Damsel in Distress

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  • Dieses Thema hat 419 Antworten, 27 Teilnehmer, und wurde zuletzt von Anonym vor vor 13 years, 1 month aktualisiert.
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  • #1121069
    Anonym
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    @Glöckchenteil
    Das mit den fehlenden Frauen…ich weiß nicht…solche Threads”Ich bin besoffen…” und dergleichen haben wir ja noch
    ein paar andere zu bieten!
    Das verschreckt doch nur!
    Die Lilith war eh ein Mann,die Story,wenn sie als Polin übern Zaun springt und das Höschen blitzen lässt…also bitte,reines Männerwunschdenken
    Ich vergesse halt manchmal,daß nicht jeder auf so rüdes Gelaber abfährt!Das beschäftigt mich wirklich!

    #1121070
    Oliver GruenerOliver Gruener
    Teilnehmer
    Bastian 1984 wrote:

    Dann habe ich sie halt nicht mehr alle. Hast du dir wenigstens mal die Quelle angeschaut?

    Ich lebe seit einigen Jahren in Berlin (Nord)Neukölln an einer sehr belebten Straße, in einer der angeblich gefährlichsten Gegenden dieses Landes. Und ich hab hier irgendwie noch nie Ärger mit irgendwem gehabt.

    Ich weiß aber sehr wohl, dass wenn ich mich mit “ausländischen” Aussehenden Freunden in ein Supermarkt gehe, die Verfolgung durch den Ladendektiv nicht ungewöhnlich ist, besonders wenn sie schwarz sind. Ich weiß, dass wenn ich mit “solchen Leuten” die Grenze passiere (Ich fahre z.b. jährlich einmal zu einem Festival nach Polen) wir unter Garantie von der Grenzpolizei kontrolliert werden, und zwar oft als einzige im Wagon. Und es ist ja wohl evident, dass eine Gruppe, die überdurchschnittlich häufig kontrolliert wird, auch überdurchschnittlich häufig erwischt werden würde, selbst bei selber Zahl der Vergehen. Oder vergleiche hier:
    http://www.heise.de/tp/artikel/37/37921/1.html

    Und wenn ich dann lese, dass die Deutsche Polizeigewerkschaft ein OVG-Urteil genen “Racial Profiling”, also der bewussten Auswahl nach zu Kontrollierenden nach Hautfarbe, als “schöngeistige Rechtsprechung […] die von der Praxis und von ihren Notwendigkeiten keine Ahnung habe.” bezeichnet, weiß ich, wie es um Leute bestellt ist, die sich durch so eine “Gewerkschaft” vertreten lassen. Und muss Heribert Prantl zustimmen: “Wenn nun Polizeivertreter diese Artikel und Paragrafen für untauglichen Firlefanz halten, ist das, vorsichtig gesagt, befremdlich. Man hätte es schon ganz gern, wenn die Polizei in einem Rechtsstaat auf dem Boden des Rechts steht. Es gilt nämlich immer noch der alte Satz: Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?”
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/deutsche-polizei-pauschalverdacht-gegen-farbige-1.1510913

    Und wenn sowas nicht strafbewährt wäre, könnte es sein, das ich behaupten würde, eine schwarze Freundin von mir könnte unter Rufen des “N-Wortes” in einer Polizeistation die Treppe runtergeprügelt wurden sein oder das es sein könnte, dass ich schon mehrfach rassistische Sprüche von Polizisten gehört hätte. Sowas sage ich aber lieber nicht (ohne Konjunktiv).

    Uiuiuiui – dass es gute Gründe gibt, dass insbesondere bestimmte ausländische Personengruppen beobachtet werden ist dir scheinbar noch nicht gekommen? Der Mann einer Bekannten ist zufällig Kaufhausdetektiv, er stammt übrigens aus dem Gaza Streifen und war dort Polizist. Und rate mal WARUM er hauptsächlich Türken und Co hinterher schleicht …
    WARUM werden deine schwarzen Freunde an der Grenze gefilzt? Die Idee scheint dir bei deiner ideologischen Sichtweise noch nicht gekommen zu sein, du witterst nur Rassismus …

    Die Idee, weil überproportional “Ausländer” gefilzt werden, sie überproportional in einer Statistik auftauchen und diese somit verfälscht ist, ist schlicht eine Verdrehung von Tatsachen! Bestimmte Personengruppen werden überproportional kontrolliert, weil die Erfahrung besteht, dass eben ein überproportionaler Anteil von ihnen auch was zu verbergen hat.

