Retrostunde
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captain carot vor vor 1 Tag, 14 Stunden aktualisiert.
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28. September 2025 um 14:48 #1808018
genpei tomateTeilnehmerWitzig: Anhand der Mods ist das Snes bei mir die Konsole mit der größten Unterstützung meinerseits. Während ich bei den anderen Oldtimern, vielleicht vom MD abgesehen, aufgehört hatte, Spiele zu kaufen, kamen mit den SA-und Fastrom Modifizierten Sachen Spiele dazu, aber in der Regel welche, die ich schon hatte und jetzt besser laufen.
Der Amiga war mein Neid beim Freund und dem einzigen im Dorf, der einen 500er besass. Aber neidisch war ich mehr wegen der Grafik und weniger wegen seiner Spiele, denn er fuhr auf Karate Kid und Defenders of the Crown ab, und ich eher weniger.
Die ganzen Perlen der Commodore Zeit die habe ich etwas später bei Karstadt hier in DE nachgeholt: Man konnte den Verkäufer in der Computer-Abteilung tatsächlich fragen, ob man ein Spiel “ausprobieren” könnte… 😉Der C16 vom Cousin war hingegen interessanter, als den Amiga, von dem ich damals nicht wusste, was es für Spiele dafür gab, aber fragt mich nicht, was er sonst für Games dafür hatte, denn bei meinen regelmäßigen Besuchen musste er immer n Clone von Kung fu Master rein wuchten.
Ich kam zwar mit der Knüppel-Steuerung nicht klar, das war aber das einzige, das ein wenig Arcade Flair für zu Hause hatte, das ich kannte.Aber ganz zu Anfang so ca. 1981/82 hatten wir einen Familien-Freund bei dem wir Kids staunend vor seinem Zx Spectrum standen und Jet Pac, Chequered Flag und ein paar anderen hatte, bei denen ich noch die Namen dazu suche.
Sie waren für zu Hause spaßig, auch wenn man gefühlt stundenlang warten musste, ehe die Games geladen waren. Und spielen mit Tastatur war damals noch lange nicht so ausgereift, wie zu späteren Zeiten mit FpS…War Zeit meines Lebens bis 2004 immer Konsolero und Computer Kram auch neuster Prägung immer bei Freunden/Kumpels gespielt, denn man glaubt es nicht: DER Konsolen-Freak, das war meistens immer ich und eine handvoll anderen, der Rest spielte auf solchen als “Kinderkram” verrufenen Maschinen nicht.
Dann aber habe ich 2004 Doom 3 bei meinem Bruder gesehen. Und nach 2 Minuten habe ich ihn gefragt, ob er mir so ne Maschine zusammen basteln kann…28. September 2025 um 17:08 #1808019
captain carotTeilnehmerDeutschland war ja sehr früh PC-Land und davor mehr Heimcomputerland. Was man auch daran merkt, dass einige der größten deutschen Spiele-IPs auf Konsolen nie eine Rolle gespielt haben. Oder erst später.
Auf Amiga haben wir neben den Systemklassikern damals auch solche Sachen wie Golden Axe gespielt. Selbst mein Street Fighter 2 Erstkontakt war auf ‚dem‘ Amiga, wie wir damals so schön falsch sagten.
Die Dinger hatten aber auch gleich zwei Vorteile. Den Eltern konnte man sie als nützliches Gerät verkaufen und, seien wir ehrlich, Spiele kopieren war damals gerade für Schüler richtig attraktiv. Mein eigener kam dann auch irgendwann mit der obligatorischen Aldi Tüte voll Disketten.
Der PC hatte dann schon eine riesige 210MB Festplatte, aber Sachen ans Laufen bekommen war gerne mal deutlich komplizierter. Vorteil allerdings, man hat sich zwangsläufig ernsthaft mit dem Kram auseinandergesetzt. Im Endeffekt hab ich mich wegen des Zockens erst so richtig mit PC und Co auseinandergesetzt und über die Jahre viel gelernt. Passiert heute irgendwie nicht mehr so in der Form bzw nur noch sehr eingeschränkt.
So wirklich mochte ich die grauen Kisten übrigens ganz lange nicht als Spieleplattform, nur gab es so einiges halt ausschließlich PC Only. Die meisten West-RPGs, ein paar der besten Mech-Sims, manche Strategiespiele oder verschiedene FPS.
Irgendwie hat die PC-Hardware aber auch gleichzeitig immer meinen Spieltrieb befriedigt.
