Who criticizes the critics? Spieletester vs. Netzgemeinde.

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  • #1107024
    KiryuKiryu
    Teilnehmer

    Es gibt natuerlich fuer mich auch ausnahmen unter den Triple A.Ich freue mich dieses Jahr zum Beispiel sehr auf Last of Us und Beyond Two Souls.
    Einem Gears of War,Halo oder Assassins Creed kann ich heute nicht mehr viel abgewinnen,und das als frueherer grosser Fan der ersten beiden.
    Bei mir ist einfach eine uebersaettigung eingetreten,vielzuviele Shooter und zuviele Nachfolger in dieser Gen.
    Auch God of War Ascension haetten die sich sparen koennen,das ist der teil der zuviel ist,zumal der Multiplayer absolut ueberfluessig ist.
    Ich bin nur froh das Naughty Dog Uncharted ruhen laesst und stattdessen Last of Us bringt.

    #1107025
    KinskiKinski
    Teilnehmer

    ich mag tripple A titel. genauso wie ich auch kleinere produktionen mag. ich glaub carrot hat geschrieben das es auf die titel ankommt. so seh ich das auch. habe auch super gern MW1 MW2 und world at war gezockt. bei MW3 merk ich doch schon starke abnutzungserscheinungen und Battlefield 3 kratzt mich gar nicht, obwohl bad company 2 wirklich genial war. dabei zock ich kriegsshooter im allgemeinen eher selten. ich empfinde games aus der FPS immer noch sehr interessant, was vor allen bei mir aber an titeln wie halo und half-life liegt. aber auch adventures in der FPS gibt es genug, dass grandiose Deus Ex HR war ein brett von einem spiel. hab mich da direkt vom ersten moment an verliebt. wie damals bei teil 1 und auch teil 2. ich habe gerad sehr viel spaß mit assassins creed (auser mit der ersten gurke) freue mich dieses jahr auf viele große Triple A titel und ich werde diese auch mit freude konsumieren. und zur immer noch beliebten resident evil thematik: ich persönlich fand den 5ten teil super. in dem spiel steckte viel liebe zum detail und ich hatte sehr viel spaß damit. der 6te hingegen wirkt wie dahingerotzt, er ist einfach nicht fertig geworden und die story ist jenseits von gut und böse, aber ich hatte trotzdem spaß, auch wenn dieser “spaß” mittlerweile mit tränen in den augen passiert. ich hoffe capcom bekommt nochmal die kurve :-/

    #1107026
    Anonym
    Inaktiv

    Egal ob Spiele, Musik, Filme oder Serien: Kritiker gehören kritisiert. Jeder sollte Feedback für seine Arbeit erhalten, um sich verbessern zu können. Natürlich ist es nicht leicht, wenn man zum Teil öffentlich und anonym beleidigt wird. Wenn man sich dann mal Luft machen muss und die Netz-Gemeinde angreift, dann sollte diese es ebenfalls als Feedback verstehen. Zumal im Gegensatz zum Kritiker da niemand persönlich angesprochen wird.

    “Der Ton macht die Musik”, das kann hier gar nicht oft genug zitiert werden.

    #1107027
    Sil3ntChillSil3ntChill
    Teilnehmer

    Die Wertungsproblematik (70er vs. ab 85er) ist aus meiner Sicht inzwischen doch recht stark verzerrt.
    Wurde zwar irgendwo hier schonmal angesprochen, aber seis drum:

    Früher erschienen (zumindest für mich subjektiv gesehen) wesentlich mehr Gurken. Diese wurden dann (wenn wir schon im Zahlensystem bleiben wollen) allerdings auch dementsprechend von den Kritikern abgewatscht. Gabs nicht sogar mal den Man!ac-(M!Games-)Award “Gurke des Monats”?