    Und sorry, aber wenn bei Einbrüchen und Diebstählen in den lokalen Polizeiberichten hier bei 8 von 10 Fällen von “südländisch aussehenden” Tätern die Rede ist, dann hat das NICHTS mit “die werden besonders in Augenschein genommen” zu tun. Das sind einfach die zehn Straftaten die geschehen sind und der überwältigende Anteil wurde von Ausländern begangen! Da ist nichts selektiv.

    Quote:

    Es ist aber auch Fakt, dass in kaum einem Land der Welt die Chance einen höheren Bildungsabschluss zu erreichen so sehr im Zusammenhang mit dem sozialen Hintergrund einer Person zu tun hat, wie in Deutschland. Sind die Kinder von Armen/”Bildungsschwachen” in Deutschland jetzt fauler als die Kinder von Armen/”Bildungsschwachen” in anderen Ländern, oder hat das vielleicht doch strukturelle Gründe? Und “Ausländer” gehören dann doch häufig zu den “unteren” Schichten, zumindest die “Problemfälle”, schon allein weil z.B Leute, deren Eltern oder Großeltern (in meinem Bekanntenkreis eher die Eltern) als “Gastarbeiter” angeworben worden sind, um die miesen, “unqualifizierten” und unterbezahlten Drecksjobs zu machen, die sonst keiner machen wollte, als noch genug Arbeit da war.

    Und dass es übrigens in deutschen Schulen so einige rassistische Lehrer gibt, habe ich selbts häufig beobachten können. Von gleichen Chancen auszugehen finde ich absurd.

    Ach ja, das alte Lied. Kenne ich auch. Sicher haben die Kinder von Eltern mit guter Bildung ein paar Vorteile – zumindest in der Grundschule. Danach wird das Argument albern.
    Ich kenne etliche Leute aus ärmeren Verhältnissen, die sofort aufs Gymnasium gekommen sind, ich kenne ebenso etliche, die nach der Hauptschule zunächst Realschule und dann sogar Fachabitur und schließlich Studium gemacht haben.
    Die haben das geschafft, weil sie sich SELBST auf den Hosenboden gesetzt haben!

    Schau doch mal nach Asien, was Bildung da kostet!? In Japan und Korea etwa werden die Kinder zusätzlich zur Ganztagsschule auch noch zu sehr kostspieligen Nachhilfen geschickt. Nachhilfe hier kostet dagegen Peanuts und außerdem kriegen hier sozialschwache Familien Unterstützung für so was.

    Die Asiaten sind verrückt nach Bildung weil sie wissen, wie wichtig sie ist. Die Familien opfern oft ihr halbes Gehalt dafür. Die Kinder dort werden durch eine richtiggehende Bildungsfolter gejagt. Hier würden gerade die Linken aufschreien bei so was und das als unmenschlich abtun. (Wobei ich die Zustände dort teilweise auch übertrieben und extrem finde).

    Nein, du verwechselst Faulheit und Desinteresse (der Eltern) mit “schlechten Chancen”. Das ist alles!

    Quote:

    Ansonsten geb ich dir recht. Aber auch bei dieser Sache sollte man nicht so verallgemeinern. Ich hatte auch schon Sex mit einem türkischstämmigen Mädchen, ohne dass das zu einem Ehrenmord geführt hätte…

    Ich hatte eine islamische Freundin (vor meiner Frau) und natürlich war Sex bei ihr kein Thema. Sie wollte mich sogar heiraten bestand aber darauf, dass ich konvertiere (was ich natürlich nicht tat). Irgendwann hat dann irgendwer um ihre Hand angehalten und ihre Eltern haben zugestimmt. Danach musste sie den Kontakt zu mir abbrechen (Frau und männlicher Bekannter geht gar nicht). Seither bin ich bei dem Thema etwas sensibel.

