David Braben: “Second-Hand-Verkäufe töten Einzelspieler-Titel”

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Sind Gebrauchtspiele nun Fluch oder Segen? Seit der Einführung des Online-Passes hören wir fast wöchentlich neue Statements zu Titeln aus zweiter Hand. Nun hat sich auch David Braben, Gründer von Frontier Developments und Schöpfer des legendären Elite, bei Gamasutra zu Wort gemeldet: Er vertritt die Position, dass der Markt für Second-Hand-Spiele gerade Einzelspielertitel zerstöre.

Das grundsätzliche Problem liege darin, dass Gebrauchtspiele Core-Titel zerstört hätten. Entwickler seien mitunter einfach nicht mehr bereit, ein hohes finanzielles Risiko einzugehen, da Geschäfte gar nicht mehr auf neuwertige Spiele setzten. Häufig sehe das Szenario nämlich so aus, dass ein Spieler ein Produkt am ersten Verkaufstag erwerbe, es dann aber bald selbst weiterverkaufe. Die Mentalität der Konsumenten habe sich diesbezüglich in den letzten Jahren geändert. Durch dieses finanzielle Risiko würden die Spielepreise auch so hoch bleiben, was sonst nicht die Fall wäre.

Vedek Sve
I, MANIAC
Vedek Sve

Langsam kann ich es auch nicht mehr hören. Vor allem verstehe ich nicht, warum man das immer uns erzählt, die sich umfänglich mit Spielen beschäftigen und diese (oh Graus) vielleicht auch noch sammeln. Liebe Publisher, ich habe in den letzten Monaten auch mehr Geld für gebrauchte Spiele als für neue ausgegeben. Warum?1) Mein Budget begrenzt ist, und ich daher eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen muss.2) Ich etlichen alten Kram gekauft habe, den ich schon lange gesucht hatte, und nur so bekommen habe, z.B. einige PlayStation-2 Spiele.3) Ich sogar versucht habe mir Shattered Memories neu zu kaufen, nachdem mein örtlicher Müller (richtige Spieleläden gibt es bei uns leider nicht mehr, und zu GameStop geh ich nicht freiwillig) das nach 4 Wochen immer noch nicht ranbringen konnte (“”Bestellt beim Lieferanten””) habe ich es eben gebraucht über Amazon Marketplace gekauft. Verdammt, das Spiel ist gerade mal 2 Jahre alt.Dieses Schreien nach den Verkäufen in den ersten 5 Millisekunden nach Release (10 Fantastiliarden in nur 5 Sekunden) kombiniert mit dem völligen Vergessen jeglicher Historizität digitaler Spiele der großen Publisher treibt mir mittlerweilen wirklich die Galle hoch.

Equipo
I, MANIAC
Equipo

@ takIch sagte mehrfach, dass ich nichts gegen Second-Hand hab.Und ich sprach auch nicht von 1 Jahr später, sondern eher 3 Monate wo viele nur noch um die 30 Euro kosten. Hast du schon mal einen Entwickler nörgeln hören, dass manche Spiele noch nach 3 Mon

tak
I, MANIAC
tak

@EquipoWenn du das Spiel am Releasetag für 60€ kaufst, für 40€ weiterverkaufst, gibst du dein Hobby nach dem Spiel kaum auf und läufst mit dem Geld in den Laden um dir ein neues Spiel am Releasetag zu holen.Was du möglicherweise bei den ganzen 60€ teueren

khaos
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khaos

Ich empfinde solche Aussagen als immernoch ziemlich unnsinnig aber dieser Minicomputer ist sowas vol cool XD

