captain carot
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captain carotTeilnehmerMomentan brauchen wir einen Reset an ein paar Ecken. AI-Crash besser jetzt als in zwei Jahren. Und auch wenn ich manche Ultragroßprojekte in der Industrie ziemlich gut finde, alleine wenn man sich die professionellen Gerüchte (Analysen) zum GTA VI Budget anguckt…
Der aktuelle Treppenwitz ist natürlich gerade Battlefield 6: Ja, das Spiel ist komplett auf Disc. Aber es wird als primärer Online Titel in den nächsten Monaten so viele Content Updates und Patches bekommen, dass es eh nicht viel mit dem Disc Release gemein hat. Jetzt meldet gerade auch noch jemand auf der Hauptseite, Onlineverbindung sei selbst für die Kampagne zwingend nötig.
Trotzdem, einen Komplettcrash würde ich aus ganz vielen Gründen nicht haben wollen, eher dass die Big Player sich wieder aufs wesentlichere konzentrieren. Macht aber realistisch betrachtet auch nicht viel, wenn nicht. Denn die Spiele die ich will bekomme ich mittlerweile großteils aus der Indie Ecke, von den mittelgroßen Publishern und unabhängigen Studios wie Larian und CD Project.
Stichwort Größenwahn (aber mal anders), ich hab gestern Abend im Xbox Thread ein Leak Video von Moores Law is Dead gepostet. Die Trefferquote ist zugegeben nicht die allerhöchste. Die kolportierte PC-Box wäre von MS selbst und potenziell noch etwas subventioniert wahrscheinlich eine 1.000€ Kiste. Von Drittanbietern wie Asus oder Lenovo würden wir da potenziell über ein 1.500€ Gerät reden. Der richtige Xbox Handheld soll derweil mangels Stückzahlenprognosen in die Tonne gewandert sein.
Selbst die 1.000€ Konsole wäre aus meiner Sicht schon deutlich über dem bezahlbaren Preisbereich, der Konsolen immer ausgemacht hat. Gestern Abend mal kurz den Konfigurator angeworfen, bei knapp 900,-€ hatte ich einen sehr soliden PC zusammen, der später noch aufrüstbar wäre und ganz gut als PS5 Pro Niveau zu bezeichnen ist. Bei 1.500€ sind wir IMO endgültig aus dem Konsolenterritorium raus. Zumal hier immer auch die höheren Spielepreise und Onlinegebühren reinschlagen.
captain carotTeilnehmerHatte mir das Video heute Abend schon angeschaut. Da geht es mehr um Next Gen Technik, die wir auch erst ‚in ein paar Jahren‘ in einer neuen PlayStation und generell AMD GPUs sehen werden. Aber der Ansatz, Overhead Probleme unter anderem bei KI Upscaling und Raytracing anzugehen ist schon interessant. Statt Brute Force die Leistung zu erweitern wird es eh immer wichtiger, die vorhandenen Ressourcen effizienter zu nutzen.
captain carotTeilnehmerHmm, der Knick kam ja unter Mattrick eigentlich schon auf der 360. Ich denke, die PS360 Ära zeigt sehr gut, wo es hätte hingehen können. Gerade in der Anfangszeit hat man sich ja auch noch um japanische Entwickler bemüht, das generelle Line Up war ohnehin extrem stark. Der Knick kam dann mit Fokus auf Kinect und Co., während Core Fans teilweise schon das Gefühl hatten, dass man ihre Titel vernachlässigt während PlayStation als Ganzes damals so richtig aufdrehte. Das wäre aber alles nicht so wild gewesen, wenn man den Xbox One Launch nicht voll vor die Wand gesetzt hätte.
Auch da muss man ein bisschen abwägen, Sony soll zum Beispiel selbst anfangs vorgehabt haben, die Kamera fest zu bundlen, was die Konsole teurer gemacht hätte. Und die PS4 war eigentlich genauso eine Multimedia Maschine. Nur hat Sony das viel besser an die Gamer verkauft. Der Leistungsunterschied war da auch nicht mal so der große Problempunkt. Es gibt genug Titel von damals, wo die grafische Mehrleistung der PS4 nicht ins Auge sticht. Aber das Gesamtpaket mit TV, TV, TV, Kinectzwang, Onlinezwang… und dann dank Feature das keiner haben will höherem Preis, das hat der Xbox das Genick gebrochen. Den Rest der Gen ging es dann mehr um Schadensbegrenzung.
