Who criticizes the critics? Spieletester vs. Netzgemeinde.
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captain carot vor vor 13 years, 2 months aktualisiert.
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28. Januar 2013 um 23:06 #1106969
AnonymInaktivbitt0r wrote:ich finde die prozentzahlen lächerlich. als teenager hab ich die noch ernst genommen.
Jup, als ich noch jünger war, habe ich auch noch auf Wertungen geachtet. Aber heute brauche ich nur noch einen Trailer + Gameplay Video, um zu entscheiden ob ich Bock aufs Spiel habe oder nicht. Auf mein geschultes Spielerauge und meinen eigenen Geschmack kann ich mich eigentlich immer verlassen. Fehlkäufe passieren mir da nie.
Wertungen interessieren mich heute kaum bis gar nicht mehr. Ich lese mir dennoch gerne noch Tests durch, einfach um nur mehr Infos über das Spiel zu erhalten oder um etwas über starke Mängel, wie z.b auf Technischer Seite (heftige Ruckler hier und da? Tearing? usw.) zu erfahren.Wird mein geliebtes Spiel nicht so gut bewertet oder andere Leute finden es Kacke, dann geht mir das auch am Arsch vorbei. Nehmen wir z.b mal Asuras Wrath. Für mich der absolute Oberhammer, 14 mal durchgespielt und hat mich einfach nur geflasht, wie schon lange nichts anderes mehr.
Ich könnte bestimmt mehr als 100 Dinge nennen, welche in an dem Spiel liebe.Andere sehen bei dem Spiel aber nur eine Reihe von schick inszenierten Quicktime Events und seichtes Gameplay ohne wirkliche Tiefe und wenig Abwechslung.
Ist für mich aber kein Problem. Hey, ich kann sogar verstehen, dass man dies so sehen könnte. Das stimmt ja sogar eigentlich!
Ändert für mich aber nichts daran, dass Asuras Wrath die Adern in meinem Pimmel so krass anschwellen lassen vor Begeisterung, dass ich fast schon Angst haben muss einen Herzinfarkt beim Orgasmus zu bekommen. Mein Spiel des Jahres 2012!
In Manchen Reviews hat das Spiel nur eine 6 von 10 bekommen. Hier und da mal ne 7 und nur ganz selten war man so begeistert, wie ich es war und vergab ne Wertung im hohen 80er Bereich.In der M! Games hat das Spiel auch eine hohe Wertung im 80er Bereich bekommen, aber auch nur, weil Matthias Schmid das Spiel getestet hat, und eben genau auf diesen geilen Scheiß steht! : )
Der Spielspaß den man bei Spielen hat bzw. haben kann,, ist eben einfach fast nur Subjektiv zu beschreiben.
Dennoch kann man aber Objektiv beurteilen ob bestimmte Dinge mehr oder weniger gut sind. Funkioniert die Steuerung so gut, wie sie bei dem Spiel sein soll? Hat die Grafik Mängel wie Tearing oder Ruckler? Macht die Kamera Probleme und stirbt man deshalb ungewollt viele Bildschirmtode, was zu Frust führt? Gibt es viele unfaire Stellen im Spiel, weil es so schlecht durchdacht ist? Ist das Spiel sehr Storylastig, die Charaktere aber unglaubwürdig oder ist die Story schlecht geschrieben mit vielen Logiköchern usw.? Kommt halt immer aufs Spiel an. Sind diese Sachen aber Handwerklich alle gut gelöst, dann liegt der Rest einfach nur noch am eigenen Geschmack.Nehmen wir mal Call Of Duty. Ich habe Teil 4 damals ganz gerne gespielt, hatte bei den nächsten Ablegern aber schon überhaupt keine Lust mehr auf Moorhuhn KI, Schlauchlevel so krass wie bei keinem anderen Ego Shooter und böse Russen (Oder füge ein beliebiges, nicht Amerikanisches Land ein) Story im Singleplayer. Auch der Multiplayer wurde mir persönlich immer nerviger.
Dennoch erkenne ich, warum man dem Spiel auch ne gute Wertung geben kann.
