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VreenTeilnehmersoviel ich weiss, wurde shin godzilla deutschlandweit nur zwischen dem 3 und dem 5 mai gezeigt. zumindest in den großen multiplexkinos. wie es mit den programmkinos aussieht, weiss ichnicht…
VreenTeilnehmergerade shin godzilla im kino in einer sondervorstellung gesehen.
der irgendwas zwischen 29 und 31 godzillafilm, und (mal wieder) ein komplettes reboot der serie. diesmal wieder aus japan. zuallererst, ich fand ihn großartig, aber ich bin auch nicht objektiv, da ich großer fan der reihe bin. inhaltlich gefiel mir sehr, dass das hier der godzillafilm ist, der den engsten bezug zum allerersten teil herstellt. wie im allerersten godzilla ist hier die bedrohung gigantisch. godzilla selbst ist der fleischgewordene terror, und tritt wie ein seelenloses, groteskes monster auf. es gibt keine verhandlung, keine komödiantische metaebene und keinen heroismus. godzilla ist einfach da, er ist nahezu unzerstörbar und niemand weiss, was man dagegen tun kann. ebenso scheint die intention der macher, auf ebene der kulturreflektion japans geschichte, die gleiche zu sein wie beim ersten teil.
godzilla von 1954 war klar eine analogie auf die atombombenwürfe der usa auf japan, und godzilla die manifestierte atombombe. die darstellung dieses konfliktes war für viele japaner etwas katalytisches, weshalb er sicherlich auf damals so erfolgreich war. er setzte sich also in gewisser weise sehr mit dem seelenleben und dem historischen trauma der japanischen gesellschaft auseinander. genau das tut shin goszilla auch. nach wie vor ist die atomare bedrohung, sowohl in form von atomwaffen, aber auch durch fallout und verseuchung der meere, ein treibendes thema des film. darüber hinaus finden sich hier überdeutliche bezüge zu fukushima und der katastrophe um den tsunami, sowohl auf inhaltlicher, als auch auf der darstellungsebene. in gewisser weise hat japan damit ein neues atomtrauma angeschnitten, das hier in die reflktion gerät.
desweiteren nimmt sich der film viel zeit (eigentlich zuviel) um das verstockte bürokratie und regierungssystem der japaner bloß zu stellen. ein system, in dem karriere wichtiger ist als richtige entscheidungen zu treffen, selbst wenn menschen dadurch sterben, und in dem alte menschen immer an oberster position stehen, auch wenn die jungen offensichtlich die vernünftigeren sind. ebenso stellt der film sehr geschickt die frage, nach der eigentlichen souveränität japans, da sich die usa bei der bekämpfung godzillas per se einmischen, und die japaner auch zu befürchten haben, das china und russland den krieg gegen godzilla in ihrem land führen wollen. das alles ist zwar karikiert, doch ist es ausdruck einer entmutigten, sich selbst nicht bewussten nation. über 60 jahre sind vergangen, doch die kernthemen sind somit fast die gleichen, wie bei dem allerersten godzilla.
für mich machen diese film und kulturhistorischen überschneidungen den film überaus interessant. viel interessanter, als alle rein auf unterhaltung ausgelegten teile, auch wenn es den film selber irgendwie sperrig und überaus kauzig erscheinen lässt, streckenweise. ich denke, dieser film hat erstmal selbst etwas zu bedeuten, und hat denen die ihn gemacht haben definitiv viel bedeutet. das ist etwas, was ihn weit über das hinaus aufwertet, was man im ersten moment meint zu sehen, wenn eine riesige eidechse häuser platt trampelt.
