M!eine M!einung! Der M!aniac Verriss-Wolf!

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  • #1160356
    KinskiKinski
    Teilnehmer

    Es schmeckt recht passend, zu käse beispielsweise, also der senf mit frucht.

    #1160357
    GwydionGwydion
    Teilnehmer

    Ich bezog mich nicht auf das Kreuzen von Senf und Marmelade…

    #1160358
    KinskiKinski
    Teilnehmer

    Ich bezog mich nicht auf das kreuzen von lebewesen.

    #1160359
    Messiah-77Messiah-77
    Teilnehmer

    Ähem… dieses Machwerk hab ich mir wieder mal angetan:

    TITEL:
    Tales of Symphonia

    GENRE:
    Rollenspiel – so war es jedenfalls wohl von NAMCO gedacht…!

    SYSTEM:
    Diesmal wurde die PLAYSTATION 3 mit diesem Schund gefüttert.

    KAUFGRUND:
    Die wahre Motivation hinter dem erneuten Kauf dieses Machwerks bleibt mir ein Rätsel. Schon auf dem GameCube langweilte ich mich damit. Vielleicht brachte mich die Tatsache, daß das Nachfolgespiel mit auf dem Silberling drauf ist, zum wiederholten Erwerb. Oder ich habe den virtuellen Schrecken vergessen, dem die glitzernde Scheibe innewohnt. Wie dem auch sei – angesichts der Qualität dieses Spiels drängt sich nur eine Möglichkeit auf: Euer lieber Messiah-77 muss ein unverbesserlicher Masochist sein!

    PRÄSENTATION:
    Tja, das Game gibt sich zuckersüß! Bei manchen Monstern ist man einfach nicht sicher ob man draufknüppeln soll, oder doch lieber knuddeln bis einem die Luft wegbleibt. Alles ist in grell-bunter und aggressiv-niedlicher Cell-Shading-Graphik gehalten, das mir schon der blosse Gedanke an die visuellen Aufmachung gefährliche Diabettes droht und ich Angst um meinen linken Fuß habe…! Ich behaupte mal, daß “Tales of Symphonia” beim ahnungslosem Spielen einen intensiveren Farb-Input ans überlastete Spieler-Gehirn sendet, als ein gemütlicher Fantasia-DVD-Abend im Rauschmodus mittels eingeworfenen psychadelischer Drogen!
    Während sich also die visuelle Darbietung als ein dumpfer Schlag in die Ästetik-Eingeweide des naiven RPG-Freundes herausstellt, fällt das Geknarrze und Gebimmel aus den Lautsprechern wahrnehmbar ab. Schöpft man anfangs noch beim Anime-Intro dank des fröhlichen aber natürlich für den Durchschnitt-Deutschen unverständlichen Japan-Pop-Songs ein wenig Hoffnung, wird diese allsbald schon beim Title-Menü schonungslos niedergeschlagen und setzt sich das gesammte Spiel konsequent fort. Es trällern erbarmungslos belanglose Musikstücke auf das nach kurzer Zeit nur zu bemitleidende Gehörorgan ein – der Sound war wohl nich zur ernsthaften Situationsuntermahlung gedacht, sondern verkam offensichtlich zu einer magischen Spielwiese für einen untalentierten und unmotivierten DJ-Azubi! Für Fahrstuhlverhältnisse im örtlichen Einkaufs-Center noch aktzeptabel – doch für eine epische Geschichte zu unterstreichen äusserst deplaziert…! Eine Schande!
    Ach ja, sowas wie Sprachausgabe gibt es auch noch – aber nicht durchgehend, sodaß man sich stellenweise nur mit aufploppenden Textboxen abfinden muss. Ich darf hier betonen das sich die englischen Sprecher sehr viel Mühe gegeben haben und so im absoluten Mittelmaß versinken. Alternativ gibt es auch noch eine japanische Tonspur, die ist aber wie ich stark vermute, äusserst unverständlich…!