Super flüssiges Gameplay mit 60 Bildern Pro Sekunde (Wenn man das bedenkt, ist auch die Grafik sehr gut), top Spielbarkeit, super fette Popcorn Kino Action Inszenierung und ein extrem umfangreicher Multiplayer Modus in dem man einfach immer wieder schnell einsteigen und loszocken kann.Mich spricht die Reihe trotzdem nicht an und ich würde vom Spielspaß her, gefühlt 70% geben und nicht mehr. Eben einfach weils nicht mein Ding ist und mir einige Sachen dort nicht gefallen, welche für die meisten anderen Call Of Duty Freunde aber leicht zu vernachlässigen sind.
Ich mag Ego Shooter eigentlich und Call Of Duty bekommt meistens Wertungen im hohen 80er Bereich und geht fast immer sogar in die 90er rein.
Obwohl ich Ego Shooter mag und das Spiel überall gelobt wird, kann ich dennoch nichts damit anfangen. Kann also den Wertungen auch nicht vertrauen. Ich spiel da lieber Ego Shooter wie The Darkness oder Bulletstorm!Ich fand das in der Gee immer cool. Die haben auf Wertungen verzichtet, was übers Spiel erzählt und dann einfach aufgelistet was denen gefallen oder nicht gefallen hat. Danach musste man sich halt seine eigene Meinung bilden.
Vielleicht muss man aber auch überlegen, wer alles Videospielzeitschriften nur wegen den Tests kauft. Sind es wir, die extremen Hardcore Zocker, welche schon so ziemlich alles kennen und schon viel Erfahrung mit Videospielen haben? Wir, die genau wissen was wir wollen? Oder sind es mehr die, welche sich ab und zu mal ein Spiel leistem, sich Abseits davon aber nicht weiter oder tiefgründiger mit dem Thema Videospiele beschäftigen? Für diese wären dann halt die Wertungen vielleicht doch von Vorteil, um sich daran für den nächsten Kauf zu orientieren. Eben so, wie wir als noch getan haben, als wir klein waren : ) Wir ziehen uns dann halt den Text und die Meinungskästen rein und ignorieren einfach die % Wertung oder nehmen diese nicht so genau.
Alter Schwede, ich bin grad so stoned, dass ich mich frage, ob das alles überhaupt einen Sinn ergibt, was ich geschrieben habe xD
Aber egal, hauptsache ich habe meinen Senf dazugegeben
29. Januar 2013 um 2:06 #1106970
greenwadeTeilnehmerWichtgestalt wrote:Das Paradebeispiel für die perfekte Verbindung von FPS und guter Story dürfte immernoch Bioshock sein.
Fear hat mir damals auch noch gefallen und neueren Datums ist “The Darkness 2”, welches ich selbst allerdings noch nicht gespielt habe.
Zu dem Thread-Thema hier könnte ich noch so einiges Schreiben, allerdings bin ich zu müde. Vielleicht morgen in der Mittagspause.
ok, bioshock und the darkness sind für mich keine reinrassigen shooter. eher adventures mit viel action. wenn die story ein standbein eines spiels ist, ok dann soll sie auch in die wertung mit einfließen. ich finde es nur unfair wenn spiele abgestraft werden weil sie konsequent auf action setzen und “ballast” wie story und anderen schnickschnack nur am rande behandeln. echte, ehrliche ego-shooter sind mittlerweile rar geworden. wo sind heutzutage spiele wie black, far cry instincts, urban chaos? spiel bei denen man richtig gut ballern kann ohne von nebenaufgaben gestört oder an die leine genommen zu werden? die schlechten wertungen von der fachpresse tragen bestimmt nicht zur weiterentwicklung reiner ballerspiele bei.
selbst ID ist mit rage eingeknickt und hat sich eher schlecht als recht einem openworld game angenommen. das beste an dem spiel sind die shootouts. eben typisch ID – meister ihres handwerks! das aufgesetzte openworld gedöns mit auftrag annehmen und abliefern und labern und rumlatschen und irgendwas suchen, und, und, und… verwässert die ansonsten grandiose action. trotzdem hat rage bessere wertungen eingefahren als das meisterhafte wolfenstein das mit perfekter spielbarkeit und anderen tugenden auftrumpft welche einen reinrassigen shooter ausmachen.