    #1121071
    Oliver GruenerOliver Gruener
    Teilnehmer
    Vreen wrote:

    ich persönlich denke, dass man auch dingen existenz einräumen muss, auch wenn man aus ideologischen gründen eigentlich lieber hätte, es gäbe sie nicht. die ganze sexismusdebatte ist so ein thema. auch wenn man in seinem direkten umfeld nicht den eindruck hat, sexismus wäre ein tägliches thema, so ist es doch für einen rationalen, sensiblen menschen offensichtlich, dass jahrhunderte patriachat, unterdrückung und christliche stigmatisierung allem weiblichen als negativ, auch ihre spuren in unserer realität hinterlassen haben müssen.

    Hmm, ist ein nackter Busen in den Medien denn jetzt Sexismus oder die Befreiung von jahrhundertelanger Unterdrückung?

    #1121072
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer
    #1121073
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer
    Quote:
    Ich hatte eine islamische Freundin…

    Und da sind wir auch schon beim ersten Problem. muslimisch ist nicht gleich muslimisch, türkisch nicht gleich türkisch und deutsch ganz nebenbei nicht gleich deutsch. Ich hab schon Deutsche kennengelernt, die ausgesprochen rechtsradikal waren.Sind die alle so? Ich jedenfalls nicht. Ich kenne absolut weltoffene Türken und sehe gleichzeitig regelmäßig solche, bei denen die Frau immer hinter dem Mann zu gehen hat usw.

    Mit Sicherheit gibt es bei den verschiedensten Dingen immer wieder verdammt viel kritikwürdiges. Aber wenn einer schon mit “Die Türken” anfängt, dann hat dem i.d.R. irgendwer in´s Hirn geschissen. Gerade “Die Türken” hier in good old Germany lassen sich eben nicht alle in eine Kategorie pressen.

    Beispiel? Ich bin derzeit der einzige “Leseeltern” in der Klasse. Eines der partizipierenden Kinder heisst Lara, darf alles was andere Kinder, Jungs und Mädels, auch dürfen, hat den Nachnamen Yilmaz und türkischstämmige Eltern.
    Ebenso gut könnte ich Negativbeispiele nennen und ein Riesenspektrum dazwischen. Ich könnte hier von der Kopftuchfraktion ebenso reden wie von jungen türkischen Frauen, die ein nach mitteleuropäischen Maßstäben ganz normales Leben führen. Kleine Asis, die spätabends am Supermarkt rumlungern ebenso wie türkische Jungs auf dem Gymnasium, die ein richtig gutes Abi hinlegen.

    Die Asis finde ich aber ebenso bei den Deutschen (übrigens nicht zu knapp) und auch auf antiquierte Rollenbilder haben andere kein Alleinrecht. Da darf ich regelmäßig feststellen, dass das hier noch erstaunlich weit verbreitet ist. Ne, ankreiden kann man genug, dann aber bitteschön nicht so einseitig.

    #1121074
    VreenVreen
    Teilnehmer
    Oliver Grüner wrote:

    Vreen schrieb:

    ich persönlich denke, dass man auch dingen existenz einräumen muss, auch wenn man aus ideologischen gründen eigentlich lieber hätte, es gäbe sie nicht. die ganze sexismusdebatte ist so ein thema. auch wenn man in seinem direkten umfeld nicht den eindruck hat, sexismus wäre ein tägliches thema, so ist es doch für einen rationalen, sensiblen menschen offensichtlich, dass jahrhunderte patriachat, unterdrückung und christliche stigmatisierung allem weiblichen als negativ, auch ihre spuren in unserer realität hinterlassen haben müssen.

    Hmm, ist ein nackter Busen in den Medien denn jetzt Sexismus oder die Befreiung von jahrhundertelanger Unterdrückung?

    ich finde, dass zeigt der zweck, für den er gezeigt wird. obs eben eine objektivierung ist, werbung, dekoration, unterhaltung oder irgendwas sinnhaftes dahinter steckt.

