Damsel in Distress

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  • Dieses Thema hat 419 Antworten, 27 Teilnehmer, und wurde zuletzt von Anonym vor vor 13 years aktualisiert.
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  • #1121235
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer
    fenris21 wrote:

    @vreen

    Die Essenz stimmt aber!Bakterien haben große Probleme einen komplexen Wirbeltier die Nestwärme zu geben!

    Und schau dir die Welt an!Von Nord bis Süd von Ost nach West mit Miliarden Menschen bevölkert!Das ist schon kein schlechter Schniit!

    Eigentlich vermehren sich die Menschen,fast wie die Ratten.Der Mensch ist ausserordentlich erfolgreich!

    […]

    Da hast du vollkommen Recht!Du willst mir jetzt aber jetzt nicht erzählen,daß besagtes Video den “Sozialen Sprengstoff” birgt,
    der uns alle monatelang in den Foren beschäftigen wird?Dafür ist meiner Meinung nach die Intention des ganzen viel zu offensichtlich!
    Das ist ein Promotion Konzept,was auf folgende Zutaten setzt:Man nehme eine Protagonistin,welche den Erwartungen der Zuschauerschaft diametral
    gegenüber steht.Das attraktive Äußere erleichtert den ,schon frauenbewegten aber nichtso fanatischen,den Einstieg in die Welt der Agitation.
    Dann ist das Thema griffig überschaubar und fast jeder hat damit zu tun!
    Nüchtern betrachtet hat die Diskussion, um Rollenvorbilder in Videospielen,schon seine Berechtigung.Die Super Mario Spiele als Diskussionsobjekt zu verwenden, ist allerdings etwas viel des Guten.
    Nicht zuletzt stösst mir dieser Spendenaufruf übel auf Und zwar wegen der professionellen und jugendgerechten Machart des Videos.
    Sicher hat eine Diskussion Sinn!Allerdings könnten beide Seiten mit einem ,irgendwie gearteten, Konsens zufrieden sein!

    Wusstest du, dass alle Ameisen der Welt zusammen mehr wiegen als alle Menschen der Welt, von der Anzahl mal ganz zu schweigen? Die sind mit ihrem “Sozialmodell” also noch “erfolgreicher”. mchtes du leben wie eine Ameise? Ich sicherlich nicht…

    Ich finde gerade bei Mario ist es die Diskussion wert. Den Kinder sind bei weitem beeinflussbarer als Erwachsende, und mario richtet sich auch an Kinder. Wer “No More Heroes” spielt, erkennt zumeist was Parodie ist und selbst wenn nicht, dann wird dieses Spiel an der Weltsicht eines älteren Menschen auch nicht mehr viel bewegen. Vor Mario sitzen kleine Kinder, die sehen dass die Frau entführt wird und dann von einem Mann oder emhreren Männern gerettet werden muss.
    Das Mario keine richtige Handlung habe, was gerne ins Feld geführt wird, macht die Sache nicht besser. Die Werbung hat auch keine richtige Handlung und dennoch ein Wirkung. Ich glaube dieses “Nebenbeierwähntwerden” der Geschlechterrollen bei Mario wirkt stärker, weil unterbewusster.

    Zu den Spenden: Sie hat um 6.000$ gebeten, und 160.000$ bekommen. Sie kann ja nichts dafür, dass so viele Menschen ihr soviel Geld gegeben haben. Außerdem kann ich nicht verstehen, dass sich so viele Leute über das Geld aufregen, die ihr doch kein gegeben haben. Ob sie irgendwelche Leuten betrogen hat oder nicht, dass lass mal die Leute entscheiden, die sie finanziell unterstützt haben, es ist deren Geld. Mal davon abgesehen: Jeder kann bei Kickstarter sehen, wieviel schon gegeben wurde.Das heißt, die Leute die beim Zähler von über 6.000$ oder gar über 60.000$ oder bei fas 160.000$ gespendet haben, wussten ziemlich genau was sie tun. Ich sehe die hohen Spenden eher als Zeichen dafür an, dass es ein hohes Interesse an dem Thema gab.

    Und ich finde es gut, dass das Video professionell gemacht ist. Auch dass es jugendlihe Ansprechen soll, finde ich richtig. denn diese sind Hauptzielgruppe der Industrie.

    Was du mit “offensichtlicher Intention” meinst, ist mir nicht ganz klar. Ich finde es mehr als nur schade, das du mit “man nehme” suggerierst, dass man Anita “verwendet” hätte, als wäre sie als Frau nicht in der Lage eigene Entscheidungen zu treffen und ein Projekt über Kickstarter zu starten. Wer steckt denn bitte hinter dieser “feministischen Weöltverschwörung” und wenn die so mächtig sind, warum versuchen die bei Kickstarter 6.000$ zu bekommen?

    Ich kann mir vorstellen. was du mit “Welt der Agitation” meinst, aber ich finde die implizite Forderung lächerlich, dass man die Videospielbranche einfach ihrerseits eine gewisse Art von Agitation und Propaganda, z.B. das Konservieren und Weitterverbreitenvon Geschlechterrollen (z.B. an Kinder und Jugendliche), kritiklos machen lassen soll und deren Ideologien und Ideologemen nichts entgegenstzen soll. Wenn man den Inhalt solcher Ideologien natürlich als “universelle Gesetze” ansieht, sieht das Ganze anders aus…

    #1121236
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer
    captain carot wrote:

    Alleine schon der Scheiß bei Darwin. Survival of the fittest heißt “Das Überleben des Passendsten”, nicht “Das Überleben des Stärksten”.

    Ähnlich wie Marx oder Nietzsche wurde Darwin unglaublich oft für geistige Grabenkriege auf Maulwurfsniveau (förmliche Entschuldigung an alle Maulwürfe) eingespannt, ohne auch nur das kleinste bisschen Rücksicht auf tatsächliche Aussagen dieser Personen zu nehmen bzw. unter völliger Verdrehung, Falschinterpretierung oder gar böswilliger Umformulierung dieser Tatsachen.

    Bei Marx hat das z.B. dazu geführt, dass er über die ganzen Pseudomarxisten und Kommunisten damals sagte: Wenn das Marxismus ist, dann bin ich kein Marxist.

