Schwierigkeitsgrad…der neuen Welt angepasst?
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Spitzpisser vor vor 14 years, 5 months aktualisiert.
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28. November 2011 um 22:21 #1027382
AnonymInaktiv@Zockernator:
Ok … *handreich* … manche Themen sind eben emotionaler als andere …Kleiner Hinweis, ich hab eben noch ein bischen editiert, was zeitgleich mit deinem Post einherging, an der Grundaussage hat sich nix geändert.

Dann gut Nacht, Officer! *schnell weitergeht*
28. November 2011 um 22:58 #1027383
AnonymInaktivHehe! *hand schüttel*

Zum Thema: Da fällt mir ein Podcast der “Spieleveteranen” ein. Dort wurde über ein altes Prügelspiel berichtet, bei dem man den Endgegner nicht besiegen konnte, da dem Programmierer nicht mehr genügend Speicher für die Animationen zur Verfügung stand. Hardware ausgereizt, aber Spiel leider nicht fertiggestellt (dennoch veröffentlicht). Das nenne ich dann mal einen Schwierigkeitsgrad, der nicht zu toppen ist und selbst von den größten Hardcorezockern als zu viel bezeichnet werden dürfte. Sachen gibt’s!
28. November 2011 um 23:25 #1027384
tetsuo01TeilnehmerWas Facebook betrifft, ich habe einfach keine Lust ein Spiel zu spielen bei dem ich in Wahrheit nur Werbeträger bin. Jedesmal wenn einer mitspielt nach einer Aufforderung eines friends klingelt bei Farmville die Kasse.
Hier ist nicht das Spiel das Produkt sondern derjenige der es spielt.
Hinter der Fassade von Facebook verbirgt sich ein Konglomerat aus purer Werbung. Das ganze ist geschickt verpackt hinter einer Socialmasche. Die soziale Idee hinter Facebook ist genial, traurig ist nur wie sie von Großkapitalisten ausgebeutet wird.29. November 2011 um 7:42 #1027385
captain carotTeilnehmer@tetsuo: Der größte Kapitalist ist hier der Erfinder.
29. November 2011 um 11:33 #1027386
AnonymInaktivVielleicht ist aber auch der “Ehrgeiz” der Entwickler etwas Schuld an den allgemein immer einfacher gehaltenen Schwierigkeitsgeraden.
So eine Entwicklung kostet heute nicht nur verdammt viel Kohle, aber heute wie damals steckt von vielen Beteiligten auch viel Herzblut in einem Spiel und vor allem der Geschichte.
Aus eigener Erfahrung mit selbstgeschriebenen Pen’N’Paper RPG Abenteuern weiß ich, dass der Spagat recht schwer ist den Spielern ein forderndes Abenteuer zu machen und auf der anderen Seite auch die ganze Geschichte, die man erzählen möchte, auch durch das ganze Abenteuer zu bekommen. “Bestraft” man jetzt seine Spieler für einige dumme aber für alle spaßige Aktionen in einem Kampf, der sie aber auch mehr ausgelaugt hat, als eigentlich nötig, mit einem Kampf den vielleicht nicht alle überleben oder verzichtet man auf einen Teil der Story, der damit einhergegangen wäre?Andererseits sind es vielleicht auch die Verkaufszahlen, die wollen, dass möglichst viele Spieler ein Game durchbekommen, denn wer kauft sich schon den Nachfolger zu einem Spiel, dass er nicht geschafft hat und somit das Ende nicht kennt? Wie viel Sinn macht dann die Story vom neuen Teil?
Edit:
@Zockernator:
Bei den unschlagbaren Spielen fallen mir spontan diese LED-Games ein, die quasi endlos zu Spielen waren und bei denen der Ablauf immer schneller wurde. So ein “Autorennen” war damals meine Einstiegsdroge …29. November 2011 um 14:11 #1027387
SpacemoonkeyTeilnehmeralso mir persönlich gefällt es am besten wenn man richtig viele schwierigkeitgrade in kleinen abstufungen zur verfügung hat. dabei solte man am besten so hoch stellen können dass man immer einen über hat den man kaum noch schafft. ich bin zb mit vanquish und ninja gaiden sigma 2 sehr glücklich. bei beiden spielen habe ich einen schwierigkeitsgrad freigeschaltet bei dem ich nicht unbedingt sehe dass ich den jemals komplett schaffe. das tolle ist obwohl ich das gesamte spiel gesehen habe habe ich immer noch eine herausforderung wenn mir danach ist
29. November 2011 um 14:49 #1027388
LofwyrTeilnehmercaptain carot wrote:@Lofwyr: Dann fallen Tetris und Super Mairo ja eigentlich unter Casual.