    #1121075
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer

    @Karotte & Vreeen
    Danke für die diplomatische Worte, ich seh mich an dieser Stelle dazu gerade nicht in der Lage

    Bastian 1984 wrote:

    Es ist aber auch Fakt, dass in kaum einem Land der Welt die Chance einen höheren Bildungsabschluss zu erreichen so sehr im Zusammenhang mit dem sozialen Hintergrund einer Person zu tun hat, wie in Deutschland. Sind die Kinder von Armen/”Bildungsschwachen” in Deutschland jetzt fauler als die Kinder von Armen/”Bildungsschwachen” in anderen Ländern, oder hat das vielleicht doch strukturelle Gründe?

    Oliver Grüner wrote:

    Ach ja, das alte Lied.
    […]
    Die haben das geschafft, weil sie sich SELBST auf den Hosenboden gesetzt haben!

    […]

    Nein, du verwechselst Faulheit und Desinteresse (der Eltern) mit “schlechten Chancen”. Das ist alles!

    #1121076
    FlammussFlammuss
    Teilnehmer

    Was ist denn hier los? Seid ihr jetzt alle unter die Intellektuellen gegangen?

    Fragt euch doch lieber einmal, ob ihr als Frau von einem viel zu dünnen Nerd mit Brille und Karopulli gerettet werden wollt, oder nicht doch lieber von Conan dem Barbaren.

    Also warum sollten Männer jetzt lieber mit Claudia Roth als Charakter spielen, statt mit Bayonetta?

    Ich hab da ne ganz tolle Lösung parat: es gibt nur noch tierische Helden/Charaktere! Oh, Moment, ich bekomme gerade eine Mail von PETA…

    #1121077
    Oliver GruenerOliver Gruener
    Teilnehmer

    @carot:
    Nicht falsch verstehen, ich kenne auch solche und solche, gebildete Ausländer und asoziale Deutsche, und ich kann vor allem Nazis auch absolut nicht leiden.

    Aber ich kann auch die Ausreden von Linken über arme unschuldige Menschen, die ja nie eine Chance hatten und die ja so unfair behandelt werden einfach nicht mehr hören. Das sind alles hohle Phrasen!
    Jeder ist seines Glückes Schmied. Und gerade in Deutschland haben sozial schwache Chancen wie in kaum einem anderen Land.

    Alleine in meinem engeren Bekanntenkreis sind zwei, die wirklich schlechte Voraussetzungen hatten und natürlich auch erst Mal auf die Hauptschule geschickt wurden. Der eine ist gleich weiter zur Schule gegangen, der andere hat erst eine Ausbildung gemacht und dann weiter. Mit Bafög und Pizza ausfahren haben sie sich über Wasser gehalten und beide haben nicht nur Abitur sondern auch einen Hochschulabschluss geschafft. Dafür mussten sie teilweise verdammt hart büffeln, während ihre ” alten Kumpels” am Bahnhof abhingen oder irgendwo auf die Piste gingen. Aber sie haben es geschafft. Beide haben heute gute Jobs, sind verheiratet und haben Kinder und sind verdammt stolz auf sich und sehr froh, dass sie das gemacht haben. Ja, sie hatten es schwerer als Leute mit “reichen” Eltern. Aber dafür werden es wiederum ihre Kinder dann später ebenso leichter haben. Irgendwo muss man aber einfach den Anfang machen.

    #1121094
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Nun, bei den sozial schwachen (also richtige Asis) verbocken es oft in erster Linie die Eltern. Bei den finanziell schwachen, da ist die Situation immer noch in sofern ein wenig seltsam, dass viele Kinder nicht in die Gymnasium Kiste einsortiert werden, sondern eben in die B- und C-Ware Kiste kommen. Können die vllt. irgendwann auch noch ihr Abi nachholen? Möglicherweise, vielleicht auch nicht. Jetzt braucht m.M. eh nicht jeder ein Abi oder gar Studium. Nur hab ich auf der Gesamtschule die Erfahrung gemacht, dass auch Leute in die Oberstufe gehen und ihr Abi machen, die unser Bildungssieb als Hauptschüler abgestempelt hat.