29. Januar 2013 um 7:39 #1106971
Commander JefferTeilnehmerJeder muss sich sein eigenes Bild machen.Der Redakteur kann einem Spieler nur einen Hinweis geben ob ein Spiel gut oder schlecht ist.
Ich denke das hier im Forum die meisten Leute so viel Erfahrung haben,dass die Rate der Fehlkäufe doch eher bei Gering einzustufen ist.
Meinungsverschiedenheiten wird es immer geben…29. Januar 2013 um 7:54 #1106972
AnonymInaktiv@one step to…
Super Post!Das mit den Adern und deinem Gemächt….ein ganz großer Moment!!!!
Im Kern hast du vollkommen Recht.p.s:Ab 39 Jahren rückt der OrgasmusHerzinfarkt gnadenlos näher!!!
29. Januar 2013 um 8:58 #1106973
captain carotTeilnehmer@DerPanda: Auch ein schöner Punkt. Bei FF XIII ist es ne alte Kamelle. Ich finde das Spiel nicht gut, hab begründete Kritik daran geäußert und kann das so stehen lassen, muss aber nicht jedes Mal damit anfangen, wie schlecht es doch war. Akteull Resident Evil 6. Zugegeben, das haut mich auch nicht um, spielerisch finde ich es eher mittelmäßig. Für wenigstens einen scheint es aber nötig zu sein, in jeder RE Meldung darauf zu pochen, dass Resident Evil 6 wirklich und wahrhaftig einfach der totale Riesenscheiß ist.
Beide Male ist Kritik an sich völlig ok., sicher darf man ein Spiel auch mal verreißen, aber ständig?29. Januar 2013 um 9:06 #1106974
Max SnakeTeilnehmer@captain carot Aber es gibt keine Objektive Kritik von eine Individium. Da muss man akriebisch Punkte, die nicht mit Atmosphäre oder Gefühle zu tun haben und das gehört nicht zu eine Kritik.
Aber was ich mich frage wo achten die Spieler von ein Spiel aus?
Achten mach dann auf die äußerliche und nicht die innere Kern eines Spiel?
29. Januar 2013 um 10:05 #1106975
KinskiTeilnehmerich finde diesen threat hier im allgemeinen sehr interessant und würde es sehr begrüßen wenn die redakteure stellung beziehen würden. einfach nur des informationsgehaltes wegen.
ich persönlich nehme %zahlen auch nicht für ganz voll. orientiere mich anhand dessen nur soweit wenn es spiele bekommen wo ich es gar nicht erwarten würde, diese schau ich mir dann genauer an, genauso wenn das gegenteil passiert. wenn eigentliche topseller weit unter 85prozent bewertet werden. obwohl ich tests auch grundlegend des informationsgehaltes lese. den metacritic empfinde ich generell als guten, aber nicht perfekten richtwert. einerseits passt er auf viele games, anderseits verwundert es mich warum z.b. hitman 5 nur 79% im schnitt bewertet wird….
aber worauf ich hinaus will ist ob redakteure im allgemeinen wirklich ab und an mal sehr subjektiv testen oder und publisher hier und da mal durch werbung mitfinanzieren. das ist jetzt keine unterstellung, dass würde sich als frage an alle wichtigen magazine richten, egal ob nun print oder rein online.29. Januar 2013 um 11:30 #1106976
Sauerland ist SchauerlandTeilnehmerWenn man bedenkt, dass Meta Kritiken aus 100er Bewertungen stammen, die unterschiedliche Horizonte haben (z.B. ist ein Play-Blu Hit bei 90+X% und ein Maniac Must-have bei 85%), und diese dann mit 10er und 20er Zahlen zusammengesetzt (eine 9,5 ist immer eine 95 und eine 9/10 immer eine 90 ohne Abweichungen) werden und dann wieder erneut eine 100er Bewertung per arithmetischem Mittel berechnet wird, kann man sehr wohl sagen, dass Meta-Kritiken 1. quantitativ höchst ungenau und 2. qualitativ komplett für den Arsch sind.
