Lords of the Fallen – im Test (PS4)

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Kann neben Dark Souls noch ein anderes, ähnlich schweres und komplexes Action-RPG bestehen? Schließlich schwören Fans auf die äußerst harte Abenteuerreihe von From Software. Konkurrenz gibt es nicht – bis jetzt. Denn das deutsche Studio Deck13 will Freunde heftiger Kerker-Schlachten eine Alternative aufzeigen.

Vor dem Antritt Eurer Reise kombiniert Ihr drei Magie- und drei Rüstungsklassen frei miteinander. Die Zauber gehen entweder in eine offensive, defensive oder heilende Richtung und können später nicht mehr verändert werden. Im Gegensatz dazu weicht Eure erste Rüstung schnell deutlich besserer Ausstattung.

Fortan müsst Ihr Euch Lords of the Fallen selbst erschließen, denn die wenigen und auch knappen Hilfestellungen erklären nur das Nötigste. Grundsätzlich stattet Ihr Harkyn von Kopf bis Fuß mit Rüstungsteilen aus, gebt ihm Waffe nebst Schild in die Hand und nutzt einen magischen Handschuh für Projektilangriff, Granate und Schockwelle. Neben Lebensenergie und Magie spielt Ausdauer eine große Rolle: Angreifen, Blocken und Ausweichen verbrauchen Kraft, die sich nur langsam regeneriert. Ruhiges, überlegtes Vorgehen ist darum der einzige Weg zum Erfolg.

Euer beschwerlicher Weg führt durch Keller, Höhlen, Verliese und Burgen. Die Schauplätze entfalten mit ihrer stimmigen, weil vielschichtigen Beleuchtung sowie der glaubhaften Architektur gelungenes Mittelalter-Flair. Lords of the Fallen verzichtet vollends auf eine Karte und auch die Levelstruktur ist offen angelegt – Ihr entscheidet selbst, wohin es geht. Grundsätzlich führt eine Route zur nächsten Hauptquest, doch die Erforschung anderer Wege lohnt sich: Zahlreiche Schatztruhen beherbergen frische Gegenstände. Daneben entdeckt Ihr ein paar optionale Aufträge, deren Abschluss Euch ebenfalls belohnt.

Überall im Spiel trefft Ihr auf dämonische Ritter, blinde Monster, Geister, Riesenspinnen und andere fiese Gestalten. In den ersten Spielstunden stellt jeder Gegner eine Bedrohung dar: Angriffsmuster wollen beobachtet und Lücken in der Deckung gefunden werden, erst dann greift Ihr an.

Das richtige Timing vorausgesetzt, überrascht Ihr Feinde mit einem Schleichangriff. Harkyns Ausrüstung bestimmt Euren Kampfstil: Mit leichter Garderobe und Kurzschwert habt Ihr zwar wenig Schutz, seid dafür allerdings sehr agil. Widerstandsfähig, aber träge machen Euch schwerer Panzer und Turmschild. Eure Tragekapazität wie auch Stärke, Verteidigung und Ausdauer wertet Ihr mit im Kampf gewonnenen Erfahrungspunkten auf. Das geht jedoch nur an Speicherkristallen: Dort wird in Attribut- oder Magiepunkte investiert. Tragt Ihr das XP-Kontingent hingegen weiter mit Euch herum, steigt dessen Wert. Segnet Harkyn das Zeitliche, habt Ihr beim Neustart die Chance, Eure gewonnene Erfahrung zurückzuholen – geht Ihr dabei erneut drauf, ist alles weg. Die Chance auf gute Beute steigt übrigens, je mehr Monster Ihr in Folge besiegt. Speichern oder Euer Ableben setzen diesen unsichtbaren Wert zurück.

Knackig wird es, wenn Ihr einem der ”Herrscher” gegenübersteht: Die mächtigen Bosse verlangen Euch noch mehr als normale Gegner Gelassenheit und genaue Aktionen ab. Dabei gibt es häufig mehr als eine Strategie, manchmal kann sogar die Umgebung ein Schlüssel zum Sieg sein. Diese teils zähen Schlachten belohnen Euch mit einem dicken Batzen Erfahrung und auch mal wertvollen Gegenständen. Nach Eurem Triumph öffnet sich ein Portal, hinter dem besondere Herausforderungen warten.

Das intelligente, weil vielschichtige Kampfsystem sowie die stimmungsvolle Inszenierung gepaart mit Erkundungsfreiheit gehören zu den Stärken von ”Lords of the Fallen”. Allerdings steht das technische Gerüst auf wackeligen Beinen: Nur unschön sind häufiges Ruckeln sowie ständig nachladende bzw. sich scharf stellende Texturen. Für ordentlichen Frust können dagegen zahlreiche Bugs sorgen. Darüber hinaus enttäuscht die Geschichte rund um Harkyns Feldzug gegen den bösen Gott Adyr mit blassen Figuren und einer bruchstückhaften Erzählung.

