Who criticizes the critics? Spieletester vs. Netzgemeinde.
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captain carot vor vor 13 years, 2 months aktualisiert.
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28. Januar 2013 um 18:08 #1106954
AnonymInaktivNur ein kurzer Einwurf, ohne zu wissen, ob das irgendwo schon irgendwie aufgetaucht ist (weil tl;dr, sorry):
In meiner inzwischen doch etwas längeren Zeit als spieletestender Redakteur haben sich insgesamt doch deutlich mehr Leute deutlich lautstärker über vermeintlich zu niedrige denn zu hohe Wertungen echauffiert…
28. Januar 2013 um 18:41 #1106955
Sauerland ist SchauerlandTeilnehmerIch begegne der zweistelligen Zahl in Spiele-Tests schon seit langem mit Skepsis. Dies hat verschiedene Gründe, die ich mal kurz aufführe:
1. Die Subjektivität/Objektivität von Spieletests/von der Meinungen des Testers ist oft nur schwer trennbar, weil sie zum einen einen fließenden Übergang darstellen kann, zum anderen ist ein Mangel wie z.B. Tearing objektiv, wie man diesen Mangel aber empfindet bleibt subjektiv.
2. Jeder Redakteur unterscheidet sich meist von seinen Kollegen. Während z.B. ein Thomas Nickel von Dragon’s Dogma schwer begeistert war fand Tobias das selbe Spiel eher durchschnittlich. Oft ist es für einen Leser meistens nicht erkennbar, wie die endgültige Bewertung entstand bzw. wie sie nun gewichtet wurde. Wurde z.B. eine 90% “Nickelwertung” nach unten gepasst oder haben vielleicht drei Leute das Spiel getestet und die Bewertung erfolgte aus einem einfachen arithmetischen Mittel (90+85+80)/3=85?
3. Wie sehr sind Zeitschriften von Werbung und Testmustern wirklich abhängig, wie objektiv kann also eine Bewertung überhaupt sein? Fakt ist z.B., dass die Maniac vor 20 Jahren Aladdin mit 79% “abgestraft” hat und Sega die Maniac einige Jahre nicht mehr mit Testmustern versorgte. Würde Activision das gleiche Prozedere betreiben, wenn CoD 79% erhalten würde? Wird die Maniac vielleicht schon von jemanden benachteiligt? Wie wichtig ist die Bewertung in Bezug auf die Werbeaufträge und wie abhängig ist die M! von selbigen? Das sind alles Punkte, die dem Leser einfach nicht ersichtlich sind. Aus dieser Unwissenheit werden oft genug Thesen wie der Nintendo-Bonus oder die “ihr-seid-doch-alle-gekauft”-These abgeleitet.
4. Was versteht der Tester denn wirklich von seiner Materie? Ist er vielleicht seit SNES Zeiten ein riesiger Prügelspielfan oder muss er gerade eine Zweitmeinung schreiben und kennt außer Tekken und Street Fighter keine anderen Prügelspiele?
5. Ist der Tester durch seine eigene subjektive Meinung vielleicht verfangen? Ist er Fifa-Hater und PES-Lover? Hasst er Nintendo allgemein und will pauschal jeden Test für Wii/Wii U/3DS abwerten? Beeinflusst ihm irgendetwas im privaten Leben, was ihn dazu bewegt mal gut gelaunt 90% zu vergeben und mal schlecht gelaunt ein Spiel abzustrafen?
6. Wurde überhaupt zu vernünftigen Bedingungen getestet? Kann eine KI wirklich schlecht sein oder liegt es daran, dass der Redakteur Stufe “leicht” gewählt hat? Hat der Erst-Tester an einem Röhrenfernseher gespielt und sein Kollege am High-End Gerät mit erstklassigem Sound-System?
7. Wann ist ein Redakteur wirklich Profi? Er spielt seit 30 Jahren Rollenspiele und gilt in der Redaktion als DER Mann für RPGs, doch hat er durch diese Erfahrung denn noch die nötige Distanz zur Materie? Übersieht er vielleicht durch Betriebsblindheit einige grobe Schnitzer oder bestraft er ein neues Konzept, weil sein Herz für Retro schlägt?Das sind nur einige Punkte, die einem Leser nie ersichtlich sein werden. Alles in allem sind es keine Dramen und durch verschiedene Prozesse werden einige “Peaks” ausgebügelt, aber Schwankungen von einigen Prozentpunkten bleiben halt weiterhin möglich. Es kann genauso falsch sein sich Killzone 3 zu holen, weil es einen Prozent Punkt mehr als Crysis 2 bekommen hat sowie es auch falsch ist sich ein Halo 6, welches in der M! einen Award erhielt, zu kaufen, obwohl man die Vorgänger “scheiße” fand.