Equipo
I, MANIAC
Equipo

Klar, große Publisher oder Entwickler wie z.B. EA lachen sich dadrüber schlapp, aber kleineren Schmieden kann das durchaus das Genick brechen. Und dann wundert ihr euch, wieso die aufeinmal nur noch auf Downloads setzen – Teufelskreis.^^Vornweg: Ich hab nichts gegen den Second-Hand-Handel, nur sollte man es da nicht übertreiben.Ich sehs z.B. so: Person A kauft sich das Spiel für 60 Euro gleich zum Release (Wer sich umschaut wird die meisten Spiele auch schon billiger finden). Nach 2 Wochen hat ers für sich ausgeschöpft, und da er keinen Wert aufs Sammeln legt, verkauft er es weiter and Person B. Nix dagegen, ist halt so als hätte jeder das Spiel etwas später für 30 Euro gekauft. Wenn das Spiel dann aber an Person C, D, E, F, G, H verkauft wird, finde ich es dem Entwickler gegenüber echt mies. Manche würden jetzt vil sagen, “”Ja, aber das Spiel hät ich sonst eh nicht gekauft!”” – Ausleihen find ich da viel einfacher.^^ (Wie viel besser das auch immer der Entwickler finden mag xD) Wenn das Spiel einen nur nebensächlich interessiert, kann man aber auch ein halbes Jahr warten und es dann billig kaufen. (Oje, ich seh schon wir mir daraus ein Strick gedreht wird^^) Wirkliche Fehlkäufe hat man sowieso nicht, wenn man sich entsprechend über das Spiel informiert. Noch 3 Zitate:””Die Entwickler sollten dem Spieler einen Anreiz geben ihre Spiele auch zu behalten. […] Wichtig ist eher eine Super Online Unterstützung.””Ein Anreiz durch andere Modis oder Freischaltbares find ich super, aber ein in jedes Spiel gepressten Multiplayer ist einfach nur zum kotzen. Vorallem, wenn das Spiel auch noch dadrunter leiden muss. Zudem kostet das alles Geld, was sich nicht jeder Entwickler leisten kann.””Als Erstkäufer erwirbt man zudem meist das Spiel im schlechtesten Zustand zum höhsten Preis, siehe SkirymDa warte ich doch lieber ein zwei Jahre und kaufe mir das Spiel als SpezialEdition zu einem viel günstigeren Preis.””So mach ich es bei Skyrim zB auch, hat aber nix mit Second-Hand zu tun. ^^””Wer nur illegale Kopien besitzt, hat praktisch seine Ruhe und muss nicht ständig lesen, wie zerstörerisch er ist.””Fühlst du dich denn von solchen Aussagen angegriffen oder verletzt?^^

Xtremo
I, MANIAC
Xtremo

[quote]Durch dieses finanzielle Risiko würden die Spielepreise auch so hoch bleiben, was sonst nicht die Fall wäre.[/quote];D

StefanG
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StefanG

Machen eigentlich die Gebrauchtwagenverkäufer die Automobilbranche kaputt?

Gast

Früher war es natürlich besser. Damals haben sich alle brav Originale für den C64, Atari St, Amiga, Apple und PC gekauft….Die aktuellen Konsolen sind relativ sicher vor raubkopierern und nie wurden mehr spiele verkauft, aber man kriegt scheinbar den Hals trotzdem nicht voll.Ein Spiel ist sollte rechtlich gesehen den selben Stellenwert wie ein Film haben. Wie schon gesagt wurde; gut spiele kauft und behält man, schlechte eben nicht.

Lofwyr
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Lofwyr

Kassettenrecorder zerstören die Musikindustrie.

Next Snake
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Next Snake

Mir geht das ständige Gemecker von Entwickler und Publisher so langsam echt auf die Nüsse.Wenn euch die Marktlage nicht zusagt, sucht euch andere Betätigungsfelder, aber hört auf uns Spieler permanent ein schlechtes Gewissen machen zu wollen.

out
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out

Ich kann es nicht mehr hören. In dieser Gen werden Gebrauchtkäufer behandelt, als wären sie die Pest.Wer nur illegale Kopien besitzt, hat praktisch seine Ruhe und muss nicht ständig lesen, wie zerstörerisch er ist. Jetzt haben sie schon Online-Pässe, DLCs, reine Downloadtitel (Arcade,Klassiker, neue Titel, etc.), Avatarzeugs, Themenbilder, zum Teil keine Anleitungen mehr und und und. Genug Dinge mit denen sie zusätzlich Kohle machen können und einsparen, die es in der Last-Gen nicht gab. Dazu sind Videospiele endgültig im Mainstream angekommen und eine deutlich erweiterte Zielgruppe, steht als potenzielle Kundschaft bereit.