Ich denke, wenn man die zweite Lebenshälfte der Xbox 360 wirklich ernsthaft auf Core Gamin gesetzt hätte, Kinect bestenfalls als Eyetoy Generation 2.0, also weniger auf Kosten von Core Games, dann hätte die Generation PS360 letztlich komplett an MS gehen können. Da liegt eigentlich der Anfang des Problems. Aber hey, persönlich glaube ich, das wir Spieler von ausgeglichenen Verhältnissen profitieren, also sehe ich die Generation insgesamt sehr positiv. Die schnelle PS3 Preissenkung hätten wir ohne den Erfolg der 360 zum Beispiel nicht gehabt.
Die Xbox One war dann der Todesstoß auf Raten. Da gibt es auch eine Reihe von Gründen. MS’ nicht vorhandene Sympathiewerte spielen hier sicher auch mit rein. Nintendo ist immer toll weil Kindheit, trotz oftmals absolut arschlochhafter Unternehmenspolitik. Sony, das sind unter anderem Walkman, HiFi, großartige Trinitron Fernseher, Kopfhörer…, die Marke war schon immer ein treuer Alltagsbegleiter. Zumindest für alle von 65 abwärts.
Solche emotionalen Werte sind unbezahlbar, denn damit verzeihen die Kunden am Ende viel. MS ist, ob nun berechtigt oder nicht, bis heute bei vielen erstaunlich verhasst. Aus mir unerfindlichen Gründen mögen die Leute selbst Google mehr.
Das zeigt sich IMO sogar bei Dingen wie Studioschließungen. Sony hat man selbst sowas wie Studio Liverpool schnell verziehen, anders als etwa bei Microsoft und Lionhead.Sehr grundlegendes Problem, auch dank digital bauen sich gerade seit der Generation PS4One digitale Bibliotheken auf. Und die nehmen sie auch noch mit auf die nächste Generation. D.h. bei Bestandskunden hat Microsoft eigentlich schon im Lauf der letzten Generation verloren. Das einzige, was noch bleiben würde ist faktisch die Next Gen an Kunden. Die kann man aber irgendwie schon länger nicht mehr richtig abholen. Die werden mit Nintendo und Smartphone groß, wechseln dann vielleicht auf PlayStation und Smartphone oder PC und Smartphone.
Ironischerweise kommt da der Gamepass als sowas wie letzter Sargnagel. Denn der schafft keine echte Kundenbindung mehr. Man hat das ja eh nur im Abo. Das gilt erst recht bei Cloudgaming.
Jemand wie ich, der jetzt seit Ewigkeiten in dem Ökosystem unterwegs ist und 200+ Xbox Spiele hat, der verkauft die Kiste nicht mal eben. Wer aber die letzten Jahre nur per Gamepass gespielt hat, der trennt sich nicht nur davon schnell sondern potenziell auch direkt von der Konsole.
Die Cloud Only Zukunft würde das sogar noch leichter machen. Da ist der Gamepass dann so schnell weg vom Fenster wie Disney Plus.
Die Kernprobleme, die Xbox mit sich bis heute rumschleppt, die lassen sich wahrscheinlich zu einem Großteil auf die Ära Mattrick zurückverfolgen. Was allerdings nicht heißt, wir finden damit den einzigen Schuldigen. Die Ausrichtung der letzten Jahre allerdings verschärft die Situation von Xbox aber noch, weil man eben keine echte Markentreue mehr schafft.
Was Zahlen, Werte etc. angeht, zwei Kernaspekte: Das was die großen Studios machen ist heutzutage teuer. Nicht nur bei der Entwicklung, sondern auch beim Marketing. Bei CoD ist die Marketingmaschinerie seit Jahren sogar deutlich teurer als die Spiele. Da reden wir von Komplettbudgets von teils 500-700 Millionen US-$, während es zu PS360 Zeiten eher so 50-70 waren. Dabei bezahlt der Gamepass Nutzer aber ‘nur’ 180€ und zukünftig halt 320€ um alles aus dem Katalog zu spielen. Egal, ob er das am Ende auch tut oder nicht. Das klingt erstmal gut. Wenn der Kunde aber alleine schon CoD, Indiana Jones und Doom DA spielt, dann kommt man mit dem alten Betrag gerade so auf ein Nullsummenspiel gegenüber Käufen. Mit Avowed und Ninja Gaiden 4 ist dann selbst der neue Preis ein Nullsummenspiel. Ab Outer Worlds 2 und Silksong verliert man dann gegenüber Käufen.