Oft hole ich ein zweites Magazin heran oder ich lese Amazon Rezensionen. Gerade letztere sollte man nicht unterschätzen. Manche sind klasse und detailliert geschrieben und teilweise länger als der jeweilige M! Test. Wenn man nun die Gesamtbewertung von Peaks reinigt (also eine Normalverteilung annimmt und die Fan-Boy und Hater Meinungen ersatzlos streicht) erhält man ein recht objektives Bewertungsschema. Wenn man nun die einzelnen Tests für sich auswertet (z.B. Tearing stößt mir oft nicht so übel auf wie Kantenflimmern) bekommt man oft ein Bild, was dem eigenen entspricht oder sehr ähnlich ist.
Deswegen kann es nie den richtigen Test geben, weswegen auch eine Punktzahl, welche die Qualität eines Spieles quantifizieren und somit vergleichbar machen soll, regelmäßig von meiner Meinung abweichen kann und wird. Allerdings halte auch ich das momentane Bewertungsschema für unqualifiziert. Da sich die meisten Spiele in den 70ern und 80ern tummeln und richtige Fehltritte sich wohl niemand kaufen wird, wäre es besser den Bewertungshorizont zu verschieben und zu strecken. Ergo werden alle Spiele von 1-50 Prozent in einen Bereich von 1-10 geschoben und die 51-90 Wertungen nun von 11-90 ausgedehnt. Das würde auch diese selten dämlichen (ja, soviel Shitstorm muss gerade mal sein) Meta-Kritiken offensichtlicher entkräften, damit auch mal der letzte Horst begreift, dass dieses Schema Daten verrechnet, die aufgrund ihrer Art eigentlich nicht verrechnenbar sind.
Zum eigentlichen Thema: Zu Thomas Nickels Meinung bezüglich FF 13-3 und dem “verzerrten Weltbild der Netzgemeinde” habe ich schon genug geschrieben. Zum einen ist so eine Definition/Klassifikation der “Andersdenkenden” für einen Profi nicht angemessen und meiner Meinung nach wird keinerlei Differenzierung betrieben. Obwohl er nicht ganz Unrecht hat, wenn er erkennt, dass Scheiße viel leichter fliegt (und deswegen wohl auch so oft geworfen wird) als Lob und Kritik.
Dass Redakteure oft auf Drittmeinungen zurückgreifen und deswegen häufig Begründungen oder Meinungen von “videospielfernen” Dingen (seien es volkswirtschaftliche, betriebswirtschaftliche, psychologische oder technische Dinge) unreflektiert und unkommentiert adaptieren, empfinde ich auch als Defizit. Da bin ich einer Meinung mit Kapitän Karotte.
28. Januar 2013 um 18:47 #1106956
Max SnakeTeilnehmerKomisch wenn ein Person ein Spiel gefällt und wenn ein Person das Spiel nicht gefällt und sein Kritik an ihn bezogen wird, dann kommt heftige Argression aus.
28. Januar 2013 um 18:52 #1106957
LofwyrTeilnehmer@ulrich: Das kann ich mir denken. Niemand möchte ja das sein “Baby” schlecht weg kommt .
@greenwade: Und schon haben wir nicht die gleiche Meinung. Eine gute Story ist mir auch in Egoshootern wichtig. Da sieht man wie subjektiv das ist.28. Januar 2013 um 19:00 #1106958
DerPandaTeilnehmer@captain carot
jep sehr schönes thema und in meinen augen sehr aktuell hier im forumes gibt bestimmte spiele hier im forum wo man bloß nichts positives sagen darf weil man sonst fast nur dämliche kommentare erntet oder wie angesprochen das man in news zu manchen games dann so nutzlose sachen liest wie “das ist scheiße”. meine güte akzeptiert doch auch mal die meinung anderer auch wenn sie nicht mit der eigenen übereinstimmt. geschmäcker sind nun mal verschieden und man kann sich eigentlich ja auch nicht wirklich aussuchen was einem gefällt und was nicht.
28. Januar 2013 um 19:31 #1106959
Max SnakeTeilnehmerCaptain Carot das kann ich verstehen.
Sowas kannte ich im Podcast in der M! Games zur eine beschlagnahme Zombie Spiel.
http://www.maniac.de/content/m-cast-84-%E2%80%93-der-zombie-ist-rund
Folgende Mensch hat sehr gutes Kommentar gegeben.