VreenTeilnehmerDerSebomat wrote:Jo, Modulok war super. Den hatte ich auch als Figur. Und Hordak! Der war immer mein Liebling. Hatte sogar die Burg von dem! Ich habe auch nie verstanden, warum sich Hordak und Skeletor nicht mal vereinten um gemeinsam gegen das Gute vorzugehen. Haben sie wohl nicht gepeilt.
haben sie ja immer mal wieder. genau wie skeletor und merman, oder skeletor und king hiss, welche auch als anführer größerer gruppen dargestellt wurden und nicht nur als lakaien. die arbeiten immer zusammen, aber kurz bevor sie dann das ziel erreichen, verkacken sie es, weil sie sich dann anfangen um die herrschaft zu streiten. das ist eben das, was die bösen aufhält, im vergleich zu den guten. die egozentrierung. die guten haben weniger wahl ihrer mittel, da viele mittel schon per se böse sind und nicht zum guten führen können. darum müssten die guten eigentlich benachteiligt sein, da den bösen die mittel egal sind. aber das wird ausgeglichen dadurch, das die guten allgemeinnützig denken und ihr wohl das gleiche wie das wohl der gemeinschaft ist. die wollen nichts für sich, nur frieden. daher arbeiten sie viel besser zusammen, sind nicht hierarchisch orientiert und zerstören ihre umwelt nicht.
VreenTeilnehmerDerSebomat wrote:Vor allem ist es schade, dass er zum größten Teil auf der Erde spielt und Orko nicht dabei ist.
jo, stimmt. hat beides finanzierungsgründe gehabt. der ständig schwebende orko und die ausufernden kulissen von eternia hätten das budget von cannon völlig exponentiell explodieren lassen. gwildor hingegen hatte nur ein einfaches kostüm an und die vorstadtkulisse der erde war quasi umsonst.
VreenTeilnehmerich glaube, wenn man später die schatzkarten bei den kunsthändlern kauft, brauch man die federn garnicht zu sammeln. die sind dann markiert. auch so eine völlig absurde idee in dem spiel. als ob irgendjemand sich die mühe machen würde, herumliegende vogelfedern zu kartografieren und die karten teuer zu verkaufen.
aber nicht so blöde wie die idee, seinen gesuchtstatus durch töten eines beamten zu senken. man stelle sich vor: man läuft durch die stadt, begeht taschendiebstähle, rempelt wachen an und lässt händler waren fallen lassen. durch solche lapalien wird man zum gesuchten. dann bringt man auf offener strasse einen menschen um, und wird von dutzenden passanten dabei beobachtet, und plötzlich ist man nicht mehr kriminell und wird nicht mehr gesucht. da wurde viel wert auf realismus gesetzt.
VreenTeilnehmerIch hatte alles mögliche von he man. Am besten gefiel mir immer die wilde Horde oder die snakemen. Die waren so richtig schön düster und freakig. Bei den snakemen war einer dabei, dem Schlangen aus Augen, Mund und Hals kamen und dessen Anblick Gegner erstarren lies. Oder bei der wilden Horde möchte ich modulok. Dieser schizophrene rote Dämon mit 2 Köpfen, der körperlich modifizier und erweiterbar war. Das war schon geiler scheiss. Deswegen freue ich mich auch eigentlich nur auf die verfilmungen. Wenn sie diese ganzen Mutanten so geil umsetzen, wie die orks im warcraftfilm oder die wasserwesen bei fluch der Karibik, dann bin ich schon total zufrieden, egal wie behindert die Story ist.
VreenTeilnehmerDerSebomat wrote:Lofwyr schrieb:Meine Herren. Das war eine Serie um Plastikfiguren zu verkaufen. Ich glaube ihr interpretiert da ein bisschen viel rein.
Hmmm, wars nicht genau andersrum!?
Bin schon end gespannt auf Masters! Meine Kindheit!!
Und was diese ganze Debatte um Prinz Adam betrifft: Das könnte doch jetzt genau einen Nerv treffen. Er ist total unmännlich, zu feminin, homo, bi oder doch hetero. Vielleicht ist er am Ende ja sogar transsexuell? Das ist doch gerade das spannende daran. Der erfüllt mal so gar kein Rollenklischee. Er ist halt so wie er ist. Wie verhält sich denn ein richtiger Mann? In Zeiten, in denen gleichgeschlechtliche Partner heiraten, Frauen zur Bundeswehr gehen und sich Männer Botox spritzen lassen, ist doch Prinz Adam so aktuell wie nie.
