warum können deutsche fernsehsender keine guten serien produzieren?

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  • #1145166
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer
    Max Snake wrote:

    Film zu eine Tabu Bruch zur Thema Kindermissbrauch was mir gut gefallen hat, aber leiden bin ich eingeschlafen. .

    .

    Ich liebe Gegensätze :-)

    Wie wärs mit einer eigenen Show? Vielleicht Maxnation? Mal bei Stöffel Raab anfragen.

    #1145167
    Sil3ntChillSil3ntChill
    Teilnehmer

    Was mich teilweise (zusätzlich zu dem bereits Genannten) stört, an deutschen Produktionen, ist die Vertonung der Figuren.

    Mein Gehör ist durch Jahrzehnte synchronisierten fernsehens und Filme schauens dermaßen an “guter ” Betonung und passendem Timing gewöhnt, dass ich die “original” vertonten deutschen Produktionen einfach grausig finde.
    Darüber hinaus habe ich teilweise echt probleme den verschiedenen Dialekten zu folgen. Im Grunde begrüsse ich die Verwendung von deutschen Dialekten und Mundart, zwecks Erhaltung eben dieser. Aber als Rezipient/Zuschauer steig ich dann einfach irgendwann aus. Dieses “Problem” habe ich aber ebenfalls bei englischer Originalvertonung, wenn mal wieder z. B. irisch betont oder ein “wilder” Slang verwendet wird. :)

    #1145168
    Anonym
    Inaktiv

    Ja ja, alles was aus Deutschland kommt is Dreck… schon klar!

    Hier ein Beispiel das es sehr wohl gute deutsche Produktionen gibt ihr ständigen Nörgler:

    #1145169
    Anonym
    Inaktiv

    Im Angesicht des Verbrechens.
    Sehr gute deutsche Serienproduktion. Es gibt Ideen und Konzepte zuhauf, aber oftmals fehlt der Mut sie umzusetzen.

    #1145170
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Was die Betonungssache angeht, Syncros sind von Haus aus eher überbetont, das fällt gerade dann auf, wenn man eher O-Ton schaut. Dennoch ist die Syncrokultur bei uns auf sehr hohem Niveau.

    Außerdem muss man sich gerade im Vergleich zu US-Serien die Budgetdefizite vor Augen führen, ein Tatort kostet ca. 1,5 Mio €, 60 Minuten Game of Thrones 6 Millionen Dollar, wobei das nicht mal unbedingt die allerteuerste US-Serie ist. Klar, das eine ist eine Fatasyserie, das andere Krimi, gleichzeitig aber das ÖR-Flaggschiff.

    Gibt dennoch durchaus gute und eigenständige Sachen, nur eben meist eher kleine Produktionen.

    #1145171
    Anonym
    Inaktiv

    Deutschland hat schlicht und einfach andere Standarts was Produktionen angeht. Bei Serien im Comedy-Bereich sehr stark (Stromberg, Pastewka, ja selbst Hausmeister Krause) und bei Filmen eben Dramen bzw. Gesellschaftskritische Spielfilme.

    Was die Filme angeht: Muss man halt erstmal gesehen haben, was natürlich nicht geht wenn man sich gleich faschistoid dagegen stemmt…

    Hauptsache Hollywood-Krach-Bumm-Action… Meine Fresse!

    Ach ja, ich vergass: Nur Englisch ist super, sei es in Filmen, der Sprache, der Werbetexte oder was einem sonst noch so vor die Flinte kommt….

    #1145172
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Vorbei am Thema sechs.

    O-Ton kann sehr sinnvoll sein, übrigens auch abseits von Englisch und ggf. mal mit UT, aber manche Leute sind ja so militant, anderen faschistoide Tendenzen um die Ohren zu klatschen und dann selbst damit aufzuwarten.

    #1145173

    Ich halte es für eine Krankheit, dass an deutschen Schauspielschulen realitätsferne und hölzerne Dialoge gelehrt werden. Die Begründung: Es soll nach Theater und nicht nach der Realität klingen. Gerade das vermiest mir aber gut jeden deutschen Film/jede deutsche Serie.