(Name wird hier nicht genannt)
Er meinte: Eine Rezension hat immer ein persönliche Note und wenn der Tester das Spiel als durchschnitt erfindet, dann ist auch seine Aufgabe auf Papier zu bringen, wenn auf dem Text kein Käse steht, ist doch in Ordnung.
Er vermutet das sich viele Leute sich wünsche eine gesetzliche Reglung erwartet wie Videospiel – Rezension sein solltet und dürfen mehr als 5 Punkte durch den durchschnitt abweichen, sonst gibt es Bestechung oder Schiebung.
Er findet schön die Meinung von Menschen zu lesen und nicht Texte, die wie Preview wirkt und letztendlich eines genediegen nicken an den Hersteller sinn.
28. Januar 2013 um 19:33 #1106960
AnonymInaktivDer Panda, welche denn?
Zudem, selbst wenn Dir jemand sagt, dass ers schlecht/scheiße/negative-wortwahl findet, was stört es Dich?28. Januar 2013 um 20:20 #1106961
DerPandaTeilnehmer@Nightrain
Final Fantasy 13, Square-Enix, Gran Turismo 5 oder auch ein Resident Evil 6 sind zb so sachen wo man bloß nichts positives sagen darf weil man direkt hohn und spott erntet. mag ja sein das ich mich vieleicht auch etwas anstelle aber es nervt mich halt diese gehaltlosen, nutzlosen posts… und ja ich kann nichts dagegen machen und muss damit klar kommen ich weiss aber man muss seinem unmut auch manchmal zum ausdruck bringen oder nicht?28. Januar 2013 um 20:32 #1106962
Max SnakeTeilnehmerVideospiel sind mehr eine Individuelle Erlebnis, als im Film, weil der Spieler aktive an eine Spiel annimmt.
28. Januar 2013 um 20:49 #1106963
LofwyrTeilnehmerDas passt ja mal wunderbar zum Thema. Wird wohl morgen auch hier stehen.
http://www.gamepro.de/playstation/spiele/ps3/dmc/news/dmc_devil_may_cry,46490,3008815.html
28. Januar 2013 um 21:02 #1106964
Black KaindarTeilnehmerLofwyr wrote:Das passt ja mal wunderbar zum Thema. Wird wohl morgen auch hier stehen.
http://www.gamepro.de/playstation/spiele/ps3/dmc/news/dmc_devil_may_cry,46490,3008815.html
Das sind dann so Dinge die gehen einfach gar nicht mehr! Auch nicht wenn es als Scherz gemeint ist!
28. Januar 2013 um 21:05 #1106965
Max SnakeTeilnehmerLofwyr wrote:Das passt ja mal wunderbar zum Thema. Wird wohl morgen auch hier stehen.
http://www.gamepro.de/playstation/spiele/ps3/dmc/news/dmc_devil_may_cry,46490,3008815.html
Gesunde Menschen Verstand braucht man auch. Zumal in der USA gut verkauft wird.
28. Januar 2013 um 21:49 #1106966
BelphegorTeilnehmerMir sind die Meinungen und Tests der Redakteure immer noch wichtig. Wenn ich das Spiel dann anders erlebe dann ist das halt so. Schliesslich geht es immer noch um, in vielen Dingen, subjektives empfinden. Nicht alles lässt sich objektiv miteinander vergleichen.
Meinungen im Netz verfolge ich gerne, bilde mir aber weiterhin meine eigene Meinung. Allerdings kann ich diese persönlichen Angriffe gegen Leute mit einer anderen Meinung nur schlecht verstehen/ gut heissen. Diskussionen wie, Big N rules, Sony sucks usw. empfinde ich als Kindergarten. Allerdings einen oftmals unterhaltsamen
28. Januar 2013 um 22:04 #1106967
greenwadeTeilnehmerLofwyr wrote:…@greenwade: Und schon haben wir nicht die gleiche Meinung. Eine gute Story ist mir auch in Egoshootern wichtig. Da sieht man wie subjektiv das ist.
kannst du mal ein par beispiele in dem zusammenhang nennen. also spiele die dir besonders gut gefallen?
28. Januar 2013 um 22:18 #1106968
WichtgestaltTeilnehmer@greenwade:
Das Paradebeispiel für die perfekte Verbindung von FPS und guter Story dürfte immernoch Bioshock sein.
Fear hat mir damals auch noch gefallen und neueren Datums ist “The Darkness 2”, welches ich selbst allerdings noch nicht gespielt habe.
Zu dem Thread-Thema hier könnte ich noch so einiges Schreiben, allerdings bin ich zu müde. Vielleicht morgen in der Mittagspause. -
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