NBA Action – im Klassik-Test (SAT)

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Ein Sportspiel ohne Jahreszahl im Namen – so etwas sollte man fast schon unter Naturschutz stellen. Sega erweckt damit zumindest den Eindruck, als wolle man seine Kundschaft nicht in JahresAbständen mit Updates melken. NBA Action ist eine Basketball-Simulation mit 3D-Grafik und Lizenzsegen der nord­amerikanischen Superstar-Liga.

Spieloptionen und Design-Ideen wirken routiniert zusammenstellt. Vom Liga-Modus über Statistiken aller Spieler bis zu Instant Replays in Nahaufnahme ist so ziemlich jedes wichtige Sportspiel-Feature vertreten. Im Manager-Menü bastelt Ihr eigene Figuren oder studiert die Werte der rund 400 vertretenen Profis. Die Spielerkader sind relativ aktuell und basieren auf der Vorrunde der gerade abgelaufenen Saison 95/96. Nur wenige Promis wie Michael Jordan und Shaq glänzen wegen lizenztechnischer Probleme durch Abwesenheit. An ihre Stelle treten immerhin anonyme Platzhalter mit vergleichbaren Werten. Daß beispielsweise hinter dem brillanten “R. Guard” der Chicago Bulls Jordan stecken soll, ist offensichtlich.

Zur Steuerung: In der Offensive könnt Ihr passen, auf den Korb werfen oder arglistig einen Wurf antäuschen. Am meisten Variationen birgt der Z-Knopf, mit dem Ihr den Jump Shot auslöst. Je nach Steuerkreuz-Position springt Euer Spieler vehement in eine andere Richtung; der Ball bekommt den entsprechenden Drive mit. Feuerknopf A dient pauschal als Turbo-Knöpfchen für beherzte Sprints. In der Defensive springt man zum Block hoch oder riskiert einen Steal-Versuch.

Das Geschehen wird aus vier 3D-Perspektiven eingefangen, zwischen denen Ihr jederzeit wechseln dürft. Keine der Kameras ist völlig unbrauchbar; am spielerisch sinnvollsten ist allerdings der unschöne “Overhead View”. Auf der akustischen Seite gibt es die unvermeidlichen Rap-Rhythmen, brave Effekte und einen nur sporadisch mitplaudernden Reporter zu vermelden. Etwas liebevoller werden das Ende von Vorrunde und Play-Offs abgehandelt. Dann sieht man den guten Sprecher auch mal im Bilde (Marv Albert, in den USA enorm prominent). In allen nur denkbaren Kategorien werden die besten Spieler der abgelaufenen Saison gekürt und mit Portraitbildchen gewürdigt. Der gesammelte Datenschotter vom selbstgebastelten Dream Team bis zum Turnier-Zwischenstand wird souverän in den Batteriespeicher geschoben.

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