    STORY:
    Die Zeit ist reif das die “Auserwählte” die Welt durch eine “Welterneuerung” errettet. Dadurch muss sie in einigen Dungeons ihre Stubsnase reinstecken und die jeweiligen Siegel brechen. Da neben den Monstern auf der Ober- und in der Unterwelt auch noch garstige Halbelfen, genannt Desians, was dagegen haben – helfen wir aus.
    Schon recht früh werden uns einige Greueltaten der Desians vorgeführt und je weiter die Geschichte fortschreitet desto fieser und gefährlicher werden sie dargestellt. So das wir uns neben den normalen Monstern auch gerne diesen bösen Halbelfen widmen und die Welt von ihnen zu befreien versuchen…!
    Die Geschichte von Tales of Symphonia ist ein gar nicht mal so leichter Tobak: Blut klebt an den Händen von unserem Hauptchar, in den “Menschenfarmen” der Desians werden Menschen buchstäblich am Fließband dahingerafft und die heilige Welterneuerung scheint mit der Zeit doch nicht die beste Lösung zu sein…! Das alles und noch viel mehr würde eine spannende Unterhaltung versprechen, wenn nicht diese zuckersüße pastellfarbene Märchenoptik wäre. Es fällt mir richtig schwer mit den Helden bei tragischen Begebenheiten mitzufühlen, wenn sie mit ihren starren, leblosen und puppenhaften Äusseren und hölzernen Animationen irgendwelche Gefühle auszudrücken versuchen und es einfach nicht schaffen aus dem andauernden “Barbie-Lächeln” rauszukommen..!
    Auf der einen Seite find ich den Graphik-Stil eigentlich ansprechend – aaaaaaber hier total fehlplatziert. Es hätte wohl mehr gebracht, wenn zumindest die Party etwas erwachsener und ernster gestaltet wäre, wenn es schon in der Storyline um Verrat, Völkermord, Rache usw. geht…!
    Später wird die Story auch noch so verschachtelt und verwirrend, daß nicht nur der doofe Lloyd nicht mehr durchblickt – wie ein Zombie geht man dann seine Wege ab in der Hoffnung das es wohl so stimmen wird… es prasseln stellenweise so viele undurchsichtige Halb-Informationen auf einen herab… da will man nur in eine warme zugeschürrte Jacke hinein und sich brüllend in einem gepolsterten Raum so richtig auszutoben um gemütlich zu rekapitulieren!

    KAMPFSYSTEM:
    Die vielen Kämpfe zu bestreiten ist ein echter Graus. Anstatt rundenweise gemütlich seine Befehle einzugeben ist Action angesagt. Mit seiner Spielfigur bewegt man sich “begrenzt” frei auf dem Kampfbildschirm und versucht die ebenfalls rumwandernden Gegner mit Schlägen zur Aufgabe zu bewegen. Da die verschiedensten Monster was dagegen haben, schlagen sie natürlich zurück – diesen Schaden kann man mit der Blocktaste abmildern.
    Was sich vielleicht auf dem Papier gut angehört hat, ist in der Praxis ein wildes durcheinander! Auf der Heldenseite gammeln meist vier Figuren rum und die fiesen Gegner sind auch nicht immer allein unterwegs. Die Nahkämpfer gehen auf Tuchfühlung während die Magier gleichzeitig ihr Effektfeuerwerk aus der Distanz ausführen – daraus resultiert ein wildes Chaos auf dem Bildschirm in dem leicht der wichtige Überblick verloren geht. In dem vergeblichen Versuch meine Combo-Zahl nach oben zu bringen, werde ich von den Gegnern beharkt, die auch beim rechtzeitigem Abwehren meinerseits ihren (abgeschwächten) Schaden erzielen. Ist man mal umringt, kann es passieren das auch Poppelgegner beträchtlichen Schaden anrichten…!
    Bei Zwischen- und Bossgegnern muss man doppelt aufpassen: Nicht nur das sie kräftig austeilen und übermächtige Sprüche draufhaben, sie haben auch unnatürlich viele Hitpoints… macht euch darauf gefasst, oft Continues zu benutzen, um diese mächtigen Backpfeifengesichter endgültig zur Strecke zu bringen.
    Die computergesteuerten Mitstreiter handeln mehr oder weniger intelligent, auch wenn sie früher oder später bei Bosskämpfen nutzlos auf den Boden liegen, was natürlich verheerend ist wenn z.B. der Heil-Input wegbleibt. Da hilft es nur noch Resurrection-, Health- und Mana-Items einzusetzen – nur damit die Gefährten Sekunden später wieder faul auf dem Boden liegen!
    Im ersten Drittel des Spiels werden euch jedenfalls die Boss-Monster schwer zusätzen – bis zu dem Punkt an dem die Heilerin Raine ordentliche und flächendeckende Heilsprüche und Wiederbelebungssprüche erlernt hat, dann flutscht es nur so dahin…!