    Und ein Abitur irgendwann per Abendschule o.ä. bachzuholen ist erheblich schwieriger, für manche sogar zu kostspieleig.

    #1121095
    RonynRonyn
    Teilnehmer

    You guys do this, at night, when I´m not here?

    Dr Peter Venkman

    #1121096
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer
    captain carot wrote:

    Nun, bei den sozial schwachen (also richtige Asis) verbocken es oft in erster Linie die Eltern. Bei den finanziell schwachen, da ist die Situation immer noch in sofern ein wenig seltsam, dass viele Kinder nicht in die Gymnasium Kiste einsortiert werden, sondern eben in die B- und C-Ware Kiste kommen. Können die vllt. irgendwann auch noch ihr Abi nachholen? Möglicherweise, vielleicht auch nicht. Jetzt braucht m.M. eh nicht jeder ein Abi oder gar Studium. Nur hab ich auf der Gesamtschule die Erfahrung gemacht, dass auch Leute in die Oberstufe gehen und ihr Abi machen, die unser Bildungssieb als Hauptschüler abgestempelt hat.

    Und ein Abitur irgendwann per Abendschule o.ä. bachzuholen ist erheblich schwieriger, für manche sogar zu kostspieleig.

    Bie mir war es z.B. so, dass meine Noten am Ende der Grundschule für eine Gymnaislempfehlung gereicht hätten, aber die Lehrerin (wärtlich) zu meinem Vater meinte: “Da im Elternhaus von Bastia kein akademischer Hintergrund vorhanden ist, werden wir ieber eine Empfehlung für dei Realschule vorschlagen.” Nach der zehnten Klasse konnte ich dann selber entscheiden und hab mei Abi gemacht und bin studieren gegangen. Dabei muss man sagen, dass das Abi sho unterdieser Vorraussetzung schwieriger war, da man in der elften Klasse eine Menge nachholen musste, und zwar all das was die Gymnasiasten voraus waren, plus noch das machen musste, was die Gavmnasiasten sowieso in der Elften machen. Zumal diese elften Klassen but zusammengewürfelt waren von Schlern verschedener Schulen, bei denen durch die katastrophalen Ausfallzeiten eben auch veschiedene Dinge ausgefallen waren. Erschwerend kam dazu das auf den Realschule ganz andere Schwerpunkte gesetzt wurden, methodisch ging es da weniger darum sich selbstständig was erschließen zu können sondern darum, ganz plump ordentlich zu schreiben und auswendig zu lernen. Auch das war einsch schwierige Umstellung.
    So einfach ist alle alles nicht, wie manche glauben machen möchten.

    EDIT: Es ist jedenfalls Blödsinn anzunehmen, dass man in Deutschland gleiche Chancen hätte. Hier bleibt die Frage offen, ob die “Bildungsfernen” und sozial “Schwachen” in Deutschland nun einfach besonders faul oder blöd wären. Denn in den meisten anderen Ländern, insbsondere Europas aber auch Nordamerikas, ist die Durchlässigkeit zwischen den Klassen wesentlich höher.

    #1121097
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer

    @ Oliver

    Ok, ich hab es begriffen, der Unterschied zwischen “Selektiver Wahrnehmung” und “rosaroter Brille” oder “altem Lied” bestht jeweils nur darin, ob es dir in den Kram pass oder nicht.
    Das selbe gilt wohl auch für Statistiken. Wer die PKS kritisiert hat “sie nicht mehr alle”, während Forschungsergebnisse die nicht deinem Weltbild entsprechen Saceh des Elfenbeinturm seien. Und das obwohl z.B. in soziawissenschaftlichen Fakultäten, von den Professoren abgesehen, miserabele Arbeitsbedienungen herrschen un man heute froh sein kann, wenn man überhaupt noh Geld bekommt.

