Quantum Break
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ghostdog83 vor vor 9 years, 5 months aktualisiert.
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8. April 2016 um 14:45 #1233030
ghostdog83Teilnehmer
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Gaming Nerd: 89 von 100 ►Review
Christoph Köckerling wrote:Man durfte durchaus skeptisch sein, ob die Verschmelzung von Fernsehen und Game funktioniert, aber Remedy hat mich mit Quantum Break eindrucksvoll vom Gegenteil überzeugt. Die Story ist dabei natürlich am Wichtigsten und hier haben die Mannen des finnischen Entwicklerstudios großes Kino auf die Konsole bzw. den PC gebracht. Trotz kleinerer Schwächen punktet das Abenteuer rund um Jack Joyce und Monarch Solutions in den wirklich wichtigen Kategorien wie die bereits erwähnte Story und der cineastischen Präsentation für Augen und Ohren.GamePro: 88 von 100 ►Review
Mirco Kämpfer wrote:Noch vor einem Monat schrieb ich in meiner Vorschau zu Quantum Break: »Die Action ist spektakulär, hoffentlich kann da die Story mithalten.« Jetzt weiß ich: Ja, die Story kann nicht nur mithalten, sie gehört auch mit zum Spannendsten, was ich seit langer Zeit erlebt habe. Das liegt vor allem an den profilstarken Charakteren und der cool gemachten Live-Action-Serie. Nach jedem Kapitel habe ich einer neuen Episode regelrecht entgegengefiebert, um zu erfahren, wie es weitergeht.Inzwischen weiß ich aber auch, dass die Storyentscheidungen keinen signifikanten Einfluss auf den Handlungsverlauf haben. Das habe ich allerdings auch nie erwartet. Ich freue mich nun trotzdem darauf, das Spiel noch einmal auf schwer und mit anderen Entscheidungen durchzuspielen. Ohnehin kann ich mich an dem fulminanten Actionspektakel nicht sattsehen.
Allerdings muss man sich im Klaren sein, dass Quantum Break ein stets linearer, story-lastiger und vergleichsweise kurzer Shooter ist. Und genau deswegen wird es die Geister spalten. Wer jedoch auf cool inszenierte Popcorn-Action steht, bekommt derzeit nichts Besseres. Auf meiner persönlichen Favoritenliste steht Remedys Zeitreise-Shooter jedenfalls ganz weit oben.
Henry Ernst wrote:Die erste halbe Stunde Quantum Break hat sich für mich so verwirrend angefühlt, als hätte ich in eine der späteren Folgen von Lost oder Fringe geschaltet. Trotzdem war ich bereits nach kurzer Zeit fasziniert und neugierig auf die Lösung des Rätsels. Zeitreisen, das Ende der Welt, ein rätselhafter Bruder, ambivalente Charaktere und sogar ein kleines bisschen Romantik sind die Eckpfeiler der gut erzählten Geschichte, die von intensiven Shootouts und langen, eher ruhigen Passagen zusammengehalten wird. Das Spiel mit Jack’s Superkräften in Kombination mit wuchtigen Ballereien voller Explosionen und Engine-Muskelspiel funktioniert ebenfalls tadellos und sollte jeden Fan von Max Payne mit der Zunge schnalzen lassen.Der Wechsel zwischen Spielwelt und der eingebauten Fernsehserie ist für mich kein Problem. Dass das Ganze dann nicht unbedingt auf HBO-Niveau stattfindet, ist in Ordnung, immerhin handelt es sich bei Quantum Break um ein Spiel, das auch als solches verstanden werden möchte. Obwohl ich wirklich viel Spaß damit hatte, fehlt es mir im Vergleich zu anderen aktuellen Titeln jedoch an Abwechslung. Die Möglichkeiten der Zeitmanipulation werden zu wenig genutzt, Rätsel gibt es so gut wie keine, und wer die ganze Story will, muss einige wirklich lange Texte über sich ergehen lassen (Beth’s Notizbuch), die zum Teil aber wichtige Hinweise enthalten.
