Videospielzeitschriften- Der offizielle Thread

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  • #1158020
    Max SnakeMax Snake
    Teilnehmer

    So kann man das auch schreiben, wie Martin Gaksch erzählt bei der Spielvitarane – Podcast.

    #1158021
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Die Crux dabei ist, dass die Generation Internet sowieso der Meinung ist, alles gratis haben zu müssen, was man nicht anfassen kann. So auch Infos u. Co.

    Bei den Zeitungen, sogar Gratiszeitungen ist zudem zusehends feststellbar, dass die Branche künstlich Probleme hochstilisiert und den Lesern quasi die Themen, die sie zu interessieren und die Fragen, die sie zu stellen haben, in den Mund legt. Ich nenn sowas Suggestiv-Journalismus.
    Damit soll doch einfach versucht werden, der Branche mehr Auftrieb zu verleihen, denn die lebt nunmal von Bad News und Skandalen. Da wird schon mal aus einer Mücke ein Mastodon im Neglige gemacht oder so.
    Leider stehlen sich Journalisten, nachdem sie den Schaden angerichtet haben, gerne sofort aus der Verantwortung.

    Videospielzeitschriften dürftens da Natur gemäss schwerer haben, auch wenn man manchmal auch da Tendenzen erkennen kann, Themen in eine gewisse Richtung zu pushen.
    Leider ist nüchterner Journalismus eine trockene Angelegenheit und lockt leider keine Leser an. Die Frage ist jetzt, welche Magazine die beste Balance hinkriegen, aus Zugeständnissen an den Hype- und Sensationsjournalismus sowie gut gemachten Berichten und Hintergrundreportagen.
    Erschwerend kommt hinzu, dass die Zeitschriften dank speziellen Agreements in der Geiselhaft der Entwickler sind, die zusehends die Abhängigkeit der Schreiberlinge ausnutzt und die Branche für ihre Zwecke instrumentalisiert.

    Eigentlich sollte sich die Branche zusammensetzen und gemeinsam gegen dieses Diktat vorgehen. Doch wird man sich das wohl kaum trauen, angesichts der fragilen Situation.

    Wirklich rosig siehts demnach nicht aus. :-/

    #1158022
    IceWilliamsIceWilliams
    Teilnehmer

    Das trifft aber nicht nur die videospielzeitschriften, das Internet bereitet wohl die meisten Branchen. Die Bild hat zb ca 2 Millionen Leser zwischen 1998 und 2012 verloren….
    Das einzig halbwegs ” positive”: früher hatte ich pro Monat ca 10 Zeitschriften regelmäßig gekauft und dafür bestimmt 50 Euro monatlich ausgegeben.
    heute gibt’s davon nur noch 3, und dann noch 2 die nur alle 3 Monate erscheinen….

    #1158023
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Das Problem im Spielemagazinbereich ist, dass es die Sparte am extremsten getroffen hat, dann EDV allgemein und Unterhaltungselektronik. Die Gründe für die Unterschiede sind vielschichtig, die Demographie der Leserschaft spielt hier halt auch sehr stark rein.

    Wenn man sich aber vor Augen führt, dass die verbliebenen Hefte trotz Heftsterben und damit weniger Printkonkurrenz seit 2000 i.d.R. einen um 60-80% niedrigere Abverkauf vorweisen ist die Entwicklung hier eben besonders heftig, es werden effektiv auch weitere Hefte eingestellt werden, weil sich der Trend nicht ändert und dass Printhefte ihre Onlinepräsenz ausbauen ist für sie bitter nötig, verschärft den Trend aber noch weiter.

    Wenn man sich das Diagramm von der Vorseite für die Computerblöd Spiele anschaut, dann sieht man bis Ende 2013 noch gute 100.000 von vormals einer knappen dreiviertel Million. Bleibt die aktuelle Entwicklung erhalten, dann liegt das auflagenstärkste Heft spätestens Ende 2015 wohl um 75.000, ein Rückgang von stolzen 90%.
    Andere Hefte werden bis Ende nächsten Jahres unter die kritische Marke gefallen sein und eingestellt werden.

    Die Xbox Games liegt man z.B. mittlerweile generell unter 10.000 Heften, teilweise wurden wohl nicht mal 6.000 erreicht, Abwicklung absehbar.

    Der ehemalige Klassenprimus PC Games hat mittlerweile um 40.000 Hefte vorzuweisen. Vor 15 Jahren steckte nur mal zum Vergleich die Fun Generation mit 30.000 Heften in einer tiefen Krise. Und in diesem Fall wurde auch vor einiger Zeit mit der PC Action ein Schwesterheft eingestellt. Davon hat die PC Games genau gar nicht profitiert.

