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  • Dieses Thema hat 3,416 Antworten, 98 Teilnehmer, und wurde zuletzt von ghostdog83ghostdog83 vor vor 1 month aktualisiert.
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  • #1161934
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    @Ghostdog

    Harper’s Island (Miniserie)

    Das war die Serie von der ich sprach. Vielleicht kennst du sie ja schon oder hast sie gar gesehen. Warum ich auf die Serie komm, ist natürlich klar. Die Miniserie (gibt nur die eine Staffel) ist ein Slasher, der sich über mehrere Episoden hinweg zieht. In diesen darf dann gerätselt werden, wer Täter, wer Opfer ist und warum das Ganze.
    Das ist auch recht spannend gemacht, allen voran überzeugen die Darsteller. Auch wenn der eine oder andere natürlich dem Klischee-Handbuch für Genre-Filme entsprungen sein mag.
    Neben der Haupthandlung gibts natürlich noch ein paar Sidequests, äh Nebenschauplätze, die mal mehr mal weniger Bezug zum Rest haben.
    Mit der Gewalt wird auch nicht gespart, so gibt sich der Killer wenig zimperlich.

    Soweit so gut. Gegen Ende geht jedoch ein wenig die Luft raus und öfters mal fasst man sich an den Kopf. Unnötigerweise wurden wieder einige Logik-Kapriolen eingebaut: z.B. verschwindet eine Person aus einem geschlossenen Raum durch einen Geheimgang. Das lass ich mir ja noch gefallen, auch dass das Opfer sich nicht wehrt und schreit, was generell ja immer der Fall zu sein scheint, wenn andere überrascht werden sollen. ^^ Aber warum zum Teufel müssen die Personen, die das Opfer suchen, Bänke wegräumen, um den Geheimgang zu finden? Stell ich mir reichlich schwierig vor, jemanden zu entführen und dann den Durchgang von der anderen Seite aus zu tarnen. Sachen gibts……

    Erfreulicherweise kommen die ersten 2/3 meist ohne solche Dumbass-Plots aus, wo der Täter dann auch ausm Hinterhalt attackiert. Im letzten Drittel hätte es aber genug Möglichkeiten gegeben, sich nicht wie Lämmer zur Schlachtbank führen zu lassen.

    Nichtsdestotrotz sehr spannend. Ideal für Leute, die nach Until Dawn noch Slasher Futter in Serie suchen. Gibts ja sonst eigentlich nicht wirklich was in der Richtung. Von daher darf man das Konzept doch als recht frisch betrachten. Ob eine Anthologie-Serie angedacht gewesen wäre, weiss ich nicht. Aber das Thema hätte sich vermutlich auch schnell totgelaufen. Immerhin ist der Output in dem Genre nicht gerade klein.

    Und um Missverständnissen vorzubeugen, das Rad wird nicht neu erfunden, im Gegenteil. Die Vorbilder erkennt man ziemlich schnell.

    Zu Boardwalk Season 4 schreib ich dann später etwas, muss erst das Staffelfinale noch etwas nachwirken lassen.

    #1161935
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    @retrofreak

    Den Piloten hatte ich gesichtet, ansonsten die Serie nicht weiterverfolgt. Macht auf mich den Eindruck eines Guilty Pleasure.
    Wenn sich die Gelegenheit ergibt, wäre ich nicht abgeneigt. Vorrang hat die Serie bei mir derzeit nicht.


    @Chris

    Danke für den Tipp. Werde ich mir mal merken.

    #1161936
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Und ich bin schon fast davon ausgegangen, du kennst das Ding. Wie gesagt, wenn du schon in Until Dawn Laune bist. …. :-)

    Boardwalk Empire Season 4

    Wer einen klar auszumachenden Gegenspieler für Nucky Thompson sucht, der wird ihn in dieser Staffel eher weniger finden. Dafür werden Allianzen geschmiedet und wieder verworfen. Mehr denn je stehen die Familien im Zentrum der Handlung. Dabei erreicht die Serie schon eine enorme (vielleicht auch fiktive, da selber nicht da gewesen) Authentizität. Es sind halt lauter kleine Details, die Ausstattung, das ist schlicht alles grandios und wirklich schon sehr hohes Kino-Niveau.

    Neu in der Runde ist Jeffrey Wright. Die snobistische Affektiertheit, die er an den Tag legt, mag etwas too much sein, aber passt durchaus zur Figur. Einiges zu seinem Background wird nur vage angedeutet. Das lässt die Figur dann aber auch interessanter erscheinen, als sie letzten Endes wirklich ist.

    Schön ist, dass man immer etwa 5-6 Handlungsstränge hat, die sich wechselseitig von Folge zu Folge entwickeln und gelegentlich überschneiden.
    So bleibt konstant das Interesse daran erhalten, man kriegt immer wieder Häppchen serviert. Klar, einige der Storys sind dabei weniger interessant als andere.
    Aber im Grossen und Ganzen gibt man sich keine Blösse, das alles läuft echt auf verdammt hohen Niveau ab, HBO eben. Von Art und Aufbau kommt diese Staffel the Wire wohl am nächsten. Bisweilen wird auch eine ähnliche Komplexität und Vernetzung erreicht. Das fordert dann schon mal ein wenig Konzentration. Ist bei der Staffel aber deutlich geringer als in den ersten beiden.

