Shadow Warrior 3 – im Test (PS4)

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Das Reboot des einstigen (indizierten) 3D-Realms-Shooters erwies sich im Jahr 2013 überraschend als unterhaltsamer Solo-Ego-Shooter. Der zweite Teil war zwar qualitativ kein Rückschritt, doch der Fokus auf Koop-Action und Loot-Ballerei im Stil des erfolgreichen ­Borderlands 2 stieß bei der Fangemeinde auf wenig Gegenliebe. Im dritten Abenteuer kehrt der geschwätzige Held Lo Wang zu seinen Wurzeln zurück.

Hier wird erneut mit dem Katana geschnetzelt und mit (un-)konventionellen Schießeisen jeder Yokai durchlöchert, der sich in Lo Wangs Nähe wagt. Beim dritten Teil ließen sich die Entwickler erneut deutlich von einer anderen Erfolgs-Ballerei inspirieren: Doom Eternal. Euer Munitionsvorrat ist knapp bemessen und Eure Lebensanzeige stürzt in den regelmäßigen Arena-Kämpfen flott auf die gefährliche ”0” zu. Zum Glück hinterlassen Gegner Lebens-Orbs, wenn Ihr sie abknallt – die dafür benötigten Munitions-Orbs bekommt Ihr für Katana-Kills. Die Gefechte sind jedoch nicht so bockschwer wie beim großen Vorbild. Das liegt auch daran, dass Ihr innerhalb der sechsstündigen Kampagne Auflevel-Kugeln erhaltet, mit denen Ihr Euren Munitionsvorrat weiter aufstocken und zusätzliche Boni für Eure Waffen leveln könnt. So verschießt Ihr später mit Euren SMGs im Akimbo-Stil Elektrokugeln oder feuert Sägeblätter ab, die sich bei Kills eigenständig neue Yokais zum Zerteilen suchen. Erledigt Ihr einen Gegner mit einem R3-Finisher, bekommt Ihr nach einer derben Animation Zugriff auf eine besonders starke Spezialwaffe.

Die blutig-launigen Schießereien wechseln sich nun mit meist einfachen Sprungeinlagen ab. Grün leuchtende Ranken nutzt Ihr für Wandläufe und an leuchtenden Ringen zieht Ihr Euch mit dem Enterhaken über Flüsse und eisige Gebirge sowie durch das Innenleben eines Drachen. Gefordert werdet Ihr hierbei zwar nicht, aber so könnt Ihr Euch dafür besser auf die witzigen Dialoge zwischen Ex-Ninja Lo Wang und seinem Dämonenfreund Hoji konzentrieren.

Solltet Ihr die Vorgänger nicht kennen, dann ist das bei der flachen Story zwar kein Beinbruch, trotzdem wärt Ihr im Vorteil, da die Handlung an Shadow ­Warrior 2 anknüpft. Ein großer Drache hat die Welt zerstört und einer der wenigen Überlebenden ist Euer inzwischen geläuterter Ex-Feind und -Milliardär Zilla, mit dem Ihr nun den Drachen aufhalten wollt. Regelmäßig erwarten Euch nicht ganz ruckelfreie Render-Sequenzen. Die bringen die Handlung voran und stellen Euch auch die abscheulichen Yokai-Gegner vor. Die Mischung aus unkomplizierter Ballerei, filmischer ­Erzählweise und Parcour-Auflockerungen bietet ein Wochenende lang amüsante Unterhaltung.

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Bort1978
I, MANIAC
Bort1978

Ich spiele das Spiel gerade und bin mittlerweile im letzten Level angekommen. Der Test deckt sich völlig mit meinen Erfahrungen. Sehr unterhaltsam, super direkte Steuerung, coole Waffen, abwechslungsreiche Level und lustiges Gegnerdesign. Es könnten ein paar Gegnerarten mehr sein. Aber mit Doppelsprung, Dash und Wandlauf durch die Level zu rennen und dabei alles abzuballern macht richtig Bock. Und das man in unter 10h durch ist, finde ich auch okay. Beim letzten Doom zog es sich ewig und hier ist Schluss, bevor es langweilig wird.
Teil 1 fand ich mega, Teil 2 mit der Koop-Ausrichtung und dem ewig sich wiederholenden Leveln eher lahm. Teil 3 rockt wieder richtig. Gibts ja mittlerweile schon für schmalen Taler das Spiel. Da macht man nichts falsch, wenn man mal etwas Dampf ablassen will. 😉