Fred Fenster
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Fred FensterTeilnehmersplendid!
Fred FensterTeilnehmer@ chris: ok sry.
hatten wir nicht anfangs gesagt, dass wir nur einen Threat machen, damit das forum nicht “zugemüllt” wird? also nicht, dass ich dagegen wäre – ich fänd einen 2. threat auch besser.
Fred FensterTeilnehmeroh mann..und jetzt noch bis Mittwoch warten, bis wir diskutieren können.
nur mal allgemein: ich hatte eig. auch nicht gedacht das festen so ein arthouse streifen ist…@nightrain: die zwillingsthese überzeut mich – mir war jetzt nicht mehr ganz klar, wie die verwandschaftsverhältnisse waren. andere these bieten jedoch noch diskussionsbedarf^^ und ist Blood Tea and Red String dieser Puppenfilm?
Fred FensterTeilnehmerWas mir, als ich diesen Film hier vorgestellt habe, nicht klar war und mir erst beim Schauen des Vorspanns bewusst wurde, war, dass “festen” ein Film ist, der auf der Grundlage des sog. Dogma 95 – Manifests entstanden ist.
Diese Manifest ist lt. Wikipedia am 13.03.1995 von den dänischen Filmregisseuren Lars von Trier, Thomas Vinterberg, Kristian Levring und Søren Kragh-Jacobsen unterzeichnet worden und richtet sich insbesondere gegen die zunehmende
Wirklichkeitsentfremdung des Kinos.
So sollten Effekte, technische Raffinessen, Ilusionen und dramaturgische Vorhersagbarkeit verbannt werden. Das unterzeichnete Dokument enthielt desweiteren 10 einzuhaltende Regeln, die dogmatisch einzuhalten sind:1. Als Drehorte kommen ausschließlich Originalschauplätze in Frage, Requisiten dürfen nicht herbeigeschafft werden.
2. Musik kann im Film vorkommen (zum Beispiel als Spiel einer Band), darf aber nicht nachträglich eingespielt werden.
3. Zur Aufnahme dürfen ausschließlich Handkameras verwendet werden.
4. Die Aufnahme erfolgt in Farbe, künstliche Beleuchtung ist nicht akzeptabel.
5. Spezialeffekte und Filter sind verboten.
6. Der Film darf keine Waffengewalt oder Morde zeigen.
7. Zeitliche oder lokale Verfremdung ist verboten – d. h. der Film spielt hier und jetzt (also nicht etwa im Mittelalter oder in einer entfernten Zukunft oder in einem anderen als dem Produktionsland, auf einem fremden Planeten, in einer fremden Dimension o. Ä.).
8. Es darf sich um keinen Genrefilm handeln.
9. Das Filmformat muss Academy 35 mm sein.
10. Der Regisseur darf weder im Vor- noch im Abspann erwähnt werden.Dies erklärt sicherlich den etwas sperrigen Eindruck, den man zuerst eimal hat, wenn man sich den Film zum ersten mal ansieht.
doch zum Film selbst:
Meiner Meinung nach geht es im Film vor allem um die verschiedenen Geschichten der vier Hauptpersonen (Christian, Michael, Helene und dem Vater Helge), wie diese ineinander verwebt werden sowie auf einer anderen Ebene um die Mutter und die Schwester, die sich einige Monate vor dem Fest in ihnrem Zimmer auf dem Anwesen der Familie, wo eben auch das Fest stattfindet, umgebracht hat.Die erste Person, die man im sieht ist Christian – er läuft allein auf einer abgelegenen weiten Straße (schon in dieser ersten Szene eine Methapher für ihn selbst als Person – einsam, allein, für sich selbst), man weiß nicht ganz vohin er geht oder woher er kommt – ok es wird erwähnt, dass er in Paris wohnt (das bleibt imo über den ganzen Verlauf des Filmes so – er spricht immer wieder davon, dass er einen Flieger bekommen muss und entfernt sich, aber geht dann doch nicht…interpretation: er versucht zu fliehen wird aber zurückgehalten)
Auf dem weg zum Familiensitz wird Chistian von einem Auto überholt, indem Michael mit seiner Familie sitzt. Erst fährt er an seinem großen Bruder vorbei ohne ihn zu erkennen, als er es realisiert schiebt er die Schuld auf seine Frau, schnautzt sie etwas an und wirft sie schließlich aus dem auto, um seinen Bruder zur Feier zu chauffieren, während seine Familie zu Fuß weiter muss. Auch sein Verhalten ändert sich im Verlauf des Filmes nicht wirklich.