    Auch beim Neid ist das so. Wenn jemand sagt, etwas liefe ungerecht, dann ist das für dich Neid, wobei immer noch ungeklärt bleibt, warum ein weißer männlicher Mitteleuropäer wie ich darauf neidisch sein soll, das Menschen mit andere Hautfarbe und anderem Geschlecht nicht die gleichen Chancen wie ich haben (eine sehr merkwürdige Form von Neid).
    Wenn du dich über Leute auslässt, die deiner Meinung nach zu gut bezahlt werden (z.B. die Macher von Journey, von den du einfach mal behauptest, sie würden 6.000 Tacken im Monat kriegen) der wenn du dich darüber auslässt, dass Minderheiten oder Frauen durch Quoten ach so “unverdient” auch auftseigen können, dann hat das in deinen Auge natürlich nichts mit Sozialneid zu tun.

    Ich finde erstaunlich wie widersprüchlich du argumentierst, ohne dass du nur einen Hauch davon merkst. Du scheinst es nichtmal zu merken, wenn man es dir unter die Nase reibt, bzw. verweigerst dich darauf einzugehen.

    P.S.

    Quote:
    Das sind alles hohle Phrasen!
    Jeder ist seines Glückes Schmied. Und gerade in Deutschland haben sozial schwache Chancen wie in kaum einem anderen Land.

    Fixed:
    Das sind hohle Phrasen:
    “Jeder ist seines Glückes Schmied.” “Und gerade in Deutschland haben sozial schwache Chancen wie in kaum einem anderen Land”.

    Manchmal reichen ein paar Satzzechenänderungen und das Weglassen eines Wortes, schon ist es richtig…

    Das zweite Satz ist schlicht widerlegt. “Sozial Schwache” haben in Deutschland so wenig Chancen wie in kaum einem anderen Land, was man daran sehen kann, dass die soziale Mobilität vergleichsweise so niedrig ist.
    Das erste Satz ist sowieso einfach nur ideologisches Blabla
    Schmieden tut sein Glück sowieso keiner, die wenigste Leute haben Hammer und Ambss zu Hause.

    P.P.S.

    Quote:
    Die Idee, weil überproportional “Ausländer” gefilzt werden, sie überproportional in einer Statistik auftauchen und diese somit verfälscht ist, ist schlicht eine Verdrehung von Tatsachen! Bestimmte Personengruppen werden überproportional kontrolliert, weil die Erfahrung besteht, dass eben ein überproportionaler Anteil von ihnen auch was zu verbergen hat.

    Ändert nichts an der Evidenz der Aussage, dass wer im Durchschnitt öfter überprüft wird, auch im Durchschnitt öfter erwischt wrd.
    Genauso wenig ändert es etwas an der Evidenz der Aussage, das der NSU nur deshalb nicht auffliegen konnte, weil man eben nicht in die Richtung deutscher Täter ermittelt hat, diese Leute also nicht erwischt wurden, weil sie Deutsch waren und wahrscheinlich erwischt wurden wären, wenn sie wie angenommen aus dem Bereich der “organisierten Ausländerkriminalität” gekommen wären.
    Wer weiß, ob nicht die NSU-Fälle sogar über Jahre hinweg in der PKS unter “Ausländerkriminalität” einsortiert war, denn die PKS ählt eben nicht rechtskräftige Urteile o.ä., sondern dass was die Polizei so glaubt.

    Nur um noch mal festzustellen, wie die Grundlage der “Erfahrungen” präformiert ist.

    #1121098
    VreenVreen
    Teilnehmer

    das mit dem “jeder ist seines eigenen glückes schmied” ist erziehungswissenschaftlich gesehen völliger unsinn. sein elternhaus kann man sich nicht aussuchen. und obwohl man in deutschland einen angelschein machen muss, nur um ein paar fische aus nem see zu ziehen, brauch man keinen elternschein um kinder kriegen zu dürfen. ein kind, dass in einem bildungsfernen umfeld aufwächst, innerhalb der familie mit gewalt, alkoholismus, drogen und vereledung konfrontiert wird, wird im erwachsenenalter mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit nicht auf die gleiche weise seines glückes schmiedes sein können, wie jemand, der eine “normaler” kindheit hatte, gefordert und gefördert wurde, und resilienz entwickeln konnte. philosophisch muss man das vielleicht so sehen, aber realitätsfern ist es allemal.

