die die Next Gen bekommt. Und GDDR6 ist auch nicht so extrem ausgelastet wie GDDR7.
Und dann sind da natürlich die Kosten. Alleine bei der PS6 mit vermutlich 30GB RAM und 2TB SSD steigert sich der Preis drastisch. Stand jetzt sind da 200-300€ mehr denkbar. Damit wären wir statt bei einer 600€ Konsole (schon teuer für die breite Masse) bei 800-900€. Kann man aber gar nicht so viel produzieren fallen an anderen Stellen Skalierungseffekte weg, so dass der Aufpreis am Ende irgendwo zwischen 250 und 400€ betragen könnte.
Wir würden also ganz realistisch von einer mindestens 850€ teuren PS6 reden.
Bei der NeXtBox schätzt man den VK Preis eher auf 1200$/€ vor Speicherkrise, dank unter anderem mehr Speicher läge man mindestens bei 1500. Das Ding peilt selbst im besten Fall schon die Highend Nische an, würde dann aber noch viel mehr mit Gaming-PCs konkurrieren als ohnehin schon.
Momentan sieht es so aus, als ob Sony mit neuer Hardware für Ende 2027 plant oder geplant hat. Während der Handheld anscheinend mehr oder weniger auf eine Next Gen Standard Version der Z-APUs setzt und auch in kleineren Mengen erfolgreich produzierbar wäre muss man sich bei der PS6 einigermaßen bald fragen, ob sich das aktuell lohnt oder ob man besser ein, zwei Jahre schiebt.
MS, da ist vielleicht vor allem die Frage, ob man genug produzieren kann, weil man auch zeitnah die ganze Cloud Infrastruktur auf Next Gen wechseln müsste. Gleichzeitig wird das Gerät natürlich noch teurer als sowieso schon, der potenzielle Kundenkreis schrumpft also noch weiter. Und bei all dem muss man Entwickler erstmal überzeugen, dafür zu entwickeln.
Ohne Cloudgeschäft und Wette auf die Cloudzukunft hätte MS die Hardwaresparte wahrscheinlich eh schon abgewickelt.
Ich denke nicht, dass da schon irgendwas entschieden ist, aber man wird sich in den nächsten Monaten entscheiden müssen, ob man die Releases verschiebt. Falls ja, dann denke ich, werden MS und Sony versuchen, neue Hardware Ende 2028 zu bringen und nicht länger zu warten als unbedingt nötig.
Edit: die Corsair Geschichte werden wir die nächste Zeit wahrscheinlich häufiger sehen. Sehr unschöne Aktion, allerdings kann es sein, dass Corsair hier nicht einfach nur die Speicherpreise aufgeschlagen hat sondern evtl schon die Preiserhöhungen seitens Nvidia einpreist, die in den nächsten Wochen kommen sollen.
2. Januar 2026 um 23:02 #1812393
ghostdog83TeilnehmerASUS hat angekündigt, dass es aufgrund von Herausforderungen in der Branche ab dem 5. Januar die Preise für verschiedene Produkte erhöhen wird.
ASUS Announces Price Hikes Starting January 5th, Which Could Raise ROG Ally Prices
3. Januar 2026 um 9:30 #1812396
captain carotTeilnehmerMittlerweile dürfte die Frage, ob wir einen normalen Schweinezyklus sehen endgültig durch sein. Bei Nvidias RTX 5090 ist aktuell von einer Preissteigerung auf 5000€ die Rede. IMO richtet die Karte sich in erster Linie sowieso nicht an Gamer und dank Leistung sowie 32GB ist sie in der KI-Ecke momentan ziemlich beliebt. Dazu kommt dann aber auch noch das Gerücht, dass Nvidia gerade bei den spielerfreundlichen Modellen 5060 Ti 16GB und 5070 Ti die Produktionsmenge drastisch kürzt. Die alternative Quellenlage ist übrigens nicht besser. Laut wccftech wird die Produktionsmenge nicht gekürzt aber ein riesiger Teil der GPUs wandert für KI nach China.