Auf der anderen Seite haben wir Nintendo. Die verkaufen zu einem Großteil Sachen zum Vollpreis, die anderswo als Indiespiel durchgehen würden. Und halten die Preise auch noch über lange Zeit stabil. Ganz unabhängig ob man das gut findet oder nicht, Nintendo produziert Spiele in einem Maßstab, der auf einer einzigen Plattform erfolgreich sein kann, schaffen dabei langfristig hohe Preise und entsprechenden Wert haben ihre Produkte.
Trägt sich MS’ Modell wirklich? Polemische Gegenfrage, wenn es sich wirklich so gut tragen würde, brächte man dann immer mehr eigene Titel auf andere Systeme?
Ich glaube auch nicht, dass das auf mittlere Sicht positiv ist. Hier fällt Stück für Stück ein Mitspieler weg, damit auch Konkurrenz. Nintendo schafft es dagegen irgendwie, außen vor zu sein. Und PC ist trotz aller Ähnlichkeiten heutzutage für viele noch eine andere Welt.
So, sorry für die Wall of Text.
captain carotTeilnehmerglaubhafte Gerüchte zur PC-Box. Das Ding wird ziemlich sicher auch in zwei Jahren teuer sein, wie teuer hängt am Ende auch davon ab, ob MS wirklich noch selbst Konsolen verkauft oder an Partner lizensiert, die damit direkt Geld verdienen wollen.
captain carotTeilnehmerAuch wenn VGChartz wirklich nur noch ein Schätzeisen ist, Series X/S haben die bei 33 Millionen. Die allerhöchste Schätzung aktuell liegt bei 37 Millionen. KeplerL2 kam auf deutlich unter 30 Millionen anhand von AMD Daten. Das große Problem da, nach guter Anfangsphase war die Kurve rasant abgeflacht. Und es gibt eben genug Daten, die darauf hinweisen, dass es bestenfalls knapp über 30 Millionen sind. Ich glaube Take Two hat irgendwann auch Daten zu beiden Konsolen zusammen rausgehauen. Wenn man da die PS5 Zahlen abzog landete man auch bei unter 30 Millionen Xboxen.
Wie gesagt, das große Problem hier ist, alle inoffiziellen Daten zeigen, dass die Series X/S sich immer schlechter verkauft.
captain carotTeilnehmerDas ist halt das schöne an schwammigen Aussagen. Sie sind nicht falsch. Nur hat man keine Basis. +45% bei 100.000 ist insgesamt nicht viel, bei 10.000.000 dann eben doch.
Mal andere Zahlen, von MS selbst. Letztes Jahr wurden 34 Millionen Nutzer gemeldet. Dieses Jahr 35 Millionen. Schon seit 2023 ist das Wachstum insgesamt drastisch gebremst. Seitdem betreibt MS bei Wachstumszahlen nur noch Cherry Picking.
Nach dem 25 Millionen Meilenstein kam zum Beispiel lange nix, die 34 Millionen kamen dann letztes Jahr, 35 Millionen dieses Jahr.
Prozentwachstum ohne Basis ist dagegen nix wert. Mal ganz abgesehen vom Wording. Was genau heißt PC subscriber base? Ist das wirklich PC Gamepass? Spielen einfach mehr Ultimate Nutzer Cross Plattform? Von festen Abos vs Monthly Prepaid und dergleichen reden wir da noch nicht mal.
Das ist die Aussage:
All-up, Game Pass set a new quarterly record for revenue and grew its PC subscriber base by over 30%, as we focus on driving fully-paid subscribers across endpoints.
Mal abgesehen davon, dass wir hier vom CoD Quartal reden, also tatsächlich einem der generell stärksten Releases, das Wording lässt einfach sehr viel Spielraum.
Im Gegenzug dazu, ich hatte ja letzte Woche erst einen Bericht verlinkt, nach dem CoD im Gamepass MS unterm Strich 300 Millionen gekostet hat.
captain carotTeilnehmerHab das damals ja tatsächlich nur mit Umwandlungstrick genutzt. Und dann Spiele die ich gut fand anschließend eher gekauft.
MS selbst gibt keine offiziellen Zahlen raus. Aber Analysen von außerhalb haben immer gezeigt, dass PC Gamepass nicht stark angenommen wird. Und Spiele Downloads am PC passieren primär über Steam, nach meinem letzten Stand kommt der MS Store selbst bei eigenen Titeln weit dahinter und i.d.R. erst irgendwo hinter GOG und Epic. Dabei sind sämtliche PC-Gamepass Zugriffe natürlich auch aus Microsofts Store.
