Who criticizes the critics? Spieletester vs. Netzgemeinde.
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captain carot vor vor 13 years, 2 months aktualisiert.
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29. Januar 2013 um 14:25 #1106984
LofwyrTeilnehmergreenwade wrote:kannst du mal ein par beispiele in dem zusammenhang nennen. also spiele die dir besonders gut gefallen?
Halo, Battlefield Bad Company, Spec Ops The Line, Frontlines Fuel of War.
Das mögen zwar nicht solche Storymonster sein wie z. B. Bioshock aber trotzdem haben mir die Spiele auch abseits der Action gefallen.
Es kommt halt immer auf den Zusammenhang an. ich mag auch Hirn-aus-Shooter. Black gehört zum besten in dem Bereich und da weiß ich bis heute nicht worum es ging. Wenn ich aber immer wieder eine dämliche Geschichte reingedrückt bekommen und das auch noch schlecht, dann ist eine Abwertung durchaus mal gerechtfertigt.
29. Januar 2013 um 15:14 #1106985
captain carotTeilnehmerErstmal, die Sache mit der Objektivität von Wertungen ist eh immer ein heißes Eisen. Das fängt aber nicht bei der Gesamtwertung sondern bereits bei Dingen wie Grafik oder Sound an. Bewertet man da nur die Technik, was objektiv durchaus möglich ist oder bewerte ich den Grafikstil mit? Gerade ausgefallenere Stilrichtungen sind aber nicht objektiv bewertbar. Spiele wie Mirror´s Edge oder El Shaddai sind stilistisch mehr oder weniger eigen. Das kann gefallen, muss aber eben überhaupt nicht.
Auch bei Halo gibt es bis heute fleißig Diskussionen um gute oder schlechte Grafik, die sich zu einem sehr großen Teil auf´s Design beziehen.Musikuntermalung ist auch nicht immer einfach bewertbar. Bei Soundeffekten oder Sprachausgabe ist das wieder deutlich einfacher möglich.
Dann die finale Wertung. Spielspaßwertung? Spielspaß ist eigentlich zwangsläufig sehr subjektiv. Spätestens an dem Punkt wird es verdammt schwierig. Das nächste PES mag für ein Fußballspiel herausragend gut werden. Deswegen kann ich aber schlecht eine Wertung für den Spaßfaktor auf mich ummünzen. Ich mag in diesem Fall überhaupt keine Sportspiele, also kann ich eine Meinung zu PES eh nicht auf mich ummünzen, selbst wenn sie völlig objektiv wäre.
Auf der anderen Seite kann sich auch ein Tester nicht völlig von subjektiven Meinungen frei machen. Unter anderem wird das sehr oft bei Meinungskästen klar. So etwas spiegelt sich aber auch in Wertungen wieder. Ganz besonders, wenn ein Spiel nur von einem Journalisten getestet wird.
Eigentlich stehen Diskussionen zu Wertungen damit eh auf leicht wackeligen Füßen. Leider schwingt der ein oder andere Tester aber auch gerne mal die Unfehlbarkeitskeule, ich hab es als super bewertet, also hat es jedem zu gefallen.
Ganz beliebt ist auch eine Bezeichnung als Must Have. Auch das erweckt den Anschein, als ob ein bestimmtes Spiel auf jeden Fall für alle geeignet sei.
So ganz nebenbei übrigens auch mal Danke für die Posts von ‘offizieller’ Seite. Da könnte gerne auch mehr kommen.
29. Januar 2013 um 16:38 #1106986
SpacemoonkeyTeilnehmerich verlasse mich eigentlich nur noch dann auf tests wenn ich meine den tester gut genug zu kennen und sich sein geschmack einigermaßen mit meinem deckt. darum höre ich mir auch so gerne die m!casts an. man lernt die geschmäcker der redaktion einfach etwas besser kennen. manchmal erfährt man dort auch unter welchem schwierigkeitsgrad getestet wurde was für mich persönlich sehr wichtig ist. ich nehme keinen test zu einem actionspiel ernst wenn für diesen ein schwierigkeitsgrad gewählt wurde für den ich kaum auf den bildschirm gucken muss. ich glaube das war zb beim m! test zu god of war 3 so. das soll jetzt keine kritik sein. will damit nur sagen dass man auch selber gucken muss ob ein test zu einem passt. blind vertrauen sollte man keinem test
29. Januar 2013 um 19:37 #1106988
greenwadeTeilnehmerLofwyr wrote:greenwade schrieb:kannst du mal ein par beispiele in dem zusammenhang nennen. also spiele die dir besonders gut gefallen?