Gamersglobal: 8.5 von 10 ►Review
Christoph Vent wrote:So häufig wie ich mir mittlerweile von Sam Lake von Remedy auf diversen Messen anhören durfte, wie toll doch die Kombi aus Spiel und Serie funktionieren würde, habe ich am Ende kaum noch dran geglaubt – zumal die Entwickler sich lange über die genaue Funktionsweise bedeckt hielten. Die Entscheidung (und das nötige Geld), für Quantum Break auf namhafte Schauspieler zu setzen, zahlt sich aus, denn es verleiht auch dem eigentlichen Spiel einen gewissen Filmflair.Spielerisch kann ich mich auch nicht beklagen: War die Spielmechanik von Alan Wake bereits ausgereizt, als man einmal die Taschenlampe aufgesammelt hatte, hat sich Remedy mit den Zeitfähigkeiten dieses Mal deutlich mehr Abwechslung für den Balleralltag einfallen lassen. Klar, auch diese Spielmechanik ist irgendwann ausgeschöpft, aber mal ehrlich: Bei Quantum Break handelt es sich – aufwendige Story hin oder her – immer noch um ein klassisches Actionspiel, und da stehen halt die Kämpfe im Fokus.
So sehr ich von Quantum Break angetan bin, einiges nervt mich auch. Die beiden wichtigsten Punkte: Was hat Remedy sich beim Endkampf gedacht? Nicht nur, dass ich bei den ersten fünf oder sechs Versuchen gar nicht verstanden habe, wie ich vorzugehen habe, es funktionieren auch alle bis hierhin erlernten Taktiken nicht mehr. Zweitens hätte ich mir von der Technik mehr erwartet. In den Kämpfen protzt Quantum Break mit einigen genialen Effekten. Aber mit dem künstlichen Filmkorn hat es Remedy eindeutig übertrieben. Hinzu kommen dann noch diverse Nachlässigkeiten bei den Animationen und die zu langen Ladezeiten.
Ist Quantum Break dennoch ein Pflichttitel für Xbox-One-Besitzer? Aus meiner Sicht: eindeutig! Ich kann mich jedenfalls spontan an kein Actionspiel für diese Konsole erinnern, dass mich mich mit einer derart spannenden und gut inszenierten Geschichte fesselte.
Benjamin Braun wrote:Die großen Spiele von Remedy haben mir bislang alle sehr gut gefallen. Die Finnen verstehen es einfach wie kaum ein anderer, gute Geschichten in Games zu erzählen und mich dabei in eine reichhaltige Spielwelt zu versetzen. Quantum Break bestätigt diese Kernkompetenz. Wo mich die meisten anderen Spiele mit einer belanglosen oder einfach nur hohlen Story langweilen, verfolge ich das Geschehen im Zeitreiseabenteuer mit großem Interesse und freue mich, dass ich es hier mit wirklich gut ausgearbeiteten Charakteren zu tun bekomme. Sogar die ganzen Emails und sonstigen Dokumente habe ich alle gelesen.Was mir außerdem extrem gut an Quantum Break gefällt, ist der Wechsel zwischen Action- und Story-Sequenzen und generell das Pacing. Telltale versucht das in seinen Spielen auch, aber Remedy gelingt das einfach um Klassen besser.
Was die Einbindung der Live-Action-Episoden angeht: Ich glaube nicht, dass mir das Spiel mit Renderszenen schlechter gefallen hätte. Und sie dürften häufiger, aber dafür kürzer sein. 20 Minuten quasi aus dem Spiel gerissen zu werden, gefällt mir nicht so richtig. Immerhin: Die Episoden sind hochwertig produziert und die Schauspieler gut.
Eine Offenbarung ist Quantum Break nicht. Die Grafik ist unter stilistischen Gesichtspunkten gewiss sehr gut, unter qualitativen Durchschnitt. Was mich ebenfalls stört, ist die Spielbalance. Auf Normal war mir Quantum Break viel zu leicht, selbst auf Schwer gibt es kaum anspruchsvolle Situationen. Der Endbosskampf wiederum ist einfach nur miserabel designt. Gott sei Dank folgt dann noch die Story-Auflösung und eine letzte Wendung, die mich nach dem Endkampf-Tiefpunkt wieder mit Quantum Break versöhnt hat. Trotzdem, Remedy: Macht doch mal ein Spiel mit diesen Story- und Atmosphäre-Qualitäten, aber mit durchweg guter Spielmechanik. Dann wird euer nächstes Produkt nicht “nur” richtig gut, sondern vielleicht sogar ein Meisterwerk!
