| Spiel: | Dragon Quest VII: Fragmente der Vergangenheit |
| Publisher: | Nintendo |
| Developer: | Square Enix |
| Genre: | Rollenspiel |
| Getestet für: | 3DS |
| Erhältlich für: | 3DS |
| USK: | 6 |
| Erschienen in: | 10 / 2016 |
Die Welt von Dragon Quest VII ist friedlich und fast vollkommen leer. Nur eine einsame Insel ragt aus dem schier unendlichen Meer. Darauf gibt es eine kleine Stadt samt Schloss und König namens Estard sowie das verschlafene Fischerdorf Buttsbüttel. Kein Wunder, dass es vor allem der Jugend verkörpert durch Euren grün gewandeten Helden, die verwöhnte Bürgermeistertochter Maribel und den rastlosen Prinzen Gismar ziemlich langweilig ist.
Doch das ändert sich, als sie über einen alten Tempel und eine mysteriöse Steintafel stolpern: Auf einmal finden sie sich auf einer fremden Insel voller Monster und Gefahren wieder. Nach etlichen Abenteuern gelingt die Rückkehr nach Hause, doch etwas hat sich verändert: Estard und Buttsbüttel sind nicht mehr alleine, eine weitere Insel ist erschienen, und die gleicht dem zuvor besuchten Eiland frappierend. Schnell ist klar: Die jungen Helden sind in die Vergangenheit gereist und haben sie verändert. Prompt macht sich die Truppe auf die Suche nach weiteren Tafeln, um die gerade noch so leere Welt wieder mit Inseln und Menschen füllen. Dabei geht Ihr in bester Dragon Quest-Manier vor: Dungeons werden erforscht, kleine Rätsel wollen gelöst werden, in den Siedlungen kauft Ihr neue Waffen, Rüstungen und Gegenstände. Und Monster sind dieses Mal bereits von Weitem zu sehen und werden rundenbasiert zerlegt.
Nach vielen Spielstunden bekommt Ihr Zugriff auf ein weiteres zentrales Spielelement: Das Klassensystem erlaubt Euch, verschiedene Professionen anzunehmen und deren Fähigkeiten zu erlernen. Für die 3DS-Fassung des Klassikers aus dem Jahre 2000 überarbeitete Entwickler Arte Piazza das schon damals technisch eher unterdurchschnittliche PSone-Original großzügig: Die Umgebung ist nun weitaus detaillierter und anstelle von spärlich animierten Sprites laufen größere Polygonhelden umher. Viele Musikstücke wurden orchestral eingespielt und auch manch eine kleine Länge im gerade zu Beginn recht gemächlichen Spielverlauf wurde gestrafft. Trotzdem ist Dragon Quest VII eindeutig ein Fall für geduldige Spielernaturen: Alleine bis es zum ersten Kampf kommt, vergehen hier locker 60 bis 90 Minuten!
Thomas Nickel meint: Wagt Ihr Euch an die Rettung der Welt von Dragon Quest VII, dann bringt besser ordentlich Zeit mit! Das vor 16 Jahren auf zwei CDs veröffentlichte Abenteuer gehört zu den umfangreichsten Vertretern seiner Art. Die serientypische episodische Erzählweise macht das Abenteuer für Spieler, die ihre J-RPGs vor allem für wilde Storywendungen und Anime-Melodramas spielen, zu schwer verdaulicher Kost. Wer sich aber auf das XXL-Erlebnis einlässt, erkennt bald die positiven Aspekte: Die Figuren sind sympathisch geschrieben, die erlebten kleinen Geschichten oft unerwartet tragisch. Durch die meist in sich abgeschlossenen Szenarien kommt Ihr auch nach längerer Pause wieder schnell ins Abenteuer hinein. Technisch merkt man das Alter bereits Anfang 2013 erschien Dragon Quest VII in Japan allerdings etwas an. Die Kamera auf der Weltkarte ist mit Euch nicht immer einer Meinung, der Analogknubbel des New 3DS wird nicht unterstützt und oft ploppen Bäume ins Bild. Am Spielspaß ändert das zum Glück nichts: Trotz dieser kleinen Mängel ist die 3DS-Neuauflage dramatisch schöner als das PSone-Original.
- extrem umfangreiches Abenteuer
- interessantes Klassensystem
- Pop-up auf der Weltkarte
Auch in der überarbeiteten 3DS-Fassung ein gigantischer RPG-Klotz für geduldige Spieler. Wer Action und Cutscenes braucht, ist fehl am Platz.
| Singleplayer | ![]() | 81 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |





