    Da anscheinend der Großteil der “relevanten Spiele” sich heutzutage im Wertungssegment von sagen wir mal mindestens 68% bis oben offen bewegt, müsste das doch im Umkehrschluss bedeuten, dass wesentlich mehr gute als schlechte Spiele erscheinen. Und zumindest mein Eindruck bestätigt dies. Potentiell spielbare und unterhaltende Spiele sind heute eher die Regel, als Totalausfälle.
    Einfach formuliert: Wir haben heute eine wesentlich breitere Auswahl an “guten” Spielen, bis hin zum “Hit”.
    Das mag natürlich auch mit dem fortschreitenden Alter von uns Gamern und der damit einhergehenden gesteigerten Liquidität zusammenhängen (Mehr Geld, mehr Konsolen nebeneinander, mehr Spiele, die man sich leisten kann), ist aber in meinen Augen nicht das einzige Kriterium, warum wir durchschnittlich mindestens solide Game-Kost am Markt vorfinden. Andere Faktoren mögen zu dem Ist-Zustand beitragen, unter anderem könnten das sein:
    (a) schlicht und ergreifend die “bessere” Qualität der Spiele;
    (b) der von ein paar Publishern dominierte und dichtgedrängte Markt und die damit einhergehende “Qualitätssicherung” oder Markforschung;
    ( c ) die nicht mehr ganz so unabhängige “Unabhängigkeit” der Kritiker von den Publishern und die dadurch “geschöhnten” Wertungen (gewagte und nicht überprüfbare These, no offense)
    (d) der gesunkene Anspruch von uns Gamern und den Testern, bedingt durch eine Übersättigung (?)
    und etliche weitere Punkte. Über die einzelnen Gründe, warum der Markt anscheinend heute bessere Produkte abwirft, ließe sich natürlich sehr gut diskutieren ;)

    Desweiteren wird heutzutage einfach wesentlich mehr Geld in die Hände genommen um ein “TrippleA” Spiel zu produzieren. Sicherlich gabs auch bereits auf dem Weg von “Früher” bis “Heute” Spiele, in die eine Menge Kohle versenkt wurden. Man denke nur zum Beispiel an Shenmue, welches (zumindest in meiner Erinnerung) eine ganze Zeit lang als das teuerste Videospiel aller Zeiten zweifelhaften Ruhm erreichte. Was inzwischen aus der Serie Shenmue oder dem Publisher/Entwickler SEGA geworden ist, ist hinlänglich bekannt. Daran sieht man, dass ein großes Budget und ein von Kritikern und Fans geliebtes Spiel kein Garant für den Goldesel darstellt.
    Heutzutage gilt dieser Grundsatz anscheinend immer noch, wie z. B. Kingdoms of Amalur beweist. Ein 80er Kandidat, in dem eine Menge Geld versenkt wurde. Kein schlechtes Spiel, aber die Akzeptanz und der Absatz verliefen so mies, dass das Studio kurzerhand pleite ging und einen Haufen (im Mio. Bereich) Schulden hinterließ.

    Ich halte einfach mal fest, dass (imo) heute der überwiegende Teil der Spiele im Wertungsrahmen zwischen sagen wir 70% bis 89% liegen.

    Warum also, greift der Großteil der Konsumenten (anscheinend) lieber zu einem Spiel, welches 86% durchschnittlich erhält, als zu einem 73% Titel?
    Auch hier gibt es wieder viele Gründe (Kaufkraft des Konsumenten: “Ich kaufe mir lieber ein “Knaller-Game” als son mittelprächtiges”; Generelle Fixierung auf die numerische Wertung, die sicherlich durch solch Portale wie Metacritic gefördert wird; Nachfolger einer sehr gut bewerteten Spielereihe erscheint, der Konsument entscheidet: “Ich kenn den Vorgänger, der war klasse, da kauf ich mir doch den Nachfolger, der ist sicher genauso gut, oder besser.”; etc.).

