Wer eine knappe Stunde Zeit übrig hat, kann sich hier von den Machern von Call of Duty: Infinite Warfare überzeugen lassen, wieviel erzählerische Tiefe in der Ballerei stecken wird: Auf dem San Diego Comic-Con ging es beim “Narrative Panel” um die erzählerischen Aspekte, zudem finden sich ab ca. 13:30 ein Intervieww mit Kit “Jon Snow” harrignton und ab 27:30 “eine Schlüsselszene des Spiels”, wie uns die Pressemitteilung verheißungsvoll ankündigt.
Nintendo NX – neue Infos: tatsächlich Handheld mit Controllern?
Es gibt neue Gerüchte rund um Nintendos nächste Konsole – offiziell ist natürlich nichts, aber Eurogamer beruft sich auf Bestätigungen von mehreren Quellen und ist auch nicht dafür bekannt, vogelwilde Spekulationen komplett ohne Basis zu streuen, deshalb schenken wir deren infos durchaus mehr Aufmerksamkeit.
Demnach wird Nintendo NX tatsächlich eine portable Konsole, aber mit abnehmbaren Controllern – also primär für mobilen Einsatz geeignet, aber doch auch für den Anschluss an der heimischen Glotze konzipiert durch den Einsatz einer Art Basis-Andockstation.
Und wie schon früher vermutet, dienen Module als Datenträger, angeblich bis zu einer Speichergröße von 32 GB – was für die meisten Spiele locker reicht, die nicht mit Videosequenzen vollgestopft sind.
Weiters ist keine Abwärtskompatibiliät mehr geplant und als Betriebssystem eine eigene Entwicklung von Nintendo im Einsatz, nicht wie mal gemutmaßt Android.
Als technische Basis dient der mobile Tegra-Prozessor von Nvidia, was ebenfalls nahe legt, dass NX nicht zuvorderst als Hardware-Monster geplant ist und damit wohl auch grafisch nicht als direkter Konkurrent für PS4 und Xbox One (respektive deren Upgrade-Varianten) angelegt ist, sondern der Handheld-Aspekt als wichtiger erachtet wird – wer ausgesprochen umfangreiche Abhandnlungen zur vermutlichen Leistungsfähigkeiten sucht, wird am besten bei Digital Foundry fündig.
Nochmals festgehalten: Bei all diesen Infos handelt es sich immer noch um Gerüchte, sind also nicht in Stein gemeiselt, selbst wenn sie durchgehend nachvollziehbar klingen.
Batman: The Telltale Series – führt Mehrspieler-Option zur “Entscheidungsfindung” ein
Über Telltale-Abenteuer kann man viele lobende, aber auch kritische Worte (gerade zur Technik) finden, aber eins wäre uns wohl kaum eingefallen: Mehrspieler-Optionen haben wir bisher nicht vermisst.
Genau die führen die Geschichtenerzähler nun erstmals bei Batman: The Telltale Series ein und nennen diese Funktion “Crowd Play” – wie das genau funktioniert, wird bei Shack News erklärt.
Kurz gefasst können Spieler vom Abenteuer eine URL generieren lassen und diese an z.B. Freunde verteilen, über die diese dann anstehende Entscheidungen mitgeteilt bekommen und dann Vorschläge zur bevorzugten Aktionsauswahl abgeben oder alternativ die getroffene Auswahl positive oder negativ bewerten können. Auf Wunsch lässt sich diese Abstimmung vom Spieler nur als Vorschlag wahrnehmen, sie kann aber auch als bindend akzeptiert werden. Was aber explizit nicht vorgesehen ist: Direktes Streaming vom Spiel selbst, um Latenzprobleme zu vermeiden.
Klingt für uns alles ziemlich überflüssig bzw. es wäre z.B. via Twitch auch so schon vernünftig machbar – mal sehen, was wirklich dahinter steckt, schließlich erscheint die erste Batman-Episode bereits kommende Woche am 2. August.