28. September 2025 um 18:48 #1808025
genpei tomateTeilnehmer“Den Eltern konnte man sie als nützliches Gerät verkaufen”…
Also, wenn das gängig war in Deutschland, Eltern mit DEM Argument ködern zu können, dann wundert mich das nicht, warum JEDER, den ich anfangs hier kennengelernt habe, einen Compi zu Hause hatte! 😉
Mein Vater hingegen, als einer der ersten im Süden, der einen Kurs für Informatik belegte, wusste GANZ GENAU, warum ich einen Computer haben wollte!
😛28. September 2025 um 20:48 #1808027
belbornTeilnehmer@Genpei
Ich hoffe das es körperlich wieder wird,denn das ist schon krass was,du hier beschreibst.Vom Süden Italiens und dann in den Norden,dann nach DE war bestimmt ein kulturschock und eine Odyssee.Ich war zeitlebens Konsolero aber nach dem DC wäre ein PC zum Zocken perfekt gewesen.(Heroes of)Might and Magic 6,Baldurs Gate,Diciples 2 und und und hätte ich verschlungen.Mal mein NES gegen ein C64 für eine Woche getauscht,dort spielte ich eine Handelssim (Vermeer) war klasse er wollte aber nicht verlängern kam nicht klar mit pad und mega man.Zwar hatte ich ab 2003 einen (billig)zum Arbeiten,aber probiert zum Zocken nie.Irgrndwann habe ich Stunden mit Dosbox installieren verbracht.Dutzende Spiele installiert.Gezockt gerade mal Lands of Lore.Ausgerechnet das bekommt man perfekt als Windowsversion im ScummVM auf der Vita zum Laufen.28. September 2025 um 22:14 #1808028
genpei tomateTeilnehmerKulturschock war ich zu dem Zeitpunkt schon seit Kindesbeinen gewohnt, mein Vater nahm uns alle paar Jahre mit und wir wechselten nicht nur die Länder sondern auch die Kontinente.
Danke für die Genesung Wünsche, das wird noch n zäher Kampf.
Mein Mitgefühl gilt deinem Kumpel, der mit Mega Man einen relativ harten Einstieg in die Konsolenwelt hatte, ich hoffe, er hat danach bessere Erfahrungen mit Videogames gemacht und ist dann etwas später zu Megaman zurück gekehrt. 🙂
Mein erster Pc startete zwar wegen Doom 3, aber was glaubst du, wie lange es dann gedauert hat, bis ich meine geliebten Arcade Games von annodazumal zum Laufen gekriegt habe, die ich seit einer Ewigkeit nicht mehr gespielt hatte? 😉29. September 2025 um 1:50 #1808030
Kikko-ManTeilnehmerGenpei, wuensche Dir auch eine schnelle Genesung. Was Du schreibst klingt beileibe nicht gut, hoffe aber das es kein Dauerzustand ist.
Bei mir war das erwaehnte Fortress of Fear mein erstes Konsolenspiel. War zuerst nicht leicht nach den Jahren mit Heimcomputern und Joysticks sich an Steuerkreuz und Springen auf Knopfdruck zu gewoehnen. Ist aber im Endeffekt die viel bessere Steuermethode fuer Platformer aller Art. Hab seitdem Computer und Konsolen immer parallel gezockt, was sich auch nicht mehr aendern wird. Liebe beides. Was aber wohl nicht mehr pasieren wird, ist, dass ich den vollen Anschluss an moderne Games kriege. Dafuer hat sich hier zuviel alter Kram angesammelt, den ich unbedingt zocken will.
29. September 2025 um 7:51 #1808031
genpei tomateTeilnehmerDanke Kikko, leider ist es bisher ein Dauerzustand mit der Hoffnung auf Besserung, kann aber noch viele Monate bzw. Jahre dauern, wenn überhaupt, weil die Meinungen über Neuroborreliose sehr weit auseinander gehen und traditionelles Zeug dagegen bei mir schon seit jeher nichts gebracht hat.
Will das hier nicht unbedingt breit treten, aber jetzt wißt ihr bescheid und ich erwähne es zum ersten mal so offen, obwohl ich seit 12 J hier zugange bin.
Ich unterhalte mich gerne mit euch über Games, auch um mal andere Themen im Leben zu pflegen, als oft nur über meine Schmerzen zu reden.
Wenn Schmerzmittel mal anschlagen, dann “geht” es. Ist es hingegen so, wie heute morgen…lassen wir das Thema lieber…Selbst ich, der sich stark “informiert” habe das Gefühl, komplett den Anschluss verloren zu haben, was aktuell los ist. Das ist für mich ein Zeichen der Markt Überflutung und es ist an sich nur Schade um einige wirklich gute Perlen, die dort untergehen.