    #1121099
    Oliver GruenerOliver Gruener
    Teilnehmer

    Freies Zitat aus einem meiner Lieblingsfilme, The Breakfast Club: Für jeden Scheiß braucht man einen Führerschein, nur Vater werden darf jedes Arschloch.

    Bei mir war es im übrigen ähnlich, auch wenn die Zeiten damals noch einen Tick anders waren. Ich hatte von der Schulpsychologin eine Empfehlung für Gymnasium, allerdings vom Lehrer auch nur Realschule, vielleicht auch, weil meine Eltern fern ab von “studiert” waren. Schlimmer bei mir waren dann letztlich meine Eltern, die gerne wollten, dass ich arbeiten gehe und selbst Geld verdiene, also kam eine Berufsausbildung nach der Realschule. Danach ging es dann aber doch aufs Fachgymnasium, weil ich unbedingt studieren wollte. Letztlich habe ich die 12. Klasse aber abgebrochen, weil sie von vornherein gesagt haben, ich bin alt genug und durch ein Studium würden sie mich nicht auch noch durchfüttern. Ich bin dann auch angefangen zu jobben, indem ich für lokale Zeitungen geschrieben habe. Ich hätte, wenn ich nicht tatsächlich faul gewesen wäre, Schule und vielleicht auch ein Studium dabei noch machen können. Jedoch gefiel mir das Schreiben und Fotografieren so sehr, dass ich begann Vollzeit zu schreiben und schließlich dann ein Volontariat bei einer Zeitung und die Ausbildung zum Redakteur machte. Nachteil ist, ohne Abitur und Studium will mich auch kaum einer einstellen, egal ob ich etliche Jahre Berufserfahrung habe, inklusive Fernsehen, oder nicht. Die sehen nur, dass mir die “Papiere” fehlen. Darum ist es so wichtig, diese zu machen.

    Mir ist klar, dass Kinder aus bestimmten Familien die Arschkarte haben. Aber was soll man denn letztlich machen? Mehr als sie fördern und ihnen die Möglichkeiten geben da raus zu kommen und sich ein besseres Leben zu schaffen kann man nicht. Sie müssen es auch SELBST wollen. Dass sie es dann schwieriger haben ist auch klar. Und ich denke, es gibt heute mehr Möglichkeiten als je zuvor und mehr Chancen für sie als je zuvor! Gerade wenn man so 16 bis Anfang 20 ist, stehen einem da alle Möglichkeiten noch offen. Aber wie gesagt, man muss auch wollen. Dass neu anfangen, die Peer-Group verlassen, das kann sicher nicht jeder und es ist teilweise sicherlich Quälerei. Nur die Chancen sind da! Man muss sie nur ergreifen. Wer lieber am Bahnhof abhängt und mit seinen Kumpels säuft, der hat es letztlich nicht anders gewollt und damit auch nicht anders verdient.

    Was die Statistiken und Kriminalität angeht, sorry, aber ich scheiß’ drauf! Die Sesselfurzer da oben haben keine Ahnung was auf der Straße los ist, “political correctness” um ihren Job sicher zu halten geht ihnen eindeutig vor.
    Der kleine Beamte auf der Straße, der den Auftrag hat Leute zu filzen um Drogen und Waffen zu finden, der tut dies nun einmal da, wo seiner und der jahrzehntelangen Erfahrung aller seiner Kollegen diese am ehesten zu finden sind. Und das sind dann nun einmal z. B. “langhaarige Bombenleger” oder gewisse Ausländer und ähnliches. Dass das gewissen Linken nicht passt – gebissene (betroffene!?) Hunde bellen – ist ja sonnenklar. Da kommen wir jedenfalls auf keinen gemeinsamen Nenner.

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