Er prügelt verbal auf seine Frau ein und seine eigene kleine Familie scheint ihm generell nicht so wichtig zu sein (die “Liebesszene” mit seiner Frau verdient diese Bezeichnung ja kaum^^ die fand ich auch recht naja hart…weils teils, also bei manchen Menschen, denk ich echt so abläuft). Wichtiger scheint ihm die Anerkennung der Familie, inder er aufgewachsen ist zu sein. nicht zu dieser Theorie passt natürlich, dass ihm vorgeworfen wird nicht bei der Bestattung seiner Schwester anwesend gewesen zu sein und auch seine andere Schwester nicht zum Geburtstag angerufen zu haben. Interessant fand ich hier auch, dass er offensichtlich Fremdenfeinlich ist (die Situation der Ankunft des Partners seiner Schwester) und auch Dinge, die ihm angetan werden, direkt an Andere weitergibt (Ich meine die Szene, in der er von seinem Bruder angespuckt wird und direkt im Anschluss auch selbst jemanden anspuckt.). Seine Mutter erwähnt auch noch , dass er das Nesthägchen der Familie sei. ich nehme mal an, dass ihm als einziger seiner Geschwister die Übergriffe seines Vaters erspart geblieben sind (habt ihr das auch so verstanden, oder hab ich nur was verpasst?) und er eher verwöhnt wurde, daher sich nicht richtig unterordnen kann und eben so zu der Person geworden ist, die er im film darstellt.
Helene sieht man erstmals während ihrer rasanten Taxifahrt zum Familienanwesen. Sie ist spät dran und üherholt auf der Fahrt die Gäste, die sie eigentlich empfangen sollte (also die restliche Familie) – sie bietet dem Taxifahrer ihre Nummer an, damit er schneller fährt und raucht Kette. später wird klar, dass sie wohl eine recht erfolgreiche Kulturwissenschaftlerin ist, die viel arbeitet und auch erfolgreich ist. Nahe zugenial fand ich den Kniff ihren Freund als einzigigen, der der dänischen Sprache nicht mächtig ist in diese total bizarre Familienfeier-Situation zu bringen (mir ist besonders die Szene im Gedächtnis geblieben, in der der ganze Saal alte fremdenfeinliche Lieder singt und er aus Verlegenheit, da er nicht versteht lächelt und so unbewusst gute Miene zum echt bitterbösen Spiel macht – seine Partnerin, muss allerdings alles verstehen und kann es kaum ertragen, verständlicher weise. Auch und eine weiterer genialer Moment, war als die Mutter über die Interessen dieser Tochter sprach und über verschiedenste Stämme und Uhreinwohner erzählt, aber dann nichtmal den Namen ihrers potentiellen Schwiegersohnes aussprechen kann – generell scheit sich die Familie nicht für Personen außerhalb der Familie zu interessieren, so wird auch Michaels Frau ziemlich kalt und abweisend behandelt, während Familienmitglieder (wenn auch gespielt) herzlich miteinander umgehen). hierzu würde ich annehmen, dass sie ebenso, wie Christian fliehen möchte indem sie einerseits viel arbeitet und dies aber auch in fernen Ländern tut. Mir ist aber sicherlich auch einiges durch die Lappen gegangen, da ja auf einmal im Film recht viel passiert und es zeitweise recht durcheinander geht, wie das eben auf so einer familienfeier ist…
Helge tritt an und für sich auf, wie ein König. Er ist Hausherr, Chef von Allen, es schwirren andauernd Menschen um ihn herum, sodass man kaum Zeit mit ihm allein hat und man erkennen könnte, wie er tatsächlich ist. In der Gruppe und vor anderen Menschen wirkt er sehr korrekt, sicher, eloquent, solche – adjektive fallen mir da ein. Christian bezeichnete ihn ja als sehr sauberen mann, da er ja auch viel Badet^^ , es ist ja bekannt, dass Menschen sich aufgrund schlechter Taten dreckig fühlen können und dann so versuchen sich von Schuld und schlechten Gefühlen reinzuwaschen. wie gesagt ich habe ihn immer als Saubermann wahrgenommen (also äußerlich natürlich – es wurde ja immer mehr klar, wie er drauf war oder ist – allerdings nur nach und nach. Ich habe mich teilweise echt gefragt, ob Christian einfach durchgedreht ist…), bis zur allerletzten Szene beim Frühstück, wo er sich von seinem jüngsten Sohn erst sein Enkelkind entziehen lassen muss und im Anschluss des Raumes verwiesen wird, damit alle in Ruhe ihr Frühstück essen können – er stört also in seinem eigenen Haus. Eine totale Deklassierung, verglichen damit, wie er in den Film eingeführt worden ist.
