Chameleon Twist – im Klassik-Test (N64)

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Videospiel-Distributor Laguna macht ernst: Kaum wurde Chameleon Twist in Japan den Programmierern entrissen, schon landet das ungewöhnliche 3D-Hüpfspiel in deutschen Kaufhäusern. Wie Ihr dem Preview in der letzten MAN!AC entnommen habt, steuert Ihr einen kleinwüchsigen, aber großköpfigen Helden durch sechs thematisch unterschiedliche Welten. Zunächst startet ­Ihr im Dschungel-Level, dann folgen Bomben- und Ameisen-Land – bis schließlich eine Wüstenland­schaft, Geister-Ambiente und Kiddie-Szenario locken.

Nun gut, ein Hüpfspiel mit 360-Grad-Polygon-Umgebung. Aber was ist neu? Eindeutig die Steuerung: Held Jack (oder einer seiner drei Kumpels) spaziert und hüpft zwar traditionell durch die Gegend, kommt aber ohne den präzisen Einsatz seiner Zunge nicht besonders weit. Mit diesem überaus langen und gelenkigen Organ schnappt er z.B. Feinde und spuckt sie dann als Geschoß wieder aus. Damit kämpft er gegen Obermotze oder löst kleinere Rätsel. Weiterhin nutzt Jack die Zunge quasi als Kletterhilfe, um sich in Stabhochsprung-Manier über Mauern zu hieven. Wichtiger ist aber, daß er sich mit den Zunge an Pfosten festkrallt, um Abgründe zu überwinden. Zum Glück gibt’s einen Trainingsraum, in dem Ihr all diese Manöver üben könnt. Nur als Zungen-Profi habt Ihr eine Chance, die nachfolgenden Levels zu überstehen.

Im Spiel werdet Ihr mit einer Mischung aus typischer Hüpfspiel-Geschicklichkeit und kleinen Abenteuer-Happen überrascht. Chameleon Twist ist zwar kein richtiges Action-Adventure, aber Knobe­listen kommen dennoch auf ihre Kosten.

Jede Welt setzt sich auf etlichen Räumen zusammen, in denen Jack Aufgaben zu erledigen hat und den jeweiligen Aus­gang erreichen muß. Unterwegs sammelt Ihr Herzen sowie Kronen und wappnet Euch für das große Finale mit dem Endgegner. Je nach Level entdeckt Ihr nicht nur neue Landschaften und Bösewichte, auch die Aufgaben variieren. So löst Ihr mit explosiver Nahrung bombige Kettenreaktionen aus, stolziert auf rotierenden Fässern und erfreut Euch an der durchgehend putzigen Kulisse.

Wer gerne mit Kumpels spielt, betritt ­eine spezielle Kampfarena, in der bis zu vier Personen mit Kleinvieh werfen, um die Gegner in den Abgrund zu bugsieren. Ein nettes Addon, aber kein hoch­gradig erregender Multiplayer-Hit.

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