    Ebenso die vermeintlich feste Rolle der Frau: Selbst wenn es ganz klare Arbeitsteilung gibt, und gerade mit Blick auf sogenannte Urkulturen ist die nicht immer so fest, dann ist die Gewichtung Mann/Frau eben längst nicht immer so fest, wie gerne behauptet wird. Im Gegenteil, es kommt erstaunlich oft vor, dass Frauen ‘die Hosen anhaben’. Auch kulturhistorisch bildet sich kein so einseitiges, klares Bild. Das reicht von matriarchalisch geprägten Frühkulturen über Frauengilden im Mittelalter (d.h. arbeitende Frauen) bis weit in die Neuzeit, wo das Bild der schwachen Frau wieder verstärkt aufgegriffen wurde. Das kulturelle Frauenbild schwankt also gewaltig und ist bei weitem nicht so einheitlich.

    Bei Marx, Darwin und Nietzsche ist gleichermaßen noch das Problen vorhanden, dass sie auch Geister ihre jeweiligen Zeit waren. Daher lassen sich bei allen Dreien problematische Aussagen finden, bei allen Dreien z.B. in Bezug auf Juden oder Frauen.
    Marx hätte sich aber wohl sehr für das geschämt, was in seinem Namen, bzw. insbesondere im Namen des sogenannten “Marxismus-Leninismus” so alles veranstaltet wurden ist.

    Nietzsche hat auch versschiedene Seiten. Sein Denken beeinflusste auf der einen Seite die Nazis, auf der anderen Seite aber auch DenkerInnen wie Michel Foucault oder Emma Goldman.

    Ein von Nietzsche beieinflusster Text, der auch gut zum Thema “Damsel in Distress” passt, ist:

    Emma Goldman, Victims of Morality
    http://www.positiveatheism.org/hist/goldmanmor.htm

    Von Nietzsche selbst habe ich nur “Jenseits von Gute und Böse” und “Die Genealogie der Moral” gelesen und find einige Ansätze interessant, würde mit aber dennoch nur wenig davon zu Eigen machen.

    Insbesondere bei Darwin sehe ich jedoch auch im Kern der Theorie höchst problematische Züge:

    Charles Darwin wrote:
    Der merkwürdige Erfolg der Engländer als Colonisten, gegenüber anderen europäischen Nationen, […] ist deren »unerschrockener und ausdauernder Energie< zugeschrieben worden; wer kann aber sagen, wie die Engländer ihre Energie erlangten? Wie es scheint, liegt in der Annahme sehr viel Wahres, daß der wunderbare Fortschritt der Vereinigten Staaten ebenso wie der Charakter des Vol-kes die Resultate natürlicher Zuchtwahl sind […] Natürliche Zuchtwahl ist die Folge des Kampfes um's Dasein […] Wenn wir in vielen Theilen der Erde enorme Strecken des fruchtbarsten Landes
    […] nur von einigen herumwandernden Wilden bewohnt sehen, so möchte man wohl zu der Folgerung veranlaßt werden, daß der Kampf um’s Dasein nicht hinreichend heftig gewesen sei, um den Menschen aufwärts auf seine höchste Stufe zu treiben […] Nach dem, was wir z. B. in Theilen von Süd-Amerika sehen, scheint es, als würde ein Volk, welches wohl civilisiert genannt werden kann, wie die spanischen Colonisten, leicht indolent und schreite rückwärts, wenn die Lebensbedingungen gar zu günstig und leicht (!) sind. Bei hoch civilisierten Nationen hängt der beständige Fortschritt in einem untergeordneten Grade von natürlicher Zuchtwahl ab; denn derartige Nationen ersetzen und vertilgen einander nicht so, wie es wilde Stämme tun. Nichtsdestoweniger werden in der Länge der Zeit die intelligenteren Individuen einer und derselben Genossenschaft besseren Erfolg haben, als die untergeordneteren, und werden auch zahlreichere Nachkommen hinterlassen: und dies ist eine Form der natürlichen Zuchtwahl
    Charles Darwin wrote:
    Wir erkennen, daß das höchste Gut, das wir uns vorstellen können, nämlich die Entstehung der höheren Tiere, ein direktes Er gebnis von Tod, Hungersnot, Plünderung und dem verborgenen Krieg der Natur ist

    zitiert nach Robert Kurz Schwarzbuch Kapitalismus, S.154-158
    http://www.exit-online.org/pdf/schwarzbuch.pdf

    In der Bewertung würde ich Robert Kurz recht geben:

    Robert Kurz wrote:
    Wenn Darwin schon 1859 in der »Entstehung der Arten« die Formulierung gebraucht, »daß alle organischen Wesen einem scharfen Wettbewerb ausgesetzt sind« (Darwin 1995/1859, 100), so ist die begriffliche Übertragung ganz offensichtlich; denn distanziert betrachtet gehört schon ein hoher Grad von ideologischer Metaphorik dazu, die Verhältnisse des Tier- und Pflanzenreichs wie selbstverständlich mit einem Begriff des modernen Marktmechanismus zu belegen. Daß damit die Rückübertragung ebenso selbstverständlich angelegt ist, zeigt Darwin an derselben Stelle, wenn er zu seinem Begriff der »natürlichen Zuchtwahl« als Selektionsmechanismus bemerkt: »Indessen ist der von Herbert Spencer gebrauchte Ausdruck Überleben des Tüchtigsten besser und zuweilen ebenso bequem« (a.a.O., Hervorhebung Darwin). Dieser Herbert Spencer (1820-1903) war aber gerade ein sozialphilosophischer Biologist, der das radikale Konkurrenzdenken als »organisches Prinzip« der Gesellschaft verteidigte, was Darwin natürlich wissen (und also billigen) mußte.

    […]

    Hier wird deutlich, wie Darwin »gesellschaftstheoretisch« nicht nur die naturalisierende Metaphorik der Liberalen für den sozialökonomischen Konkurrenzmechanismus aufgreift, sondern die Biologisierung des Sozialen endlich sogar buchstäblich macht, indem die »Tüchtigkeit« und Leistungsfähigkeit (nach den niederträchtigen kapitalistischen Kriterien, versteht sich) nun selber als angebliches Problem der
    biologischen Vererbung und »Zuchtwahl« direkt auf die Ebene von Pflanzen und Tieren zurückgeführt wird. Damit war das angebliche Naturgesetz des Kapitalismus endgültig in einen qualitativ neuen Status eingerückt: gewissermaßen von der sozialen Naturphilosophie zur sozialen Naturwissenschaft, nämlich als Unterabteilung der Biologie.

    captain carot wrote:

    Immerhin, zentralistisch geführte Religion = Elend. Ja, das ist eine Aussage, mit der ich leben kann.

    Ich würde eher sagen, dass das Elend (und Unwissenheit) die Religion hervorbringt. Nur das heute zunehmend Biologismus, Verschwörungstheorien und moderner Patchworkaberglaube diese “Funktion” übernehmen. Man glaubt heute nicht mehr an Gott, sondern an die Marktwirtschaft (oder die NWO), man kauft auch keine Abässe mehr, sondern Steine im Esoterikladen oder Überkebenskits beim Koppverlag.