29. Januar 2013 um 12:09 #1106977
AnonymInaktivWenn man nur auf die Zahlen achtet, stimmt das, aber dafür sind ja die einzelnen Wertungen und Kommentare ebenfalls aufgelistet.
29. Januar 2013 um 12:11 #1106978
captain carotTeilnehmerNein. Eine Metakritik bezieht sich schlicht auf Mittelwerte, genau das bieten sie auch. Ein IMDB Rating ist ebenso wie eine Amazon Durchschnittwertung ebenfalls eine Art Metakritik, bei der sehr viele Nutzer sehr unterschiedliche Wertungskriterien haben. Bei ausreichend Wertungen erhält man trotzdem eine vernünftige Mittelung, weil eben so viele Meinungen gemittelt werden. Dadurch werden zwangsläufig auch unterschiedliche Wertungskriterien weitgehend ausgeglichen.
Kritisch wird es dabei nur, wenn für die Mittelung nur sehr wenige Wertungen zur Verfügung stehen. Dann können etwa sehr negative oder sehr positive Kritiken und auch stark differierende Kriterien den Mittelwert sehr stark beeinflussen.
29. Januar 2013 um 12:14 #1106979
KinskiTeilnehmereben was ich oben schon beschrieben habe: es ist ein richtwert, nicht mehr, aber auch nicht weniger
29. Januar 2013 um 12:19 #1106980
Sil3ntChillTeilnehmerNa Holla, selten so reflektierte und interessante Meinungen zu solch einem Thema gelesen, ohne dass die (hier auch kritisierte) “Fäkalkeule” geschwungen wird. Hut ab und danke für die sehr informativen Meinungen zum Thema.
Die hier besprochenen Themen an sich aufzugreifen und daraus eine gut geführte Diskussion zu machen, in der sich alle Beteiligten ohne verbale Entgleisungen äussern, zeigt im Grunde doch bereits, dass die Kritik an der mangelnden Nettiquette hier breit angenommen und umgesetzt wird. Das mag nun am “Aufruf” vom Captain selbst liegen, an den Postern und ihrer Grundhaltung (die sich größtenteils mit den gewünschten Umgansformen deckt, wie mir), oder an dem Ausbleiben eines Diskutanten, der sonst ab und an mal in seiner Argumentation etwas “gradliniger” ist. So oder so ist es einfach schön, wenn wir uns austauschen können, ohne dass es zu “Anfeindungen” jedweger Art kommt.
Um meine Meinung zu dem Thema Umgang untereinander (Community) und auch mit anderen (exemplarisch: z. B. Redakteuren) zu verdeutlichen:
Ich kann durchaus verstehen, warum man sich, bei der ein oder anderen Aussage zu “XY” oder einem persönlichen Angriff, auf den Schlips getreten fühlt. Allerdings unterscheide ich (zumindest versuche ich es) um was es geht.
“Verweigert” mir Jemand ihre/seine Zustimmung zu einem Thema, ist das noch lange kein Angriff.
Äußert Jemand eine andere Meinung zu einem Thema, als ich, ist dies ebenfalls noch lange kein Angriff. Es kann vielmehr den Anfang einer Diskussion (im positiven Sinne, also Meinungsaustausch) darstellen. Sofern man über das Thema überhaupt diskutieren will. Es ist vollkommen legitim eine konträre Meinung unkommentiert stehen zu lassen. Dies kann auch eine Art sein, unterschiedliche Meinungen zu akzeptieren.