    #1145174
    Anonym
    Inaktiv
    captain carot wrote:

    Vorbei am Thema sechs.

    O-Ton kann sehr sinnvoll sein, übrigens auch abseits von Englisch und ggf. mal mit UT, aber manche Leute sind ja so militant, anderen faschistoide Tendenzen um die Ohren zu klatschen und dann selbst damit aufzuwarten.

    1. Nein
    2. Bei deutschen Produktionen ist die deutsche Sprache O-Ton.
    3. Lediglich ein Versuch mir etwas unterzuschieben – schwach!

    #1145175
    Anonym
    Inaktiv
    Sauerland ist Schauerland wrote:

    Ich halte es für eine Krankheit, dass an deutschen Schauspielschulen realitätsferne und hölzerne Dialoge gelehrt werden. Die Begründung: Es soll nach Theater und nicht nach der Realität klingen. Gerade das vermiest mir aber gut jeden deutschen Film/jede deutsche Serie.

    Quelle?

    #1145176
    rvnrvn
    Moderator
    Art Vandelay wrote:

    Sauerland ist Schauerland schrieb:

    Ich halte es für eine Krankheit, dass an deutschen Schauspielschulen realitätsferne und hölzerne Dialoge gelehrt werden. Die Begründung: Es soll nach Theater und nicht nach der Realität klingen. Gerade das vermiest mir aber gut jeden deutschen Film/jede deutsche Serie.

    Quelle?

    Leben.

    #1145177
    Anonym
    Inaktiv
    rvn wrote:

    Leben.

    Aaaahaa! Na denn… Hab ich ja jetzt ne neue Universalantwort auf alles. Geil!

    #1145178
    Digger BoomshotDigger Boomshot
    Teilnehmer

    Bin letztens mal über ne gute Serie gestolpert, nennt sich ‘Der Tatortreiniger’, mit Bjarne Mädel (Ernie aus Stromberg) in der Hauptrolle. Finde ich durch den anderen Ansatz empfehlenswert. Leider war man bei den ÖR wohl nicht davon überzeugt, weswegen das zu den unmöglichsten Zeiten gesendet wurde.

    #1145179
    Anonym
    Inaktiv
    Sauerland ist Schauerland wrote:

    Eine ehemalige Nachbarin von mir ist zur Schauspielschule in Bochum gegangen und dort wurde das so vermittelt. Sie selbst ist inzwischen eher Theaterschauspielerin, wo das in meinen Augen noch Sinn ergibt, meinte aber in deiner Diskussion mit mir, dass genau das so an der Bochumer Schaupspielschule kommuniziert wird. Da aber vom BR über den MDR bis zum NDR das so praktiziert wird, denke ich, dass das überall gleich sein wird.

    Im US-Kino fällt mir da nur Tarantino ein, der eine sehr realitätsferne Konversation zu seinem Markenzeichen gemacht hat. Serien und Filme wirken dort zwar sehr lässig, aber weniger hölzern.

    Ah ok, das ist zumindest mal eine Begründung.
    Mag ja sein das dies so vermittelt wird, allerdings fällt mir dies gerade bei Jung-Schauspielern überhaupt nicht auf. Davon abgesehen wäre es ja auch langweilig wenn sich deutsche Fimkunst mit der anderer Länder gleichen würde.

    Scheinbar wird hier durchgängig mit Hollywood verglichen.

    #1145180

    Genau das ist der springende Punkt. Im Theater finde ich diesen Sprachstil sehr passend, während er mir persönlich, vielleicht auch, weil ich gerne US-Serien im O-Ton gucke, im Fernsehen leicht missfällt. Man sollte aber nicht den Fehler machen und Richter XY, Mitten im Leben oder irgendwelche Soaps zur Schauspielkunst erheben. Die Darsteller sind meist nur mäßig angelernt und entwickeln sich erst im Laufe ihrer Karrieren nach dem learning by doing Prinzip, wenn überhaupt.

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