HASaldi404
I, MANIAC
HASaldi404

Macht die Spiele billiger dann kauf ich auch gern Neue

Gast

@Mayhemdoch, wenn ich mich nicht täusche gab es zumindest in Japan(kann sein nur dreamcast) hinten auf dem Backcover Eticketen mit der Aufschrift””not for resale””^^

Gast

Wiedermal nur Bullshit von Entwicklern und/oder Publishern zu lesen.Gebrauchtspiele werden oft dann verkauft wenn es keinen Anreiz dazu gibt sie weiter zu behalten. Nichtmal die begrenzten Editionen erfüllen noch wirklich ihren Zweck für Sammler, weil von denen zu 90% ebenfalls im kurzem Zeitraum wie alle andere Spiele an Wert verlieren. Ist ja auch kein Wunder,schließlich erwartet man von einer begrenzten Anzahl auch nur eine begrenzte Anzahl!Und nicht 20% aller verkauften Spiele.Die Entwickler sollten dem Spieler einen Anreiz geben ihre Spiele auch zu behalten. Da sollte mal hin und wieder kostenlose Updates folgen lassen. Mit den DLC’s schneiden die sich doch selber ins Fleisch.Wenn ich das Spiel gut fand und weiß das in den nächsten 1 1/2 Jahren noch paar levels dazu kommen, dann lasse ich das Game in meiner Sammlung.Somit steigt die Nachfrage und der Preis, und viele werden sich dann überlegen wegen 10 Euro sich ein Neugame mehr zu kaufen.Da ist sicherlich der Online Pass eine gute idee für die Entwickler,schreckt aber wiederrum Sammler ab.Wichtig ist eher eine Super Online Unterstützung.Ein echt guter Online Modus kann Spieler auch Jahrelang dazu bringen ihr Spiel nicht zu verkaufen.Macht doch eine richtige richtige Rangliste(zb bei Tekken 6 ist sie Bullshit).Startet mal Online Tuniere, die sogar unter anderem mit Geld oder Sachpreisen belohnt werden. Da würden sich mal die Entwicklern wundern was für einen Zuwachs ein Spiel bekommen kann und wie wenig Leute dann ihr Spiel nicht mehr verkaufen werden.Manchmal muss man in sein Spiel das 6 Millionen Euro gekostet hat ne 1/2 Million hinzu investieren!PS: richtig macht es zb das Battle.netPS: Auf den richtigen Weg könnte Starhawk gehen,solltet ihr mal Probe spielen!Auch wenn ihr den Vorgänger schlecht fandet(gefiehl mir Persönlich garnicht)!

Mayhem
I, MANIAC
Mayhem

Blödsinniges jammern auf höchstem Niveau!Vor 10 Jahren gab es das Problem doch auch schon, wie auch bei der Filmindustrie. Da wurde oder bei denen wird aber nicht gejammert.

Sauerland ist Schauerland
I, MANIAC
Sauerland ist Schauerland

Wenn ich mal überlege, dass es viele PS3 Titel ca. 3-4 Monate nach dem Launch schon für 20 Euro bei Amazon gab (Rage, Resistance 3, Saints Row the Third usw.) glaube ich kaum, dass der Gebrauchtmarkt das Problem darstellt. Hier standen einfach zu viele Exemplare der einzelnen Spiele einer deutlich kleineren Nachfrage gegenüber.Wenn diese Titel dann für 20 Euro (neu) rausgehauen werden um die Lager zu leeren, wird doch keiner mehr ernsthaft darüber nachdenken, sich für vielleicht 3-5 Euro weniger den selben Titel, meist ohne Online Pass oder beigelegten Codes, gebraucht zu kaufen bzw. zu verkaufen.Ich würde mal behaupten, dass die meisten Spiele eh nur zu Vollpreis verkauft werden, wenn die Konsumenten sie vorbestellen. So lang es sich um keine Blockbuster wie Mario, CoD, Fifa oder ähnliches handelt, warten viele Spieler die Tests und die Preisstürze ab und legen sich erst dann die passende Neuware zu.Warum trotz allem die Leute ihre Spiele beim überteuerten Gebrauchtwarenhändler (alle wissen wer gemeint ist) kaufen, werde ich nie verstehen.

tak
I, MANIAC
tak

Gebrauchthandel = Gamestop.Klaro gibt es Einzelhändler, die sitzen aber in seltensten Fällen in großen Einkaufszentren wie Gamestop. Ebay? Benutzen die wenigsten.Wäre Gamestop nicht so stark, würden die Publisher das Problem als nicht so wichtig einstufen.Und warum ist Gamestop so stark?Spielen da vielleicht die ganzen exklusiven Deals mit den Publishern eine Rolle?Sollen sie vlt. weniger Aktionen mit GameStop veranstalten, aber dazu ist die Kette in USA zu stark. Warum? Nicht zuletzt siehe oben.

