Back to Bed – im Test (PS4)

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Kopieren sei die höchste Form des Lobes – sagte einst ein kluger Geist. Entwickler Bedtime Digital Games handelt ein wenig nach dieser Maxime, denn der surreale Look des Kickstarter-finanzierten Indiespiels bedient sich vor allem bei drei bekannten Künstlern: Die zerflossenen Uhren, schwebenden Gebilde, Äpfel und Hüte kennen wir von den Surrealisten Salvador Dalí und René Magritte. Die gleichzeitig richtig und falsch anmutenden Treppen-, Bogen- und Brückenkonstruktionen wiederum erinnern an die Werke ”Waterfall” und ”Relativity” des niederländischen Grafikers M.C. Escher. Dazu angenehm pastellige Farben und ein schräges Hundetier mit Menschengesicht – fertig ist die Hingucker-Grafik.

Spielerisch ist Back to Bed ein simples Denkspiel mit wenigen, einfachen Regeln: Ein schlafender Mann läuft langsam, aber stetig durch die oben beschriebenen Szenarien. Stößt er irgendwo an, dreht er sich nach rechts – stürzt er ab, taucht er am Startpunkt wieder auf. Und Ihr seid sein Unterbewusstsein (in Form des türkisen Hundes), das ihn sicher ins Schlafzimmer lotsen muss. Dazu habt Ihr eigentlich nur zwei Mittel: Ihr platziert Äpfel, die im Level herumliegen, genau so, dass Euer ”Herrchen” abbiegt und über diverse Wege, Treppen und Portale ans Ziel gelangt. Außerdem baut Ihr mit länglichen Plastikfischen Brücken – mit demselben Ziel.

Die Herausforderung wird im Verlauf der zwei, bis drei Stunden immer etwas größer, zudem patrouillieren Feinde in den Stages oder es werfen Euch Windmaschinen aus der Bahn. Dabei ist der Anspruch nie sonderlich hoch – wir konnten jedes Level innerhalb weniger Minuten lösen. Eine Rahmenhandlung liefert Back to Bed nicht: Ihr müsst Euch mit wenigen Standbildern begnügen, die eigentlich nur aussagen, dass der schlafwandelnde Herr wieder ins Bettchen soll. Habt Ihr alle Stages gemeistert, wartet der ”Albtraum”-Modus mit denselben Levels und dem (teils kniffligen) Zusatzziel: Sammelt auf dem Weg den Schlafzimmer-Schlüssel ein!

Matthias Schmid meint: Die stimmige, schöne Optik von Back to Bed ist nicht so einzigartig und perfekt wie im Mobile-Knobler Monument Valley (iOS, Android) – trotzdem trägt die Aufmachung wesentlich zum Spielspaß bei. Der kleine Traumknobler wirkt wie aus einem Guss! Die Rätselmechanik ist rasch verstanden und die Benutzerführung (inklusive Vorspulen, um Wartezeiten zu vermeiden) vorbildlich. Ich hätte nur gern die doppelte Levelanzahl und zwei, drei pfiffige Rätselelemente mehr gehabt!

Nette, nur etwas kurze Knobelei mit stilvoller Optik und guter Idee.

Singleplayer7
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Grafik
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