ist er nicht. prinz adam ist eine scheinidentität. er spielt eine rolle. die eigentliche persönlichkeit ist die ganze zeit die von he man. wenn etwas gefährliches passiert oder not am mann ist, dann entscheidet prinz adam das es jetzt zeit wird sich in he man zu verwandeln. gringer sagt daraufhin immer nein nein nein, es ist ja so gemütlich und er will nicht kämpfen. dann verwandeln sich beide und gringer wird zu battlecat, der dann nur noch von kämpfen und zerstörung redet, und seine persönlichkeit völlig verändert zu haben scheint. gringer hat also nicht die gleiche persönlichkeit wie battlecat. prinz adam andererseits, ist manchmal oft absichtlich besonders “feminin” um bsw teela zu ärgern, oder alleingelassen zu werden, um sich in ruhe verwandeln zu können. manchmal, wenn er teela besonders auf die palme gebracht hat, redet er auch bsw mit orko oder man at arms darüber, das es ja eigentlich schon gemein ist, das sie nichts von seiner eigentlichen identität weiss. prinz adam ist also bewusst teil der verschwörung um seine eigentliche identität des he man. das heisst, prinz adam existiert eigentlich garnicht. eigentlich ist es die ganze zeit he man, nur ohne superkräfte.
der interessante aspekt der dekonstruktion von rollenklischees geht damit aber leider total baden, bzw wird ins negative umgekehrt, da das ausnutzen dieser klischees ihnen im endeffekt auch die ernsthaftigkeit abspricht.bei der unsäglichen neuauslegung der masters geschichte wurde dieser teil des ganzen auch verändert, so das he man auf prinz adam nicht mehr angewiesen war.
VreenTeilnehmerspiele gerade mal wieder assassins creed 2 in der ezio edition. die grafik ist nicht gerade berauschend aufgearbeitet, soll aber bei den 2 folgeteilen besser sein. macht aber trotzdem einen riesen spaß. teil 2 ist def der beste teil der ganzen serie, neben black flag. auf der ps3 hatte ich ac2 platiniert. bin mal gespannt, ob ich das hier nochmal mache…
VreenTeilnehmerKlar darfst du es doof finden. Zu monieren das andere darüber nachdenken, ist aber schon was anderes…
VreenTeilnehmerLofwyr wrote:Meine Herren. Das war eine Serie um Plastikfiguren zu verkaufen. Ich glaube ihr interpretiert da ein bisschen viel rein.
Viele Millionen Kinder haben weltweit mit dem scheiß gespielt, und sind mit den mehr oder weniger unterschwelligen Geschlechter und moralvorstellungen des ganzen aufgewachsen. Ich finde, dazu darf man sich ruhig ein paar generelle Gedanken machen…
VreenTeilnehmerDir ist schon klar, das die Einordnung in sexy oder nicht, sehr subjektiv ist. Was du als sexy erachtest, muss nicht zwangsläufig der Intention der Macher entsprechen. Die kleinen busen sprechen da für mich gegen eine klassische übersexualisierung der Frau. Da finde ich he man eher übersexualisiert. Ich mein, dieses Geschirr das er obenrum anhat alleine schon. Der ledertyp von den village people trägt sowas auch.
VreenTeilnehmerdas prinz adam eigentlich nur verarscht wird, da er kein richtiger mann ist, stimmt natürlich. allerdings halte ich das nicht wirklich für sexistisch, zumal es eine generelle attitüde der menschen in eternia ist, das kraft und konfliktbereitschaft als die oberste positive eigenschaft verstanden wird. das gilt ja auch für die frauen. teela selbst regt sich darüber ja auch immer auf, wobei sie ja selbst in richtung amazone geht, und eher dem bild des richtigen mannes zu entsprechen scheint, als prinz adam. die forderung ist somit absurd, zumal auch das verhalten einer richtigen frau nicht definiert wird. eher ist es so, dass der begriff richtiger mann falsch eingesetzt wird, da die serie selber beweisst, das dieses verhalten für alle gelten muss.
naheliegender ist da eher der vorwurf der homophobie, was zumidnest zwischen den zeilen steht. aber da die welt eigentlich sexlos beschrieben wird, wird ja auch nie klar, das adam wirklich homosexuell ist. ich meine, er schreibt gedichte, spielt klavier, versteckt sich wenn es gefährlich wird und zieht sich komisch an. er könnte auch ebenso gut nur franzose sein.