    Aber worauf ich eingehen möchte ist die (von mir unterstellte) Annahme, dass durch den “Wegfall” der Gurkenwertungen unterhalb der 50% Marke, die Konsumenten einfach mehr oder weniger “umrechnen”:
    Da (wie ja von mir angenommen), die Durchschnittswertungen sich in einem recht hohen Bereich tummeln, wird einfach ausgeschlossen.
    Einfach ausgedrückt: Die heutige 73% Wertung ist das damalige 34%.
    Dieser Logik zufolge “muss” es sich bei einem mit 73% bewerteten Spiel doch um ein sehr schlechtes Spiel handeln……
    Das dem ja so nicht ist, wissen die Meisten hier unter uns und es wurden ja auch schon einige gute Vetreter genannt (Deadly Premonition, auf dessen Remake ich mich sehr freue; Wanted; Alice – Madness Returns).

    Wenn ein Cliff Bleszinski zum Veröffentlichungsdatum öffentlich rumheult, weil sein Spiel keine 85 % bei Metacritic bekommt und deswegen die Kritiker anpöbelt, dann erscheint natürlich etwas im Argen (aus dem Gedächtnis rekonstruiert).

    Ob es einen Ausweg aus der “Wertungsmisere” gibt? Gute Frage. Zwei Ansätze, die aus meiner Sicht möglich wären (der eine sehr unwahrscheinlich, der andere für die breite Masse betrachtet auch eher unwahrscheinlich ^^):

    (a) Man schafft diesen numerischen Wertungszirkus kurzerhand einfach ab. Man besinnt sich wieder auf journalistische Qualität, gibt seine (subjektive) Meinung im Test selber ab und verzichtet auf das “Schubladen-System”. Da dieses Wertungssystem aber seit einer recht langen Zeit etabliert ist sehe ich da eher schwarz.

    (b) Die breite Masse ändert ihre Wertungsfixierung und damit ihr Konsumverhalten. Weg von den harten Zahlen, hin zu eigenen Erfahrungswerten. Das mag in einzelnen Fällen (bei uns) funtkionieren, aber für den “Massenkonsum” so sicher nicht.

    Für mich abschließend sagen lässt sich im Grunde nur Folgendes:
    Ich spiele, was mir Spaß macht.
    Sicher werde ich von Tests und ihren Wertungen, Berichterstattungen und Erfahrungen, die ich mit Vorgängern gemacht habe, beeinflusst. Aber ich gebe z. B. gerne auch mal einem “Shadows of the Damned”, oder einem “Star Wars – The Force Unleashed” die Chance mich zu unterhalten. Und gerade das Shadows of the Damned hat mir (zu dem Zeitpunkt) so gut gefallen und mich unterhalten, wie lange kein Spiel davor.

    PS: Wiedereinmal langer Text, ich weis :) Aber wer sich durchbeißt, findet vielleicht doch das ein oder andere Nützliche, oder “Diskutable”. Wie immer vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!

    PPS: @ Wichtgestalt
    Danke für die Blumen :) .
    Aber stell dich mal nicht unter den Scheffel ;) . Ich schätze deine Kommentare hier im Forum sehr.