    Das Kant Gott köpfte, wie jemand mal über ihn gesagt hatte, hat also nicht dazu geführt, dass wir heute in einer Welt leben, in der die Menschen sich vorurteilsfreie und rationale Erklärungen für ihr Umfeld suchen.

    P.S.

    Karl Marx wrote:

    Ce qu’il y a de certain c’est que moi, je ne suis pas Marxiste.
    [zu deutsch: Eines ist sicher (was mich betrifft), ich bin kein Marxist.]

    #1121237
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer
    Oliver Grüner wrote:

    Heute spielt das Thema aber in solchen Titeln keine Rolle mehr für mich, denn beides kommt vor und hat sich etabliert. Z.B. steht ja bald Remember me auf dem Programm.

    Allzu etabliert kann es nicht sein, sonst hätten die Entwickler nicht Probleme gehabt, einen Publisher zu finden. Das Spiel wurde genau aus dem Grund abgelehnt, dass eine Frau in der Hauptrolle ist. Einige Publisher sollen den Entwicklern sogar vorgeschlagen haben, es zu finanzieren und zu vermarkten, unter der Bedingung dass die Protagonistin durch einen männlichen Protagonisten ersetzt wird.

    Neben Remember Me und Tomb Raider, mit der Seikone Lara, die nach ihrem Vater kommt, fallen mir nicht viele aktuelle Spiele mit weiblichen Protagonistinnen ein.

    #1121238
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer

    Heute ist übrigens “Equal Pay Day”. Frauen bekommen im Schnitt 22% weniger auch wenn sie dasselbe verdienen würden, und so wurde ausgerechnet dass das Jahr 2012 bis heute gehen müsste, wenn eine Frau durchschnittlich genauso viel verdienen wollte wie ein Mann:

    “In den Branchen, die schlecht bezahlt sind, arbeiten zum Großteil Frauen: Erziehung, Einzelhandel, Pflege. Warum? Frauenberufe werden als nicht so wertvoll angesehen. Das macht Frau doch sowieso. Wenn Frauen Mütter werden, setzen sie erstmal aus, und arbeiten danach oft nur noch in Teilzeit. Auch das hat natürlich finanzielle Folgen, vor allem fürs Alter: „Die durchschnittliche Rente einer Frau in NRW beträgt 491 Euro. Das ist erschreckend wenig“, macht DGB-Frauensekretärin Carmen Tietjen deutlich. Oh ja, denke ich. Carmen Tietjen treffe ich zum Gespräch. Auch sie kennt die Reaktion, dass das Thema nervt, dass wir das alles schon oft gehört haben. Und sie hat auch erlebt, dass zum Beispiel Journalisten schwarz auf weiß sehen wollen, wo denn Frauen weniger verdienen – als müsste es eben im Vertrag stehen.” http://www.wdr.de/tv/frautv/sendungsbeitraege/2013/0321/thema_4.jsp

    “Hinzu komme der stark gewachsene Niedriglohnsektor. „In Minijobs und anderen gering bezahlten Arbeitsverhältnissen arbeiten überwiegend Frauen“, sagt Gartner. Hier aber seien in den vergangenen Jahren die Löhne nicht gestiegen. Im Gegenzug hätten die Gehälter der Besserverdienenden zugelegt. „Gerade die Vergütungen von Managern oder gefragten Fachkräften wie Ingenieuren sind überproportional gestiegen, und in diesen Positionen arbeiten in erster Line Männer“, sagt Gartner. Zudem nehmen mehr Frauen (7,7 Millionen) Lohnabschläge durch Teilzeit hin als Männer (1,8 Millionen). Blickt man nicht auf den gesamten Arbeitsmarkt, sondern nur auf Männer und Frauen mit vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit, bleibt ein Lohnunterschied von sieben Prozent. Das Statistische Bundesamt erhebt diese Zahl alle vier Jahre, zuletzt 2010. Das IAB, das die Berufe breiter definiert, kommt dagegen auf zwölf Prozent. „Vergleicht man eine Sachbearbeiterin mit dem männlichen Kollegen, ergibt sich ein Gehaltsunterschied zum Beispiel aus einer Unterbrechung der Arbeit für die Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen“, sagt Gartner. Das ist auch ein Grund, warum der Verdienstabstand mit dem Alter steigt, von zwei Prozent beim Berufseinstieg auf 24 Prozent bei den 35- bis 44-Jährigen. Auch würden Männer häufiger mit Sonderaufgaben betreut, die Zulagen einbrächten. Sogar im öffentlichen Dienst mit seiner transparenten Tarifstruktur bleibt eine Lohndifferenz von acht Prozent zwischen Männern und Frauen, teilte der Beamtenbund (dbb) mit. Der Frauenanteil liegt bei 53 Prozent.” http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/equal-pay-day-der-grosse-unterschied/7954736.html

    “Wie kommen die 7 Prozent zustande? Bewerten Arbeitgeber die Arbeit von Frauen grundsätzlich geringer?

    Das würde ich so nicht sagen. Aber nehmen wir das Beispiel Teilzeit. Eine 30-Stunden-Teilzeitkraft bekommt häufig nicht den gleichen Bruttostundenlohn wie die 40-Stunden-Vollzeitkraft, sondern von vornherein einen geringeren.

    Ist Teilzeit weniger wert?

    Natürlich nicht. Das Problem ist nur, dass vorwiegend Frauen auf Teilzeitstellen sitzen.

    […]

    Ist es nicht gerecht, wenn körperlich anstrengende Jobs von Männern, etwa auf dem Bau, besser bezahlt werden als Büroarbeit, bei der man mehr Frauen antrifft?

    Gleiche Qualifikation muss gleich entlohnt werden. Körperliche Anstrengungen oder andere zusätzliche Belastungen können allerdings mit Zuschlägen vergolten werden.

    Gibt es hier einen Geschlechterunterschied?

    Arbeiter beispielsweise in einem Automobilwerk bekommen Zuschläge dafür, dass sie schwere Teile heben. Aber eine Pflegekraft – meistens Frauen –, die schwere Körper hievt, bekommt keine Erschwerniszulage.

    Ist die Lohnlücken-Ungerechtigkeit also eine zwischen Branchen und Tätigkeitsarten?

    Gleichwertige Arbeit muss gleichwertig bezahlt werden. Warum wird die Arbeit an der Maschine höher bewertet als die Arbeit am Menschen?