Im Endeffekt sind das genau die zwei Nvidia Karten, die man guten Gewissens empfehlen kann während der Rest für Spieler immer irgendeinen Haken hat.
Notebook Chips sollen Stand jetzt ‚nur‘ teurer werden für die Hersteller. Was aber auch keine tolle Botschaft ist. Bei Laptops bezahlt man i.d.R. zwischen 50 und 100% mehr für die gleiche Leistung.
5. Januar 2026 um 12:55 #1812453
ghostdog83TeilnehmerSpiegel-online hat einen Artikel veröffentlicht (Paywall), wo es darum geht, welche möglichen Risiken den Weg für eine Finanzkrise für das laufende Jahr bereiten könnten. Als ein potenzielles Risiko wird die KI-Blase benannt.
Viele Marktbeobachter hatten US-Technologieaktien bereits vor Jahresfrist das Ende des Hypes vorhergesagt. Allein: Es kam anders. An der Techbörse Nasdaq legten die Kurse 2025 rund 22 Prozent zu.
Dennoch ist die Sorge weiterhin groß, dass ein Einbruch der Boom-Aktien den Gesamtmarkt in die Tiefe reißen könnte, weil insbesondere die sogenannten »Magnificent 7« ein enormes Indexgewicht haben, also Apple, Microsoft, Amazon, die Google-Mutter Alphabet, der Facebook-Konzern Meta, Nvidia und Tesla.
Die Zweifel am Börsenhype um diese Konzerne sind nicht geringer als vor einem Jahr.
So gab es zuletzt heftiges Geraune um die Bilanzierungspraktiken von Schwergewichten wie dem Chiphersteller Nvidia oder Meta. Vor allem der US-Hedgefondsmanager Michael Burry, der einst erfolgreich auf den Zusammenbruch des amerikanischen Immobilienmarktes wettete, macht Nvidia schwere Vorwürfe. Kunden des Konzerns würden den Wert der Chips nicht korrekt beziffern, so Burry. Weil sie die Grafikprozessoren oftmals über sechs Jahre bilanziell abschrieben, obwohl die Chips nur über eine kürzere Spanne Mehrwert generierten, würden sie Nvidia helfen, Gewinne künstlich aufzublähen. Nvidia wies die Vorwürfe zurück.
Meta rückte ins Scheinwerferlicht, weil das Unternehmen sein im Bau befindliches KI-Rechenzentrum Hyperion im Bundesstaat Louisiana aus seiner Konzernbilanz in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Investor Blue Owl Capital schob, an dem Meta selbst 20 Prozent hält. Indem Meta Hyperion aus seiner eigenen Bilanz heraushält, entschlackt der Konzern diese um milliardenschwere Kosten und kann sein gutes Kreditrating behalten; das wiederum erleichtert es Meta, neue Schulden zu günstigen Konditionen aufzunehmen.
Generell sind die In-sich-Geschäfte der großen KI-Firmen für viele Marktbeobachter ein Gefahrenherd. Stellvertretend dafür stehen Nvidias Milliardeninvestments in den Cloud-Dienstleister CoreWeave und den ChatGPT-Entwickler OpenAI.
Überhaupt OpenAI: Das Unternehmen hat sich verpflichtet, fünf Jahre lang beim Softwarekonzern Oracle Rechenkapazitäten im Wert von insgesamt 300 Milliarden Dollar einzukaufen, um das sogenannte »Project Stargate« umzusetzen, ein KI-Leuchtturmprojekt von US-Präsident Donald Trump. Microsoft wiederum ist mit 27 Prozent der wichtigste Anteilseigner an OpenAI.
Dadurch, dass einige wenige, sehr potente Konzerne finanziell miteinander verflochten sind, wächst die Sorge vor einer Krisenkaskade, sollte einer der Beteiligten in Not geraten. »Der KI-Boom wird in einem erheblichen Umfang über Kredit finanziert. Sollten vermehrt von Finanzinvestoren gehaltene Firmen in Konkurs gehen, würde es Probleme im Kreditmarkt geben«, fürchtet stellvertretend für viele Experten Edgar Walk, Chefvolkswirt bei Metzler Asset Management in Frankfurt am Main.