    #1107028
    DoublefineDoublefine
    Teilnehmer

    Der algemeine Tenor hier geht eher in die Richtung Überbewertung der AAA-Produktionen. Oft gehen die Meinungen darüber weit auseinander was primär am persönlichen Gusto liegt. Mir persönlich hat Gears of War zwar audiovisuell imponiert, spielerisch hielt ichs jedoch keine 2h aus. Actionspiele der alten Schule gefallen mir besser Punkt. Ob es sich jedoch um ein spiel der alten oder der neuen Schule handelt kann man so gut wie nicht aus den Wertungen entnehmen. Viele von uns sind einfach alte Hasen und wir können uns nicht wirklich mit dem Popcorn-Kino anfreunden. Doch eben jenes Popcorn-Kino kommt bei der nachrückenden Generation super an. Es muss krachen und zwar bereits nach 2minuten. Eben jene kaufen sich Skyrim spielen es mit Zweihänder und schwerer Rüstung und titulieren klassische Dolchschurken als Feiglinge.(Jetzt nicht falsch verstehen, Zweihänder machen durchaus Spass was mich stört ist der Titel Feigling nur weil man offenen Konfrontationen ausweicht und auf Heimtücke zurück greift.) Die Masse will schnelle Bestätigung was durch einfaches Gameplay erreicht wird. Wer bereits bei PoP überfordert ist greift zu AC.
    Was allerdings eine fatale Entwicklung in Gang gesetzt hat… Schnelle Bestätigung fließt positiv in die Bewertung ein, ebenso jedes krach-boom. Wie nennt es sich Minimierung des Frustfaktors? Wir nennen es wohl eher minimierung des Spielgefühls. Mein Bruder war zum Beispiel bis zu Brotherhood riesen AC-Fan, doch als die Story stagnierte und mit 3 sogar abnahm begann auch für ihn der Verfall der Serie. Nemmt AC die Story und es bleibt ein belangloses Rumgelaufe und gekloppe mit 2 Knöpfen. Dark Souls stellt wohl so etwas wie ein überbleipsel, nein eine Bastion der fordernden Spiele da und wird desshalb glorofiziert. Mir persönlich macht es zwar Spass, ich sehe es aber nicht als Heilsbringer. Im allgemeinen geht der Trend in richtung Präsentation über Spielgehalt zumindest bei den AAA´s. In gewisser Hinsicht Suda51 überall…
    70% Titel haben dagegen oft Ecken und Kanten und fordern eine Auseinandersetzung mit der Materie…

    #1107029
    SpacemoonkeySpacemoonkey
    Teilnehmer

    das tolle an dark souls ist dass es erfolgreich ist. und wenn etwas erfolgreich ist wird es auch kopiert :)

    #1107030
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Nur so nebenbei, AC krankt mittlerweile auch an anderen Dingen wie immer actionlastigerer Auslegung, als reines Actionspiel taugt es aber nicht sooo viel.

    Das mit fordernden Spielen ist auch so eine Sache. Verdammt viele Spiele mittlerweile haben einen wählbaren Schwierigkeitsgrad. Wenn ich jetzt etwa bei Dirt 2 die ganze Zeit auf lässig fahre, dann brauch ich mich auch nicht beschweren, wenn ich spätestens nach zwei Wochen durch bin.
    Die Popcorndiskussion ist in vielen Punkten auch etwas albern. Die meisten Retrogenres sind im Prinzip eher flach mit viel Krachbumm. Typische Oldschool-Shmups sind nicht wirklich komplex, auch wenn es hilft, Feindformationen auswendig zu kennen, will man scoren. Ebensowenig ist Contra/Probotector spielerisch komplex, schwer vllt. schon, komplex aber absolut nicht.

    Man könnte wohl eher sagen, dass viele neue Spiele ein anderes Krachbumm bieten.

    Was die “Wertungsinflation” angeht, bei so manchem vermeintlichen Klassiker bin ich heute geschockt, wie schlecht er sich spielt. Andere Spiele, wie die Super Star Wars Titel, seinerzeit überdurchschnittlich gut (meist im oberen 70er Bereich bewertet) ssind heute eher unterdurchschnittlich bis Mittelmaß. Klar, bei unzähligen Titeln kann man etwa auf dem SNES trotzdem 100 tolle Klassiker zusammenbekommen. Aber gerade, wenn man sich nicht auf die Klassiker konzentriert sondern querbeet zockt merkt man, wie viel Schrot es damals gab.

    Erinnert sich z.B. jemand an Nigel Mansell für´s SNES? Damals ziemlich solife bewertet. Heute ist es einfach Schrott, ein F-Zero hat sich dagegen erstaunlich gut gehalten.