    Was ich wirklich noch gesondert erwähnen wollte, ist das Staffelfinale. Das ist mMn absolut herausragend und rangiert jetzt schon unter den Tops der Staffelfinale. Eigentlich ist es so gut, dass es auch das Serienende hätte sein können. Und da ja nach Staffel 5 Schluss war, die auch nur 8 Episoden hat, liegt die Vermutung nahe, dass man vielleicht gar nicht mehr mit 8 weiteren Episoden gerechnet hat.

    Dabei steht für einmal nicht der Showdown im Vordergrund, wie bei Staffel 3, sondern es sind die leisen Töne, die wie Schläge in die Magengrube treffen. Die Schlussszene fand ich hammerhart.

    Nach 2-3 Episoden der 5. Staffel, kommts mir erst recht so vor, als wär Staffel 4 der Schluss und Staffel 5 der Epilog dazu.

    Da die Serie jetzt dann als Komplettbox vorliegt, kann ich sie jedem Freund von gutem Storytelling, HBO und Mafiafilmen nur ans Herz legen. Bislang für mich zusammen mit True Detective das Highlight von HBO. Game of Thrones steht noch aus.

    Boardwalk Empire Season 5

    Der Eindruck der ersten Folgen hat sich bestätigt. Wirkt wirklich wie eine Art Epilog. Da passt es sogar, dass es einen deutlichen Zeitsprung gibt.
    Ein Grossreinemachen findet dann auch statt, wobei es hinterher eigentlich nicht sehr sauber aussieht.
    Schade ist es schon, man hätte die Serie gut fortsetzen können, indem man den Capone-Strang ins Zentrum gerückt hätte. Dieser wird in der 5. Staffel auch gleich zu Ende gebracht, aber halt relativ kurz abgehandelt. Eliot Ness tritt dabei nur als Randnotiz in Erscheinung.
    Einige andere Nebenfiguren teilen ein ähnliches Schicksal, kriegen zwar ein Ende, aber insgesamt fehlts an einer richtigen Entwicklung.
    Der Fokus liegt ganz klar auf Nucky. So sieht man Flashbacks seiner Kindheit und dann seine Zeit als junger Erwachsener und Protege des Sheriffs und später des Commodores. Die Jungdarsteller machen ihre Sache dabei echt ausgezeichnet und könnten wirklich die jungen Versionen von Nucky Thompson sein.
    Auch schleicht sich am Ende ein wenig Symbolik mit ein. Zur Stimmung mag das sogar passen, zur Serie eigentlich dann weniger.
    Den Schluss hat man so in der Form schon in einem anderen sehr bekannten Gangster-Movie schon gesehen, Stichwort die Vergangenheit holt einem irgendwann wieder ein.

    Insgesamt also eine Staffel mit Höhen und Tiefen. Gemangelt hat es einerseits an sinnvollen Abschlüssen, andererseits etwas an Spannung.

    So war nach dem grandiosen Staffelfinale von Season 4, die 5. eher ernüchternd. Die letzte Episode gefiel mir aber auch hier fast am besten. Trotzdem bleibt der Eindruck, man hätte da noch deutlich mehr herausholen können. Mit 8 Episoden ist sie natürlich auch nicht so lang.
    Ich hätte es zudem besser gefunden, die Flashbacks über die 5 Staffeln verteilt zu haben, als sie alle in der eh schon zu kurzen 5. unterzubringen.

    Ändert aber nicht viel am Gesamtfazit zur Serie, ist und bleibt was vom Besten, das HBO je produziert hat.

    Weiter gehts mit House of Cards und der 3. Staffel. Die scheint mir die US-Aussenpolitik schärfer ins Visier zu nehmen. Um Francis Underwood wirds auf jeden Fall nie langweilig. ^^
    Meinung zur 3. Staffel folgt dann nach Ansicht.

    #1161937
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer
    #1161938
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Boah, das wirkt wieder echt so generisch wie vom Reissbrett. Man soll ja nicht nach dem Trailer gehen, aber Kinolike BumBäng-Storys mit TV Effekten, nö muss nicht sein. Dann sollen sie lieber nen gscheiten Film machen, denn was substantiell anderes als in Superman und Co. wird ja wohl eh nicht erzählt. Man tausche Clark durch eine Nerdine, fertig.

    Von Blacky hab ich grad noch erfahren, dass zu the Myst auch eine Serie kommen soll. Mein Tipp, die Vorlage, die für eine Film gerade genug ist, wird mit Soap Elementen angereichert und zur Serie aufgebläht. Dann wirds so rauskommen wie Under the Dome.

    #1161939
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer
    #1161940
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer
    #1161941
    FoxMulderFoxMulder
    Teilnehmer

    Hier ein weiterer Akte-X trailer

    Freu mich mega drauf!!

