Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde II – im Klassik-Test (360)

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Kreischende Ork-Horden prallen auf das vereinigte Heeres-Aufgebot von Menschen, Elben und Zwergen. Am sturmgepeitschen Firmament kreist über dem Gemetzel auf seiner Flugechse der Hexenkönig von Angmar – der erste Diener des dunk­len Herrn von Mordor führt seine Truppen in die Schlacht. In Lorien wehren sich Galadriels Truppen fieberhaft gegen den unaufhaltsamen Vormarsch von Spinnenreitern und Höhlentrollen, während der Großteil ihres Volks in Panik flüchtet, um Mittelerde zu verlassen. Doch die Flotte, mit der das uralte Volk seine letzte Reise über das Meer antreten will, wird bereits an der Hafenausfahrt von Korsarenschiffen aufgehalten – Flammenpfeile durchlöchern die zarten Segel der eleganten Elbenschoner und griechisches Feuer setzt die verzauberten Planken in Brand. Die Zwergenvölker unter der Führung von Gimlis Vater und Zwergenherrscher Gloin schlagen eine verzweifelte Schlacht gegen die Goblinhorden eines Feuer spuckenden Drachens und wetzen ihre Mithril-Klingen, um dem Ungetüm auf den Schuppenpanzer zu rücken.

Das alles sind Szenen, wie wir sie sonst nur aus dem Kino kennen – oder von Echtzeit-Strategie-Spielen auf dem PC: Anders als bei den im Konsolen-Kosmos dominanten, rundenweise ausgetragenen Kämpfen werden Eure Streitkräfte hier in Echtzeit und mit Hilfe des Mauszeigers durchs Terrain gescheucht. Derweil auf dem PC schon seit über einem Jahrzehnt mit schöner Regelmäßigkeit eine Hit-Armee nach der anderen aufmarschiert, machen sich derlei ­Action-inspirierte Schlachtenaufgebote auf unserem heimischen Flimmerkasten rar. Schuld waren vor allem die bisher mangelnde Bildauflösung von TV-Geräten aus der Prä-HDTV-Ära, welche die meist winzigen Einheiten nicht so detailreich wiedergeben konnten wie ein Monitor – und nicht zuletzt das Fehlen des naturgemäß an den Schreibtisch gebundenen ­Kabelnagers, ohne den ein intuitives Navigieren und Kommandieren schwer fällt.

Ersteres gehört auf der Xbox 360 (bei entsprechender Ausstattung) der Vergangenheit an, Letzteres wird dem Konsolen-Strategen wohl immer ein Dorn im Auge bleiben – auch die inzwischen zweite Schlacht um Mittelerde kann daran nichts ändern: obwohl man sich sichtlich darum bemüht hat, uns Pad-Akrobaten die Suche im Einheiten-Heuhaufen so leicht wie möglich zu gestalten.

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