Gernseh-Serien
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ghostdog83 vor vor 1 month aktualisiert.
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30. Dezember 2019 um 21:09 #1668051
ChrisKongTeilnehmerYou Du wirst mich lieben Staffel 2 Netflix
Nach Staffel 1 war die Luft raus, dachte ich zumindest. Aber tatsächlich gelingt es Staffel zwei der Stalkerei noch ein paar andere Facetten hinzuzufügen und hält auch ein paar Überraschungen parat. Der Szenenwechsel nach L.A. erweist sich dabei als goldrichtig. Wer Spass an Staffel 1 hatte, wird in Staffel 2 mit noch mehr Ambivalenz der Hauptfigur verwöhnt und kriegt ein paar spannende Situationen geboten. Die Gefahr liegt hierbei klar darin, dass sich das abnutzt und unglaubwürdig wird, Dexter lässt grüssen. Apropos Dexter, so manches Element aus dieser Serie findet man auch hier wieder.
Wer noch gar nichts von der Serie gesehen hat und mal etwas leicht anderes will, der wird hier gut bedient.31. Dezember 2019 um 11:53 #1668076
ChrisKongTeilnehmerLost in Space Staffel 2 Netflix
Die zweite Staffel bestätigt den Eindruck der ersten. Das Storytelling ist fast so grottig wie seinerzeit bei Earth 2, nein, es ist exakt so schlecht. Auch sonst gibts verdammt viele Gemeinsamkeiten, man könnte es fast für ein Remake halten. Einen wesentlichen Unterschied aber konnte ich ausmachen. Earth 2 sah in der Pilotfolge aus wie grosses Kino, danach aber als hätte man nur noch Geld für zweitklassige Kulissen in Kombination mit Aussendrehs gehabt, die alle in Kansas oder so stattfgefunden haben. Lost in Space dagegen sieht in jeder Episode so aus, als wärs fürs Kino produziert worden. Die Settings sind herausragend gestaltet, echte Hingucker. Das hilft sicher darüber hinweg zu täuschen, wie pathetisch die Serie ansonsten so daherkommt. Einige Figuren haben auch Nerv-Charakter-Potenzial.
Und wie bei Earth 2 gibts eine weibliche Figur, die zwischen böse und anbiedernd schwankt, insgeheim aber sogar das Highlight der Serie ist. Spannung gibts oft eher keine, weil fast alles immer am Ende der Episode aufgelöst wird. Das wirkt so 90er, dass ich nicht weiss, ob ich kotzen oder lachen soll. Dadurch wirkt die Serie wie aus der Zeit gefallen. Bessere Autoren hätten hier sicher Abhilfe schaffen können. Sobald aber diese Hurra-Patriotismus-Pinonier-Musik einsetzt, wird man wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Da die Serie keine grosse Aufmerksamkeit erfordert, kann man sie gut nebenher schauen. Zu mehr taugt sie leider nicht wirklich. Aber da ich sogar damals ein Fan von Earth 2 war – gut, ich hatte damals alles was nach Sci-Fi aussah und auf RTL, Prosieben oder sonstwo lief weggesuchtet – ist es wie eine Flucht in die Vergangenheit, quasi das Nostalgie-Guiltypleasure.31. Dezember 2019 um 14:35 #1668090
ghostdog83TeilnehmerLost in Space: Staffel 2
Die erste Staffel war mit ca. 60 Minuten pro Episode viel zu lang für das, was sie zu erzählen hatte. Staffel 2 beseitigt diesen Umstand für mich gänzlich: 2 Folgen haben eine Laufzeit von ca. 50 Minuten, der Rest liegt bei 40 bis 45 Minuten. Abzüglich Abspann teilsweise sogar unter 40 Minuten.