Halo, Battlefield Bad Company, Spec Ops The Line, Frontlines Fuel of War.
Das mögen zwar nicht solche Storymonster sein wie z. B. Bioshock aber trotzdem haben mir die Spiele auch abseits der Action gefallen.
Es kommt halt immer auf den Zusammenhang an. ich mag auch Hirn-aus-Shooter. Black gehört zum besten in dem Bereich und da weiß ich bis heute nicht worum es ging. Wenn ich aber immer wieder eine dämliche Geschichte reingedrückt bekommen und das auch noch schlecht, dann ist eine Abwertung durchaus mal gerechtfertigt.
wenn die stroy nicht weg gedrückt werden kann ist das auf jeden fall eine abwertung wert.
29. Januar 2013 um 23:43 #1106990
WichtgestaltTeilnehmer@Sil3ntChill:
Respekt! Dein Kommentar hätte auch gut als eigenständiger Beitrag auf der Hauptseite stehen können.
Jetzt kann mein Kommentar ja nur noch abstinken, aber hey, es muss auch Antonio Salieris geben^^
Für mich gibt es im Prinzip zwei unterschiedliche Arten von Tests.
Zum einen die objektiven:
Diese lese ich sehr gerne in Artikeln wie der M!Games oder der consul.plus. Ich verfolge beide Mags schon länger und behaupte einfach mal mir eine Meinung darüber bilden zu können, welche Autor ungefähr einen ähnlichen Geschmack wie ich hat (Michael Herde FTW!). Die Test-Berichte sind ein netter Anhaltspunkt. Da ich aber nur sehr, sehr wenige Titel mir direkt zum Start hole, sind mir persönlich Meinungen anderer Spieler, die ich im Idealfall auch im RL kenne wesentlich wichtiger.
Auf der anderen Seite die subjektiven Tests:
Die verfolge ich sehr gerne, auch wenn die meisten Guten nur in englischer Sprache verfügbar sind. Jim Sterling mit seiner Jimquisition wäre hier zu nennen, aber auch ein Yahtzee mit Zero Punction. Während aber ersterer es meist schafft auch meinen Geschmack zu treffen, ist es doch Yahtzees Ziel Spiele möglichst schlecht dastehen zu lassen um dann drüber laut zu fluchen. Erster kann mich dazu bewegen, ein Spiel zu kaufen, während der letztgenannte allein zu Unterhaltungszwecken geschaut wird.
Ein weiteres Phänomen, welches mir in letzter Zeit verstärkt aufgefallen ist, ist, dass Spiele unter 70% gerne als schlecht dargestellt werden. Dies stimmt einfach nicht! Auch eine 7X% Perle im JRPG-Bereich kann für Fans mehr bieten als ein 9X%-Half-Life 2. Die Erwartungen an aktuelle Games sind einfach zu hoch. Dies geschieht durch die allgemeine Einordnung von Spielen. Ein 90% wie Uncharted 2 läßt sich schlecht mit einem 90% wie Killzone 2 vergleichen.Auch wenn heute immer mehr Spiele Elemente aus anderen Genres enthalten, wäre ich sehr dafür, wenn da mehr diffierenziert würde.
Leider gibt es momentan nur noch 2 Print-Mags, denen ich vertraue und noch 2 bis 3 Online-Redakteure, die ich ähnlich hoch einschätze.
Von daher kann ich zumindest hier im Forum die Kritik an den Kritikern nicht ganz nachvollziehen.30. Januar 2013 um 9:42 #1106993
Max SnakeTeilnehmerJetzt muss ich wieder mein Senf geben.
Die Erwartung eines Spiel ist immer so ne Sache, entweder man hofft was man bekommt oder auch nicht.
Ich hingegen versuche ich meine Erwartung eines kommendes Spiel runterzuschalten und das unvorkommen, uneingenommen in ein Spiel ranzunehmen.
Und das ganze nochmal im Heft nachzulesen und dabei kamm solche Dinge wo ich nachvollziehen kann.
Bei Dishonoerd war es für mich ein gutes Spiel.
Der Render – Trailer kam auf einmal in Youtube rein und noch nicht angefixt und der Hype ist da.
Die Vorschau Berichte und die bewegte Bilder, die ich bei Gamepro/Gamestar gesehen habe klingt für mich viel versprechen an.
Demo auf der Gamescom 2012 wurde ich überfordert, weil ich nicht weiß, wie ich von Punkt A nach B kommen ohne entdeckt zu werden.
Podcast anghört, Heft gelesen, bestellt bei Amazon.