Die große Ausnahme davon ist Minecraft PC, wobei das langsam dank besserer Konkurrenz auch auf dem absteigenden Ast ist.
Was die neuen Stufen angeht, Essential hat sich kaum geändert, bietet aber jetzt auch PC und Streaming. Das Premium Paket hat 200 Spiele, neuerdings auch Xbox Live, Stream und PC. Ultimate hat jetzt vor allem den alten Kernschrott aus Ubisofts Backlog, ist dafür aber deutlich teurer.
Wer auf EA und Ubi verzichten kann fährt mit der mittleren Stufe wahrscheinlich noch ganz passabel.
Esit: die Wachstumszahlen hatte ich sogar gelesen. Nur weiß man da weder die Basis noch wie viel davon Kurzzeitabos für CoD waren. Der Push fiel aber AFAIR mit CoD zusammen.
captain carotTeilnehmerZahlen zur Verteilung hat MS gar nicht rausgehauen. Zumindest nicht offiziell. Es gab mal Metadaten (die ich jetzt nicht raussuche) nach denen der Gamepass am PC primär von Leuten genutzt wurde, die auch eine Konsole haben, aber kaum von PC-Only Spielern. Die halten sich aber auch eher von MS‘ Store fern und kaufen bei Steam, GOG oder Epic. Verwundert auch nur bedingt, denn Gamepass heißt MS-Store und spieletechnisch ist der bei ferner liefen.
Cloud Gaming Only Nutzer gibt es bis heute kaum. Was sicher auch mit am Preis liegt, denn der Service war an Ultimate gebunden bisher. Evtl kann man hier zukünftig gerade mit dem Basisangebot etwas mehr punkten. Allerdings ist die Konkurrenz auch hart.
Dann sind da auch noch die Nutzerzahlen. Der Gamepass und die Xbox Series dümplen beide im 30 Millionen Bereich vor sich hin. Dabei ist gerade die deutlich mehr verkaufte Series S eine Gamepass Maschine. Zumindest behauptet MS das auch selber so.
Das, was es bisher an Daten gab, und da war MS manchmal sehr schwammig, plus Datenauswertung aus weiteren Quellen, zeichnet ziemlich klar folgendes Bild: Gamepass wird primär von Leuten mit Xbox oder Xbox und PC genutzt, dann auch häufiger auf mehreren Geräten/via Cloud.
Ich nutze übrigens schon lange keinen Gamepass mehr. Das letzte Mal einen Monat war tatsächlich für Hellblade 2. regulär schon deutlich länger nicht mehr.
captain carotTeilnehmerDer Abschnitt Richtung Ende mit den menschlichen Datenarbeitern in Kenia war glaube ich schon mal in einer anderen Doku. Da ging es um die KI Filter von Social Media. Trotzdem durchaus sehenswert.
captain carotTeilnehmerNaja, das kann man halt auch ohne Xbox kaufen. Ich sehe da aber auch gleich mehrere dicke Probleme. Baut MS den Kram noch selbst (bzw. lässt es direkt fertigen), dann wird Geld verdienen mit den Fremdstores nicht leichter. Bei Epic bekommt man andauernd echte Gratisgames, zwar viel Indies und manche Gueken, es sind aber auch Toptitel dabei. Steam und Epic schlagen gleichzeitig MS bei den Preisen. Mal ein bisschen, mal ziemlich deutlich. Warum sollte ich da überhaupt noch im MS Store kaufen?
Gibt es nur Lizenzhardware, dann sieht man wie aktuell beim Xbox Ally, dass die Anbieter Geld verdienen wollen. Da wird die Hardware dann mindestens so teuer wie ein entsprechender PC. Ich glaube, damit kann man Konsolenspieler nicht locken während die PC-Fraktion dann eher gleich auf einen ‚richtigen‘ PC setzt.
Was die Öffentlichkeitsarbeit angeht, ich denke, da liegt ein Kernproblem im Paradigmenwechsel. Spencer und Co. konnten jahrelang ziemlich frei schalten und walten, in die Zeit fallen unter anderem Xbox One X, die Aufkäufe kleinerer Studios usw. aber auch die Übernahme von Bethesda. Das war die meiste Zeit gut, teilweise gab es aber offensichtlich auch zu wenig Führung von oben (Halo Infinite, Everwild…). So wirklich erfolgreich war man in der Phase aber nicht. Der GamePass als Abomodell fällt ja auch in die Ära. Im Idealfall hätte er massives Wachstum gebracht. In der Praxis hängt er heute an den Konsolen.