Allerdings kann man eben auch differenzieren:Beispiel A:
Jemand verfasst seine Meinung in einem angemessenen Umgangston. Dort sehe ich nicht im geringsten irgendein Problem. Auch wenn mir ihre/seine Meinung nicht zusagt, so respektiere ich sie in der Regel. Entweder ich lasse diese Meinung nun (neben meiner) gleichberechtigt unkommentiert stehen (sofern keine Bitte nach Meinungsaustausch getätigt wurde), oder ich möchte mich weiter über das Thema unterhalten. Wohlgemerkt, nicht mit der Absicht meine Meinung durchzudrücken und den Gesprächspartner von meiner Meinung zu überzeugen. Sondern vielmehr um von anderen Meinungen zu dem Thema zu partizipieren.Es gibt allerdings auch Meinungen zu “brisanteren” Themen, die in einem noch so versöhnlichem Umgangston verfasst sein können, zu denen ich entweder gar nichts sage, da ich die Äußerung ignoriere (bzw. der Verfasser sich mit seiner Äußerung selbst disqualifiziert), oder selber mal emotional werden kann. Ich bin wie jeder hier, nur ein Mensch. Ohne dies nun großartig aufbauschen zu wollen, aber um dieses Statement zu verdeutlichen: Themen (bzw. Äußerungen dazu) wie “Befürwortung von Mord, Kinderpornografie, oder Diskriminierung” und ähnlich gelagerte Themenkomplexe sind gemeint. Wie gesagt, nur zur Verdeutlichung, wo meine persönlichen Grenzen gesteckt sind und um diesem Absatz einen Kontext zu geben.
Kommen wir zum Beispiel B:
Jemand verfasst seine Meinung mit der “Fäkalkeule” oder greift mich persönlich an (wobei das Empfinden persönlich angegriffen zu werden sehr subjektiv ist). Ich für meinen Teil versuche in einem solchen Fall (mir hier in dieser Community bisher im übrigen noch nicht geschehen!) trotzdem in einem angemessenen ruhigen Ton, entweder zu antworten, oder aber eben in gar keinem Ton die Aussage zu übergehen. Provokationen mögen ein Stilmittel sein, um eine Diskussion anzukurbeln, direkte Beleidigungen/Anfeindungen sind es hingegen nie!
Frei nach dem Motto: “Don’t feed the Troll!”
Wobei mir in solchen Konstellationen einfach lieber ist, wenn man mich in einem vernünftigen Ton darüber aufklärt, warum man mich, meine Meinung oder meine Äußerung nicht mag. Dann habe ich einen Anhaltspunkt und kann gegebenenfalls etwas richtig stellen, mich für eine Äußerung entschuldigen die vielleicht meinerseits provoziert hat oder eben demjenigen seine Meinung einfach lassen. Nicht jeder muss mich mögen
Vollkommen OK. Ich bevorzuge nur die direkte und “freundliche” Art der Konfrontation.
Statements wie “Ich mag deine Einstellung zu Thema XY nicht”, oder “Deine Art der Kommunikation gefällt mir nicht”, etc., kann ich (meist) ohne weiteres nachvollziehen und akzeptieren. Und wenn ich doch einmal etwas nicht direkt akzeptieren kann (weil vielleicht keine Begründung, was weis ich), dann frage ich nocheinmal nach (Mensch sein und so). Ob Derjenige/Diejenige nun überhaupt noch gewillt ist mich aufzuklären, steht dann natürlich auf einem anderen Blatt. Aber auch soetwas muss ich dann akzeptieren.
Dementgegen stehen Statements wie “Du bist Scheiße!”, oder “Du redest nur Bullshit!”, in denen direkt eine Provokation inne wohnt (im Sinne einer direkten Beleidigung). Dort kann ich nur für mich von Fall zu Fall entscheiden, ob ich vernünftig darauf eingehe, oder es eben komplett sein lasse.Natürlich ist es müßig sich über Umgangformen im Allgemeinen zu unterhalten, aber eben nicht falsch.
Ich für meinen Teil will und werde niemanden so direkt angreifen, da im Grunde keinerlei Relevanz dafür besteht. Ja, das Internet ist “anonym”. Ja, es kann einfach sein, seine Emotionen ohne Rücksicht ins Internet rauszuposaunen. Frei nach dem “Naturgesetz” : “Warum macht Jemand etwas? Weil er’s kann!”
Aber gerade die “Anonymität” des Internets, bietet sich doch an, frei von emotionalem Ballast, sich distanziert und reflektiert miteinander auseinander zu setzen. In einem direkten, persönlichen Gespräch von Angesicht zu Angesicht, kann man nicht immer alle Emotionen im Zaum halten. Zumal es dort auch noch auf die emotionale Bindung zu seinem Gesprächspartner ankommt (eine Meinungsverschiedenheit zwischen Angehörigen, kann in der Regel schneller zu einem Streit ausarten, als z. B. zwischen Fremden).
