Lost Ember – im Test (PS4)

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Seite 1

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Wer zu Lebzeiten gut und aufrecht lebt, der wird im Tode in die Stadt des Lichts gelangen – wer jedoch schwere Schuld auf sich geladen hat, der muss auf ewig als Schatten durch die Welt irren. Als Euch eine vom Weg zur Stadt des Lichts abgekommene Seele um Hilfe bittet, da wisst Ihr noch nicht, dass Ihr vielleicht einer dieser Verbannten seid. Denn scheinbar seid Ihr nur ein Wolf, ein schönes, doch auch etwas räudiges Tier, mit langen schlanken Gliedmaßen, großen Ohren und leuchtenden Augen. Die Seele, dargestellt durch einen fliegenden Orb, versteht nicht, warum sie nicht in der Stadt des Lichts gelandet ist. Und sie braucht Eure Hilfe, um durch rote Barrieren zu gelangen, die ihr den Weg versperren.

So begleitet Ihr das gleißende Pünktchen und lernt auf dieser Reise viel über die Welt und Eure eigene Geschichte: Wenn Ihr Erinnerungen aktiviert, erscheinen rudimentäre Gestalten, die nach und nach die Geschichte einer jungen Frau erzählen – und da ein Wolf nun mal nicht sprechen kann, übernimmt das Euer roter Kompagnon, er kommentiert und interpretiert das Gesehene. Lost Ember erzählt dabei eine ­schöne Geschichte über Vater und Tochter, über die Liebe, Gerechtigkeit und übermächtige Gefühle und führt Euch durch eine etwas ­grobe, doch sehr schön gestaltete Welt. Menschen gibt es hier keine, Ruinen zeugen jedoch davon, dass sie einst hier waren.

Ruinen und verlassene Landschaften haben die Tiere zurückerobert, sie besiedeln alle möglichen Habitate: Fische schwimmen in klaren Teichen, Enten paddeln darauf herum, supersüße Wombats kriechen durch Höhlen. Stylish abstrahiert, doch anmutig und toll animiert sind diese Tiere und – das ist der Clou – Euer Wolf kann jederzeit in die Haut eines solchen schlüpfen (es gibt über 15 verschiedene!) und somit als Fisch durchs Wasser schwimmen, als Ente von Klippe zu Klippe segeln oder als lustiger Wombat durch die Gegend kugeln. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist für das Fortkommen in der Geschichte notwendig, da Ihr so Hindernisse überwindet. Die Steuerungfunktioniert gut, dabei haben es sich die Entwickler nicht leicht gemacht und jede Menge unterschiedliche Elemente eingebaut: Ihr lauft, fliegt, schwimmt, ­gleitet, grabt, steigt an Felswänden herum. Leider kommt es gerade beim Kriechen in engen Gängen oder an anderen Levelbegrenzungen oft zu Clipping-Fehlern und auch ruckelfrei läuft Lost Ember nicht. Dem Spiel­erlebnis tut dies jedoch keinen großen Abbruch. Abgerundet wird das tierische Erkunden durch zahlreiche Sammelgegenstände, durch die das Erforschen der Umgebung lohnend wird.

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