Die Zeiten sind wohl schon was länger vorbei, denn die Chefetage macht schon seit vor der Activision Übernahme deutlich mehr Druck. Ist auch nicht wirklich verwunderlich, die Xbox Sparte ist für MS-Verhältnisse unergiebig. Mit der Activision Übernahme scheint sich auch noch mehr Activision Management einzuschleichen. Wie das sich auswirken kann (natürlich komplett anderer Bereich) sieht man bei der Übernahme von McDonnell-Douglas durch Boeing. Im Endeffekt wurde damals viel MDD Management übernommen, mit entsprechend sich änderndem Qualitätsmanagement usw.
Im oberen Management bzw. der MS Chefetage sitzen mittlerweile immer mehr Leute, die an echter Konsolenhardware kein Interesse haben. Cloud Gaming? Bestimmt, Cloud ist heutzutage eine von MS‘ Kernkompetenzen. Publisher für Software überall? Wenn man damit wie bei CoD Kohle macht, dann ganz bestimmt. Aber eine ziemlich floppende Hardware Sparte? Eher nicht.
Ich denke, man wird schon versuchen, mit der Cloud noch am Ball zu bleiben. Da sehen einige Anbieter Potenzial für die Zukunft.
captain carotTeilnehmerBei RetroArch Steam kann man für vieles auch die Vorkonfiguration nehmen. Aber lange nicht für alles. Das war damals beim ersten Retropie tatsächlich noch komplizierter. Tatsache ist aber auch, es gibt mittlerweile Frontends, wo praktisch der ganze Standardkram Plug & Play funktioniert.
captain carotTeilnehmerRetroArch ist ja auch nur eins von mehreren Frontends und obendrein ist da noch die Frage welche Version. Tatsache ist aber auch, komplex sind die id.R. nur, weil lan so viel auf einen Schlag aus einer Oberfläche heraus machen kann. Wobei ein paar Frontends es einem trotz dutzender Systeme echt einfach machen
captain carotTeilnehmerXbox als Hardeware: Ja, die erste Xbox nutzte damals Intel CPU und Nvidia GPU sowie ein angepasstes DirectX. Im Endeffekt ist das aber erstmal nebensächlicher, als viele Leute glauben.
Xbox 360: Damals extrem starke Hardware und wegweisend. Das Problem, Bleifreies Lot. Das Problem hatte Sony im Endeffekt ein Jahr später, obwohl man mehr Zeit hatte, fast genauso.
Erfolgskonsole zu Erfolgskonsole: Die PS3 war für Sony ein klarer Dämpfer und unterm Strich auch ein Verlustgeschäft. Auch Nintendo musste sich mehrfac wieder zurück kämpfen. MS hat einfach die Kurve nicht gekriegt und nachdem die Leute heutzutage ziemlich fest in ihren Ökosystemen hängen werden sie das auch nicht mehr.
Das führt uns dann auch zur Plattform als Ganzes: Die hängt bis heute primär an der jeweiligen Hardware. Streaming spielt immer noch nicht die große Rolle, der Markt ist schwierig (siehe u.a. Google Stadia) und auch hier gibt es massiv Konkurrenz. PlayStation Now, Geforce Now und Amazon Luna sind die prominenteren Vertreter neben MS. Keiner ist bisher auch nur ansatzweise in den Gefilden von PS5, Switch oder Steam. Und viel dramatischer, es gibt gerade bei den Flatrate All Access Abos in Wahrheit auch keine Kundenbindung. Denn ich ha ja nix. Maximal Onlinefreunde zum Zocken, wenn die Spiele kein Cross Platform Gaming bieten. Aber ich verliere faktisch nix, wenn ich mein Abo halt einfach wechsle. Schließlich gehört mir auch nix.
Mit Abokündigungen, Kurzzeitabos etc. haben ja aktuell gerade die Videodienste auch entsprechend zu kämpfen. Der Mrkt ist unterm Strich wesentlich fluider. Und hier mit eben doch teuren Abos und mäßiger Streamqualität um die Ecke zu kommen, während man sowieso noch nicht wirklich punkten konnte, naja.
Es mag durchaus sein, dass die Zukunft im Streaming liegt, nur sind wir da noch lange nicht und gerade Streaming Only hat MS sich erstmal ziemlich unattraktiv gemacht. Ausgerechnet in dem Markt, wo die Karten noch neu gemischt werden, die Kunden aber im Zweifelsfall innerhalb von Wochen einfach weg sind.
