Red Ring of Death
Zeichen des Todes
Die Freude von Microsoft, 2005 mit der Xbox 360 ein Jahr Vorsprung vor dem Konkurrenten Sony zu haben, weicht schnell blankem Entsetzen – sowohl beim Konzern als auch sehr vielen Käufern der Konsole. Offenbar wird bei der schnellen Entwicklung und Fertigung eine fatale Macke übersehen, die vor allem bei der ersten Xbox-360-Generation im Betrieb zu massiven Ausfall-Erscheinungen führt. Kaum ein Gerät bleibt auf Dauer vom Red Ring of Death, dem am Startknopf blinkenden Hinweis auf einen ungewissen wie schweren Hardware-Schaden, verschont. Offiziell wird nie eine genaue Ursache für die wohl durch Hitze bedingten Probleme bestätigt, die Folgen sind aber massiv: Die Xbox 360 und Microsoft haben ein dickes Image-Problem am Hals. Potenzielle Kunden scheuen lange Zeit den Kauf angesichts der Furcht vor Defekten, davon betroffene Besitzer müssen besänftigt werden. Dafür verlängert Microsoft die Garantie auf satte drei Jahre, defekte Geräte werden schnell und kostenfrei repariert oder ausgetauscht. Dieses Vorgehen schafft es, das Vertrauen langsam wieder aufzubauen, kostet den Konzern aber eine mächtige Summe: Wie Ex-Xbox-Mann Peter Moore unlängst verriet, wurden mehr als 1 Milliarde US-Dollar dafür fällig.