Das ist genau der Punkt.
Was “gute Spieler” betrifft habe ich auch noch was. Bei einem der Tests zu Hydo Thunder auf dem Dreamcast wurde geschrieben das das Spiel sehr schwer sei und man nach der Hälfte des Spiels Probleme hätte weiter zu kommen. Ich hab mir dann gedacht das da ja nur Luschen in der Redaktion hocken weil ich erst bei der letzten Strecke zu kämpfen hatte. Alles relativ wie man sieht.
29. November 2011 um 15:37 #1027389
OnimushaTeilnehmer@ marc
also ich kauf mir das worauf ich Bock habe, da sind schwere und leichte Spiele dabei. Amliebsten hab ich aber schwere Spiele.
Beispiel: Cod ist leicht, ich kauf es aber weil ich Lust dazu habe.
Beispiel: DMC an sich schwer, macht aber sau viel Spaß
Die Gewinnschiene muss gefaheren werden, das ist mir klar, teilweise für mich aber zu Kosten des Spielerlebnisses.
Bsp.: Cod Reihe ab Teil 5 (World at war) stark zurückfahrende Schwierigkeit
29. November 2011 um 23:42 #1027390
Kuruno_86TeilnehmerMan, in letzter Zeit bin ich immer so selten online und konnte deshalb den Thread auch kaum verfolgen.
Aber was ich bis jetzt gesehen habe macht mich iwie traurig. Ich dacht es geht um den Schwierigkeitsgrad. Ein unglaublich weites Feld für Diskusionen eigentlich aber anscheinend sind irgendwelche Hakenkreuze wichtiger als das.@Terror: Schade wie dein Thread ausgegangen ist aber vlt. wird es ja noch was.
P.S. Mit Bioshock hast du absolut recht. Auch ich frage mich wie viel besser die beiden Games auf Schwer wohl gewesen wären.
Leider fehlt mir die Zeit das persönlich raus zu finden.30. November 2011 um 3:43 #1027391
Black KaindarTeilnehmerIst sicherlich ein schwieriges Thema (höhö), ich kann aber beide Lager in ihren Ansätzen verstehn.
Man merkt denke ich in so vielen Sachen, dass die Welt sich halt immer schneller dreht. Alles wird irgendwie hektischer, wir sind schneller und öfter gefordert und müssen auch öfter und schneller erreichbar sein. Das powert natürlich auch schneller aus und wir suchen somit auch immer öfter und schneller nach Möglichkeiten zum “auftanken” bzw. positiven Erlebnissen. Vieleicht auch ein Effekt den wir momentan in einem Großteil der Videospielindustrie mitbekommen, schneller und angenehmer zum Ziel kommen und dabei noch nett unterhalten. An sich ja nichts Verwerfliches und zum Teil für mich sogar nachvollziehbar. Auch ich habe bisher mit Freude und ja das gestehe ich hier offen, mit Spaß die Solokampagnen von Modern Warfare 1,2 und Black Ops durchgespielt und das auf mittlerem Schwierigkeitsgrad. Hier habe ich auch genau das bekommen was ich wollte, kurzweilige Unterhaltung, ne Menge Action und viele kleine Erfolgserlebnisse in wohldosierten Reihenfolgen.
Auf der anderen Seite gibt es da jedoch dann auch die Spiele in die ich mich reinknien möchte. Ich möchte die Welt erleben, sie entdecken und nach Möglichkeit für den Aufwand den ich dort stundenlang betreibe auch belohnt werden. Das waren zum Beispiel Bioshock, Fallout 3 oder aktuell Dark Souls. Und gerade bei letzterem ist mir beim Zocken nochmal bewusst geworden was mich damals in den Anfängen meiner Videospielvita so faziniert hat. Es war das Tüfteln und Ausprobieren von Laufwegen, Taktiken bei Endbossen, das Erforschen von Fremden Orten die nirgends vermerkt sind um letzten Endes dann dafür belohnt zu werden.