Aber gerade, wenn ich mich im Internet, per Text, mit Leuten unterhalte, habe ich die Möglichkeit (über das Schreiben) meine Emotionen etwas zu filtern. Wohlgemerkt nur die Möglichkeit.
Ich hoffe ihr versteht, worum es mir geht. Ich kann (und will) niemanden vorschreiben, wie sie/er sich im Internet (oder wo auch immer) benimmt. Aber unterm Strich finde ich einen vernünftigen Umgangston untereinander wesentlich angenehmer als “geflame”.
Das zum Themenkomplex der Nettiquette
Zum Thema “objektive” vs. “subjektive” Wertungen zu Games, bzw. der professionelle, redaktionelle, aber auch subjektive Umgang mit solchen Wertungen:
Ich für meinen Teil nutze Tests als Orientierung und ordne Wertungen (Zahlen) den Tests (geschriebnes Wort) unter. Ich schaue also eher auf den geschriebenen Test, als auf die Zahl die am Ende steht. Aber, zur schnellen Orientierung und zum Vergleich nutze ich auch das rote Tuch “Metacritic” ab und an. Dies geschieht bei mir allerdings nur, damit ich mir die internationalen Tests näher anschaue. Auch die Userkommentare werden von mir überflogen.
Ich verlasse mich bei Interesse an einem Spiel aber auch nie auf nur eine Quelle. Ich ziehe verschiedene Seiten aus dem Netz zu rate und bilde mir aufgrund unterschiedlicher Quellen eine “Vormeinung”. Unterstützend nutze ich auch mal Youtube und schaue mir diverse Let’s Plays an (immer nur die ersten paar Minuten, da ich mir meine potentielle “Beute” ja auch nicht spoilern will). Das passiert bei mir aber auch eher nur bei Wackelkanditaten.Im Grunde nutze ich also das bestehende multimediale (Internet, Printmedien) Informationsnetzwerk um mir vorab ein Bild zu machen. Dass dieses Bild dabei natürlich aus diversen Richtungen gelenkt wird, ist sicherlich kein Geheimnis. Sei es nun absichtlich (platzierte PR), oder eben unabsichtlich (subjektiver Test der meine Meinung mitfärbt).
Objektive Berichterstattung war, ist und bleibt ein Mythos.
Jegliche Informationen die wir konsumieren, sind vorab bereits gefiltert worden. Das gilt für fast alle Medien. Einzig und allein die eigene Erfahrung (Betrachten eines Films, Lesen eines Buches, Spielen eines Spiels, etc.) kommt dem ungefilterten Erlebnis am nächsten. Allerdings sollte man selbst bei der eigenen Erfahrung, die eigene Erwartungshaltung nicht unterschätzen.
Um es für mich mal am (leidigen) Thema FFXIII zu erläutern:
Ich habe mir das Spiel direkt bei Erscheinen gekauft und habe (natürlich leicht beeinflusst von Berichterstattung) eine absolute RPG-Referenz erwartet. Doch die Erwartung wich meiner persönlichen Enttäuschung. Hat mich die Grafik und die Inszenierung noch richtig umgehaun, wich der erste Eindruck einem eher mauen Gefühl. Für mich persönlich war der Einstieg in das Spiel schon zu sperrig/ zu verwirrend. Die Charaktere gefielen mir nicht/ waren mir unsympatisch und ich konnte keine emotionale Bindung zu ihnen herstellen. Auch die (für mich) sehr verwirrende, überladene Story und die generischen Begriffe (Fal’Cie, L’Cie, Cie’th, etc.) waren zuviel für mich.
