Narita Boy – im Test (PS4)

0
540
Zurück
Nächste

Seite 1

Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:, ,
USK:
Erschienen in:

Das Debütwerk des spanischen Studios Koba ist eine so liebevolle Hommage an die 1980er, wie man sie schon lange nicht mehr erlebt hat. Untermalt vom obligatorischen wie gelungenen Synth­wave-Soundtrack erkundet Ihr in Narita Boy eine Pixel-Welt mit handgezeichneten Animationen, (optionalem) TV-Röhren-Filter, typischen Neon-Pastell-Farbpaletten und 2D-Landschaften, die ebenso wie auch die Handlung unverkennbar vom Disney-Kultfilm ”TRON” inspiriert sind. Denn als Titelheld verschlägt es Euch unversehens aus der realen Welt in das ”Digitale Königreich” – dessen Hüterin Motherboard hat Euch als letzte Rettung aktiviert: Ein schurkisches Programm namens ”Him” hat die Erinnerungen des ”Schöpfers” gelöscht und bedroht nun zusammen mit seiner Herde an Stallion-Routinen beide Dimensionen.

Klare Sache, dass Ihr das nicht tatenlos geschehen lasst, und so zieht Ihr los auf eine denkwürdige Reise durch in alle Richtungen scrollende Bitmap-Szenarien, um Euch zuerst mit dem Technosword auszurüsten und dann den Kampf aufzunehmen.

Spielerisch orientiert sich ­Narita Boy an etablierten Metroid­vania-Prinzipien, gibt sich aber etwas linearer als viele Kollegen: Erkundung samt auch mal anspruchsvolleren Hüpf- und Kletterpassagen ist zwar angesagt, aber es gibt keine Karte und in einmal beendete Abschnitte kehrt Ihr nicht mehr zurück. So plaudert Ihr mit allerlei Einwohnern der in sich faszinierend stimmigen Welt, sammelt Schlüssel für Wegtore, knobelt Codes für Transporter aus und kämpft natürlich regelmäßig. Mit dem Schwert haut Ihr drauf, könnt es aber auch als Schusswaffe mit begrenzter Munition einsetzen und lernt stetig weitere Attacken dazu. Gute Reaktionen sind Pflicht, aber vor allem kommt es drauf an, dass Ihr für jeden Gegnertyp und insbesondere die vielfältigen Bosse die passenden Taktiken einsetzt: ­Narita Boy fordert Euch, ohne aber frustrierend oder gar fies zu werden. Auf dem Weg zum Duell mit Him schaltet Ihr regelmäßig Erinnerungen des Schöpfers frei, durch die Ihr dann reist und die Hintergründe der Story kennenlernt. Außerdem erwarten Euch einige einfallsreiche Passagen, die sich spielerisch nahtlos einfügen und das Geschehen gelungen auflockern.

Zurück
Nächste