    Herausragende FPS von 1994? Doom und, äh, Doom. Und massig Klone, die heute keiner mehr kennt und die einfach mies waren.

    Auf der PS2 hab ich dagegen schon eine Masse immer noch guter und spaßiger Spiele zur Auswahl. Das wird rückwirkend für die Box wohl nicht viel anders sein.

    Wenn diese Generation eine echte Schattenseite für mich hat, dann das, was ich gemeiner Weise gerne als “schleichende CoDisierung” bezeichne. Viele Spiele sind simpler und geradliniger, als ihnen gut tut, um möglichst zugänglich zu sein. Das war am Anfang dieser Generation noch etwas anders.

    #1107031
    Max SnakeMax Snake
    Teilnehmer

    Der Trend kann sich immer noch ändern und die Shooter kost hat so langsam den Piek erreicht.

    Danke Sil3ntChill.

    @ Captain Ich schaue auch natürlich auf dem Tellerrand, kaufe auch gute Geheimtipps, aber wie gesagt, ich möchte nur gut beraten lassen von Redakteure, zumal ich diese zwei Wörter objektive und subjektive nicht viel anfangen kann. Was die schreiben ist kein Gesetzt, sodern eine Meinung, eine hoffentliche Hilfestellung in der große Videospieldsungel. Man muss ihre Meinung auch nicht akzeptieren. Aber wir reden doch im selben Kreis.

    Wichtig ist, man hat sein Spaß und das ist das wichtige dabei.

    Mein Erlebniss zur Thema angegriffen von ein Spiel, war es Titel Lollipop Chainsaw. Ausgeliehen, nächste Tag zurückgebracht, der Angestellter frag mich, ob es mir gefallen hat und ich hatte paar negative Sachen erzählt. Der nächste Kunde hat es gehört und kann es nicht fassen, das es mir nicht gefallen hat und die Töne kam bei uns schlecht rüber.

    Gamescom 2011 Köln Hauptbahnhof in bei Burger King.
    Mit gelauscht über bei paar Spiele der ihn gefällt und ich sage paar Dinge, was nicht so gut waren und plötzlich kam der Ton nicht gut rüber.
    Gefolgt habe ich gesagt ich in bin Leser und blöde Kommentare kam.

    #1107032
    KiryuKiryu
    Teilnehmer

    CODisierung;genauso sehe ich das auch mit dieser Gen.Dieses Spiel war wirklich ein Fluch fuer uns Gamer.

    #1107033
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Nein, weniger das Spiel als diese Art, alles zu simplifizieren. Die hätte es vermutlich auch in einer Call of Duty freien Welt gegeben. Resident Evil 4 hat im Prinzip bereits 2004 in die Richtung gezeigt.

    Gleichzeitig muss das nichts schlimmes sein, wenn man es richtig macht. Skyrim ist deutlich zugänglicher als seine Vorgänger, erst recht als Morrowind. Das Leveling wurde drastisch vereinfacht, ohne die Charakterentwicklung zu versauen, Steuerung und Kampfsystem gehen einfacher von der Hand. Gleichzeitig ist die Welt eher komplexer geworden, aber auch organischer.

    Man hat sozusagen an den richtigen Stellen vereinfacht.

    Auf der anderen Seite werden andere Spiele zu sehr begradigt oder sogar um grundlegende Elemente beraubt. Da darf man ziemlich aktuell z.B. Mass Effect nennen. Rollenspielelemente wurden immer weiter zurückgeschraubt, man kann eine Aufgabe eigentlich nur noch auf eine Weise abschließen, allerdings gut oder schlecht, das Spiel an sich wurde immer linearer. Von spielerischer Seite bleibt vom Originalkonzept nur noch wenig übrig.