Seine Frau tritt so wie ich das sehe erst im letztn Drittel des Filmes wirklich auf – war sie vorher überhaupt zu sehen? sie ist auf jeden fall sehr unscheinbar und hält sich “vohrnehm zurück” (selbst als Christian sie direkt darauf anspricht, was sie damals an diesem einen Abend gesehen hatte, sagt sie nchts weiter dazu), dies bleibt ebenfalls bis zur letzten Szene so, bis sie sich zum ersten mal aktiv gegen ihren Mann ausspricht. Sie will nicht mit ihm über einen Kamm geschoren werden und zeigen, dass auch sie etwas dagegen hatte, sich wahrscheinlich nur immer ihrem Mann (der angesehen war und auch über eine gewisse Macht ferfügte) unterlegen fühlte und sich erst in dieser Szene zumindest etwas von ihm Emanzipieren konnte.
Die tote Schwester bietet an und für sich auch eine coole Grundstimmung, wenn man sich vorstellt, dass sie bei der letzten Feier, von der ja die rede ist (hier hat sich Michael so benommen, dass er für das nächste Fest ausgeladen wurde) diese Schwester, die offensichtlich sehr mit der Vergangenheit zu kämpfen hatte noch Teil der Feierlich keit war so ist für mich immer dieser düstere Hauch mitgeschwungen. Es ist ohnehin auch ein Zeichen für die Empathilosigkeit der Familie, Helene in das Zimmer ihrer toten Schwester einzuquartieren (war es nicht sogar ihre Zwillingsschwester oder war war da das Zwillingsparchen?)…Generell hat mir “festen” sehr gut gefallen. Findet man sich mit der Machart (die wie gesagt von den Dogma-Regeln in gewisser Weise vorgeschrieben waren) ab und achtet mehr auf das, was Vinterberg mit diesen Mitteln erreicht hat, lässt mich staunend zurück. Nicht nur das einige Kameraeinstellungen und Schnitte (diese eine Sequenz, wo die Kellnerin in der Wanne liegt und die Augen aufschlägt etc) sehr gut gemacht waren – und ich meine damit, dass der sich Kontext oder Interpretationsspielraum bzw. der Gehalt des Filmes durch die Verwendung eben dieser Stilmittel vergrößert wurde – sie sind praktisch für die Informationsübermittlung wichtig…und das sieht man leider nicht allzuoft. Abschließend nur noch eines, was ich an dem Film sehr gut fand: der ganzen dogma geschicht zuflolge sollen Handlungbögen möglicht unvorhersagbar verlaufen – das schafft dieser Film wirklich ausgezeichnet, ich dachte mir immer nur, dass in der nächsten Szene alles passieren kann und war häufig überrascht in welche Richtung die Handlungstränge der Personen verliefen.
ok ich hoffe das war nicht zu viel Geschreibe, danke an Alle, die bis hierher gelesen haben!6. Februar 2014 um 19:37 als Antwort auf: Der entweder-oder-Thread (nur ein Post am Tag bitte) #1171049
Fred FensterTeilnehmeroh mann lass mich bloß mit schule in ruhe hehe bin so froh, dass die uni dann nicht so nervig war! ich hab immer mitleid, wen ich diese armen kinder sehe^^
ich nehm die Pest – ist vintage oder retro, das ist doch modern oder?aufheben oder liegen lassen? unabhängig davon ob es sich festtritt.
Fred FensterTeilnehmerHarrikules wrote:Sowieso wollte ich noch ein,zwei Sachen anmerken und zwar fände ich es nett wenn sich die anderen Forumsmitglieder die an der Runde nicht beteiligt sind hier raushalten würden, ein reingeworfenens -Film XY ist doch der Hammer ihr Deppen!- braucht hier glaub ich keiner. Und wäre es meiner Meinung nach auch förderlich wenn ein Vorschlag so schnell wie möglich angenommen wird zu Deutsch sollte der Film hier erhältlich sein und wenn schon nicht irgendwo eh schon Legal im Netz zu sehen sein oder nur Max. 20,- Eu teuer, dann sollte hier auch keiner anfangen zu meckern nur weil er keine Lust auf den Film hat, schließlich geht es hier ja auch darum mal neue Eindrücke zu sammeln, sollte aber wie der erste Vorschlag von Fred eine Sondersituation entstehen dann kann man sein Veto geben. Aber nur sagen den Film find ich jetzt schon blöd zählt nicht.
totaler agree
Fred FensterTeilnehmer@Harrikules: ja genau ein schönes individuelles fazit sollte man schreiben. mir geht´s nur darum, dass hier dann nicht irgendwelche skalenwerte diskutiert werden á la “plan 9 from outer space hast du 5/10 gegeben und inception 3/10 du hast ja keine ahnung…bei imdb ist der immernoch weit vorn in den top 250.” hier wird wahrscheinlich keiner so drauf sein, aber nur zur sicherheit^^ ich will damit auch nicht sagen, dass imdb schlecht ist – eig im gegenteil. es geht mir um die persönliche meinung.