    Wie erklären Sie, dass die Lohnlücke bei AkademikerInnen mit rund 27 Prozent größer ist als bei schlechter Ausgebildeten mit nur etwa 11 Prozent?

    Mit den immer noch wenigen Frauen in den Führungspositionen und der fehlenden Gehaltstransparenz ab einer bestimmten Hierarchiestufe. Wenn man nicht weiß, was die Kollegen verdienen, kann man kaum auf Augenhöhe verhandeln.” http://www.taz.de/Equal-Pay-Day/!113197/

    #1121239
    Anonym
    Inaktiv

    @Basti
    Ein interessanter Punkt,den du ansprichst,ist der, der fortschreitenden Emanzipation,des Menschen.
    In meinen Augen,wird die Religion in kapitalistischen Systemen,durch das Dogma:”Sei individuell und konsumiere” ersetzt.
    Da werden Bilder und Normen transportiert,welche in fast jedem den Wunsch nach einer,dem jeweiligen Lebensumfeld, entsprechenden “Optimierung” wecken.
    In einem Punkt hast du allerdings Recht.Die Marktwirtschaft liebt den Indivualismus!Kapitalismus ist nämlich auf beiden Augen blind!Als Konsument ist jeder
    geeignet.Wichtig ist allein der Wunsch nach Konsum!Ich versichere dir:In jedem,lässt sich der Wunsch auf “schöne Einkaufserlebnisse” ist nur mit Arbeit und intensiver
    Marktforschung verbunden.
    Unser Hang zum Selbstbetrug,was die Einschätzung unseres Selbst betrifft,spielt dem Apparat in die Hände.
    Unser Gehirn, ist den lieben langen Tag damit beschäftigt den Vorgängen um uns herum eine Struktur zu geben.
    Bei diesem Vorgang nimmt sich unser Hirn erhebliche “künstlerische” Freiheiten.
    Verstehe mich nicht falsch!Es gibt einen “Freien Willen”!Nur überschätzen wir den Einfluss des selben.
    Über die Mechanismen der Propaganda und der Agitation könnte ich seitenweise referieren.In dem Bereich befindet sich die Wirtschaft auf einem hohen Niveau!
    Du propagierst ein Menschenbild,in dem jeder nach seiner Facon glücklich wird, und es kein Gruppenverständnis gibt! Du gehst davon aus,wie Vreen übrigens auch,daß der Mensch “Produkt” seiner Umgebung ist!Klingt ja schlüssig und ist auch zum, größten Teil, wohl so!Allerdings wird es immer verschiedene Startvoraussetzungen geben,vielleicht werden die Menschen in Zunkunft “geklont” et.,selbst dann,wird man wohl auf eine gewisse Diversität achten.
    Ideologien scheitern immer an der , trügerischen Illusion, des “grandiosen” Menschenbildes!Es muss das und das geschehen und hat sich das mit all den Schlechtigkeiten erledigt!Wenn wir, eines fernen Tages ,diesen von dir angestrebten Zustand erreichen,dann sind wir keine Menschen mehr,sondern Götter!
    Bei solchen Theorien,wie dem Darwinnismus et., ist klar,daß diese Theorie auch ein Kind seiner Zeit ist und entsprechend beurteilt werden muss!
    Darwin war ein religöser Mensch,und hat seine Theorien nicht als Vehikel dazu benutzt, das Prinzip des “Göttlichen” in Frage zu stellen!Und warum,weil er kluger
    Mann war, der sich sehr wohl der Tatsache bewusst war,daß der Mensch sich auf einer immerwährenden Reise zur Vervollkommnung befindet.
    Deswegen stoßen mich geschlossene Weltbilder ab.Allerdings der von dir propagierte “Individualismus ohne Grenzen” ist in meinen Augen nicht vom Wunsch der
    Vervollkommnung beseelt,sondern eher Ausdruck eines Desinteresses an seinen Mitmenschen und dem Unwillen,sich in irgendeiner Form anzupassen.Nicht zuletzt,wird im so einem Menschenbild unbedingte Befriedigung der eigenen Interessen propagiert!Der Mensch hat keinen Anspruch auf immerwährendes Glück!
    Wir sollten die Dinge manchmal einfach mit etwas Demut und einem ironischen Abstand sehen.

    Zum Video:Also Videospiele sollten ,in jedem Fall,keine Rolle in der frühkindlichen Erziehung spielen.
    Das Video ist ein gut gemachtes “Meinungstransportvehikel”,welches, natürlich nicht zum “Mitdenken” sondern zum “Umdenken” bewegen soll.
    Damit ist die Beweisführung,welche den Sachverhalt “Agitation und Kampagne” zum Inhalt abgeschlossen.
    Man kann Jugendliche , mit griffigen Videos,zum Nachdenken ermuntern!Keine Frage!Allerdings dies, mit pekunären Interessen jeglicher Art zu verbinden,ist
    moralisch nicht stilsicher!
    Das du dem juvenilen Konsumenten die Freiheit zusprichst,sein Geld für das auszugeben was er für richtig hält, zeigt,daß du für die Marktwirtschaft noch nicht verloren bist!Weiter so
    Dieses Bild des “freien Willens” spielt dem Konsum in die Hände!
    Auch die Videos der jungen Dame,sind Produkte!Und haben damit ihre “Unschuld” eingebüsst!
    Um mit solchen Botschaften umzugehen und diese in einen vernünftigen Kontext zu bringen, fehlt es den meisten Konsumenten am intellektuellen Rüstzeug!
    Komplizierte Sachverhalte, lassen sich nicht in schönen Videos lösen!
    Bis dahin….

    #1121240
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Immer diese Mammutposts. Bei Darwin fängt es, abgesehen mal vom eigenen Zeitgeist, schon mit teils höchst problematischen Übersetzungen an. Da muss man sich fast schon im Original durchkämpfen, weil verschiedene Übersetzungen auch noch vom Geist der Übersetzer durchfärbt sind.
    Ebenso sollte man aber auch bedenken, dass das, was uns heute verknöchert und reaktionär erscheint zu seiner Zeit oft sehr fortschrittlich und offen war. Ob nun Jules Verne oder auch ein Darwin, wenn man solche Texte ernsthaft betrachten will, dann kann man die Zeit, in der sie entstanden nicht ausblenden.

    Die Ersatzreligionen, ein Thema für sich. HiFi-Gläubige, die sich Kabel für hunderte Euro kaufen, Verschwörungsgläubige und vieles mehr. Der Glaube ist da meist ebenso wichtig wie bei Religionen, nur Gott bekommt plötzlich einen anderen Namen. Man glaubt halt gerne.