Eurogamer: Empfehlenswert ►Review
Martin Woger wrote:Also, nicht das innovativste Spieldesign, aber die einzelnen Teile, selbst die schwächeren, passen gut zusammen. Am Ende bleibt eine Spielerfahrung, der es nicht ganz gelingt, in den großen Fußstapfen von Max Payne und Alan Wake zu folgen, aber sowohl zu Remedy passt als auch sehr erlebenswert ist.Gameswelt: 8.5 von 10 ►Review
Michael Zeis wrote:Spielerisch dürfte Quantum Break sein Publikum ähnlich spalten wie schon Max Payne 3. Remedys ganz besonderer Action-Stil ist in jedem Kampf wieder deutlich spürbar. Wer das Maximum an Spaß aus den Schusswechseln herausholen will, muss sich darauf einlassen können. Die Devise lautet: Raus aus der Deckung und alle Fähigkeiten einsetzen, die sehr stylisch präsentiert werden. Der Rest des Spiels überzeugt grafisch ebenfalls, auch wenn die Konsole mehr zu leisten vermag, wie man beispielsweise an Rise of the Tomb Raider sieht. Hervorheben möchte ich vornehmlich einige surreale Momente, die ich so noch in keinem anderen Videospiel gesehen habe.Leider kann das Ende der Geschichte meiner Meinung nach nicht mit dem Rest des Remedy-Werks mithalten. Ich habe verschiedene Entscheidungsmöglichkeiten ausprobiert und mir ist die Kinnlade bei so mancher Konsequenz tatsächlich heruntergeklappt – allerdings eben nicht beim Ende, das mich eher unbefriedigt zurückließ. Eine kurze Anmerkung noch zur PC-Version: Obwohl sie am selben Tag wie die Konsolenfassung erscheint, wurde uns vorab kein Testmuster zur Verfügung gestellt. Wir werden sie aber auf jeden Fall ebenfalls einem Test unterziehen und liefern unsere Meinung dazu schnellstmöglich nach.
Tim Lenzen wrote:Quantum Break schafft sehr schnell genau das, was ich von einem reinen Singleplayer-Spiel erwarte. Es motiviert mich durch eine spannende Story und tolle Charaktere zum stetigen Weiterspielen. Und das ist für mich das Wichtigste in so einem Spiel – noch vor dem eigentlichen Gameplay. Das Gameplay ist auch mein einziger Kritikpunkt an dem Spiel. Die Schussgefechte fühlen sich meiner Meinung nach nicht gut an. Man hat nie das Gefühl, die volle Kontrolle über Jack Joyce zu haben.Positiv überrascht bin ich aber von der Live-Action-Serie im Spiel. Die jeweils gut 25-minütigen Serienabschnitte passen perfekt in den Fluss des Spiels und aufgrund ihrer sehr hochwertige Produktion mit tollen Schauspielern habe ich jede Minute genossen. Ganz klar der bisher beste Einsatz von Live-Action-Filmszenen in einem Videospiel. Quantum Break ist ein Muss für Freunde von storylastigen Action-Spielen, die dazu noch Wert auf eine tolle Grafik legen, auch wenn es optisch nicht an Rise of the Tomb Raider herankommt.
GIGA: 8.5 von 10 ►Review
Kristin Knillmann wrote:Quantum Break ist ein mutiges Konzept. Was ich zu Beginn sagte, hat sich auch nach meiner Spiel-Erfahrung nicht geändert. Hier erwartet euch ein Projekt, auf das ihr euch komplett einlassen müsst – mit all seinen Ideen, Momenten, Vor- und Nachteilen – um es komplett zu begreifen und gern zu haben.Das elendige Buffern der TV-Serie (vorausgesetzt, ihr ladet sie nicht vorher runter), der miese Endkampf, sowie die Voraussetzung, viel Text zu lesen, könnten den Spaß mit dem Spiel durchaus mindern.