    [youtube]_1SmJUBT5q0[/youtube]

    #1161942
    HarrikulesHarrikules
    Teilnehmer

    Wir sind jetzt mit Folge 3 von der zweiten True Detective Staffel durch, und bis jetzt verstehe ich den ganzen Hass der der Staffel im Internet engegenschwappt nicht. Besonders Vince Vaughn macht einen guten Job, und bis auf dass das alles doch sehr klischeebeladen ist, ist es auch schon spannend.

    #1161943
    DerSebomatDerSebomat
    Teilnehmer

    Bin jetzt Netflix-Kunde.

    Schaut jemand von euch Scream oder Daredevil?

    #1161944
    coketheguycoketheguy
    Teilnehmer

    Daredevil rockt. Schau dir das als 1. an!

    #1161960
    UllusUllus
    Teilnehmer

    Sehr uninspiriert, extrem aufgesetzt und platt, schon der Trailer zu der Serie lässt viel Langweile aufkommen, smallville fand ich gut, da hab ich speziell ab Staffel sechs alle Folgen recht gern. gesehen, Tom Wellington hatte aber auch Charisma, dieses klischeehafte vertrottelt wirkende Bücherwurm Supergirl hat hingegen gar keines, die Serie wird einen arg schweren Stand haben, dieses Wiederaufbereitung der alten Story für die jüngeren Zuschauer hätte man weitaus besser in der künstlerischen Umsetzung gestalten können.

    Außerdem ist Kara doch blond, warum ist das Mädel hier eine Brunette ?

    Und Supergirl hatten wir auch schon bei Smallville mit Laura Vanderfort, bei der neuen Super Girl Serie trieft der Kitsch schon aus allen Löchern, sorry muss motzen ! ;)

    Beim Flash, roten Blitz hab ich jetzt von der Neuauflage die erste Staffel durch, die Serie ist nicht verkehrt und ziemlich locker, zudem will die auch keine Smallville Kopie sein !

    Dennoch danke für den Hinweis !

    #1161961
    SonicFanNerdSonicFanNerd
    Moderator
    DerSebomat wrote:

    Bin jetzt Netflix-Kunde.

    Schaut jemand von euch Scream oder Daredevil?

    Ebenfalls bei Netflix.
    Beide Serien bereits durch.

    Mein Kurzfazit zu Daredevil:
    Ist durchaus brauchbar. Sogar unterhaltend. Also eigentlich sogar recht gut. :)
    Hervorzuheben ist hier die starke Figur des Wilson Fisk, der hier sehr passend von Vincent D’Onofrio gespielt wird. Tolle Charakterzeichnung für Daredevils Erzfeind, den ich als Bub eher aus den Comics “Die Spinne” (Spiderman) kannte.

    Scream ist von mir eher zwiespältig aufgenommen worden.
    Die deutsche Synchro ist alleine schon der Horror. Ob die original Tonspur das schwache Schauspiel der Akteure verbessert, vermag ich nicht zu sagen.
    Der Plot ist für das Ausgangsmaterial vollkommen ok. Auch die Figuren-Archetypen, die ausgesucht wurden sind dafür ok.
    Der Plot ist eher unspektakulär und alles ist sehr auf amerikanische Teens zugeschnitten.
    Die vielen popkulturellen Verweise und damit auch eine der Stärken des ersten Films werden gut eingearbeitet. Wenn auch der ein oder andere Verweis stark bemüht wirkt.

    Was die Serie aber wirklich solide abfährt, ist es das Thema tatsächlich auf mehrere Folgen auszubreiten und dabei nicht sonderlich abzufallen. Was nun nicht bedeutet, dass sie sonderlich spannend ist. ;) Aber es ginge sicherlich schlechter.

    Und für mich persömlich war ziemlich schnell klar, wer der/die Mörder/in ist/sind.

    Kurz:
    Wenn man seine Erwartungshaltung relativ gering hält, kann man sich das geben und vielleicht sogar Spaß damit haben.

    #1161962
    DerSebomatDerSebomat
    Teilnehmer

    Also bei Scream bin ich jetzt bei Folge 7 und finde die Serie zu gut, um sie nicht weiter zu schauen, aber auch teilweise zu langatmig, um jetzt komplett drauf auszuflippen. Das läuft mehr oder weniger so nebenbei; man will halt doch wissen wer hinter der Maske steckt (die übrigens viel geiler als in den Filmen aussieht!).

    #1161963
    HarrikulesHarrikules
    Teilnehmer

    Netflix hat einige gute bis sehr gute Eigenproduktionen. House of Cards und Orange is the New Black(tatsächlich sehr gut) muß man ja nicht erwähnen.
    Aber auch Hemlock Grove, Arrested Development(zumindest S4) und Wet Hot American Summer(zumindest wenn man es Humortechnisch sehr Dumm mag) kann ich empfehlen. Daredevil sthet bei mir auch noch auf der Liste.

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