Sascha Göddenhoff meint: Ich ärgere mich richtig! Nicht über den Schwierigkeitsgrad, denn ich werde gern gefordert. Auch nicht über die unsaubere Grafik, denn Stimmung kommt trotz Ruckeln und Tearing auf. Mich ärgert die Tatsache, dass die technischen Durchhänger das Potenzial von Lords of the Fallen verwässern. Gerade, weil es sich hier um ein auf Präzision und Geduld getrimmtes Action-RPG handelt, nerven einige Bugs enorm. Ich möchte aufgrund schlechter Leistung scheitern und nicht, weil Fehler im Spiel meinen Bildschirmtod fordern. Oft nimmt mir das Spiel genau das Maß an Kontrolle, das ich eigentlich brauche – frustrierend! Doch ich schüttele meinen Ärger ab, weil hinter all den Ecken und Kanten ein durchdachtes und motivierendes Spiel steckt. Die Belohnung ist groß, wenn ich mir einen Bereich Stück für Stück erschlossen habe und das flexible Waffen- und Rüstungssystem richtig einsetze. Trotzdem hätte ich lieber mehr Angst vor dem nächsten Dungeon als vor einem unverschuldeten Bildschirmtod. Und nein, das ist kein Feature!

  • große Auswahl an Schwertern, Stäben, Dolchen, Schilden und Rüstungen
  • flexibles Kampfsystem
  • 3 Durchgänge möglich: Normal, New Game + &amp New Game ++

Forderndes Action-RPG mit Freiraum bei Kampf und Erforschung, dessen Qualitäten von technischen Macken untergraben werden.

Singleplayer67
Multiplayer
Grafik
Sound
neuste älteste
Bort1978
I, MANIAC
Bort1978

Hab gerade eine Stunde in das Spiel reingespielt. Wurde es mittlerweile per Patches verbessert oder läuft es auf der PS5 runder? Ersteindruck: Richtig Hammer und genau mein Ding. Ich hätte es schon viel früher anzocken sollen.

Gast

hmm also ich find das Spiel gut- bei mir kamen die angesprochenen Bugs auch so gut wie nie vor, weder Ruckeln noch Tearing, lediglich ein Absturz.Relativ unspannend befinde ich das Leveldesign, welches teilweise viel zu verworren und unübersichtlich ist (kann nat. auch an mir liegen haha), und auch die Kämpfe sind mir teils auf Muss zu langatmig – vor allem verglichen mit DS.Derart niedrig hätte ich allerdings nicht bewertet, ein 80er wäre mMn locker drin gewesen!

rvn
I, MANIAC
rvn

[quote=belborn]

Ist das Spiel jetzt wenigstens ordentlich geflickt?

[/quote]Ich weiß nicht, ob Konsole und PC auf dem gleichen Stand sind, aber auf dem PC konnte ich es völlig problemlos spielen. Ich hatte 3 Bugs, aber davon hat keiner das Spiel beeinträchtigt.

Satus
I, MANIAC
Satus

Sehe ich auch so vangard, besser hätte ich es nicht ausdrücken können.

Gast

ok, perfekt ist dieses spiel bestimmt nicht, aber so schlecht bewertet hätte ich es nicht……komischerweise hatte ich 80 prozent der bugs nicht, da waren welche aber nicht so das ich davon geweint hätte, ich finde das gameplay nämlich eines der besten der letzten jahre und es ist auch nicht 100 prozentig mit darksouls vergleichbar…….. und ich finde das spiel mit all seinen geheimnissen sehr motivierend (und es gibt einige)das einzige was mich geärgert hat das die grafik irgend wie sehr verwaschen unscharf war, kann man sowas nicht patchen…….geben wir doch lieber dam anfänglich genauso verbuggtem assasians creed unity 90 prozent……..grafisch zwar sehr fein aber spielerisch immer die alte leier…….

belborn
I, MANIAC
belborn

Ist das Spiel jetzt wenigstens ordentlich geflickt?

Mettmardigen
I, MANIAC
Mettmardigen

Ich finds eigentlich ganz gut. Bloß sind Designe und Story Einheitsbrei. Da hätten sie trumpfen sollen dann wären die technischen Mängel zu verschmerzen gewesen.

Max Snake
I, MANIAC
Max Snake

An From Software Souls Spiel kommt keiner ran. Vielleicht Ihr eigenes Spiel Bloodbourne.

nordlicht
I, MANIAC
nordlicht

“”Ich möchte aufgrund schlechter Leistung scheitern… “”Tust du doch – schlechte Leistung der Programmierer ;)Werde mir das Spiel auf jeden Fall mal ansehen – auf PC.