Das macht Quantum Break aber wieder wett durch eine vielschichtige Story, gut gespielte, komplexe Charaktere, einige atemberaubende Setpieces und das pfiffige Shooter-Zeitmanipulation-Gameplay. Und ehrlich, eigentlich will ich Quantum Break schon alleine dafür loben, dass es mit der integrierten TV-Serie trotz einer möglicherweise nischigen Zielgruppe etwas ganz Neues probiert und daran glücklicherweise überhaupt nicht scheitert.
PC Games: 78 von 100 ►Review
Peter Bathge wrote:Ich mag klassische, handgemachte Action, mag lineare Levels und einen großen Story-Fokus. Daher hat mir auch Quantum Break gut gefallen. Die Zeitreise-Geschichte ist spannend und wartet mit einigen coolen Kniffen auf. Dazu inszeniert Remedy kompetent gemachte Schusswechsel, bei denen es schön knallt und die dank der sehenswerten Zeitmanipulations-Fähigkeiten des Protagonisten nicht so schnell langweilig werden. Die Live-Action-Schnipsel zwischen den Missionen empfand ich persönlich eher störend, schließlich will ich ja spielen und nicht zugucken. Aber gut, manche Menschen sind auch jedes Mal begeistert, wenn Hideo Kojima mal wieder eine 30 Minuten lange, nicht abbrechbare Zwischensequenz in Metal Gear Solid rausfurzt. Der Widerspruch zwischen Gameplay und Serie ist somit beileibe nicht der größte Mangel von Quantum Break. Nein, dem Spiel fehlt einfach das letzte Quäntchen Genialität, die eine große Besonderheit, wegen der es einem im Gedächtnis haften bleibt. Es fehlt die Seele. ich hatte Spaß beim Spielen von Quantum Break. Aber nach eineinhalb Durchläufen (um die vernachlässigbaren Konsequenzen anders getroffener Entscheidungen zu sehen), habe ich es auch schon wieder abgehakt. Ein Max Payne spiele ich heute gerne noch mal, so dicht ist die Atmosphäre, so genial die Remedy-Erfindung namens Bullet Time. Alan Wake ist zwar spielerisch schwächer, beschäftigt mich aber durch seine bizarre Gruselstimmung ebenfalls noch lange nachdem die Konsole oder PC ausgeschaltet ist. Quantum Break dagegen? Das ist leicht bekömmliches Action-Fast-Food, so schnell vergessen wie es konsumiert ist.Update:
Gamona: 8 von 10 ►Review
Benedikt Plass-Fleßenkämper wrote:“Ein rasantes Zeitreise-Spektakel mit Star-Besetzung und mutiger Erzählweise.”Quantum Break war für mich ein Wechselbad der Gefühle. In den ersten Stunden überzeugte mich das Remedy-Werk nur bedingt: Zu umständlich fühlte sich die Steuerung an, und zu bemüht wurde die Zeitreisegeschichte mit ihren wechselhaften Persönlichkeiten eingeführt. Als dann der Spielfluss auch noch durch die erste Serienepisode unterbrochen wurde, krachte meine Motivation in den Keller – vorerst. Ich schaltete nach der Pilotfolge daher die Konsole aus und wagte mich erst einen Tag später wieder heran: mit neuem Ehrgeiz und neuer Einstellung. Ich musste mich offenbar erst mit der Mischung aus Third-Person-Shooter, Entscheidungsmöglichkeiten und Live-Action-Folgen anfreunden. Und siehe da: Je mehr die Geschichte ins Rollen kam und und je effektiver ich Jacks Superkräfte einsetzte, desto mehr Freude bereitete mir Quantum Break.
