The Cosmic Wheel Sisterhood – im Test (Switch)

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Seite 1

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Die hellsichtige Hexe Fortuna zog sich durch eine unvorsichtige, sich selbst bewahrheitende Prophezeiung den Unmut ihres Zirkels zu und wird – all ihrer Tarotkarten beraubt – auf einen Asteroiden verbannt. Nun hat sie genug von ihrer 1000-jährigen Isolation und Strafe: Um auszubrechen, beschwört sie einen Dämon und schließt mit ihm einen Pakt, dessen Preis sie am Ende begleichen muss.

Das Konsolen-Debüt von ­Deconstructeam The Red ­Strings Club lobte Fabiola 2019 als ”gelungene, dystopische Sci-Fi-­Story” und meint, dass der ”kurze, stark erzählte Zukunfts-Thriller mit Minispielen und guten Dialogen zum Nachdenken anregt”. Das gilt auch für das neue, vierte Spiel der Spanier, wenn man vom Setting absieht: ”Die Schwesterschaft des Kosmischen Rades” wechselt von der Hexenebene ab und an ins gewöhnliche Erden­leben, wo wir Fortunas Familie und Freundinnen treffen. Hier wie dort sorgen nicht Kampfzauber, Zombies und Fantasy-Loot für Spannung und Drama, sondern psychologische und zwischenmenschliche Themen wie Liebe, Eifersucht und Tod, Spiritualität, Veganismus, Trans- und Homosexualität und natürlich die Suche nach dem Sinn des Lebens – gesellschaftlich brisante Fragen, sensible und tragische Momente (und nicht körperliche Gewalt oder Splatter) erklären die ”ab 16”-Freigabe.

Auch reist Fortuna nicht physisch durch ihre Welt und einer vorgegebenen Quest hinterher, sondern in Träumen, Dialogen und Gedanken, Bildern und 200.000 Worten. Im Hexenhaus empfängt sie Kolleginnen, sammelt Wissen und erhält Elemente, die sich mit einem simplen Grafik-Editor zu neuen Karten kombinieren lassen. Diese legt sie ihren Gästen – etwas Zufall und viel Multiple-Choice: Je nachdem, welche Prophezeiungen, Interpretationen und Entscheidungen man in den Sitzungen und Gesprächen mit Dahlia, Grethe, Jasmine & Co. fällt, entrollen sich deren Lebensfäden, die Zukunft der Schwes­ternschaft, die eigene Vergangenheit und Bestimmung.

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