Let’s Make a Soccer Team – im Klassik-Test (PS2)

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Pünktlich zum Start der neuen Bundesliga-Saison läuft Segas Let’s Make a Soccer Team in die Spieleregale ein. Anstatt Euch jedoch auf die luxuriös gepolsterte Trainerbank Eures Lieblings­clubs aus der höchsten deutschen Spielklasse zu setzen, schickt Euch Let’s Make a Soccer Team auf die klapprige Holzpritsche des FC Nirgendwo. Ihr wählt Ort, Name und Farben eines selbst ­erfundenen Vereins und startet in der dritten Division des jeweiligen ­europäischen Landes. Mit bescheidenen finanziellen Mitteln und No-­Name-Kickern soll der Aufstieg ­gemeistert werden. Glücklicherweise geht’s gleich in die Playoffs, und wer sich nicht ganz blöd anstellt, ist sofort in Liga 2.

Dann beginnt das harte Manager­leben: Wählt eine Sekretärin aus, schließt Sponsorendeals ab, ­er­höht die Dauerkartenpreise oder verlängert die Verträge des Trainerstabs. In dutzenden Tutorials werden die umständlichen Menüs erklärt, Ihr über die Transferzeitfenster informiert und Euch sogar Buchhalter und Masseur persönlich vorgestellt.

Seid Ihr schließlich doch beim ersten Spieltag angelangt, wollen Aufstellung und Teamtaktiken akribisch eingestellt werden. Wie beim Konami-Konkurrenten Pro Evolution Soccer Management regelt Ihr zig Parameter, formiert die Abseitsfalle oder ­bestimmt den Kapitän. Das Spiel selbst verfolgt Ihr aus einer Kameraperspektive in drei verschiedenen Geschwindigkeitsstufen oder auf Wunsch im Old-School-2D-Look – eine bloße Schnellsimulation ist nicht möglich.

Kommentiert wird die ­Action von ARD-Sprecher Jürgen Bergener; dessen öde Satzbrocken langweilen aber schon nach kurzer Zeit. Wollt Ihr während des Spiels ins Geschehen eingreifen, gebt Ihr via X-Knopf Befehle wie ‘Tor schießen’ oder ‘Konzentration halten’ – für umfangreichere taktische Kommandos bleibt nur der Weg ins Menü. Nach den Matches blättert Ihr die Schlagzeilen der lokalen Gazetten durch, schaut die Spielstatistiken an und freut Euch über das eingenommene Geld pro Partie. Ärgerlich sind zahlreiche Übersetzungsfehler und teilweise abgeschnittene Einblendungen.

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