Ray Gigant – im Test (PSV)
| Spiel: | Ray Gigant |
| Publisher: | acttil |
| Developer: | Experience Inc. |
| Genre: | Rollenspiel |
| Getestet für: | PSV |
| Erhältlich für: | PSV |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 6 / 2016 |
Wieder kommt ein Dungeon Crawler aus dem Hause Experience Inc. nach Europa. Während sich die früheren Werke des kleinen Studios wie Demon Gaze oder Stranger of Sword City darauf konzentrierten, das grundlegende Rezept des Genre-Urvaters Wizardry ein wenig zu variieren, entfernt sich Ray Gigant weit vom Vorbild. Es überrascht mit vielen eigenen Ansätzen, die größtenteils auch richtig gut funktionieren! Das Setting geht in Richtung Postapokalypse: Riesige Monster haben die großen Metropolen der Welt fachmännisch zerlegt, nur ein paar wenige Recken können sich gemeinsam mit den mysteriösen Yorigami den Giganten in den Weg stellen allerdings ist es nicht ganz einfach, die Verbündeten zu kontrollieren! Zufallskämpfe und Erfahrungspunkte gibt es nicht, dafür ausgedehnte Skill-Trees, die mit gefundenen und im Kampf erbeuteten Gegenständen erklommen werden. Anstatt pro Runde nur einmal zu agieren, haben Eure Figuren ein Aktionspotenzial, das zahlreiche Tätigkeiten pro Runde erlaubt ist das verbraucht, müsst Ihr wohl oder übel erst einmal ein paar Treffer einstecken.
Gleichzeitig wurde der Story-Anteil massiv erhöht: Ihr folgt der Handlung aus den Perspektiven von drei Helden, die jeweils mit zwei eigenen Mitstreitern unterwegs sind. Zwischen den Kerker-Ausflügen fühlt sich Ray Gigant durch Antwortmöglichkeiten und ausgedehnte Dialoge deshalb oft mehr nach Visual Novel als Rollenspiel an.
Thomas Nickel meint: Irgendwo zwischen Neon Genesis Evangelion und Pacific Rim bietet Ray Gigant eine interessante Story mit vielen ambivalenten Figuren, die gemeinsam mit der guten Grafik schnell zu fesseln vermag. Ray Gigant sieht vor allem in den Kämpfen dramatisch besser aus als die spirituellen Vorgänger: Monster und Helden sind fein gezeichnet und animiert. Da ist es schade, dass die eher kahlen Dungeons nicht mithalten können. Ebenfalls bedauerlich: Die Spielsysteme sind durchdacht und motivierend, allerdings fehlt es über weite Strecken ein wenig an Herausforderung. Die Schwierigkeit ist im Vergleich zu früheren Spielen aus dem Haus Experience Inc. recht niedrig angesiedelt. Allerdings macht das Ray Gigant auch zu einem feinen Einstiegsabenteuer für alle, die mal in die Welt der Dungeon Crawler schnuppern wollen!
Inhaltlich spannender Dungeon Crawler mit ein paar frischen Ideen. Für Kenner allerdings etwas zu einfach.
| Singleplayer | ![]() | 77 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |
Darksiders – Remaster von Teil 1 offenbar in Arbeit
Eine offizielle Ankündigung hat es bisher zwar noch nicht gegeben, aber die spanische Webseite Nextn behauptet nun, dass Nordic Games am vergangenen Wochenende auf Gamepolis 2016 (ein spanishes Videospiel-Festival) die Entwicklung an einem Remaster vom ersten Darksiders für PS4, Xbox One und auch Wii U bestätigt hat.
Das klingt durchaus glaubwürdig, schließlich wurde schon vor einer Weile mit Darksiders 2: Deathinitve Editition just ein solches HD-Remaster für die Fortsetzung veröffentlicht und die Rechte an der ganzen Serie wurden seinerzeit aus der THQ-Restehalde übernommen.
M! Games 275 – das Blättervideo!
Ab Freitag, dem 29. Juli 2016 an jedem gut sortierten Kiosk! Und natürlich auch digital zu haben!
Karl-Heinz Rummenigge’s Player Manager – im Klassik-Test (SNES)
Meinung & Wertung
Ingo Zaborowski meint: Player Manager erschließt sich nur denen, die sich mit sehr viel Zeit und noch mehr Geduld durch Tonnen von Menüs kämpfen, im Dschungel von Optionen und Kleinigkeiten nicht den Kopf verlieren, und sich mit der Vogelperspektive von Kick Off anfreunden können. Dabei ist die eingebaute Version von Kick Off erheblich besser zu spielen, als die Vorgänger. In dem schier undurchdringlichen Gewirr von Menüs ist trotz simplen Symbolen nichts von einfacher Bedienung zu bemerken. Außerdem dauert es ewig, bis der erste Spieltag endlich losgeht. Die Computerspielumsetzung hat nur wenig Unterhaltungswert, ist allerdings für Fans ausgelegt, die sich durch nichts vom Ziel ablenken lassen. Insgesamt ein zweifelhafter Versuch, ein durchaus interessantes Genre auf Konsolen zu etablieren.
