Sex in Spielen
Nackte Tatsachen
Egal ob skandalheischend wie anno 1982 im Atari-VCS-Machwerk Custers Revenge, mit kulturellem Anspruch bei David Cages Abenteuer Fahrenheit (Bild) oder zuletzt die eher obligatorische Beischlaf-Akrobatik von Hexenmeister Geralt in The Witcher III: Eine deftige Sexszene im Spiel zu haben, garantiert seit Jahrzehnten die Aufmerksamkeit der (überwiegend männlichen) Zielgruppe und Empörung in konservativen Kreisen. Trotzdem mutet es kurios an, dass am meisten Rabatz ausgerechnet um einen virtuellen Koitus gemacht wird, der vom Hersteller vor der Veröffentlichung eigentlich entfernt wurde – die Hot Coffee-Szenen von GTA: San Andreas sind nur durch Hacks freizulegen. Erst in jüngerer Vergangenheit rücken zwei weitere Aspekte rund um die freizügige Thematik in den Fokus: In Sachen Sexistisches Frauenbild in Videospielen steht die Reizfigur Anita Sarkeesian im Mittelpunkt eines unerbittlichen Streits von Kritikern und Befürwortern ihrer Ansichten. Andere Interessengruppen werfen die Frage in den Raum, warum virtueller Sex immer noch weitgehend auf die traditionelle Mann-Frau-Konstellation beschränkt wird, auch wenn erste Schritte etwa bei den BioWare-Rollenspielen (z.B. Mass Effect) getan wurden.