    Frei nach Kant: handle stets so, dass die Maxime deines Willens als Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung dienen könnte.

    Bis neulich.

    #1121241
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer
    fenris21 wrote:

    @Basti

    Ein interessanter Punkt,den du ansprichst,ist der, der fortschreitenden Emanzipation,des Menschen.

    In meinen Augen,wird die Religion in kapitalistischen Systemen,durch das Dogma:”Sei individuell und konsumiere” ersetzt.

    Da werden Bilder und Normen transportiert,welche in fast jedem den Wunsch nach einer,dem jeweiligen Lebensumfeld, entsprechenden “Optimierung” wecken.

    In einem Punkt hast du allerdings Recht.Die Marktwirtschaft liebt den Indivualismus!Kapitalismus ist nämlich auf beiden Augen blind!Als Konsument ist jeder

    geeignet.Wichtig ist allein der Wunsch nach Konsum!Ich versichere dir:In jedem,lässt sich der Wunsch auf “schöne Einkaufserlebnisse” ist nur mit Arbeit und intensiver

    Marktforschung verbunden.

    Unser Hang zum Selbstbetrug,was die Einschätzung unseres Selbst betrifft,spielt dem Apparat in die Hände.

    Unser Gehirn, ist den lieben langen Tag damit beschäftigt den Vorgängen um uns herum eine Struktur zu geben.

    Bei diesem Vorgang nimmt sich unser Hirn erhebliche “künstlerische” Freiheiten.

    Verstehe mich nicht falsch!Es gibt einen “Freien Willen”!Nur überschätzen wir den Einfluss des selben.

    Über die Mechanismen der Propaganda und der Agitation könnte ich seitenweise referieren.In dem Bereich befindet sich die Wirtschaft auf einem hohen Niveau!

    Du propagierst ein Menschenbild,in dem jeder nach seiner Facon glücklich wird, und es kein Gruppenverständnis gibt! Du gehst davon aus,wie Vreen übrigens auch,daß der Mensch “Produkt” seiner Umgebung ist!Klingt ja schlüssig und ist auch zum, größten Teil, wohl so!Allerdings wird es immer verschiedene Startvoraussetzungen geben,vielleicht werden die Menschen in Zunkunft “geklont” et.,selbst dann,wird man wohl auf eine gewisse Diversität achten.

    Ideologien scheitern immer an der , trügerischen Illusion, des “grandiosen” Menschenbildes!Es muss das und das geschehen und hat sich das mit all den Schlechtigkeiten erledigt!Wenn wir, eines fernen Tages ,diesen von dir angestrebten Zustand erreichen,dann sind wir keine Menschen mehr,sondern Götter!

    Bei solchen Theorien,wie dem Darwinnismus et., ist klar,daß diese Theorie auch ein Kind seiner Zeit ist und entsprechend beurteilt werden muss!

    Darwin war ein religöser Mensch,und hat seine Theorien nicht als Vehikel dazu benutzt, das Prinzip des “Göttlichen” in Frage zu stellen!Und warum,weil er kluger

    Mann war, der sich sehr wohl der Tatsache bewusst war,daß der Mensch sich auf einer immerwährenden Reise zur Vervollkommnung befindet.

    Deswegen stoßen mich geschlossene Weltbilder ab.Allerdings der von dir propagierte “Individualismus ohne Grenzen” ist in meinen Augen nicht vom Wunsch der

    Vervollkommnung beseelt,sondern eher Ausdruck eines Desinteresses an seinen Mitmenschen und dem Unwillen,sich in irgendeiner Form anzupassen.Nicht zuletzt,wird im so einem Menschenbild unbedingte Befriedigung der eigenen Interessen propagiert!Der Mensch hat keinen Anspruch auf immerwährendes Glück!

    Wir sollten die Dinge manchmal einfach mit etwas Demut und einem ironischen Abstand sehen.

    Selbstverständlich ist das zeitgeistige Individualitätsverständnis problematisch, und insbesondere problematisch ist wenn Identititsbildung bzw. die Subjektivierung dem Konsumverhalten dienen soll. Doch dies ist den Umständen geschildert. Der Witz ist doch aber, dass so etwas oft eben nicht über Individuen an Sich, sondern Grüppchen funktioniert. Die Unterscheidung z.B. zwischen “Core-” und “Casualgamer” entstammt bestimmt einer PR-Abteilung.

    Einen “Individualismus ohne Grenzen” in der Form, wie du es unterstellst, habe ich in keiner Weise gefordert. Ich habe nicht gesagt, dass der Mensch sich nicht für seine Mitmenschen interessieren soll. Ich bin geradezu entgegengestzter Meinung: Das menschliche Miteinander wird immer mehr auf Geldverhältnisse beschränkt, Menschen als Gesellschaftsatome. Das hat nichts mit Individualismus zu tun, sondern mit der Form des Individualismus. Ja eigentlich ist es eine besondere Form der Gleichmacherei, denn das gegenseitige Interesse beschränkt sich zunehmend auf den schnöden Mammon, alle Menschen werden nach der selben Sachen beWERTet. Individuell ist dann höchstens noch der Kontostand, eine im wahrsten Sinne des Wortes sehr eindimensionale Form der Individualität, wie ich finde.

    Was auch nicht unerwähnt sein soll: Alle Menschen sind zwar als Konsumenten geeignet, aber in dieser Beziehung sind manche gleicher als andere.

    fenris21 wrote:

    Zum Video:Also Videospiele sollten ,in jedem Fall,keine Rolle in der frühkindlichen Erziehung spielen.

    Das Video ist ein gut gemachtes “Meinungstransportvehikel”,welches, natürlich nicht zum “Mitdenken” sondern zum “Umdenken” bewegen soll.

    Damit ist die Beweisführung,welche den Sachverhalt “Agitation und Kampagne” zum Inhalt abgeschlossen.

    Man kann Jugendliche , mit griffigen Videos,zum Nachdenken ermuntern!Keine Frage!Allerdings dies, mit pekunären Interessen jeglicher Art zu verbinden,ist

    moralisch nicht stilsicher!

    Das du dem juvenilen Konsumenten die Freiheit zusprichst,sein Geld für das auszugeben was er für richtig hält, zeigt,daß du für die Marktwirtschaft noch nicht verloren bist!Weiter so

    Dieses Bild des “freien Willens” spielt dem Konsum in die Hände!

    Auch die Videos der jungen Dame,sind Produkte!Und haben damit ihre “Unschuld” eingebüsst!

    Um mit solchen Botschaften umzugehen und diese in einen vernünftigen Kontext zu bringen, fehlt es den meisten Konsumenten am intellektuellen Rüstzeug!