    Die Play 4 kann auf den ersten Blick ein Wachstum vorweisen. Vergleicht man aber die Play 4 mit Play 3 2007/2008, dann verkauft sich das Heft nicht mehr halb so gut. Obwohl die PS4 erheblich besser läuft als die PS3 anfangs.

    Vergleicht man das mal mit der Blödzeitung, die ja auch noch besonders stark mit Auflagenrückgängen zu kämpfen hat, dann herrschen anderswo also fast schon paradiesische Zustände.
    Beispiel Rheinische Post als eine der größten Regionalzeitungen: Höchststand um 2000 mit 410.000, heute 320.000. Und das wohlgemerkt ohne massives Zeitungssterben, wie wir das im Videospielbereich erleben.
    GamePro 2007 zu 2014 von 47.000 auf nicht mal 17.000.

    #1158024
    rvnrvn
    Moderator

    Ist Print für euch überhaupt noch das richtige Medium für die Berichterstattung über Videospiele? Ich bin mir da noch relativ unschlüssig. Einerseits schmöker ich gerne in Zeitschriften und les in Ruhe etwas, aber andererseits gibt es gerade durch das Internet und die Videoplattformen enorme Möglichkeiten, einen Test oder eine Kolumne viel unterhaltsamer zu gestalten und vorallem das Spiel viel besser zu präsentieren, als durch einen schlecht aufgelösten, postkartengroßen Screenshot.

    #1158025
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Ernsthaft? Was die Präsi angeht, die meisten Screenshots sind ja nicht mal Postkartengroß. Alleine bei der Präsi haben Printmagazine also mittlerweile das Nachsehen.
    Was Tests angeht, alleine schon die ganzen NDA’s sorgen mittlerweile dafür, dass ein Printtest mittlerweile meist das letzte ist, was ich lese. Bedeutet damit auch, ich weiß i.d.R. schon alles, was ich wissen muss. Von News ganz zu schweigen.

    Das größere Problem für mich ist, es gibt eigentlich kaum was, das meinen Qualitätsansprüchen in gedruckter Form noch wirklich gerecht wird. Online ist da sogar eher mehr zu finden. Durchaus auch wirtschaftlich bedingt, die Printmagazine mit Anspruch haben einen kleineren Kundenkreis.

    Dazu kommt ganz nebenbei noch was anderes. Ich hab genug Spielerfahrung um selber zu wissen, was mir gefällt. Ergo wusste ich z.B. auch schon lange vor den ersten Tests, dass mich bspw. Forza Horizon 2 weit mehr anspricht als Drive Club.

    Ebenso weiß ich, dass mich bei Advanced Warfare der SP nur dann ansprechen würde, wenn CoD endlich mal eine brauchbare KI hätte. Ebenso kann ich bei AC Unity sagen, dass mir das Assassins Creed Basiskonzept langsam am Arsch vorbei geht. So ganz ohne Test.

    Kurzum, verglichen mit vor 15 Jahren hat sich sowohl das Angebot wie auch mein Bedarf massiv geändert, es gäbe wohl eh keinen Weg mehr dahin, dass ich nochmal so viele Printmedien wie früher kaufe.

    #1158026
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Nein, genau das Gegenteil ist der Fall. Während ich im Netz mit Spoilern und Videos zugeschissen werde, bis ich keine Lust mehr auf das Game habe (Watchdogs und Co.), bin ich für eine dosierte Berichterstattung eigentlich dankbar.
    Ich lese 10mal lieber einen Test, als mich mit Videos zuzudröhnen, das nimmt dem ganzen die Magie der Vorfreude. Hätte ich also die Wahl, dann eher Print. Aber in der schnelllebigen Gesellschaft eine totale Utopie.
    Was ich am Netz schätze, ist der Austausch mit meinesgleichen, was mir ebenfalls sehr wichtig geworden ist. Gerade bei der Beurteilung von Spielen. Aber um mich anzuheizen, empfinde ich den Mix in den Magazinen am ausgewogensten.

    Dass das freilich die meisten nicht so sehen werden, kann ich auch nachvollziehen.

    #1158027
    Max SnakeMax Snake
    Teilnehmer

    Kommt von an welche Magazin sich holt. Seit in der Jugend lese gern Magazin und zum unterwegs lesen anstatt immer im Internet Dschungel durch suchen.