Erwartung runtergeschaltet und später nach dem Ausbruch war ich sehr angefixt an das Spiel.(Das ist nun mal mein Ereigniss bei einer Blockbuster Videospiel)
30. Januar 2013 um 10:57 #1106994
AnonymInaktivDie Erwartungshaltung ist ein sehr wichtiger Punkt in meinen Augen. Max sein Beispiel ist ja eher die positive Version.
Jeder von uns geht mit einer gewissen Vorstellung an ein Spiel heran, doch woher haben wir diese und wie wurde sie aufgebaut. Fans einer Spieleserie kennen die vorgänger und wissen um dessen Stärken und Schwächen, Quereinsteiger weniger. Allen gemein ist das “Einheizen” durch die ganzen Marketingaktionen, die heute selbst über millionenschwere Budgets verfügen. Da muss man sich doch fragen, ist da nicht ein Teil des Problems hausgemacht?
Wenn mir jemand über Monate, manchmal Jahre hinweg vorschwärmt, wie toll sein Produkt ist, was es alles für Features hat und wie sehr es sich ja nicht nur storytechnisch sondern auch vom Gameplay her von der Konkurenz abhebt und ich dann beim Spielen feststelle, dass ist alles oder teilweise gelogen, bin ich dann nicht mit Recht enttäuscht, wenn nicht sogar wütend – fühle ich mich vielleicht sogar verraten?
Aber nicht nur die Industrie lebt vom Klappern, sondern auch deren Putzerfische, die wir als Magazine kennen. Es wäre einmal interessant zu prüfen, wie viele Spiele pro Jahr über 80% Wertung haben, wie viele 90% oder mehr oder auch im Mittelfeld und ganz tief unten liegen. Ganz ohne diese Erhebung würde ich doch behaupten wollen, dass sehr viele der 85%plus oder 90%er Wertungen eben nur für die absoluten Hardcorefans sprechen.
Hier müssen die Redaktionen sich fragen, was spiegelt unser Wertungssystem wirklich wieder? Wecken wir mit Traumwertungen vielleicht falsche Erwartungen bei den Lesern, die dann wohl auch zurecht sauer sind und unsere Ergebnisse kritisieren?Das sind viele Fragen, die ich bewußt offen lasse, weil ich auch keine Antwort darauf habe. Zudem habe ich es bewußt nur als Teil des Problems genannt, denn natürlich gibt es ja noch die anderen Faktoren, die hier schon genannt wurden.
@Wichtgestalt:
Jim Sterling mag ich perönlich nicht so sehr, Yahtzee hingegen liegt mir mit seinem Focus auf die negativen Dinge deutlich näher, auch wenn ich oft nicht seiner Meinung bin.
Wen ich als recht vernünftigen Kritiker zu schätzen gelernt habe ist Bennett the Sage (thatguywiththeglasses.com/blisteredthumbs.net).30. Januar 2013 um 12:00 #1106997
WichtgestaltTeilnehmer@Nightrain
Bennet habe ich bisher nicht so intensiv verfolgt, sollte ich vielleicht mal ändern. Allerdings sollten wir dann auch nicht Spoony vergessen. Bei der Rezession zu “Alone in the Dark” (mit Bennet) habe ich Tränen gelacht.30. Januar 2013 um 12:37 #1106998
Max SnakeTeilnehmerOh je, Alone in the Dark auf der Xbox 360 war es die Wertung von Hit bis ganz nach unten.
Verwirrung kam auch noch, wen soll ich glauben, was ist die Lösung? Ausleihen aus der Videothek. Es hättt menge potenzial, aber leider krank es an einige ecke. Immerhin ist die Musik super. Ein glück, das auf der PS 3 Fassung besser geworden ist.30. Januar 2013 um 12:57 #1107001
AnonymInaktiv@ Max Snake
Ich glaube er meint den Film ; )
Kann mich nicht daran erinnern, dass Spoony was übers Spiel gemacht hat. Über den Film aber schon.30. Januar 2013 um 14:51 #1107003
LofwyrTeilnehmerMir kommt es vor des kaum noch Wertungen unter 60% gibt. Werden die Spiele besser, werden die schlechten nicht mehr getestet oder hat das andere Gründe? Man liest dann wie mies das Spiel wäre aber die Wertung liegt dann doch bei 65%. Beispiel habe ich nicht parat aber vom Gefühl her ist das so.
