Lego City Undercover – im Test (PS4 / Xbox One / Switch)

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Lego-Spiele folgen immer der gleichen langweiligen Standardformel und sind stets nur verkappte Werbevehikel für gerade populäre Lizenzen oder – im Fall von Lego Dimensions – dafür da, teure Sets und Minifiguren zu verkaufen? Mitnichten! Dass es auch anders geht, bewies im Frühjahr 2013 ein Spiel, das allerdings ein Handicap hatte: Lego City Undercover erschien als exklusiver Starttitel für Wii U und blieb damit dem Großteil der Zocker versagt.
Erst vier Jahre und eine ­Nintendo-Konsole später wendet sich das Blatt: Das Open-World-Abenteuer erscheint aber nicht nur für Switch, sondern auch für PS4 und Xbox One. Inhaltlich hat sich nichts geändert: ­Wieder schlüpft Ihr in die Rolle des ­Polizisten Chase McCain, der den ausgebrochenen Erzganoven Rex Fury einfangen soll. Der zentrale Handlungsstrang wird vor allem über 15 ”Sondereinsätze” erzählt, die sich das ”normale” Lego-Spielkonzept zu eigen machen: Hier marschiert Ihr durch in sich geschlossene Szenarien, in denen gehüpft, geklettert und gekloppt wird. Dazu gesellen sich kleine Rätsel, bei denen durch verschiedene Outfits freischaltbare Fähigkeiten wie das Knacken von Türen (als Ganove) oder das Züchten von Pflanzen (als Gärtner) die Hauptrolle spielen. Obwohl das nicht innovativ ist, spielt sich diese Mischung auch heute noch angenehm frisch, weil die einzelnen Elemente nicht überstrapaziert werden. Daneben lockt die erfreulich weitläufige und abwechslungsreiche Stadt, die Ihr zu Fuß oder mit zahlreichen Fahrzeugen erkundet – rund 80% des Spielinhalts sind darin auf zahllose Such-, Sammel- und Ent­deckungsaufgaben verteilt.

Zwangsläufig geändert werden mussten die ursprünglich GamePad-spezifischen Aktionen, was aber kaum auffällt: Die Scanfunktion wird nun eben per Knopfdruck aufgerufen und die Stadtkarte findet links unten im Bild ihren Platz – das funktioniert reibungslos und fühlt sich an, als ob alles schon immer so gewesen wäre. Einzig echte Neuerung ist der Koop-Modus, bei dem Ihr nun via (stets vertikalem) Splitscreen gemeinsam mit einem Kumpel losziehen dürft: eine obligatorische und gerne gesehene Erweiterung, leider wie üblich aber ohne ­Online-Unterstützung. (Fast) Gänzlich behoben wurden die größten Kritikpunkte des Wii-U-Originals: Bildrate und Ladezeiten sind auf allen Systemen stabiler beziehungsweise kürzer.

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