Wie zäh die Entwicklung hier ist sieht man übrigens an MS’ eigenen Prognosen von vor fünf Jahren, die man wirklich hoffnungslos verfehlt hat.
Gamepass bei Steam? Ja, das wird ungefähr so passiere wie bei Nintendo oder im PSN. Daran haben die anderen Anbieter einfach kein Interesse, weil sie einfach nur Geld verlieren. Innerhalb von Windows oder eben halt als Streaming-Lösung, das geht. Aber bei allem anderen… dabei ist der PC-Gamepass bis heute auch nicht besonders erfolgreich. Gamepass Kunden sind nach wie vor primär Konsolenspieler. Mit Xbox.
Das führt uns jetzt zur physischen Plattform. Die ist kaputt. Und das auas einer Reihe von Gründen. Angefangen bei Problemen, die man seit 2013 mit sich rumschleppen muss bis zu vielem, was man in letzter Zeit verkackt hat. Die gestiegenen Preise tun da ihr Übriges. Anders als zum Beispiel Nintendo ist MS auch nicht in der Lage, sich neu zu erfinden.
Dazu kommt eine Komnzernführung, für die Xbox nur bei ferner liefe liegt und momentan die unergiebigste Sparte ist. Damit ist also schon seitens Unternehmensführung die reelle Chance gegeben, dass Xbox abgewickelt wird. Allerdings nicht die Game Studios. Denn die sind in Verbindung mit Activision, Blizzard… ziemlich erfolgreich. Dafür braucht man aber keine eigene Konsole oder Streaming Plattform mit hohen Kosten, die einfach nicht abheben.
Ich würde zwar vermuten, dass MS die Cloud Gaming Wette am Laufen hält (die Umstrukturierung beim Gamepass weist darauf hin), aber die physische Plattform Xbox ist auf Kundenseite tot und selbst auf Unternehmensseite steht es da schlecht.
Auch die Grüchte um Lizenzhardware statt eigener Konsolen kann man in dem Kontext sehen. Das bietet MS einerseits Next Gen Cloud Hardware, andererseits hat man kein eigenes Risiko mehr mit Konsolenverkäufen. Ob das am Ende zieht? Hängt primär davon ab, was die Kunden daraus machen.
Edit: Wie tot die Xbox als Konsole ist, darüber gibt u.a. Amazon eine Übersicht. Series X 200+ Verkäufe im letzten Monat, Series S 100+ Verkäufe, Switch 1 Standard 900+ Verkäufe. Und das ist nur eine von X Switch Versionen abseits von Bundles etc.
captain carotTeilnehmerKega (Fusion) hatte kikko ja schon genannt. Da gibt es maximal das Pad zu konfigurieren, stellvertretend für viele Emulatoren.
RetroArch einrichten, gerade wenn es nur die Standardkisten sein sollen, geht heute schneller als die Ersteinrichtung einer neuen Konsole. Das ist zum Großteil einfach nicht ansatzweise so schlimm, wie teils dargestellt.
Was die technischen Qualitäten vieler Emulatoren angeht hast du halt merkbar eh keine Ahnung und deswegen stand in dem ersten Post halt primär totaler Quatsch.
Übriges schönes Beispiel, wie Low Poly selbst auf großem OLED in HD toll aussehen kann, während das Original die Flimmerhölle ist: Raystorm für PS1
captain carotTeilnehmerLaufwerke sind deutlich komplexer als Akkus (wenn man von der Ladeelektronik absieht). Für einen passenden Vita Akku braucht es nur ein paar Zellen, die kommen eh aus China. Bei Laufwerken sind erstmal tatsächlich Lizenzen fällig und elektronisch wie mechanisch sind moderne Laufwerke echt komplex. Das lohnt sich erst bei großen Stückzahlen. Deswegen haben auch fast alle Anbieter und gerade einige chinesische den Markt komplett verlassen. Bei DVD gibt es noch mehr Hersteller als bei Blu Ray, aber auch nicht mehr viele. Es gibt auch noch weitere Fußangeln, uHD BD Laufwerke müssen zum Beispiel ein Mal online aktiviert werden.
Es wird ziemlich spannend, wie sich das weiter entwickelt.
P.S.: ich hab einen ziemlich alten CD Player. Braun CD3. Das Laufwerk ist gebaut wie ein Panzer. Alles gut gefettet lief es auch wieder problemlos. Solange der Laser hält. Wie lange das ist? Ich hab wirklich keine Ahnung.
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