Wie lange so was noch gut geht?29. September 2025 um 9:57 #1808056
Kikko-ManTeilnehmerDas tur mir sehr leid. Klingt ja mal richtig scheisse. Hoffe, dass es doch zu einer wirksamen Therapie kommt und hoffe auch, das Dir die Games moeglichst viel Ablenkung von den Schmerzen bieten koennen.
Zu modernen Spielen: Denke schon, dass ich sehr gut (Dank taeglicher Updates) informiert bin. Trotzdem macht mich der alte Kram in der Regel einfach mehr an und passt besser in meinen Zeitplan. Denke auch, dass vieles, was eigentlich toll ist, morgen schon vergessen ist, da von Medien/Influencern niemand gross darauf hingewiesen hat. Danke da der Maniac, dass so viel getestet wird.
29. September 2025 um 11:01 #1808057
captain carotTeilnehmerBorreliose ist je nach Schwee echt kacke. Bei meiner Frau seinerzeit nur durch Zufall nach einer Not-OP rechtzeitig entdeckt worden. Allerdings wünsche ich den ganzen Zusammenhang von damals auch niemandem.
Von daher mal Themenwechsel: PC war halt auch zu Win 95/XP Zeiten noch ein anderes Biest. Es war zwar einfacher als zu DOS-Zeiten, aber noch eine ganze Ecke komplizierter als heute. Und die Hardware veraltete wirklich rasant. Wenn ich alleine an die ganzen Grafikkarten zwischen 1999 und 2007 denke…
Aktuell hab ich noch eine Mittelklasse Grafikkarte von 2019, früher undenkbar
29. September 2025 um 20:10 #1808067
belbornTeilnehmerBleib stark Genpei.
Seit ich mit dem Ayn Odin Herumspiele und jetzt noch Tonnen von Windows und Indies dazukommen,bin ich auch fast völlig raus was Zocken von Neuigkeiten zeitnah angeht.Kann mir kaum noch Namen von Spielen merken.Muss dann recherchieren um rauszubekommen was es war was ich eigentlich irgendwann zocken will.Switch stapelt sich bis zur Decke.Lediglich die PS5 darf sich freuen.Strategie oder FPS ist auf der Couch am besten.
@Carrot
Das waren die Gründe damals weshalb niemals PC.Ich hatte keine Geduld füer warum geht das nicht und wow das Spiel ich will haben,neee brauche wieder neue Karte.30. September 2025 um 5:14 #1808068
Kikko-ManTeilnehmer@”Kann mir kaum noch Namen von Spielen merken.”
Schon witzig, die ganzen 8- und 16-Bit-Spiele haben sich in mein Langzeitgedaechnis gebrannt, aber bei der Flut an Spielen heutzutage ist es echt schwer den Ueberblick zu behalten. Ohne meine Excel-Tabellen wuesst ich nicht, was ich alles habe (als ich zuletzt nachgeschaut hatte, waren es ca. 1000 Konsolen-Spiele und ueber 1500 PC-Games) und noch gerne haette (in jeder M!Games-Ausgabe bestimmt 5 bis 10 Spiele). Das kann man sich nicht alles merken.
Hast Du ein paar schoene Computer-Klassiker auf Deinem Handheld in letzter Zeit gezockt?
30. September 2025 um 9:46 #1808087
captain carotTeilnehmerDie ganzen? Sicher nicht. Wir vergessen am Ende von Schrott und Mittelmaß wieder sehr viel. Das gilt sogar erst recht auf den Homecomputern, wo damals viel mehr kam.
Und ja, heutzutage kommt eine Flut an Spielen. Neuerdings samt KI-Kacke. Ich picke mir das raus, was mir gefällt, meistens nicht mal zum Release sondern wenn ich gerade Bock drauf hab. Hab dieses Jahr zwar einiges gespielt, aber das wenigste war aus den letzten 12 Monaten und ich hab nur einen kleinen Indie Titel zum Release gekauft und gespielt.
Ohne den KI-Irrsinn momentan wäre ich persönlich mit der aktuellen Entwicklung bei Spielen eigentlich sehr zufrieden. Allerdings nicht so sehr bei den großen wie bei unabhängigen Studios und kleinen bis mittleren Publishern.