    GAMEPLAY:
    Im japanischem Rollenspiel-Alttag nix neues. Man schlendert unmotiviert durch die bunte Oberwelt und versucht sich dabei an einer kleinen Karte zu orientieren. In Städten dringen wir ungeladen in Häusern ein um mit den dortigen Bewohnern zu plaudern – diese Kürbisköpfe scheinen es gewohnt zu sein, daß Heldengruppen uneingeladen in ihre Wohnungen einfallen und sie dümmlich anplaudern, denn sie quasseln (bzw. textboxen) fröhlich zurück. Item-Händler verkaufen Items. Waffenhändler verkaufen Waffen. Rüstungshändler verkaufen Rüstungen. Food-Verkäufer verkaufen… na.. Essen natürlich! Nichts weltbewegendes also…!
    Neben diversen Städten und Örtlichkeiten werden auch Dungeons besucht. Anfangs noch übersichtlich, klein und einfach – als ob ein Kleinkind die Ideen bei McDonalds auf eine Serviette gekritzelt hätte; mausern sich die monsterverseuchten Gewölbe zu knackigen Rätsel- und Versuchs-Orgien. Da war wohl bei Namco ein echter Saddist am Werk, der die armen ahnungslosen Spieler zu grotesken Hirnakrobatiken zwingen wollte.
    Übrigends sind auf der Oberwelt und in der Unterwelt die Monster sichtbar, sodaß ein gelegentliches Ausweichen der Kämpfe möglich ist – bei Feindberührung jedoch kommt es in einem sepperaten Schirm zur hektischen Auseinandersetzung; siehe dafür den Punkt “Kampfsystem” weiter oben…

    PARTY:
    Ein Haufen von eigenartigen Pappnasen hat sich Aufgemacht um die Welt zu retten – ausserdem sind alle so gekleidet, als ob sie frisch von einer miserablen Manga-Convention kommen…!
    -Als da wäre zuersteinmal die Hauptfigur Lloyd – ein aufrichtiger aber etwas einfälltiger Geselle. Der jugendliche Standart-Held wie so oft in solchen J-RPGs. Steht die meiste Zeit auf dem sprichwörtlichen Schlauch…!
    -Die sehr junge und reine Corlette mimmt in Tales of Symphonia die allseits beliebte Auserwählte. Auf ihren zärtlichen Schultern liegt das Schicksal der Welt – durch ihre ekelhafte Gutmütigkeit und penetranter Naivität schlängelt sie sich durch die Story…!
    -Der ewige Klugscheißer Genis nervt fortlaufend den armen Zocker vor dem Bildschirm mit doofen Sprüchen und Besserwisserei – es ist mir ein Rätsel warum er der beste Freund von unserem Helden ist!
    -Lehrerin Raine hingegen stellt den etwas erwachseneren Part der Abenteurergruppe dar. Sie ist eine Alte-Ruinen-und-Artefakte-Fetischistin und genauso wie ihr kleiner Bruder Genis ein alter Besserwisser – kaum auszuhalten sind die im Doppelpack!
    -Nicht zu vergessen wäre da auch noch Kratos, der mysteriöse Quoten-Krieger mit einem dunklen Geheimnis. Hilft zeitweise unserem Helden Lloyd und dem Rest der Gruppe mit Rat und Tat aus, bis er es sich einfach anders überlegt, die alte Hackfresse die…!
    -Die etwas tollpatschige Assassinin Sheena stellt durch ihre Unfähigkeit die Auserwählte zu liquidieren, ihren Berufsstand in kein gutes Licht…! Warum sie Colette töten will? Naja – sie hat halt ihre (geheimen) Gründe…! Ausserdem hat sie schöne große… äh… Augen! ^^
    -Der schmierige Zelos ist ein unverbesserlicher Schürzenjäger, der alles anmacht was auch nur einen Hauch Weiblichkeit besitzt. Er ist auch ein “Auserwählter” und nimmt sein Schicksal auf die leichte Schulter…!
    -Die kleine und wortkarge Presea gibt sich hingegen unnahbar. Ausserdem hat dieser Rotzlöffel ein Geheimniss das die Gruppe mit der Zeit lüften kann…!
    -Dann wäre da noch der verbrecherische Regal, der am Anfang versucht die Gruppe an ihrem Vorhaben zu hindern. Und auch er verbirgt, wie könnte es anders sein, ein dunkles Geheimnis!

    Fazit:
    Wir haben eine unpassende Präsentation, eine langatmige und später verworrene Story, ein nerviges Kampfsystem und unsympathische Helden. Zusammengewürfelt entsteht eben dieses “Tales of Symphonia”, was bisher mein erstes und einziges Spiel der “Tales of”-Reihe darstellt. Es kann sein das die anderen Vertreter mehr auf den Kasten haben, aber hab ich auch den Mut das herauszufinden?!?
    “ToS” will viel, schaffen tuts aber wenig richtig.