Ja ok, let´s cross the bridge when we come to it.
3. Februar 2014 um 19:57 als Antwort auf: Der entweder-oder-Thread (nur ein Post am Tag bitte) #1170964
Fred FensterTeilnehmerHotshots. das ist doch sheen vs cruise…klare sache
naked gun oder police academy?
Fred FensterTeilnehmerja das ist mein ausdrücklicher wunsch hehe. Man könnte über eine skala von -56,09 bis 2341,845 diskutieren, da würde es vlt wenigstens witzig werden aber ansonsten sind diese bewertungen einfach mist. in der schule waren doch noten auch immer daneben oder?!
zum feedback:
also ich habe das jetzt so verstanden, dass du, wenn der film jeweils feststeht, den titel und die deadline zum abgeben der erstmeinung in den threat-titel schreibst. dann schauen und schreiben alle, die mitmachen wollen innerhalb der deadline ihre erstmeinung (also jeder bezieht in seiner persönlichen art und weise stellung zum gesehenen film). anschließend werden die verschiedenen standpunkte diskutiert.
ja und dan ist die frage ob wir wirklich einen festen rhythmus brauchen oder ob wir erstmal zu ende diskutieren und dann der nächste vorschlag gebracht wird – da wär ich dafür – oder ob wir dann dem rhythmus gemäß sagen “die zeit ist rum, also NEXT!” – fänd ich vlt nich ganz so gut, aber das verhindert auf der anderen seite, dass wir das forum zu sehr zuballern^^
Fred FensterTeilnehmerist ja sehr schön, dass die idee so gut ankommt! freut mich! wie viele sind wir bereits? wann würde es dann losgehen, also wann wäre die erste deadline?
Da kong kurz ein punktesystem angeschnitten hat: bitte lasst uns auf keinen fall so ein system einführen, auch keine prozentwertungen etc. …the horror!
Fred FensterTeilnehmerachso. na ok – ich dachte das wär so eine art jungfernklub^^^höhöh
touched for the very first time…
dann halte ich mich erstmal zurück und lass die andern ihre stimmen abgeben.
Fred FensterTeilnehmerich hab iwie bedenken, dass wir später noch einschätzen können, wie viele ja oder nein gesagt haben^^hhaha
vlt ist es doch besser über eine liste abzustimmen?
Fred FensterTeilnehmerhmm das scheint ja schwieriger zu sein als es erst klang…naja weiß auch nicht…bei mir in der nähe ist eine empire videothek da gibts eigentlich sehr viel, vlt per onlineverleih? bei amzn gibts den ja auf jeden fall…klar, dass man nicht alle filme kaufen kann oder will. wie gesagt in den weiten des internets usw…ich habe bisher für meine beiden vorgestellten filme quellen gefunden.
@marc: ich denke durch das abstimm-system kann ja jeder sagen worauf er keine lust hat. aber auf einen filmzirkel nur zu best. genre hätte ich pers. keine lust sry aber das wird doch langweilig oder? es geht ja gerade darum, dass wir zusammen den film zum ersten mal anschauen – da weiß man eh nicht immer genau, welches genre bedient wird. was würdest du zB als schnulzenkram einordnen? mit der Teilnahme geht eben auch eine gewisse offenheit für neues oder ein sich drauf einlassen einher und es wird ja niemand genötigt bei jedem film mitzumachen also alles ganz locker^^
Fred FensterTeilnehmerhmm da könnte das mit der verfügbarkeit zum problem werden…aber ich kann ja im vorfeld nicht überall checken, wo´s den film gibt^^ man könnte ja einfach dagegenstimmen, wenn der film nichtaufzutreiben ist und das dann als grund für die gegenstimme anführen oder irgendwie so…mit den bestellbedingungen kenn ich mich in der schweiz nicht so aus.
ok dann mach ich mal einfach den nächsten vorschlag und den muss ich echt noch sehen:
festen – Das Fest/The Celebration von Thomas Vinterberg aus dem Jahr 1998.
Fred FensterTeilnehmer@sebomat: find ich auch und man kann sich mal etwas länger mit einem film auseinandersetzen
@harrikules: ja man kann sich den film ja wie gesagt total legal beim besagten anbieter zum besagten preis erwerben. haha ja torrent^^ ok also keine anbieternamen mehr nennen. ich habe aber nicht ganz verstanden, was du mit “das man mit seinem Film ein bisschen wartet” meintest – hab ich was falsch gemacht? sry -
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