30. Januar 2013 um 15:00 #1107004
captain carotTeilnehmerMal zwei spontane Beispiele, WET und Alice. beide abgewatscht, wenn man so will. An sich sind aber beide Spiele auch spielbar, keines von beiden ist eine absolute Katastrophe. Das ist mit Sicherheit eines der Probleme heutzutage. Die Wertungssysteme stammen aus einer Zeit, in der der größere Teil der Spiele wirklich schrott war und richtige Perlen selten. Die ersten Zeitschriften hab ich damals ja selber gekauft, nachdem ich sauer verdientes Taschengeld für Spiele wie Robocop 2 (Game Boy) in den Sand gesetzt hatte.
Wirklich eklatante Designmängel sind heute aber, zumindest bei typischen Vollpreistiteln, wirklich selten. Für mich persönlich macht das die klassiche Prozentwertung fast schon überflüssig.
30. Januar 2013 um 17:28 #1107006
Sauerland ist SchauerlandTeilnehmerDas letzte Spiel, was die niedrigste Bewertung hatte und welches mir trotzdem sehr, sehr gut gefiel war Duke Nukem Forever. 73% gab es in der Maniac, aber ich fand die Kampagne um Längen besser als Crysis 1, 2, MoH und CoD 4-9. Lediglich Killzone 2,3 und Far Cry 3 fand ich bis jetzt besser. Dass sowohl Sound als auch Grafik auf PS2 Niveau sind bemerkte ich nach einer Stunde Spielzeit kaum noch.
30. Januar 2013 um 18:15 #1107007
AnonymInaktivEs ist eben ein leidiges Thema.Ich hab mich von Prozentzahlen,Wertungen und “Must Have”-Bombardement weitestgehend emanzipiert und es hat meinem Spass an Games keinen Abbruch getan.
Eher noch im Gegenteil,ich hab gemerkt,dass es oftmals gerade die heruntergewerteten und links liegengelassenen Games sind,die mir enorm Spass machen.
Ein Infernal,ein Deadly Premonition,ein Wanted,Wet,Alice…auch den Duke hab ich wacker bis zum Ende gezockt.Und dabei sogar unverschämterweise Spass dran gehabt…obwohl mir zig Tester geraten haben,auf all diese Titel eher zu verzichten.
Im Gegensatz dazu fühle ich mich durch die Triple-A-Titel immer öfter gelangweilt und tue mich schwer,aus solchen Titeln noch irgendeinen Spass herauszuziehen.
Es ist einfach ein Dilemma….der Massenmarkt muss/will befriedigt werden,da sich all die Gamemags durch uns Freaks nicht tragen würden.Auf der anderen Seite geht durch diese Massenmarkthörigkeit auch ein Stück Nerd-Kultur verloren.Vorbei die Zeiten,in denen man sich die PowerPlay/VideoGames durchblätterte und an abstrusen Spielen aus Fernost hängenblieb.
Irgendwie gelingt logischerweise keinem so recht diese Gratwanderung zwischen Freakanspruch und Massentauglichkeit,genauso ist es auch bei den Wertungen.
Mein Lieblingsbeispiel:CoD – trotz jetzt schon ca 4 Jahre bestehendem Stillstand in der Serie wird es immer wieder in die oberen Ränge gewertet.
Dagegen kassieren solche prädestinierten “Gurken” wie Mirrors Edge,Enslaved und andere eine Wertung um mindestens 10 Punkte tiefer….Da ich diese seltsame Ungleichbehandlung der einzelnen Games nicht mehr ertragen habe,hab ich mir zur Angewohnheit gemacht,auf die Wertung gar nicht mehr zu schauen.Und fahre bisher sehr gut mit dieser Politik.Was in den Texten zum Game steht,das ist noch interessant,auch die technische Seite ist schon wichtig. (Tearing,Ruckeln)
Aber ansonsten kauf mich mir völlig von dem Zwang,nach Games mit möglichst vielen Prozentpunkten Ausschau halten zu müssen,befreit diejenigen Games,die mich interessieren.Man kann auch mit einem Titel,der gerade mal 65 % eingeheimst hat,durchaus ein paar Tage nette Abendunterhaltung haben…scheiss auf die blöden Zahlen!30. Januar 2013 um 19:01 #1107008
LofwyrTeilnehmerVerdammt richtig. Ich finde zum Beispiel Earth Defense Force total super obwohl es nie besonders gut bewertet wurde.
CoD ist übrigens das Beispiel das in der Branche was faul ist. Mag sein das es spielerisch top ist (nun ja) aber das die Serie technisch seit Jahren auf der Stelle tritt fließt kaum in die Wertungen ein. In den Texten wieder rum wird das öfters thematisiert. Hauptsache der “Geiles Spiel Aufkleber” kommt auf die Packung.
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