Leisure Suit Larry: Wet Dreams Dry Twice – im Test (PS4)

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Seite 1

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Larry hat das geschafft, was so vielen seiner Adventure-Kollegen aus den 1980er- und 1990er-Jahren verwehrt blieb: Nach Irrungen und Wirrungen in seltsamen 3D-Ablegern feierte er mit Wet Dreams Don’t Dry ein rundum gelungenes Comeback und ­legte damit auch einen souveränen Sprung in die Gegenwart hin. Konfrontiert mit den Gepflogenheiten der heutigen Zeit – von Social Media und Dating-Apps bis hin zu #MeToo – muss sich der 1980er-Jahre-Stelzbock neu orientieren und definieren.

Genau da setzt der zweite Teil an: Larry sitzt auf der Insel ­Cancúm fest und soll dort unter die Haube gebracht werden. Doch er hat immer noch die kühle Faith im Kopf, auch wenn die ihm im Vorgänger übel mitgespielt hat – und kurz vor der Hochzeit bekommt er tatsächlich ein Lebenszeichen von ihr. Grund genug, mit einem improvisierten Floß in See zu stechen, um die Herzdame zu finden. Ein Sturm verschlägt ihn ins Kalau’a-Atoll samt Kannibalen­stamm und ­Hotelresort – ob Faith dort ist?

Wie sein Vorgänger ist auch Wet Dreams Dry Twice ein Oldschool-Point’n’Click-Adventure: Mit dem linken Stick bewegt Ihr Larry, mit dem rechten einen Cursor, den Knöpfen sind kontextsensitive Aktionen zugeteilt. Larry steckt alles ein, was nicht angenagelt ist, redet mit all den schrägen Gestalten, die ihm über den Weg laufen, und puzzelt und improvisiert sich so durch sein neues Abenteuer. Dabei steht ihm erneut seine KI-Begleiterin Pi zur Seite, die abwechselnd unterstützend und genervt reagiert und so den idealen Kontrast zum triebgesteuerten Protagonisten darstellt.

Neu sind diesmal ein paar kleine, aber feine Komfortfunktionen: Ein Tagebuch informiert Euch über bereits abgeschlossene und noch anstehende Aufgaben und die neue Baumechanik lässt Euch einfach komplexe Gerätschaften aus den Gegenständen in Eurem Inventar herstellen – auch mit Pi könnt Ihr nun jederzeit aktiv reden. Sonst fühlen sich Kenner des Erstlings dank vertrautem Grafikstil und Interface direkt heimisch. Auch akustisch bleibt sich Larry treu: Die Musik untermalt die Szenarien passend und nie zu aufdringlich, die deutschen Sprecher – allen voran Philipp Moog (bekannt als Stimme von Barney in der Sitcom ”How I Met Your Mother”) als Larry – leisten erstklassige Arbeit. Auch die zotigsten Kalauer funktionieren hier dank exzellenter Vertonung.

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Max Snake
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Max Snake

Ich warte, wenn es günstig gibt.

Rudi Ratlos
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Rudi Ratlos

War wieder sehr launig, auch wenn ein Rätsel im Hotel imo absurd war. Ansonsten gut schaffbar, mit den Laufwegen haben sie es dieses Mal aber ein wenig übertrieben. Da kann gerne ein neuer Teil kommen, auch wenn mit diesem ja die Geschichte rund um Faith eigentlich abgeschlossen ist.