In der Psychologie würden man hier von einem Belohnungsaufschub sprechen, also das Verzichten auf eine (eher anstrengungslose) Belohnung zu Gunsten einer größeren Belohnung, welche jedoch mehr Zeit und Aufwand in Anspruch nehmen würde. Und wie eben Eingangs erwähnt oder Kuruno über mir ist es eben genau diese Zeit die uns immer mehr fehlt. Daher denke ich greifen viele Zocker (ich ja auch wie bei MW zb.) zu eher einfacheren, schnell und leicht zugänglicheren Spielen in der Hoffnug auf eine schnelle Belohnung.
Früher haben wir halt noch mehr Zeit in die Spiele investiert und das Gefühl der Belohung einen Boss nach dem 25443zigsten Anlauf endlich besiegt zu haben wirkte nach der Zeit und der Anstrengung natürlich viel intensiver und länger als das was in vielen Spielen heute nach 1-2 Versuchen schon geklappt hat.
Ich weiß wovon ich rede, ich habe diese wenigen, dafür jedoch viel intensiveren Erlebnisse wieder in Dark Souls erlebt und einen besiegter Zwischengegner in Dark Souls feier ich zig mal mehr als ein abgeschlossenes Level bei MW! Allerdings sind diese Erfolge sehr zeitaufwendig, was sich spätestens bei der nächsten Klausurphase mal wieder rächen wird ;-P. Im sozialen Kontext haben daher beide Spiele, die Einfachen und die Schweren ihre Vor- und Nachteile. Ob es nun einem wichtiger ist schnelle Erfolge zu feiern oder mehr Zeit und/oder Anstrengung aufzubringen und dafür “intensiver” belohnt zu werden ist letzten Endes nicht so wichtig so lange man gut dabei unterhalten wird.Zum Schluss noch einen interessanten Text den ich zum Thema Belohnungsaufschub bei Wiki gefunden habe:
Ein bekanntes Experiment zu Impulskontrolle und Belohnungsaufschub wurde in den 1960er Jahren durch Walter Mischel durchgeführt und ist als Marshmallow-Test vor allem durch Daniel Golemans Buch “Emotionale Intelligenz” bekannt geworden. Dabei bekamen 4-jährige Kinder ein Marshmallow (Süßigkeit) sofort und wurden vor die Wahl gestellt es entweder gleich zu essen oder ein zweites zu bekommen, wenn sie einige Minuten warten konnten, ohne das erste Marshmallow zu essen. In einer Längsschnittstudie fand Mischel später heraus, dass die Fähigkeit zu Impulskontrolle bzw. Belohnungsaufschub ein verlässlicher Indikator für späteren akademischen Erfolg und eine Reihe von positiven Persönlichkeitseigenschaften ist.
Vor allem der Teil mit den positiven Persönlichkeitseigenschaften bringt mich, wenn ich an das Thema online Zocken denke, zu der Annahme, dass die vielen Beleidungen die ich da schon erleben durfte (4 Jahre Starcraft Battle-Net und ich hatte mehr Beleidigungen gesammelt als 1 Jahr bei 4players) daher kommen, dass die Ganzen Nasen auf der Suche nach dem schnellen Erfolg waren! Denn weiter steht in diesem Artikel noch:
Die Fähigkeit zum Belohnungsaufschub und die damit einhergehende Erwartung einer Belohnung steht dem allgemeinsprachlichen Begriff der Hoffnung nahe. Daher kann man den Begriff Hoffnungslosigkeit auch im Zusammenhang mit Frustrationen und situationsbedingt verminderter Fähigkeit zum Belohnungsaufschub verstehen.
Hierbei besonders den letzten Absatz mit “verminderter Fähigkeit zum Belohnungsaufschub” beachten
!6. Dezember 2011 um 16:44 #1027392
SpitzpisserTeilnehmerIch bin erst gerade auf den Thread gestossen. Daher bin ich nicht ganz auf dem laufenden hier.
Das auch unerfahrene Zocker ein ansonsten bockschweres Spiel mal bis zum Schluss spielen können ist ok, es dürfen aber jene die so richtig ranngenommen werden wollen nicht zu kurz kommen.