Smith hat sich im Laufe der ersten Staffel zu einem nicht unerheblichen Schmälerungsfaktor an Unterhaltung entwickelt. In Staffel 2 ist mein Eindruck dagegen ambivalent. Ihrer Figur mehr Schwächen zuzusprechen, hat mir dabei geholfen, diese Momente der Atempause als Abkühlung zu nutzen, bevor sie sich wieder ihrer Natur widmete. Eine Szene sticht dabei hervor, wo sie der Tochter des von ihr ermordeten Vaters aus dem Weg geht, da Schuldgefühle zu schwer lasten, dadurch Zeit verliert, um eine Botschaft zu überbringen, um am Ende wieder als das dazustehen, was andere in ihr sehen – einen zutiefst selbstsüchtigen Menschen.
Zwei neue Nebenfiguren erweisen sich als Licht und Schatten: Ben Adler und Hastings. Letzterer stellt sich als ein zuweilen größerer Nervfaktor gegen Ende der Staffel als Smith heraus. Adler dagegen erhält die Gnade der Autoren, eine für die Serie gut geschriebene Entwicklung widerfahren zu können.
Insgesamt ist die Staffel nicht nur aufgrund ihrer Länge kurzweiliger. Es passiert auch mehr, was dabei hilft, mögliche Logiklöcher zu stopfen bzw. unbeantwortete Fragen zu umschiffen: Eine Parität an Fragen und Antworten bleibt die Serie dem Zuschauer eindeutig schuldig. Es werden immer mehr.
31. Dezember 2019 um 15:20 #1668092
MontyRunnerTeilnehmerJessica Jones Staffel 3
Bin jetzt durch und lasse mein Lobeslied weiter und lauter klingen.
Das ist für mich die bislang beste Marvel-Staffel überhaupt (habe aber längst nicht alles gesehen). Wenig Effekt, wenig Hascherei. Dafür viel Charakterstory mit einem kleinen Ensemble. Fast wie in einem klassischen Drama. Deus ex machina gibt es hier nicht, es liegt alles in den beteiligten Figuren. Für mich eine sehr spannende und bewegende Erfahrung. Vieeel besser als die ersten beiden Staffeln.Stranger Things 3
Nach der überragenden 2. Staffel für mich eine maßlose Enttäuschung. Die Charakterentwicklung wirkt harsch konstruiert und wenig plausibel. Die Technik des Storytellings ist zu offensichtlich und bekannt. Bin am überlegen, die Serie abzubrechen.31. Dezember 2019 um 17:29 #1668104
ChrisKongTeilnehmerAktuell gibt es so gefühlt 4 grössere Sci-Fi-Serien, die ich verfolge, besprochenes Lost in Space, Star Trek Discovery, Altered Carbon und the Expanse. Die letzteren beiden waren davor eher unbekannte Marken, finde aber beide weit besser als die erstgenannten. Leider bin ich bei Expanse nicht ajour, weil die Serie bei Amazon gelandet ist. Vermutlich müsste ich da auch erst wieder einen Rerun starten.
Was sich aber wirklich festhalten lässt, noch nie sah Sci-Fi im Serienformat so gut aus. Ich denk da ist für jeden was dabei.@Monty
Sie dir den Punisher an, gefiel mir klar am besten. Staffel 1 sogar etwas besser als 2.
31. Dezember 2019 um 21:39 #1668121
ghostdog83TeilnehmerAktuell gibt es so gefühlt 4 grössere Sci-Fi-Serien, die ich verfolge, besprochenes Lost in Space, Star Trek Discovery, Altered Carbon und the Expanse.
The Orville hat sich mit der zweiten Staffel insoweit gesteigert, um als bessere Star Trek Alternative die Reise im kommenden Jahr weiter zu bestreiten.
The Mandalorian hat mich auch positiv überrascht.
Bei den Superhelden Serien hat mich in diesem Jahr The Boys, Doom Patrol und zuletzt Watchmen überzeugten können. Von mir eine klare Empfehlung für diese Serien.