Irgendwann übersah ich sogar das hölzerne Deckungssystem, die schwammige Steuerung und die aufgesetzten Umgebungsrätsel. Stattdessen überwog der Spaß an dem virtuellen Superhelden, der seine Widersacher in Sekunden auseinandernehmen kann. Jacks furiose Kampf-Choreographien sind teilweise ein echter Genuss. Die weiteren Serienteile überzeugten mich ebenfalls: Die schauspielerische Leistung des Cast ist besser als erwartet und die Geschichte – trotz diverser Plot-Löcher und einiger nicht ganz so starker Charakterzeichnungen – unterhaltsam und spannend. Lance Reddick in der Rolle des Martin Hatch gefällt mir besonders gut.
Quantum Break revolutioniert das Action-Genre sicher nicht, es zeigt aber Remedys Mut zu Innovationen und ungewöhnlichen Erzählstilen. Lässt man sich darauf ein, bekommt man einen aufregenden, verdammt schick präsentierten Zeitreise-Action-Cocktail mit Star-Besetzung. Und dann ist Quantum Break mit Sicherheit auch ein eine packende Symbiose der Medien Videospiel und Film, die man so schnell nicht vergessen wird.
Spieletipp: 85 von 100 ►Review
Joachim Hesse wrote:Wahnsinn! Remedy versteht es Spannung aufzubauen! Wenn ich nicht den Controller hätte halten müssen, ich hätte mir am Ende wohl die Fingernägel abgekaut. Auf Quantum Break habe ich mich lange gefreut und das Spiel hat mich nicht enttäuscht. Quantum Break ist eine Art “Alan Wake ohne Grusel”, dafür mit einer Geschichte, die bei den Herren aus Big Bang Theory für multiple Orgasmen sorgen würde.Mit den Darstellern werde ich allerdings nicht richtig warm. Alle dümpeln für meinen Geschmack ein wenig blass durch das Geschehen. Dann doch lieber wieder das Gesicht von Kreativchef Sam Lake und weniger amerikanisches Serienflair. Es ist ein großartiger Ritt über den Hollywood Boulevard, aber kein Klassiker wie es Max Payne 1 und 2 damals waren. Aber gut, das konnte bereits Alan Wake schon nicht mehr leisten.
Immerhin bleiben die Finnen sich selbst treu und heben ihr Thema Zeitmanipulation auf ein neues Level. Zum Glück tappt Remedy nicht in die “In Schönheit Sterben”-Falle wie The Order 1886: Es gibt genug aktiv zu erledigen. Was bei Max Payne mit Zeitlupe im Matrix-Stil begann, gipfelt bei Quantum Break in ein Potpourri von Fähigkeiten: Zeitblick, Zeitstopper, Zeitexplosion, Zeitschild, schneller Laufen … Das geht ab! Was mir fehlt ist: 1. eine Nahkampftaste, das gleichen die sogenannten Takedowns nicht aus. 2. Eine Taste, um in Deckung zu gehen – das passiert hier automatisch (oder auch nicht).
Die Technik generell enttäuscht keineswegs, vom Hocker reißt sie mich aber gleichermaßen nicht. Was bleibt ist eine leicht modernisierte Variante von Alan Wake. Was ich mich dabei frage:
- Wieso verschwinden Leichen?
- Wieso bremst das Spiel meine Entdeckerlust nach wenigen Schritten mit unsichtbaren Barrieren?
- Wieso darf ich nicht in einen Level-Abschnitt zurückkehren?
- Wieso wechselt das Spiel bei neuen Abschnitten immer wieder zur Pistole?
- Wieso wirken die Schattenwürfe so schwach?
- Wieso sind die Ladezeiten nach dem Bildschirmtod so lang?
- Wieso darf ich nicht frei speichern?
Kleine Blößen, nicht kriegsentscheidend. Doch wirkt das für ein Spiel, das sich als innovativ präsentieren will, doch reichlich altbacken. Am Ende halte ich zudem für meinen Geschmack ein paar lose Handlungsfäden zu viel in der Hand – daraus hätte sich durchaus noch ein Kampf mehr stricken lassen. Vermutlich kosten in Summe genau solche Kleinigkeiten in der Rückblende dem Spiel den Status als Meilenstein. Es handelt sich einfach nicht um den großen Wurf, den ich mir insgeheim gewünscht hatte. Ein paar der Punkte will Remedy noch durch einen Patch verbessern, das würde mich freuen. Dann dürfen gerne auch die asynchronen Untertitel in den Videos angepasst werden.
