Oliver Schultes meint: Ich gehe aus der vertraut wirkenden Kathedrale, lasse meinen Blick schweifen, wundere mich über die schief stehenden Häuser, die von einer Urgewalt aus den Angeln gehoben wurden, und steige vorsichtig eine halb zerstörte Treppe hoch. Plötzlich erspähe ich die Spitze eines Huts – sie wird größer, bewegt sich auf mich zu, ein Jäger! Was macht der denn hier? Egal, ich bin über Level 200, mit dem werde ich fertig! Er zückt eine Waffe, die ich noch nie gesehen habe und stürmt auf mich zu. Der Lump überrascht mich mit der Reichweite seiner Metallpeitsche, zwei Treffer und ich bin runter auf einen Fitzel Lebensenergie. Ich komme noch dazu, eine Blutphiole einzuwerfen – ein weiterer Schlag. Tot. Diese Eröffnungsszene aus dem brillanten DLC The Old Hunters steht für alles, was ich an Bloodborne liebe: Die Entwickler überraschen mich – und zwar das gesamte Spiel über. Mit abgefahrener Architektur, einer faszinierenden und vielschichtigen Story, einem perfekten Kampfsystem sowie Feinden, die in ihrer Vielgestaltigkeit und Bedrohlichkeit ihresgleichen suchen. Und keine Angst vor der berüchtigten Schwierigkeit: Das Game ist unbarmherzig, aber fair. Man leidet, man lernt, man triumphiert!
Colin Gäbel meint: Irgendwie gleich und doch ganz anders – Bloodborne versprüht die Souls-DNA aus jeder Pore. Jene unvergleichlich motivierende Mixtur aus adrenalingeschwängerter Herausforderung und überwältigender Befriedigung im Angesicht des Triumphs. Die kennen (und lieben) wir seit Demons Souls. Und dennoch, mit ein paar Stellschrauben – ein bisschen mehr Tempo hier, ein bisschen weniger RPG-Anteil dort – hat From Software das bewährte Konzept in ein neues Spielerlebnis kanalisiert. Ein Erlebnis, das sich frisch und dynamisch, eben irgendwie gleich und doch ganz anders anfühlt – und damit genau so, wie es sich der Souls-Fan in mir erhofft hatte.
Sascha Göddenhoff meint: Ich begegnete Bloodborne mit einer Mischung aus etwas Angst, viel Respekt und bergeweise Motivation. Trotz zigfachem Scheitern wollte ich es mir immer wieder selbst beweisen. Geht nicht, gibt es nicht bei Bloodborne, auch wenn einige Monster anfangs unbesiegbar scheinen. Doch mit der richtigen Taktik und viel Ruhe war jeder Gegner zu knacken. Selten schmeckte Erfolg so gut wie bei Bloodborne!
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