Kurzum: Ich bin ein Opfer meiner eigenen Erwartungshaltung geworden. Nicht etwa, weil das Spiel absolut unterirdisch gewesen wäre (es war/ist zumindest für mich kein E.T. ^^), sondern, weil ich mir einfach mehr/etwas Anderes erhofft hatte. Ich denke, fast jeder hier kennt dieses “unbefriedigende” Gefühl, wenn man z. B. nach einem Kinobesuch recht ernüchtert ist, da der Streifen doch nicht so war, wie man ihn erhofft hatte.Was nun redaktionellen, bzw. professionellen Umgang mit Tests und Wertungen angeht, so bin ich mir darüber im klaren, dass dieser nie wirklich “objektiv” sein kann. Es testen nunmal keine Maschinen, sondern Menschen. Und unter diesem Aspekt ist auch überhaupt nichts Verwerfliches an subjektiven Tests. Kritisch wird es da, wo vom Tester selber der Anspruch auf Objektivität versprochen und verteidigt wird. Aber ich denke, dass sich niemand, der im professionellen Umfeld mit der Spielebranche zu tun hat, ernsthaft mit diesen Federn schmücken will. Objektivität ist in diesem Zusammenhang im Grunde nichts anderes als ein Schlagwort, welches für “Werbezwecke” bemüht wird (wenn überhaupt). Man könnte (wenn man wohlwollend darüber urteilen mag), höchstens von einem “objektiveren” Betrachtungswinkel, im Gegensatz zu uns Gamern sprechen.
A long Story short:
Ich bin mir darüber im klaren, dass sämtliche Tests, Bewertungen und Empfehlungen immer subjektiv sind und habe mich schon seit langem von der sogenannten Objektivität verabschiedet. Und ich bin trotzdem (oder gerade deswegen?) froh, dass es solch ein breites Spektrum an medialen Informationen gibt, die unser Hobby beleuchten. Meinungsvielfalt stellt für mich sozusagen das Salz in der Suppe dar.Puh, das war nun doch recht viel. Und dabei gibt es noch das ein oder andere Thema, zu welchem ich hier meinen “Senf” dazugeben könnte (unter anderem “Fanboy vs. Hater” oder die etwas verunglückte Äußerung zur “verzerrte(n) Weltsicht der Netzgemeinde”), aber ehrlich gesagt hab ich nun einen kleinen “Schreiboverkill”
. Sitze nun sicherlich schon über einer Stunde hier und verfasse dieses Gekritzel. Aber Niemand zwingt mich dazu und es hat mir wirklich Spaß gemacht.Letztlich möchte ich (sicherheitshalber) noch einmal unterstreichen, dass ich hoffentlich niemanden zu nahe getreten bin und dass dies lediglich meine Meinung zu den Themen ist.
Ich freue mich auf jeden Fall auf weitere Meinungen zu den Themen von euch und werde den Thread des Möhrchens weiterhin gespannt und interessiert verfolgen.PS: Falls es wer bis hierhin geschaft hat, sich durch meine Textwüste durchzuarbeiten: Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Und seht mir bitte den ein oder anderen Rechtschreib-, bzw. Interpunktionsfehler nach
29. Januar 2013 um 13:17 #1106981
AnonymInaktivSil3ntChill wrote:PS: Falls es wer bis hierhin geschaft hat, sich durch meine Textwüste durchzuarbeiten: Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Und seht mir bitte den ein oder anderen Rechtschreib-, bzw. Interpunktionsfehler nach

tl;dr
scnr29. Januar 2013 um 13:31 #1106982
Sil3ntChillTeilnehmerUlrich Steppberger wrote:tl;dr
scnr
np
ACK
29. Januar 2013 um 13:41 #1106983
Max SnakeTeilnehmer@ Sil3ntChill Wie ein Mensch gesagt hat, das ein objektive Test nicht geben kann, denn es geht um Emotionen und nicht einer Grafik – Karte um die Leistung hoch zu skalieren, was faktisch impierisch nachvollziehen kann.
Bei FFXIII weis auch der Herr Willgruber das die Veteraner die bittere Pille müssen, ich habe mich sowas nicht gestört denn das was nicht meine Gedanke warum ich die Final Fantasy Serie schätze. Viel mehr geht das eher um die dynamische und stressige Kampfsystem, was ich sowas nicht erlebt habe in eine Rollenspiel.
Zumal ich FFXIII durchaus ein interessante Rollenspiel halte. Es ist mal was anderes.
Bei DmC: Devil May Cry war für mich eher nicht wegen Dante das besondere sondern auch das Kampfsystem, was da Ninja Theory und Capcom ein super Spiel geschaffen haben.
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