Daher fände ich es sinnvoll, wenn Zocker auf leichten Schwierigkeitsgraden auch nur das halbe Ende, oder ein abgewandeltes als die Profis zu sehen bekommen, was auch motivieren würde das Spiel auf einem schwierigeren Modus nochmal durch zu spielen.
Das ganze müsste sich ebenso in den Trophies niederschlagen.Das wurde schon früher zu 2D Zeiten oft so gemacht was das Ende betrifft.
6. Dezember 2011 um 16:49 #1027393
schnitzelTeilnehmerSpitzpisser wrote:Das wurde schon früher zu 2D Zeiten oft so gemacht was das Ende betrifft.Bestes Beispiel: Castle of Illusion (Master System/Mega Drive)
6. Dezember 2011 um 17:31 #1027394
captain carotTeilnehmerNein danke. Das hat mich bei Castlevania 64 zur Weißglut gebracht.
6. Dezember 2011 um 18:36 #1027395
AnonymInaktiv@Spitzpisser:
Meintewegen, bei den Trophäen geb ich Dir recht. Aber wieso sollte ich für ein Spiel denn genau so viel bezahlen wie Du, wenn ich nur einen Teil bekomme, weil ich auf einem niedrigeren Schwierigkeitsgrad spiele?Aber mir da etwas eingefallen, was ich schon ganz verdrängt hatte, quasi die ultimative Herausforderung an Alle, bei denen Spiele besonders frustig sein sollen, weil sie das anspornt:
Kauft Euch WoW, Levelt Euch hoch in den Endcontent und geht dann – und zwar ausschließlich – über den Dungeonfinder in Inis (Gruppen-Dungeons). Wenn Ihr da nicht frustriert nach dem dritten Mal in Folge die Schnautze gestrichen voll habt, dann weiß ich auch nicht …
6. Dezember 2011 um 19:39 #1027396
SpitzpisserTeilnehmerNightrain wrote:@Spitzpisser:
Meintewegen, bei den Trophäen geb ich Dir recht. Aber wieso sollte ich für ein Spiel denn genau so viel bezahlen wie Du, wenn ich nur einen Teil bekomme, weil ich auf einem niedrigeren Schwierigkeitsgrad spiele?Aber mir da etwas eingefallen, was ich schon ganz verdrängt hatte, quasi die ultimative Herausforderung an Alle, bei denen Spiele besonders frustig sein sollen, weil sie das anspornt:
Kauft Euch WoW, Levelt Euch hoch in den Endcontent und geht dann – und zwar ausschließlich – über den Dungeonfinder in Inis (Gruppen-Dungeons). Wenn Ihr da nicht frustriert nach dem dritten Mal in Folge die Schnautze gestrichen voll habt, dann weiß ich auch nicht …
Ich sehe das etwas anders. Und kann da aus eigener Erfahrung sprechen, schliesslich hat jeder mal mit dem Zocken angefangen der hier postet. Du hast ja die Möglichkeit das selbe Ende zu sehen wie ich, nur musst Du Dich an einen höheren Schwierigkeitsgrad wagen. Und ich für meinen Teil will das echte Ende sehen, also kämpf ich mich auch durch Himmel und Hölle wenns sein muss. Ich finde es gar nicht so schlecht, dass Zocker die durch die Hölle gehen auch entsprechend belohnt werden.
Und es ist sicherlich die bessere Methode als das Spiel so zu programmieren, dass es sich quasi von selbst spielt, was am aktuellen GoW3 bestens zu sehen ist. Teil 2 war nämlich bereits auf Normal recht knackig, jetzt muss man den Schwierigkeitsgrad massiv nach oben schrauben um etwas gefordert zu werden.
Herausforderungen motivieren, meine ich, und entlocken dem Spieler so auch immer bessere Spielkünste. Auch dass kann ich aus eigener Sicht bestens nachvollziehen. Im CoDMW3 Multyplayer sah ich anfangs keinen Stich, weil ichh erstmals mit diesem Titel anfing online zu zocken. Aber es motivierte mich ungemein zu sehen das ich mit jedem Spiel imer besser werde und im Level aufsteige. Mittlerweile bin ich zwar noch vom Vollprofi weit entfernt, aber so mancher muss sich warm anziehen….bin etwas abgeschweift sorry…
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