Christian xy
I, MANIAC
Christian xy

Diese Ausage kann ich nicht nachvollziehn.Die Hersteller sind selbst schuld, wenn zu viele Spiele im Secondhand-Shop landen.Ich verkaufe ein Spiel nur wenn es mir nicht gefällt oder eben schlecht ist.Macht die Spiele besser, dann werden es auch mehr Leute behalten.Außerdem ist es verständlich, dass wenn ich mir ein neues Spiel für krasse 60,- hole, dieses auch wieder weiter verkaufen kann, damit ich etwas Geld zurück bekomme.Würde das selbe Spiel, vorweg günstiger sein, würden sich weniger Leute die Mühe machen es weiter zu verkaufen.Als Erstkäufer erwirbt man zudem meist das Spiel im schlechtesten Zustand zum höhsten Preis, siehe SkirymDa warte ich doch lieber ein zwei Jahre und kaufe mir das Spiel als SpezialEdition zu einem viel günstigeren Preis.Die lange Wartezeit überbrücke ich mit den vielen anderen guten Games, die ich ebenfalls günstiger bekomme als neue Titel mit gleichen Inhalt.Wer sich ein Spiel gebraucht kauft, tut dies auch oft aus reinem Interesse an einem bestimmen Spiel und hätte es sonst niemals gezockt. Und hier zieht auch nicht das Argument “”der hätte sich auch die Demo laden können”” Nein! Es gibt viele Spiele die das nicht unterstützen und vorallem hat nicht jeder eine schnelle Internetverbindung (die ja auch wieder Geld kostet)Gebrauchtspiele schaden dem Markt nicht. Er ermöglicht das Spiele von mehreren Menschen gespielt werden.Die Entwicklung der Verkaufs und Preispolitik ist schlecht für uns Kunden. Immer mehr wird man gegängelt, immer öfter erscheinen Spiele fehlerhaft und unvollständig oder gar nicht mehr auf Disc…. und Herr Barben will, das wir alle trotzdem immer brav neue (halbe) Games zum Vollpreis kaufen???

Meerjungfraumann
I, MANIAC
Meerjungfraumann

und weil der preis so hoch ist lohnt es sich dann ja auch die spiele gebraucht zu kaufen :D. ansonsten sollte jeder entscheiden welcher entwickler es verdient, dass man ihn dirket unterstützt.ich kaufe mir nie gebraucht spiele. ich tausche sie 🙂 via gameschange gegen meine gekauften. wenn ich denke, dass ein spiel den platz im regal nicht verdient, wird es getauscht.außerdem wird hier wiedermal überdrammtisiert. der film branche gehts doch um einieges schlechter mit den ganzen online streaming und leicht zu ereichenden raubkopien. dann gibt es auch noch unzählige videotheken und darüber beschwert sich auch keiner. und seit wann “”zerstören Gebrauchtspiele Core-Titel”” ? und werd kauf sich denn noch spiele in realen geschäften? also die meisten die ich kenne bestellen die spiele via internet bei amazon und co und meistes erst dann wenn sie runtergesetzt werden. aber gebraucht? das machen doch meistes eher die unwissenden und deren eltern, die bei gamestop und co den lächerlichen presiesen zum trotz einkaufen.

Walldorf
I, MANIAC
Walldorf

Ich hatte letzten Monat ein Vorstellungsgespräch bei EA Deutschland und die meinten die Gebrauchtspiele wären für sie kein Problem, sie würden immer noch genug Spiele verkaufen und könnten keinen Einbruch der Verkaufszahlen verzeichnen.Vielleicht ist das auch ein USA-exklusives Problem.