    WERTUNG:
    Wenn ich diesen japanischen Rollenspiel-Murks ehrlich benoten müsste, würde ich ein Zwischending von 2- und 3+ wählen. Und dabei sieht man es mal wieder; Tales of Symphonia kann sich nicht mal richtig in ein ordentliches Schulnotensystem einfügen…! Genau wie das Spiel selbst ist es nichts Ganzes und nichts Halbes…. weder Fisch noch Fleisch… weder Final Fantasy noch Dragon Quest…!
    Anders ausgedrückt: Ich vergebe 4 von 5 ausgerupften Engelsfedern plus eine Handvoll blonder Haarbüschel…!

    Euer masochistisch-veranlagter Messiah-77

    #1160360
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    OH-Ha, Messiah, ich hoffe dass du noch beide Füsse dran hast und fortan lieber öfters Fantasia schaust, kannst mich gerne dazu einladen, SO habe ich Disneys Machwerk noch nicht gesehen. :-P

    Ich hab mir die Zeit für deine “Warnung” genommen und konnte erst mal schlecht sortieren, um welches Tales of dingsda geht, gespielt habe ich nämlich keines und gleich aussehen tun sie auch noch alle, phu, gar nicht so einfach da was dazu sagen zu können… ;-)
    Aber wozu haben wir sonst die Maniacs, die die schonungslose Wahrheit aussprechen, im Gegensatz zur “Fachpresse” , die eh alles Lobt, solange die Bestechungsgelder stimmen! In diesem sinne, Messiah: Danke! ;-)

    #1160361
    Tomatenmann MofDTomatenmann MofD
    Teilnehmer

    Ich hab den Thread schon wieder vergessen XD…vielleicht sollte ich mal etwas über Bloodborne schreiben ^^ !

    Und nein aus der Sicht hab ich Symphonia auch noch nie gesehen ^^—aber zugebeben würde ich mir den Titel auch nicht noch mal antun…einfach zu riesig das Ding

    #1160362
    retroretro
    Teilnehmer

    Wenn es so weitergeht, schreibe ich noch was über FRN. Bin mittlerweile echt enttäuscht von dem Game.

    #1160363
    FlammussFlammuss
    Teilnehmer

    @Retro
    Was ist denn FRN?

    #1160364
    bitt0rbitt0r
    Teilnehmer

    frankreich

    #1160365
    MontyRunnerMontyRunner
    Teilnehmer

    Er meint Fast Racing Neo.
    Retro, das würde mich interessieren.

    #1160366
    retroretro
    Teilnehmer

    Genau, Fast Racing Neo.

    Ich habe es im gleichnamigen Thread schon geschrieben. Es wurde nicht das erwartete Spiel, dass ich mir erhofft hatte. Zu schnell (für mich), teilweise unfair, (noch) so einige Bugs, Gameplay. Auf der anderen Seite ist die Technik wirklich gut und ich finde es cool, das diese Art Spiel für eine Nintendo Konsole erschienen ist und den Großteil zufrieden stellen kann.

    Muss aber auch dazu sagen, dass ich allgemein schon lange nicht mehr der große Zocker bin. Meistens spiele ich Remakes auf dem 3DS, iPad oder die guten alten Rennspiele auf dem Saturn. Auch Indies haben bei mir den Vorrang gegenüber den großen, zeitintensiven Triple A Titeln.
    Also bevor ich mit FRN weiter hadere, spiele ich lieber eine gemütliche Runde Wave Race oder eben Sega Rally.

    Ich kann und mag mich nicht mehr so reinsteigern, krampfhaft immer und immer wieder ein Ziel erreichen zu müssen verdirbt mir den Spaß am Spiel.
    Heute spiele ich lieber flockig und rund, ich kann das spielen genießen. Und genau das fehlt mir bei FRN, es zaubert mir kein Lächeln aufs Gesicht. Eher ein eingefrorenes, wie manches mal der Bildschirm im MP Mode ;-)

    #1160367
    bitt0rbitt0r
    Teilnehmer

    retrofreak hätte gerne ein slow racing neo gehabt.

    #1160368
    retroretro
    Teilnehmer

    Genau :-)
    Was gemütliches für den Forums-Opa, der auch mit 60 fps Tränen in den Augen bekommt….

    #1160369
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    @Tomatenmann MofD

    Einen Verriss zu Bloodborne würde ich gerne lesen.

    #1160370
    FlammussFlammuss
    Teilnehmer

    @bitt0r&retro
    wenn schon, dann bitte ein HD Remake von Wipeout 1&2.

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