Alles in allem befriedigt das Spiel, hinterlässt ein wohlig warmes Gefühl in meinem Ballerfinger. Meiner Meinung nach ist Quantum Break das beste Actionspiel, das 2016 bislang erschienen ist. Jetzt kann Doom kommen.
4Players: 78 von 100 ►Review
Michael Krosta wrote:Quantum Break mag nicht die Wucht eines Max Payne haben. Oder die Mystery-Faszination eines Alan Wake. Denn dafür leidet die Action trotz imposanter Zeit-Fähigkeiten zu schnell an Ermüdungserscheinungen und der planlosen KI, die den übermächtigen Kräften von Jack Joyce kaum etwas entgegenzusetzen hat. Doch abseits der redundanten Gefechte, die dank Anomalien und Nullzuständen zumindest audiovisuell beeindruckend inszeniert werden, überzeugt Remedy einmal mehr in seiner Königsdisziplin, die das Studio seit jeher auszeichnet: der Story! Die dramatische Geschichte rund um das drohende Ende der Zeit motiviert trotz des übertriebenen Text-Angebots und den schwächelnden Action-Passagen immer wieder zum Weiterspielen. Das Konzept, eine Live-Action-Serie einzubetten und dort eine andere Sicht der Dinge zu beleuchten, funktioniert ebenfalls prima und erweist sich als Bereicherung für die Geschichte. Ärgerlich , dass sich die tatsächlichen Auswirkungen der Entscheidungen an den Knotenpunkten in Grenzen halten – wie beim Rätseldesign oder den zu kurzen Geschicklichkeitspassagen hätte ich diesbezüglich mehr erwartet. Doch obwohl spielerisch und technisch nicht alles rund läuft: Mit Quantum Break hat Remedy einmal mehr ein besonderes Erlebnis geschaffen, an das man sich vor allem aufgrund seiner imposanten Bilder sowie dem ungewöhnlichen Ansatz gerne erinnern wird.8. April 2016 um 17:45 #1233031
captain carotTeilnehmerZum Thema schwankende Grafikqualität:

Während die Charaktere immer top aussehen und Umgebungen auch einen Großteil der Zeit sind andere Objekte/Umgebungen wieder eher geht so. Hier fehlt z.B. teilweise detaillierteres Fahrzeuginterieur. Lustigerweise aber nicht komplett.8. April 2016 um 18:19 #1233032
MaverickTeilnehmerHabs eben gerade durchgespielt naja und in Akt 5 fand ich es schon ziemlich ermüdend, der endboss war auch mal nen richtiger brüller. Normalerweise bin ich ja mit 4players auf Kriegsfuß, aber dieser Test trifft es zu 100%. Fast am schlimmsten fande ich die schlauchlevel. Wird Zeit für ds3.
9. April 2016 um 3:30 #1233033
KinskiTeilnehmerIch bin noch im dritten Kapitel. Bin ganz froh das es eher kurz ist. Es ist auf jeden Fall nicht
schlecht. Die ganzen 5.000.000 Daten in einem Abschnitt lesen ist auf Dauer zermürbend.
Nicht das es nicht interessant wäre, aber es ist einfach zuviel. Man sollte es sogar lesen
um die Handlungen einiger Charaktere besser nachvollziehen zu können.
Ich freue mich trotzdem auf einen weiteren Durchlauf ohne lesen.9. April 2016 um 5:38 #1233034
MaverickTeilnehmerDass muss man zugeben für einen 3rd Person Shooter hat es sehr viel Story, nur wie du sachtest die Texte, Dokument sind teils echt Zuviel des Guten und ermüden fast schon. Auch sonst hats mich nicht so umgehauen wie damals Max Payne 1 und 2, auch den mysterie Touch eines Alan Wakes hatte es nicht.
9. April 2016 um 8:19 #1233035
captain carotTeilnehmerBin Jetzt im fünften Akt kurz vor Schluss. Und ich verstehe die negativeren Meinungen teile sie aber absolut nicht. Btw. Ja, man kann viel lesen. Gerade wenn man das ganze Bild haben will.