    Das ist auch ein bisschen mein Problem bei Tomb Raider. Statt Rätseln und fordernden Klettereinlagen wird es Ballern, vllt. etwas Survival und mehr oder weniger selbstlaufende Klettereinlagen geben. Das kann ja sehr gut sein, nur bieten das a) massig andere Titel und b) fehlt fast alles Tomb Raider typische.
    Da stellt sich zwangsläufig das Gefühl ein, dass ich so ein Tomb Raider nicht brauche aber gerne mal wieder ein Spiel hätte, das fordernde Klettereinlagen und Rätsel bietet. :-p

    So, schon ziemlich OT.

    #1107034
    DoublefineDoublefine
    Teilnehmer

    Heraus nehmen relevanter parts versteh ich eigentlich nicht unter Codifizierung. sondern eher wie die Karotte als vereinfachung. CoDifizerung ist eher preschen durch einen skriptverseuchten Schlauch, der nicht viel spielerisches Können vorraussetzt. Ruft euch einfach mal, den Gears3-auf-höhster-Schwierigkeitsstufe-durchspielen-ohne-selbst-aktiv-zuwerden-Artikel in erinnerung.
    Bei vielen der heutigen RPG´s(mein Genre) ist selbst der höhste Schwierigkeitsgrad ein Witz. Als Beispiel möchte ich mal DA2 anführen. Das man seiner Party auf Konsole keine Befehlsketten zuordnen konnte, erschwerte den Erstling rapide. Da man seine Party zwar sehr gut einstellen konnte, aber einige “wenns” nicht abzudecken waren, zudem musste man die Taktikfelder als Skillung wählen so das mehrere Jobs pro Char von vorne herein ausschieden. Er wurde also durch die schwachsinnige Anpassung an Konsole drastisch erschwert. Doch anstatt beim zweiten eine KoTor-ähnliche Befehlskette einzuführen wurde direkt das gesamte Spiel deutlich anspruchsloser. Wenn eine Standart 4er Party (Tank/Off-Tank/Support-Healer/Schurke) den jeden End/-gegner ohne Probleme wegfegt spricht das entweder für meinen unglaublichen Skill oder dafür das Frustreduktion betrieben wurde.

    #1107035

    Was mir gerade zum Thema Shooter einfällt; Quake 3: Arena hat damals (1998) die absoluten Traumwertungen geholt. In der PcGames hat es z.B. mit 98%, soweit wie ich weiß, die allerhöchste Bewertung überhaupt erhalten. Selbst heute ist es noch ein Klassiker und schlägt jedes CoD oder Counter Strike spielend. Ein 90% Titel wie Modern Warfare 1 z.B. fand ich schon immer dermaßen überbewertet. Das Setting mochte vielleicht “modern” und neu sein, aber der Rest ist eine Mischung aus on-the-Rail-Shooter und der Moorhuhn Jagt. World at War war z.B. um einiges abwechslungsreicher und ich spiele es heute noch gerne, obwohl es mit 85% rum gerade noch so am Award kratzt.

    Ich würde sogar sagen, dass die Spiele, die damals neue Maßstäbe setzten heute eher spielbar sind als ihre damaligen Duplikate. Wie viele PS1 Spiele gibt es z.B. die die Maniac mit 80%+X bewertet hat, die man heute nicht mehr anrühren würde? Die Rare Spiele des N64 sind meiner Meinung nach heute noch Perlen, die einen Großteil der heutigen “must-haves” locker ausstechen. Vor allem Goldauge wischt mit jedem Call of Beauty den Boden auf. Mario sowie Banjo und Kazooie spielen jedes Crash, Little Big Planet und stellenweise auch die Raymans heute noch an die Wand. Wipeout ist auch nur ein “Opfer” von F-Zero X und der goldfarbende Tötungsinstinkt zeigt dem Brust Blender DOA wo der Hammer hängt.