    Komplizierte Sachverhalte, lassen sich nicht in schönen Videos lösen!

    Bis dahin….

    Ich glaube garnicht dass das Video etwas lösen soll, sondern auf etwas aufmerksam machen soll. Und so ziemlich alles kostet in unserer Gesellschaft Geld. Für Lau ist nichts zu haben, auch Anita muss essen. Und wie gesagt: Sie wollte ursprünglich 6.000$, was soviel nicht ist. Klingt ein bisschen blöde, aber es gibt kein richtiges Leben im Falschen, aber mensch muss das beste draus machen. Einem allseitig geltendem gesellschaftlichem Verhältniss, wie dem Geld oder Warenform, kann sich nicht niemand entziehen. Stichwort: Totalität.
    Und wer soll sonst entscheiden, wer für was Geld ausgibt, wenn nicht dieser Mensch selbts? Und ich weiß nicht, ob es soviele Jugendliche waren, die sie gesponsert haben… Und immerhin, haben hier Menschen aus Überzuegung gespendet und nicht um eine Ware zu kaufen, von der Ware “Gutes Gewissen” mal abgesehen.

    Übrigens: Ein “Produkt” ist alles was hergestellt wurde, ob für Geld oder nicht. Du meinst wahrscheinlich “Ware”. “Produkt”, “Ware”, “Gut” sind verschiedene Begriffe, auch wenn dass vielen Leuten nicht mehr klar ist, was wohl mal wiedern den Umständen geschuldet sein dürfte…

    Helge Schneider erklärt Wert und Ware
    [youtube]SOHC_fTIVqg[/youtube]
    Die interpretation ist zwar, gewollt, mehr als schief, aber doch ist einiges wa(h)res dran.

    #1121242
    Anonym
    Inaktiv

    @Möhrchen
    Du hast in allem Recht!Du brichst die ganze Diskussion auf,wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse herunter.
    Das es bei Darwin zu Übersetzungsfehlern kam und das es, in manchen Fällen zu Fehl/Uminterpretationen gekommen ist, steht außer Frage!
    Diese, berühren die Kernthese allerdings kaum! Das hat dazu geführt,daß die Evolutionstheorie,im Augenblick,wissenschaftlicher Konsens ist.
    Sie ist ,in den allermeisten Fällen, schlüssig ,anwendbar und geschlossen in ihrer Argumentationslogik!
    Dein Verhalten ist löblich und rational nachvollziehbar!Die vielen Formen des Konsums,sind wohl alle dem “Gott des Mammon” geschuldet!Die Verschwörungstheoretiker sind,wie ich zum Teil auch, wohl eher Anhänger des “Gott der intellektuellen Abwichserei und Fabulierungswut”
    Jeder hat sein Steckenpferd und solange wir “die anderen” in Frieden lassen ist das o.k!
    Allerdings sollte man seine “Insel der Glückseligkeit” ab und an verlassen und sich dem gesellschaftlichen Diskurs aussetzen.Dies bewahrt vor einer zu zentrischen
    Sicht der Dinge,wenns gut läuft!
    @Basti
    Das du dich für deine Mitmenschen interessierst glaube ich dir!
    Allein, das du sovie Energie und “Brainpower” in deine Beiträge investierst, verdient Respekt!
    Wenn ich mit der Interpretation diverser Sachverhalte und Meinungen,in deinen Augen,danebenliege ist das in Ordnung!
    An dieser Stelle,möchte ich mich für den fehlenden Eifer,was das redigieren meiner Posts angeht,entschuldigen.Da muss der Kompost raus, es kommt ein Anruf usw. usw..
    Manche Sachverhalte sind schlicht und einfach zu komplex,um sie “americanstyle und flüssig” an den/die Mann/Frau zu bringen!
    Meiner Ansicht ist nach,ist die Verknüpfung von Videospiel und Rollenverständnis durchaus diskussionswürdig, allerdings nicht der Weisheits letzter Schluss!
    Die Verknüpfung, mit einem Finanzierungswunsch, ist mindestens fragwürdig.Deine Vorstellung,die Menschen hätten sich reflektiert und besonnen zum Kauf
    entschlossen,spricht für dich und dein Menschenbild.Wahrscheinlicher ist allerdings,daß die Leute sich amüsiert haben und aus einem ,vom System anerzogenen
    Reflex heraus,dies honoriert haben.Vielleicht war auch ein diffuses Gefühl des Erkenntnisgewinns dabei.Wir werden es wohl nie erfahren….
    Dein Einwand,das Video sollte zum Nachdenken anregen,halte ich für falsch.
    Dafür ist es viel zu geschlossen in seiner Botschaft!Ziel war es zum “Umdenken” anzuregen!Das “Mitdenken” wird in unserer Gesellschaft oft propagiert,ist
    allerdings nicht unbedingt erwünscht!
    Unser Gehirn ist auch ganz glücklich,wenn wir uns von Schublade zu Schublade hangeln.Selbstredend ist es uns in der Definition,was eine Schublade ist behilflich,und hält für unser Selbstverständnis eine große Auswahl an exotischen und grandiosen Modellen bereit. Allerdings bleiben die Modelle immer Schubladen.In diesem Punkt,ist daß Gehirn kompromisslos und wertekonservativ!Da ist für irgendwelche extremistischen Ideen,welche die Fortpflanzung und Existenzführung zuwiderlaufen kein Platz! Der “freie Wille” ist unserem Hirn,bei der Bewältigung/Verarbeitung der Sinneseindrücke, nur im Weg!,Deswegen wird sein Einfluss begrenzt! Ja Ja…Die Selbstwahrnehmung ist ein weites und trügerisches Feld!Die Existenz des freien Willens ist unstrittig!Diese ermöglicht dem Menschen nämlich das Wunder der “Projektion”Und somit den Status Quo in Frage zu stellen!Das ist gut für Uns!