frauen werden auch mal gerettet, dass stimmt auch, allerdings auch nicht öfter als männer. ich erinnere mich an eine folge wo teela gerettet werden musste (die höhle des schreckens) ebenso wie an folgen, in denen man at arms, orko, die zauberin, der könig, gringor, stratos und buss off gerettet werden mussten. es muss halt immer jemand gerettet werden und die sind einfach reih um gegangen.
was es angeht, das die frauen alle sexy sind: die aussage finde ich schwierig. ich finde, man muss schon extrem auf die negative geschlechtliche konnotation bei den weiblichen figuren fixiert sein, um nicht zu merken, das die männlichen figuren alle viel übertriebener dargestellt wurde, und noch unrealistischere körpermerkmale aufwiesen, als die weiblichen figuren. ich meine, teela hat lange beine und eine zu schmale hüfte für einen echten menschen, und im besonderen eine kriegerin, aber nichtmal einen großen busen. guck dir doch im vergleich mal he man an, und eigentlich jede andere männliche figur (hatten ja als spielzeug fast alle den gleichen korpus). übertriebener und aufgepumpter ging es doch garnicht.
VreenTeilnehmerhe man hat sich meiner ansicht nach weder durch sexismus noch durch rassismus hervorgetan. sex hat generell keine rolle gespielt, und um themen wie begierde oder zuneigung als motivationsgrund hinter konflikten, wurde auch ein großer bogen gemacht. die frauen waren halt generell stark in der unterzahl, allerdings annähernd ebenbürdig, sowohl was machtverhältnisse als auch kampfkraft anging. teela war die herrin der wache von eternia, und damit mächtig und eine kriegerin. äquivalent dazu evelin auf der anderen seite, welche in bosheit und zauberkraft skeletor in nicht viel nachstand. die gesellschaftsstruktur war auch fast eine matriachale. der könig wurde oft als pantoffelheld dargestellt, der von der königin zu sagen bekommen hat, was er tun und lassen soll, und das auch so gemacht hat. die mächtigste zauberin des ganzen planeten war zoar, also auch eine frau, welche im grunde allwissend und allmächtig war.
was rassismus angeht, ist das so ähnlich. rassismus gab es eigentlich nicht, da die welt eh als eine zutiefst heterogene dargestellt wurde. da war ja fast jeder irgendein irrer dämon, halb ein tier, ein roboter, drache, geist oder sonstwas total fantasievolles. gerade auf seiten der bösen. da waren soviele rassen, oder sogar unterschiedliche spezies ineinander gewürfelt, und die hierarchie ergab sich nie durch ihr aussehen, nur durch intellekt, gefährlichkeit und nützlichkeit. figuren wie hordak, king hiss oder merman sind skeletor teilweise ebenbürdig.
die guten sind da etwas weniger durchmischt. die meisten davon sind menschen, und zwar weiße, kaukasisch aussehende. die rassismusfrage wurde dadurch irgendwie auch obsolet, da es bsw keine schwarzen oder indigene ethnien gibt. ich glaube fast, ein japaner war der einzige nicht weisse, der überhaupt irgendwo mal vorgekommen ist.
insofern finde ich die rassismus und sexismusvorwürfe an he man unpassend. da waren andere zu der zeit wesentlich schlimmer. alleine wie marshal bravestar die traditionen amerikanischer ureinwohner verarscht hat, oder wie gi joe mit sterotypen feindvorstellungen aus dem kalten krieg umgegangen ist, lässt das ganze schon wieder in einem völlig anderen licht erscheinen.
wenn man he man was vorwerfen kann, dann ist es die gewalttätigkeit, da hier eine völlig archaische welt voller nie endenden konflikten beschrieben wird, in der gewalttätige auseinandersetzungen fast immer die einzige lösung darstellt. zum zweiten zeichnet sich he man teilweise durch eine unglaubliche dumme ausarbeitung aus, was in im grunde saudummen geschichten und dialogen endet, in einer welt, die bei näherer betrachtung überhaupt kein wirkliches konzept oder übergeordnete ebene hat.
VreenTeilnehmerselbst wenn, kann ich da nichts böses dran finden. oder hast du was gegen schwul sein?
VreenTeilnehmerim he man universum gibts keinen sex. da gibts nur macht und kraft und waffen…
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