The Centennial Case: A Shijima Story – im Test (PS4 / PS5)

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Für eine kurze Zeit in den 1990ern, als die CD mit ihren für damalige Verhältnisse geradezu verschwenderischen Speicherkapazitäten einen kurzlebigen Trend startete, glaubte so mancher, dass eine Sache die Zukunft der Video­spiele sein würde – FMV. Das steht für Full Motion Video und bezeichnet meist grafisch durchaus imposante, spielerisch aber arg ­dünne Reaktionstests. Doch es gab auch andere Projekte, die aber vor allem auf dem PC begeisterten: Adventures wie Gabriel Knight 2 oder die Tex Murphy-Reihe erzählten spannende Storys und knackige Rätsel mit echten Schauspielern. In eine ganz ähnliche Kerbe schlägt jetzt viele Jahre später Square Enix’ The Centennial Case: A Shijima Story. Auch hier agieren reale Schauspieler – nur eben nicht in grießeliger CD-Rom-Qualität, sondern je nach System in sauberen 1080p oder auf PS5 sogar in knackscharfer 4K-Optik.

Ihr spielt die Krimi-Autorin ­Haruka Kagami, die es auf das Anwesen der altehrwürdigen Shijima-Familie verschlägt. Dort findet eine nur alle 100 Jahre begangene Zeremonie unter einem uralten Kirschbaum statt – einem Baum, unter dem gerade ein Skelett gefunden wurde. Mediziner Eiji, selbst ein wenig das schwarze Schaf des durchaus zwielichtigen Clans, bringt nun die Autorin und ihre Assistentin ins Spiel – vielleicht können die herausfinden, was da passiert ist. Und was es mit einer geheimnisvollen Frucht auf sich hat, die ewiges Leben verspricht. Schnell wird klar, dass ein 100 Jahre alter Fall so einiges mit den aktuellen Geschehnissen zu tun hat – und von da an verfolgt Ihr Ereignisse in der Gegenwart und der Vergangenheit. Tatsächlich segnet alle zehn Jahre ein ­Shijima das Zeitliche, und durch einen kleinen, cleveren erzählerischen Kniff findet Ihr bald die gleichen Schauspieler in ganz unterschiedlichen Rollen wieder.

Die meiste Zeit verfolgt Ihr die gekonnt inszenierte ­Geschichte und drückt gelegentlich einen Knopf, um Euch eine wichtige Information zu merken. Auch über Harukas Antworten entscheidet Ihr ab und an, im Großen und Ganzen läuft die Geschichte aber linear ab. Richtig in Aktion tretet Ihr schließlich, wenn es darum geht, die Zusammenhänge und Hinweise zu einer schlüssigen Theorie zu verbinden. In einem geschmackvollen Interface zieht Ihr Fakten und Beweise auf aneinander grenzende Felder, um so Ordnung in Harukas Überlegungen und Theorien zu bringen – und im besten Fall dann auch die korrekten Schlüsse zu ziehen und die Geheimnisse der Shijima-­Familie zu entwirren. Wer sich den Mystery-Krimi gerne ins Regal stellen möchte, der schaut nach Japan – dort ist das Spiel auch mehrsprachig auf Daten­träger zu haben.

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Tabby
I, MANIAC
Maniac
Tabby

Die Retail-Version für Switch ist schon organisiert und ich hab auch schon ein bisschen reingespielt, aber momentan fehlt mir einfach die Zeit für das Spiel.
Was ich bisher aber gesehen habe, gefällt mir schon sehr.