Randnotiz, Quantum Break enthält das schlechteste Drehbuch aller Zeiten.9. April 2016 um 9:32 #1233036
IceWilliamsTeilnehmerBin jetzt im vierten Akt angekommen. Bugs bislang auch Fehlanzeige. Das Drehbuch ist bislang die einzige Textquelle, die ich nicht bis zum Ende lesen wollte. Furchtbar, wenn auch witzig, aber bis zum Ende konnte ich es nicht ertragen

Mir gefällt QB richtig gut, die Shooter Abschnitt erinnern an Vanquish. Die Grafik , die vor dem Zeitriss noch überragend aussieht, fällt dann leider etwas ab, da mir einige Effekte überhaupt nicht gefallen (Spiegelungen, der körnige Film Look). Könnte man sowas nicht einfach als Option einbauen ?
9. April 2016 um 10:09 #12330399. April 2016 um 10:46 #1233041
StanleyTeilnehmerIch habe Gestern den zweiten Akt beendet und bin nicht so begeistert, wie es ich es eigentlich sein wollte.
Die Grafik ist bei Aktivierung der Zeitfähigkeiten grandios, wenn man jedoch sich normal durch die Levels belegt höchstens durchschnittlich.
Spielerisch an sich ist es sehr repetitiv – schießen, laufen, lesen, schießen, hüpfen. Wobei jeder Bereich für sich sehr abgeschlossen wirkt, alles macht den Eindruck einer kleinen Arena. Auch komme ich mit der Shooter-Mechanik an sich nicht gut klar, was auch am vorherigen Division-spielen liegen kann – denn während Division eher defensiv zu spielen ist, sollte man bei QB offensiv vorgehen.
Auf der Habenseite steht hingehen die Geschichte, die gut inszeniert ist, die Charaktere sowie tatsächlich die Einbindung der TV-Serie wie auch die Serie an sich.Der Lichtbug ist übrigens seit den ersten Bereichen bei mir nicht mehr aufgetreten.
9. April 2016 um 13:29 #12330439. April 2016 um 18:53 #1233044
captain carotTeilnehmerHatte ja schon geschrieben ich kann völlig nachvollziehen wie es zu den unterschiedlichen Meinungen und auch Wertungen kommt. Mir selbst gefällt es wirklich gut. Auch dass es sich endlich mal wieder anders spielt als derzeit praktisch alle Third Person Shooter.
Dabei gibt’s durchaus Verbesserungspotenziel sowie ungenutzte Möglichkeiten. Das Potential temporaler Rätsel wird z.B. nicht im Ansatz ausgereizt.9. April 2016 um 20:29 #1233046
ghostdog83TeilnehmerIch lasse gerade den Stream (Akt 1) von Rocket Beans nebenbei laufen, wo die englische Synchro in Kombination mit deutschen Texten zum Einsatz kommt.
Finde ich gut. War bei Alan Wake z.b. nicht möglich.
Werde es auch nicht großatig weiter verfolgen (Spoiler).
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10. April 2016 um 11:43 #1233047
KinskiTeilnehmerBisher hat das Spiel eine Sache die sehr einprägend ist. Irgendwo unter den ganzen Dokumenten
liegt ein Zweiteiler Drehbuch herum. Der Titel trägt den Namen: Messer der Zeit.
Hoffentlich wird das wirklich verfilmt
wie man wirklich auf so einen Mist kommt.10. April 2016 um 11:58 #1233049
captain carotTeilnehmerJa. :-p
Mal ein Nachtrag zur Streamquali: Mit meiner 6,5Mbit Leitung musste mein Stream nur ein Mal buffern. Bildquali war der Leitung entsprechend nicht überragend, allerdings bis auf deutliche Artefaktbildung in dunklen Passagen und ein paar Bewegungsfehler völlig ok.
Natürlich ist so ein Low Bit Stream in HD kein Wunder an Details.Oh, und es gibt eine Postcredits Szene.
10. April 2016 um 12:24 #1233051
kevboardTeilnehmerich hab mir die serie runtergeladen, sicher ist sicher lol.
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