Oracle: Das schwächste Glied in der Kette?
Ein besonderer Fall im lustigen IT-Reigen ist der Konzern des Trump-Freundes und Milliardärs Larry Ellison. Seit Mitte September hat die Oracle-Aktie rund 40 Prozent an Wert verloren, die Schuldpapiere des Technologieriesen werden an den Anleihemärkten inzwischen mit Ramschstatus gehandelt. Das heißt: Will Oracle per Anleiheverkauf Geld einsammeln, muss das Unternehmen viel höhere Zinsen zahlen als andere IT-Multis, so groß ist das Misstrauen der Anleger inzwischen.
Es gibt mehrere Gründe für die Skepsis gegenüber Oracle: So sollen Rechenzentren, die Oracle für OpenAI entwickelt, später fertig werden als geplant. Am Markt gilt: Schwächelt OpenAI, kommt auch Oracle in Schwierigkeiten. Das kommt nicht von ungefähr: Dass OpenAI durch die Konkurrenz in die Enge getrieben werden könnte, hat der sogenannte DeepSeek-Schock Anfang 2025 gezeigt. Damals hatte das chinesische Unternehmen ein leistungsstarkes, extrem kostengünstiges KI-Modell angekündigt und damit OpenAI frontal angegriffen – an der Börse herrschte zeitweise Panik.
Zudem könnten andere Anbieter effizientere Chips herstellen und Oracle auf leer stehender Rechenzentrums-Infrastruktur sitzen bleiben. Dahinter steht die Sorge, dass sich die gigantischen Investitionen in KI-Projekte als übertrieben entpuppen könnten – und zwar nicht nur die von Oracle.
Kurzum: Mit seinen weit mehr als 100 Milliarden Dollar Schulden gilt Oracle inzwischen als Gradmesser für die Stimmung gegenüber der künstlichen Intelligenz und der Furcht vor einer Blase in diesem Sektor. So waren jüngst auch die Kosten in die Höhe geschnellt, die Anleger dafür zahlen müssen, sich für einen Zahlungsausfall von Oracle zu wappnen. »Oracle ist das schwache Glied in der KI-Kette«, sagt ein Investor, der lieber ungenannt bleiben möchte.
6. Januar 2026 um 0:35 #1812479
captain carotTeilnehmerEs kann eigentlich nicht früh genug knallen. Und das nicht mal wegen der aktuellen Entwicklung im Hardwarebereich, sondern weil die Folgen immer dramatischer werden je weiter die Blase wächst. Das wird nicht besser wenn da noch ein paar Billionen versenkt werden.
7. Januar 2026 um 13:21 #1812533
ghostdog83TeilnehmerMicroslop wird wohl in Kürze aufgrund der hohen Kosten für KI erneut viele Beschäftigte auf die Straße setzen:
Die Microsoft Corporation MSFT +1,20 % ▲ plant Berichten zufolge im Januar 2026 eine weitere Runde von Stellenstreichungen. Schätzungen zufolge könnten weltweit zwischen 11.000 und 22.000 Stellen abgebaut werden. Das entspräche etwa 5 % bis 10 % der Gesamtbelegschaft von rund 220.000 Mitarbeitern.
https://www.tipranks.com/news/microsoft-msft-eyes-major-january-layoffs-as-ai-costs-rise
7. Januar 2026 um 17:54 #1812534
captain carotTeilnehmerWenn man sich anguckt wie viel alleine MS pro Jahr mittlerweile in AI investiert…
Aber immerhin kann man ein bisschen bei den Mitarbeitern sparen. Ist doch auch schön.
Ich weiß aktuell nicht ob ich überhaupt noch Spiele von dem Verein kaufen möchte. Nächsten Monat steht der OS-Wechsel an beim Desktop. Ehrlich gesagt freue ich mich trotz der Arbeit schon drauf.
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