Langatmiger Mix aus traditionellem Kick-Off-Fußball und einem Wust an Manager-Optionen.
| Singleplayer | ![]() | 42 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |
Yakuza 6 – neuer Trailer und Japan-Termin
Während die westliche Welt weiterhin darauf wartet, dass Yakuza 0 endlich für sie fürt wird und erscheint, steht nun der Termin für Teil 6 in Japan fest: Dort geht das Ganoven-Epos am 8. Dezember in die nächste Runde, was mit obigem Trailer zelebriert wird.
Tatort Zockerbude
(Ursprünglich erschien dieser Artikel in der M! 01/13)
GTA V hat die Diskussion um Gewalt in Videospielen neu entfacht. Beeinflussen virtuelle Gräueltaten den Spieler? Ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand, Streitpunkte und die fortschreitende Akzeptanz virtueller erwachsener Inhalte.
Astronomische Verkaufszahlen, Höchstwertungen, Lobhudeleien weit über die Fachpresse hinaus – Grand Theft Auto V bricht alle Rekorde, die in der Videospielebranche zu erreichen sind. Und es sorgt für Zündstoff und Reaktionen von Parteien, die sich normalerweise von Daddelthemen fernhalten. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Freedom from Torture laufen Sturm gegen Rockstars gigantisches Softwarepaket. Der Stein des Anstoßes: eine Foltersequenz. Um aus einem Informanten Standort und Aussehen einer Zielperson herauszubekommen, muss der Spieler dem wehrlosen Mann Gewalt antun. Auf einer Werkbank liegen Wasserkanister, Autobatterie, Kneifzange und eine schwere Rohrzange bereit. Dann liegt es am Spieler, ob er dem um Gnade flehenden Mann mit roher Gewalt Zähne zieht, ihn mit Elektroschocks malträtiert, seine Knochen mit der Rohrzange bearbeitet oder ihn dem gefürchteten Waterboarding unterzieht. Mehrere dieser Behandlungen sind nötig, um die Mission abzuschließen und der Story weiter folgen zu können.
Dass der Spieler dem Mann anschließend hilft, zu fliehen, und mit ihm im Auto über die Sinnlosigkeit der Folter diskutiert, erscheint wie ein notdürftiges Feigenblatt, um die Grausamkeiten zu rechtfertigen. Sarkasmus und augenzwinkernde Gesellschaftskritik machen die GTA-Serie aus. Aber musste man wirklich so weit gehen? Daran scheiden sich die Geister: Die einen zucken ungerührt die Schulter, für sie gibt es keinen Unterschied, ob sie den Mann foltern oder in Call of Duty Feinde über den Haufen schießen. Es sind schließlich nur Pixel, keine Lebewesen. Für andere hat Rockstar mit dieser Szene eine Grenze übertreten, zumal sie nicht optional ist. Gewalt gegen Angreifer ist okay, gegen wehrlose Unschuldige nicht. Wieder andere setzen sich im Angesicht einer solchen Sequenz mit den Risiken für potenzielle Spieler auseinander, die vielleicht noch nicht über die Reife und Erfahrung verfügen, um das Gesehene distanziert und reflektierend zu beurteilen. Wenn Rockstar mit der kontroversen Mission nicht nur Aufmerksamkeit heischen, sondern auch eine neue Diskussion um das Thema Gewalt in Videospielen anregen wollten, ist ihnen das gelungen.
Spaß oder Mordsimulation?
Ende September forderte das Rote Kreuz in einem Interview mit der BBC, dass Kriegsverbrechen wie das Schießen auf Zivilisten auch in Videospielen mit Kriegsthematik sanktioniert werden sollten, da sie sich optisch immer weniger von der Realität unterscheiden. Der Daily Mirror titelte nach einem Amoklauf auf einer Marinebasis in Washington im September: Von Call of Duty zum Töten getrieben? Und im ARD-Tatort Freunde bis in den Tod schlussfolgern die Kommissare nach der Sichtung eines selbst programmierten Videospiels, in dessen finalem Level man aus der Ego-Perspektive in einer Schule Käfer jagt: Das Mordopfer plante einen Amoklauf!
PlayStation Store – neu am 26. Juli 2016
PlayStation 4:
- Marvel Ultimate Alliance (59,99 Euro, beide einzeln je 39,99 Euro)
- Headlander – 19,99 Euro
- Hyper Light Drifter – 18,99 Euro
- Dungeon Punks – 14,99 Euro
- Riptide GP: Renegade – 14,99 Euro
- Arcade Archives: Flak Attack (Arcade) – 6,99 Euro
PlayStation Vita:
- A.W. Phoenix Festa – 39,99 Euro
- Shiren the Wanderer: The Tower of Fortune and the Dice of Fate – 39,99 Euro
- Laser Disco Defenders – 9,99 Euro
