30. September 2025 um 18:10 #1808094
Kikko-ManTeilnehmerDie Fuelle an Games, die heutezutage bei Steam veroeffentlicht wird, uebersteigt sicherlich auch die wilden Heimcomputer-Zeiten. Gab aber damals auch ein paar schoene “Billig-Produktione”n, wie bei den bristischen Label Mastertronic und in den fruehen Zeiten von Codemasters. Dann gabs dann auch die ganzen Public Domain-Sachen wie Fish Disk oder Cactus. Heute wuerde man sowas wohl Hoembrew nennen. Fand es super, dass der Amiga Joker ueber solche Sachen auch berichtet hatte. Kann mich noch an einen kleinen Ultima-Klon erinnern, mit dem ich meinen Spass damals hatte:
https://crpgaddict.blogspot.com/2019/01/game-314-zerg-1989.htmlZur AI: Das geht bestimmt nicht mehr weg und es wird nur noch einfacher werden, einen Trailer zu veroeffentlichen, der Assoziationen an eine grosse Franchise weckt, um dann Spontankaeufe zu erzeugen. Um meher gehts da ja auch nicht.
30. September 2025 um 21:26 #1808095
captain carotTeilnehmerIch finde KI (besser Deep Learning) auch nicht per se böse. Generative Tools gibt es schon seid Rogue, Elite und Co. Es kennt auch jeder SpeedTree. Nur sollte KI weder für hingerotztes Artdesign noch für Gameplay genutzt werden und schon gar nicht für Dialoge.
Neulich hatte da jemand ein schönes Beispiel von so einem Amazon KI-Buch: „Mein Name ist Susan“ sagte sie, und rollte dabei das R.
Momentan haben wir an sinnvollen AI Tools zum Beispiel Lipoensyncronität für verschiedene Sprachen. Das ist zum Beispiel schon cool. Metahuman aus der UE5 verbessert die Möglichkeiten drastisch, Motion Capture und vor allem Face Capture auf komplett anders aussehende Figuren anzuwenden. Da ist entsprechend viel weniger händische Anpassung nötig. Moderne, generative Tools können dank Derp Lesrning und besseren Daten viel glaubwürdigere Landschaften oder auch einfach nur Wälder erstellen. Wobei das zum Beispiel auch so ein Fall ist wo man nicht einfach fressen sollte, was einem die Maschine vorsetzt.
Auch bei Prototyp-Code oder Fehlerbehebung gibt es sehr viel Raum, KI vernünftig zu nutzen, aber nicht im Sinne von wir lassen die KI alles schreiben. Zumal KI-Code oft erstaunlich schlecht ist.
Das was wir momentan leider viel mehr sehen ist hingerotzte audiovisuelle Vermüllung. Da sehe ich aber momentan gleichzeitig immer mehr Leute, die davon die Schnauze voll haben.
Was die Spieleflut angeht, ja, Steam hat mehr als früher. Was auch am viel größeren und viel internationaleren Markt liegt. Aber das gilt fast überall. Wie viele Spiele hatte das SNES? Etwas über 600? Das N64 hatte nur gute 200. Die erfolgreichen Homecomputer kamen trotz geringerer Verbreitung auf deutlich mehr Spiele. Erst recht mit dem ganzen Public Domain Kram von damals.
Ich sehe heutzutage zwei sehr grundlegende Probleme. Die waschechte Schrottsoftware, die es auf Konsole ja besonders heftig auf der Switch gab und gibt. Und den Gigantismus, der dazu führt dass manche Titel mit drei Millionen verkauften Einheiten totale Flops sind.
30. September 2025 um 22:12 #1808096
genpei tomateTeilnehmer“Ich finde KI (besser Deep Learning) auch nicht per se böse”
Grok hat mir gerade 3 Stunden dabei geholfen, Segas Model 2 ( Daytona, VF2 u.A. und vor allem Sega F. Rally!!) auf Linux zu installieren und nein: Hätte nie im Leben alleine geschafft!!
Läuft 1A UND : Ich bin damit frei von Windows!
Jetzt muss ich “nur” noch unter Linux mein Lenkrad konfigurieren, auch wenn es nicht notwendig ist, da die Games mit X360 Controller super spielbar sind und easy zu konfigurieren.
Aber mit Lenkrad? Geschätzte Zeit so um die 4 bis 5 Stunden, bis alles läuft, wenn ich mir anschaue, was ich alles eintippen musste, um “nur” meine geliebten Racing Games an einer anderen Stelle im Raum zu zocken! 😛
Das ist vielleicht die sinnvollste “Qualität” von Ki: Nem Deppen (ich) dabei zu helfen, Sachen mit dem Computer anzustellen, von denen er aber so was von keine Ahnung hat!
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