31. Dezember 2019 um 23:17 #1668125
MontyRunnerTeilnehmerWo läuft eigentlich The Orville? Davon habe ich so viel Gutes gehört, hatte aber noch die Gelegenheit, reinzuschauen.
31. Dezember 2019 um 23:21 #1668127
ghostdog83TeilnehmerAmazon Prime.
1. Januar 2020 um 11:09 #1668141
captain carotTeilnehmerBei The Expanse hat meine Frau jetzt im Weihnachtsurlaub die ersten drei Staffeln kurzerhand nachgeholt. So schnell hat sie definitiv noch nie eine Serie geguckt.
4. Januar 2020 um 0:00 #1668324
ghostdog83TeilnehmerOut now
Das sieht sehr interessant aus.
4. Januar 2020 um 12:39 #1668329
ghostdog83TeilnehmerMein Serienprogramm für das Wochenende:
Von Steven Moffat (Doctor Who, Sherlock) und Mark Gatiss (Sherlock). 3 Folgen, jeweils ca. 90 Minunten.
7. Januar 2020 um 21:07 #1668487
ghostdog83TeilnehmerIch weiß nicht, was ich davon halten soll.
8. Januar 2020 um 9:19 #1668516
AnonymInaktivBei Dracula bin ich skeptisch. Netflix nennt ihn in seinem Vorschautext einen “Halunken” … ähm … ja …
Ansonsten wäre ich schon interessiert. Sherlock fand ich zwar steckenweise einfach nur absurd dämlich und im Ganzen völlig überbewertet, aber es hat auch seine Momente.
Das Moffat “Grusel”-Themen kann, hat er ja schon in der leider viel zu abrubt endenden Serie Jekyll gezeigt:
@ghostdog82, dann erwarte ich mal Deine Meinung dazu.
Ansonsten hab ich mir gestern die erste Folge von Jan de Lichte und seiner Bande angesehen. Interessante Kostüm-Produktion über einen Flämischen Held(?)/Räuber. Werd ich wohl dran bleiben.
8. Januar 2020 um 14:12 #1668525
ghostdog83TeilnehmerDie ersten beiden Folgen Dracula sind insgesamt gut, mit leichten Abzügen im Detail.
Strukturell wäre eine 2-teilige Staffel in der Hinsicht besser gewesen. Die dritte abschließende Folge fällt nämlich qualitativ klar ab, passt tonal überhaupt nicht mehr zum Geschehen davor. Ein paar Stellen sind so furchtbar geschrieben, dass diese für einige den Gesamteindruck schmälern dürften und es lt. Aussagen im Netz auch tun. Die Serie opfert z. B. einen plumpen Witz zugunsten der Glaubwürdigkeit einer ganzen Organisation, die dadurch als völlig inkompetent darsteht (und auch tatsächlich in Person tun). Wäre die Serie an der Stelle konsequent, wären die Ereignisse nach den ersten 30 Minuten dieser Folge nie geschehen. Inszenatorisch hinterlässt diese Folge auch den Eindruck, überhastet entstanden zu sein. Hier scheint sich das Vorurteil gegenüber Moffat zu bestätigen, eine Geschichte nicht zu Ende erzählen zu können.
Bei Doctor Who hat er ebenfalls stark begonnen, aber dann den Pfaden verloren. Sehr viel wirkte gegen Ende chaotisch (Smith Ära). Husch, Husch. Bloß nicht die Löcher bemerken.
Der Cliffhanger bzw. Twist am Ende von Folge 2 ist für sich betrachtet gut und als Staffelende passend. Die Aufarbeitung in Folge 3 leider nicht.8. Januar 2020 um 17:14 #1668534
ChrisKongTeilnehmerNach V Wars hatte ich erstmal wieder genug von Vampirserien. Irgendwie gewinnt man der Thematik ähnlich wie bei Zombies auch nix mehr neues ab. Und Dracula ist mittlerweile so abgenudelt wie Robin Hood.
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