    Mir fallen aber auch einige Durchschnitts-Spiele wie Batman Returns ein, die mich damals wie heute noch mehr begeistern als die damaligen Awards. Die 84% des Resi 1 Remakes für die Wii ist in meinen Augen auch mindestens 10% zu tief angesetzt. Da fallen mir gut 20 Spiele (inklusive Spiel des Jahres Dishonored) mit 85%+X des Jahres 2012 ein, die eher 84% verdient hätten.

    Schwierig wird es jedoch für Redakteure bei den jährlichen Updates. Bei einem Fifa 12 merkt man z.B. dass man nie wieder ein Verlangen haben wird die Fifas vor 2011 zu spielen. Andererseits fragt man sich zu Recht, warum man sich ein Fifa 13 holen sollte, wenn man bereits Fifa 12 besitzt. Auch die Mini-Updates von Street Fighter werden in meinen Augen einfach zu hoch bewertet. Trotz geringer Veränderungen wird meist die Traumwertung des Vorgängers adaptiert, während bei anderen Spielen aufgrund von fehlender Innovation einige Prozentpunkte abgezogen werden. Eigentlich bräuchte man somit eine Bewertung für Leute, die mit dem neusten Teil einer Serie einsteigen und eine Bewertung für die, die den Vorgänger schon besitzen.

    #1107036
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Hätten die Spiele das denn verdient? wipEout war exzellent spielbar, insbesondere die 2097 Episode. Danach kam erstmal ein langer Fall bis zur ersten PSP Episode.
    Resident Evil war eigentlich immer “Nur gut”, in vielen Punkten reicht es nicht mal ganz an die alten Alone in the Dark heran. Goldeneye? Das hab ich vor nicht allzu langer Zeit gespielt. Mal ehrlich, das ist auch abseits der Grafik ganz schön angegraut.
    Insofern spielt besonders bei langjährigen Zockern die rosarote Retrobrille eine entscheidende Rolle.

    Das heißt nicht, dass alte Titel keinen Spaß machen. Für die Oldschooler spielen die aber eine ganz andere Rolle und haben ebenfalls einen anderen Stellenwert.

    #1107037
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer

    Bei Updates sollte zwar darauf hingewiesen werden in wie fern es sich vom Vorgänger unterscheidet aber am Ende sollte man jedes Spiel unabhängig bewerten. Das Fangemotze gibt es eh im Internet.

    #1107038

    Alleine die Tatsache, dass man bei Goldeneye nicht nur von A nach B laufen musste, sondern gerade auf höheren Stufen Aufträge abseits der Missionen zu erledigen hatte schlägt heute vieles. Hinzu kommt, dass nicht alle 50 Meter ein Skript ausgelöst wird und die Gegner nicht nach 3 Schüssen in den dicken Zeh sterben. Auch das Waffenarsenal kann sich bis heute noch sehen lassen und ergibt im Gegensatz zu diesen pseudo-realen 50mal das gleiche Sturmgewehr oder 30 mal die selbe MP Sinn und tatsächliche Variationsmöglichkeiten. Die Freiheiten im Spiel sind ebenso fein. Wenn ich zuerst alle Gegner töten will bevor ich Sprengladungen setze oder das Modem installieren will, kann ich das machen und muss nicht wie ein Depp streng nach Skript arbeiten. Ich lege halt auch mal gerne Sprengstoff, ohne dass mir eine Schattierung sagt, dass ich ihn genau an der Stelle legen muss.

    Alone in the Dark? Sorry, ich musst jetzt echt lachen. Ich habe damals den dritten Teil durchgespielt und Teil 1 und 2 mittendrin aufgehört. Die waren ganz ok, mehr nicht. Ich frage mich bis heute, wie sich Leute dabei gruseln können. Resi 1 ist auch heute noch gut Spielbar, AitD packt doch keiner mehr freiwillig an. Da muss man schon eine sehr dickglasige Retrobrille tragen. Gleiches gilt für Wipeout, das packt doch ebenfalls niemand mehr an, während z.B. F-Zero X immer noch ein Brett ist.

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