    Mal was anderes…hast du dir schon mal die Frage gestellt,ob es nicht das Geld ist was den unteren Schichten fehlt,sondern die “Würde”?
    In der Weimarer Republik und auch im frühen Kaptalismus waren breite Massen richtig arm!
    Trotzdem haben sie die Kraft gefunden,sich zu organisieren und Ihre Interessen,gegenüber der Obrigkeit,zu vertreten!
    Das lag am “Selbstverständnis der Arbeiterschaft”!Sie haben sich nicht in Grund und Boden geschämt!Haben, trotz widrigster Umstände,an eine bessere Zukunft
    geglaubt!Durch die “Entwertung” und “Verachtung” von einfacher Arbeit und durch eine subtile Spaltung in zig “Interessengruppen” wurde dem Prekariat jede politische Schlagkraft geraubt.Früher las der Arbeiter von Welt den”Vorwärts” und war ausreichend “ideologisch” gerüstet,für seine Interessen einzutreten!
    Das heutige Prekariat,ist oft, aber nicht immer in der “Wohlfahrtsfalle”!In der muss es sich bizarren Umerziehungsmaßnahmen,seitens der Behörde aussetzen!
    Von ihm wird erwartet,seine Haut,so billig wie möglich,zu Markte zu tragen!
    Im Anschluss, kann man sich im Fernsehen,die Verächtlichmachung der nicht wahrgenommennen eigenen Klasse anschauen!
    In unserem Land muss keiner hungern oder frieren,wenn er sich in die Hände des Sozialstaats begibt!
    Eine Art “Arbeiterstolz” fehlt!Der Druck,die Misstände zu erkennen und dagegen anzugehen ist nicht da!
    Solange es solche Verwerfungen innerhalb der Gesellschaft gibt,ist es müßig,dem Thema: “Rollenbild und Videospiel” allzu viel Platz einzuräumen!
    Ein Video,welches die Misstände im deutschen Vormittagsprogramm aufzeigt,wäre mal eine Maßnahme!Darüber sollte die “denkende” Linke Elite diskutieren!
    Leider ist das Thema ” geistige Armut” wenig sexy und keiner identifiziert sich gern damit!Außer ein”So eine Scheiße schaue ich mir nicht an” kommt da nicht viel!
    Das Thema “Medienkompetenz” ist auch so eine Sache!Das ist auch so eine Baustelle unseres Staats und unseres Bildungssystems!

    Bis die Tage,keine Frage…

    #1121243
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer
    fenris21 wrote:
    Dein Einwand,das Video sollte zum Nachdenken anregen,halte ich für falsch.
    Dafür ist es viel zu geschlossen in seiner Botschaft!Ziel war es zum “Umdenken” anzuregen!Das “Mitdenken” wird in unserer Gesellschaft oft propagiert,ist

    allerdings nicht unbedingt erwünscht!

    Quote:
    Da ist für irgendwelche extremistischen Ideen,welche die Fortpflanzung und Existenzführung zuwiderlaufen kein Platz!

    Häh??? Wer will denn die Fortpflanzung abschaffen? Fenris, man kann es übertreiben mit den Schubladen und den Verschwörungstheorien, wenn ich das Video sehe, dann sehe ich ein gut recherchiertes Produkt (keine Ware, ich habe dafür nicht bezahlt) in dem kritisch aufgezeigt wird, welchen Platz Geschlechterrollen in Videospielen haben. Davon die Fortpflanzung einzustellen, war an keiner Stelle die Rede.

    “Extremistisch”… Der Begriff ist für den Eimer:
    Prof. Gero Neugebauer via bpb
    “Einfach war gestern. Zur Strukturierung der politischen Realität in einer modernen Gesellschaft – Essay
    Extremismus ist ein interessengeleiteter Begriff. Durch die Veränderung der Konfliktstruktur in der Folge des sozialen Wandels ist die Bedeutung der Begriffe “rechts” und “links” zur Strukturierung der politischen Realität eingeschränkt.
    […]
    Politischer Extremismus wird nicht in der Mitte der Gesellschaft, sondern als Randphänomen verortet und die – tatsächlich oder vermeintlich – von ihm ausgehende Bedrohung für den Kern der Verfassungsordnung zu seinem Alleinstellungsmerkmal gemacht.
    […]
    Wer sich als Mitte definiert, erhebt zugleich den Anspruch, diese und damit zugleich die Mehrheit zu repräsentieren. Ob diese Mitte oder Mehrheit tatsächlich “gut” ist, kann bezweifelt werden. Denn auch sie können zu extremen Positionen tendieren: “Fühlt die Mehrheit sich gefährdet, ist sie bereit, alle Vernunft und Gesetzlichkeit über Bord zu werfen, wie die Akzeptanz des Nationalsozialismus zeigt.”[6] Schließlich ist der Nationalsozialismus aus der Mitte der deutschen Gesellschaft heraus groß geworden, und auch heute entspringt der Rechtsextremismus zum Teil der Mitte der Gesellschaft, das heißt dem Ort, an welchem die sind, die durch Verunsicherung, Zukunftsangst und Orientierungsprobleme veranlasst sind, sich rechtsextremistischen Deutungs- und Problemlösungsangeboten zu öffnen.”
    http://www.bpb.de/apuz/32412/einfach-war-gestern-zur-strukturierung-der-politischen-realitaet-in-einer-modernen-gesellschaft-essay?p=all

    als auch:
    http://inex.blogsport.de/offener-brief-gegen-jeden-extremismusbegriff/

    Das man sich besonders in Deutschland sogern eines solchen Begriffes bedient, dürfte historische Ursachen haben:

    “Auch wenn der Begriff des politischen Extremismus neueren Datums ist, hat er doch eine weiter reichende politische Tradition, die sich auf die Frage stützt, woran die Weimarer Republik gescheitert sei. In der Bundesrepublik gibt es die Lesart – und die ist durchaus weit verbreitet – die Weimarer Republik sei an den Verfassungsfeinden von links und rechts zu Grunde gegangen. Das ist eine sehr bequeme Sichtweise. Sie geht nämlich – wie die Extremismus-Theorie heute – davon aus, eigentlich habe es eine demokratische Gesellschaft gegeben, die von links und rechts bekämpft worden sei und der schließlich ungewollt der Nationalsozialismus aufgezwungen wurde. Die Frage, inwieweit denn die Demokratie der Weimarer Republik als Staats- und Gesellschaftsform tatsächlich verankert war, spielt dann nur noch eine untergeordnete Rolle.