    #1158028
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer
    Quote:
    Nein, genau das Gegenteil ist der Fall. Während ich im Netz mit Spoilern und Videos zugeschissen werde, bis ich keine Lust mehr auf das Game habe (Watchdogs und Co.), bin ich für eine dosierte Berichterstattung eigentlich dankbar.

    Seh ich z.B. absolut nicht so. Das aktuelle Alien Spiel werd ich mir z.B. früher oder später eh holen. Da ich da im Netz nicht jeden Mist angeklickt hab hat mich das M! Games Preview mindestens so sehr gespoilert wie Onlinepreviews.

    Mal abgesehen davon, dass man im Golden Age of Print ebenso Informationsoverkill haben konnte.

    #1158029
    Red XIIIRed XIII
    Teilnehmer
    captain carot wrote:

    @RED: Ich denk da aktuell etwa an die Elektrospieler. Als Printmagazin find ich die nirgends mehr.

    Stimmt ja; die Elektrospieler gibts auch noch.
    Der Zeitschriften-/Bücherhändler vom nahegelegenen Bahnhof hat dieses Magazin (noch?) im Sortiment.

    #1158030
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Mal abgesehen davon, dass man im Golden Age of Print ebenso Informationsoverkill haben konnte.

    Verglichen mit heute wohl ein schlechter Scherz, was? Wo ich früher jedes Fitzelchen zu einem neuen Zelda setziert habe und die Infos aufsog, da eben rar gesät, kann man sich der Überpräsenz kaum noch erwehren. Und ja, ich klick auch mehrheitlich auf kaum einen Trailer. Trotzdem kriegt mans von früh bis spät unter die Nase gerieben.

    Bei mir tut sich die Branche damit keinen Gefallen. Aber das ist nicht Sache der Redakteure, sondern der Publisher.

    Eine gute Werbekampagne heisst nicht überall zig Trailer raushauen, aber das verstehen wohl die meisten Publisher halt mMn falsch. Und wundern sich dann, warum das Interesse an Neuerscheinungen so schnell abflaut.

    Aber wie bei allem gibts eben auch Beispiele, die aufzeigen, dass die richtige Dosierung sehr wohl funktionieren kann. The Evil Within zähle ich mal eher zu den weniger geglückten Beispielen, das neue Silent Hill hingegen schon eher, zumindest im jetzigen Stadium. Bis zum Release kann sich das noch ändern.
    Kojima macht das mMn eigentlich verdammt gut. Liefert soviel, dass man gerade genug weiss, dass man mehr erfahren möchte.

    #1158031
    Red XIIIRed XIII
    Teilnehmer

    Hier mal wieder eine Videospiel-Printwerbung für das erste GTA auf der PSone.
    Gefunden in der Fun Generation 12-97.

    15517964828_2b66cfca0e_c.jpg

    #1158032
    Red XIIIRed XIII
    Teilnehmer

    Rival Schools war für mich eines der unterhaltsamsten Capcom-Prügler der PSone-Zeit.
    Doch bis auf eine Fortsetzung für Dreamcast tat sich dann nichts mehr.
    Letztes Lebenszeichen: Ein Gastauftritt von Batsu in Tatsunoko vs. Capcom (Wii).

    Hier die Rival Schools Werbeanzeige aus der Fun Generation 1-99:

    14654601525_692939f98f_c.jpg

    #1158033
    IceWilliamsIceWilliams
    Teilnehmer

    Neue retro Gamer im Handel erhältlich.

    http://www.emedia.de/startseite-emedia/retro-gamer-1/2015/150/30/1461/

    Wieder recht Heimcomputer lastig, aber auch großes N64 Special. Also kaufen :-)

    #1158034
    Red XIIIRed XIII
    Teilnehmer

    Hab´ ich mir schon am Samstag besorgt, zusammen mit der M!Games.
    Werde mich kommende Woche darum kümmern. Versprochen. Ehrlich! ;-)

    Neben dem N64-Special (Top 25-Spiele) gibt es auch noch andere mehrseitige Berichte:
    Jeweils acht Seiten über die Elder Scrolls-Serie; die Rampage-Reihe oder die Driver-Games.
    Auf zehn Seiten gibt es ein Fussball-Special und gar zwölf Seiten für die schwersten Spiele aller Zeiten.
    Weitere Themen: Interaktive Filme; der Atari Lynx; Yie Air Kung Fu oder die Tony Hawks Skateboarding-Reihe.

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