    Diese Lesart unterschätzt die Verankerung gruppenbezogener menschenfeindlicher Einstellungen in der Breite der Gesellschaft. Ein formalistisch-politischer Ansatz, der gesellschaftliche Bedrohungen nur anhand der formalen Abweichung von einer gedachten Verfassungstreue der „Mitte“ zu erfassen sucht, hat der gesellschaftlichen Wirklichkeit von Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie nichts entgegenzusetzen.
    […]
    In tagespolitischen Debatten kristallisiert sich in aller Regel ein gefährliches Schwarz-Weiß-Schema heraus: Hier die gute Mehrheitsbevölkerung, dort die gefährlichen Ränder. Phänomene wie Alltagsrassismus geraten dabei völlig aus dem Blick oder werden schlichtweg geleugnet. Mehr noch, es wird so getan als sei mit dem Begriff Extremismus alles gesagt. Dann werden in einem Atemzug Links- und Rechtsextremismus genannt, meist wird auch noch Islamismus mit eingearbeitet, so als sei alles das gleiche und alle Probleme gleich groß, ohne nach den Ursachen und ideologischen Unterschieden der einzelnen „Extremismen“ zu fragen, deren genaue Betrachtung aber für die Entwicklung tragfähiger Gegenstrategien enorm wichtig wäre.
    […]
    „Rechtsextremismus“ fungiert dann als Sammelbegriff für:

    • autoritäre, antidemokratische Einstellungen
    • einen völkischen Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus
    • weitere menschenfeindliche Einstellungen, die auf Ungleichwertigkeitsvorstellungen beruhen, wie Sexismus und Homophobie
    • Antiindividualismus und Ablehnung des gesellschaftlichen und politischen Pluralismus.

    Nicht alle, die diesen Einstellungen ganz oder teilweise anhängen, sind Nazis. Der Begriff „Nazismus“ ist als Sammelbegriff also ungeeignet. Der Begriff „Faschismus“ erst recht!”
    http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/debatte/kommentare/jennerjahn

    Ich finde eher zahlreicher deiner Aüßerungen bedenklich, da du gerne mit “Natürlichkeiten” bzw. dem Bild einer “natürlichen Gesellschaftsordnung” hantierst und mit “Wahrhaftigkeiten” argumentierst und damit Auffassungen vertrittst die sich wegen ihres Absolutheitsanspruches zwangsläufig jedem Diskurs entziehen.

    Quote:
    Ein Video,welches die Misstände im deutschen Vormittagsprogramm aufzeigt,wäre mal eine Maßnahme!Darüber sollte die “denkende” Linke Elite diskutieren!

    Leider ist das Thema ” geistige Armut” wenig sexy und keiner identifiziert sich gern damit!Außer ein”So eine Scheiße schaue ich mir nicht an” kommt da nicht viel!

    Das stimmt schlicht nicht. Es gibt zuhauf Medienanalysen und darüber wird auch viel diskutiert. Maniac.de ist aber eine Seite über Videospiel, und keine über das Vormittagsprogramm von RTL II.
    Nur kommen linke Denker in den Massenmedien kaum noch vor, die Unis leisten sich noch vereinzelte Alibiproffesuren um Pluralismus vorzugaukeln, aber selbst bei Phoenixrunden diskutiert nur noch Mainstream mit anderem Mainstrem in leicht verschiedenen Färbungen..

    Sowas gibt es schon lange nicht mehr in der Glotze:
    [youtube]QKuBqop7oto[/youtube]

    Quote:
    Solange es solche Verwerfungen innerhalb der Gesellschaft gibt,ist es müßig,dem Thema: “Rollenbild und Videospiel” allzu viel Platz einzuräumen!

    Das ist mal wieder diese tolle Standartausrede. Jetzt und hier ist das Thema. Und was heißt: “So viel Platz”. Anita hat sich mit dem Thema beschäftigt, aber Milliarden von Menschen beschäftigen sich mit anderen Themen. Auch wenn du das nicht wahr haben willst…
    Es beschwert sich übrigens auch keiner, dass der ADAC nichts tut, um die Wale zu retten…

    #1121244
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer

    Und noch zum Thema zwischenmenschlicher Kälte, dass du indirekt angesprochen hattest.
    [youtube]zR8ghPxKMH0[/youtube]

    #1121245
    Anonym
    Inaktiv

    @Basti Diesen Satz von wegen Extremistisch…..kein Platz…der Fortpflanzung zuwiderlaufend..
    habe ich nicht in irgendeinen Kontext zum Video gestellt!
    Mit diesem Satz, habe ich versucht die Funktionsweise unseres Gehirns zu beleuchten!
    Diesen Konflikt mit dem Video werden wir wohl nie lösen können!Da steht Uns beiden, unsere Formulierungslust und
    Selbsverliebtheit im Weg!
    Das ist in Ordnung,….oder?

    #1121246
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer

    “Guten Tag, Irina Galtsova (29)!

    Sie entwickeln Online-Spiele für Frauen. Dazu suchen Sie »für Frauen interessante Themen, etwa Reisen oder Garten«. Nachdem eine Handlung skizziert worden ist, »zeichnen Grafiker erste Stimmungsbilder, vorwiegend in weichen Farben. Landschaften sind idyllisch, Kleider bunt, die Töne leiser und die Taktung langsamer als bei Games für Männer. Das Spiel muß schnell zu verstehen sein«, verrieten Sie der Süddeutschen Zeitung.

    Wer nicht wüßte, Galtsova, daß es sich um Spiele für Frauen handelt, könnte denken, die Zielgruppe seien geistig behinderte Minderjährige.

    Erschrocken: Titanic” http://www.titanic-magazin.de/badl_1303.html#c17783

    Der Artikel aus der SZ: http://international.sueddeutsche.de/post/39566159890/how-the-boom-of-female-video-game-players-is-changing

    #1121247
    Oliver GruenerOliver Gruener
    Teilnehmer

    Tja, das ist der Beweis, Männer und Frauen ticken nun einmal anders … ^^

    Die würden nicht solche Spiele machen, wenn die nicht nachgefragt werden!
    Du musst mal in den Google Play Store gucken, da fallen dir die Augen aus, wie viele Dating Sims und Co. es für Frauen(!) gibt.

    Das Ding mit Klischees ist immer, auch wenn “Gleichschaltungsverfechter” das nicht hören können, Klischees haben eine Grundlage und treffen nur zu oft tatsächlich zu. Aber das wurde hier ja bisher auch immer vehement abgestritten (unter Ausblendung der Realität).

    #1121248
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer

    Es geht nicht darum das es Unterschiede gibt. Es geht darum das man nicht darauf festgelegt werden soll.

    Im übrigen gibt es garantiert mehr Dating Sims für Kerle.

    #1121249
    Oliver GruenerOliver Gruener
    Teilnehmer
    Lofwyr wrote:

    Es geht nicht darum das es Unterschiede gibt. Es geht darum das man nicht darauf festgelegt werden soll.

    Das entscheidet aber nicht der Gleichstellungsbeauftragte sondern der Markt!

    Quote:

    Im übrigen gibt es garantiert mehr Dating Sims für Kerle.

    Nicht im Google Play Store. Dort würde ich das Verhältnis etwa 1000 : 1 sehen (oder anders ausgedrückt, ich habe dort noch keine einzige “Dating Sim” für Männer entdeckt, mit denen für Frauen wird man aber zugeschmissen!)

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